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Kundenrezensionen

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Ein wunderschönes, mit Liebe zum Detail gezeichnetes (und produziertes!) Buch. Die holzschnittartigen Illustrationen, ganz im Stil des deutschen Expressionismus der Zwanzigerjahre gehalten, plakativ und ausgesprochen dekorativ, sind so gekonnt mit dem handgeschriebenen Text verwoben, dass dieses Buch im wahrsten Sinn des Wortes "aus einem Guss" wirkt. Hinzu kommen Details wie der Farbschnitt und das Lesebändchen, die zeigen, dass dem Verlag offenbar bewusst ist, was für eine bibliophile Rarität sie da ins Programm genommen haben.

Kat Menschik erzählt im Plauderton von den Mühen und Freuden eines Gartenlebens, das sie als Großstadtpflanze in vollen Zügen genießt. Sie führt den Leser chronologisch durch alle Jahreszeiten in ihrem Wochenendgarten, illustriert ihre Stauden, Zwiebelpflanzen und Sträucher, wirft einen Blick auf das tierische Leben über und unter der Erde und gibt ganz nebenbei jede Menge nützliche Tipps. Wann muss gesät werden? Wann die Rosen geschnitten? Wie bastele ich mir aus Zeitungspapier Saattöpfchen? Wie baue ich ein Baumhaus? Herausgekommen ist eine Art Tagebuch des Gartenjahrs, angereichert mit persönlichen Erlebnissen, witzigen Begebenheiten und Berichten über verzweifelte Kämpfe. Stichwort Schnecken und Maulwürfe. Es sind Lektionen der Geduld. Und Lektionen darüber, was Ungeduld in einem Garten anrichtet.
Aber Kat Menschik hat sich ihren "Goldenen Grubber" redlich verdient, denn sie lernt aus Fehlern, lässt niemals den Mut sinken und probiert immer wieder Neues aus. Auf 4000 qm kann man aber auch viel Neues ausprobieren. Aus einem kahlen Grundstück wurde mittlerweile ein biomasseproduzierendes Biotop. Seitdem braucht sie zumindest kein Fitnessstudio mehr. Vor allem hat sie aber gelernt, den Dingen auch mal ihren Lauf zu lassen, denn nicht alles muss im Garten akkurat sein. Sie versteht es wirklich, ihr grünes Paradies zu genießen. Ihre lustigen Beobachtungen sind immer mit einem Augenzwinkern verbunden, liebenswert und selbstironisch - und manchmal auch richtig lehrreich (z. B. wenn man Holundersaft mag). Man schmunzelt beim Lesen und freut sich auf jede weitere Seite. Nur warum sie ihrem Freund S., der ihr Baumhäuser baut und Sommerfeste plant, im Buch keinen vollständigen Namen gönnt, das habe ich nicht verstanden. Es muss wohl ein sehr, sehr seltener oder sehr, sehr langer Name sein. Aber wahrscheinlich heißt er nur Steffen.

Meine Stimme für das schönste Gartenbuch des Jahres hat "Der Goldene Grubber" jetzt schon. Und dabei hat das Gartenjahr gerade erst angefangen...
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"Der Garten ist wie ein Familienmitglied. Wir investieren viel Kraft, Arbeit und vor allem Liebe. Wir dürfen erleben, wie der Garten sich entwickelt. Wir machen Fehler. Es gibt Niederlagen. Wir lernen. Wir beginnen neu. Wir kämpfen. Aber nie mehr wollen wir ihn missen. Das können wir schon lange nicht mehr. Der Garten ist ein Freigeist mit starkem Charakter. Und er macht uns glücklich." So beginnt Kat Menschik ihr ungewöhnlich-außergewöhnliches Gartenbuch. Kein herkömmlicher Gartenratgeber erwartet den Leser, sondern es geht mehr oder weniger um die Widrigkeiten und Schönheiten einer ahnungslosen Städterin, die einen Rückzugsort für sich und die Familie suchte und sich vor zehn Jahren in einem Dorf zwischen Strausberg und Wriezen im Oderbruch 4000 Quadratmeter braches Land zu eigen machte. Im Umgang mit Grubber und Co. völlig unbedarft, erschuf sie sich eine neue Dimension in ihrem Leben. Kat Menschik wurde Gärtnerin.

Statt zu Feder und Tusche greift die Illustratorin fortan zu Spaten, Rosenschere und Säge. Sie stellt aus Zeitungspapier witzige und praktische Blumenanzuchttöpfchen her, kauft Unmengen neuer Pflanzen, so dass sie eigentlich von den umliegenden Gartenfachmärkten für die Auszeichnung mit der grünen Palme... äh... Hortensie vorgeschlagen werden sollte, kämpft gegen Schnecken und Rollwespen oder geht eine fruchtbare Beziehung mit dem ortsansässigen Maulwurf ein. Dass so ein Anwesen viel Freude, aber genauso auch Unmengen Schweiß im Nacken und Schwielen an den Händen hervorrufen kann, davon berichtet die Mutter einer 13-jährigen Tochter mit ihrem ganz spezifischen Charakteristikum künstlerischer Ausdrucksform: ein expressiver, surrealistischer Duktus, der in der Tradition von Holzschnitt und Pop-Art steht. Zunächst als schwarz-weißer Fortsetzungs-Comic in der FAZ erschienen, liegt nun das opulente, fast durchgängig in grün-weiß gehaltene Buch vor, in dem Kat Menschik auf ein paar Seiten sogar zu Acrylfarben gegriffen und erstmals gemalt statt gezeichnet hat. Ihre wie ein Tagebuch gehaltenen Texte, die in die Illustrationen eingebunden sind und mit ihnen eine enge Verbindung eingehen, sind auf den ersten Blick nicht einfach zu konsumieren. Sie variieren in Form und Größe, kippen, fallen, laufen von oben nach unten oder umfließen die Grafiken. "Ich will Text und Bild nicht doppeln. Nicht illustrieren, was im Text steht", sagt die Illustratorin, die in Luckenwalde geboren wurde und in Berlin aufwuchs und zu einer der gefragtesten in Deutschland gehört. Mystisch, melancholisch, harte Striche, klare Linien, mit hohem Wiedererkennungswert, einer ganz eigenen Ästhetik und immer mit einer gehörigen Portion Humor: So präsentieren sich alle Seiten dieses wunderbaren Bildergeschichtenbuches. Dass sie den Nutzwert ihrer Bilder nie von dem getrennt sehen will, was sie selbst daran interessiert, spürt man auf jeder Seite. Gerade das macht dieses Werk so authentisch und wertvoll.

Den Leser erwarten neben vielen Illustrationen von unterschiedlichsten Blumen, Pflanzen, Bäumen und Sträuchern, von Schmetterlingen, Käfern, diversen Ungezieferpopulationen, inklusive einiger Tipps und Tricks wie man sie am besten wieder loswird, auch jede Menge ganz persönliche Erlebnisse: "Manchmal grabe ich beim Grubbern oder bei der Gartenarbeit ganz allgemein eine Rotbauchunke aus. Dann ekle ich mich ein wenig, rufe meinen Freund S., der sie behutsam nimmt und woanders wieder einbuddelt." Herrn Talpa eruopaea bietet Kat Menschik entgegen allen anderen Dorfbewohnern sogar ein urwüchsiges Eldorado, sozusagen das Maulwurf-Mallorca des Nordens. Hier dürfen die pelzigen Gesellen in aller Ruhe graben, buddeln und häufeln. Die Illustratorin wartet derweil in ihrer Hängematte geduldig auf die Schätze, die sie mitunter zutage fördern. Von der wertvollen Erde, die sich bereits einen Namen weit über den Zaun hinweg gemacht hat, ganz zu schweigen. Vielleicht hilft ihr dieser "Ruhm" über das kläglich in die Hose gegangene Projekt "praktischer, romantischer Gemüsebauerngarten" hinweg. Aber das über die russische Grenze aus Karelien geschmuggelte... äh... emigrierte Birkenpflänzchen gedeiht dafür umso bestens. Es hat sich sozusagen hervorragend in die Brandenburger "Jejend" integriert. Da kann sich so manche Einwanderungsbehörde eine Scholle abstechen. Vielleicht lag dies aber auch nur an dem nach einer Gartenparty von einigen stöckelschuhbewehrten Damen aus der Stadt vorzüglich vertikutierten Boden ;-).

Fazit: Egal ob Bauanleitung für Vogel- oder Baumhaus, Pflegetipps für junges Gemüse oder diverse Unkrautattacken, ob Schneckenplage oder widerwilliger Aufbau einer "Gemeinschaftspellerine" für eine Festgesellschaft (man sagt wohl auch Gartenpavillon dazu), Kat Menschik hat ein wunderbares FürDieBestenFreundeGartenverschenk- bzw. VielLieberSelbstBehalteBuch gestaltet. Mit ihren ganz persönlichen Texten und Illustrationen folgt sie dem Lauf eines Gartenjahres: beginnend mit den ersten erwachenden Frühjahrsblühern, über sommerlichen Dauerregen sowie nicht mehr zu erntendem, da bereits von Waschbär und Reh verwertetem Herbstobst, einer ordentlichen Vergiftung aus frisch gepresstem Holunderbeerensaft bis hin zu Igelwinterschlafunterbringungsmöglichkeiten. So bleibt neben einer unglaublich köstlichen, witzigen, praktischen, außergewöhnlichen und visuell anspruchsvollen Lektüre leider auch nur ein mitfühlendes Schulterzucken auf ihre Frage: "Warum nur gehen mir immer wieder Pflanzen ein?" Ich verstehe es zuweilen auch nicht.
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am 23. Juli 2014
Nachdem in der RBB Gartenzeit, den Garten und die Autorin vorgestellt wurden, waren wir sehr neugierig auf Ihr Buch, das Ihre
"Siege und Niederlagen", Ihre Erfolge und Verluste im Leben mit einem Garten im Umland von Berlin beschreibt. Da es Dir und Mir
im Umgang mit Gärten kaum Anders geht, kann man sich selbst im Buch wiederfinden und kommt aus dem Schmunzeln und Lachen,
sowie einer Traurigkeit über Niederlagen kaum heraus. Es ist Schade für Jeden,dem Dies entgeht................
Gruss aus B.................
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TOP 500 REZENSENTam 3. Juli 2014
All denen, die mit Herz ihre Schollen im Garten bearbeiten, muss beim Anschauen von Kat Menschicks „Der goldene Grubber: Von großen Momenten und kleinen Niederlagen im Gartenjahr“ einfach das Herz aufgehen. Ein außergewöhnliches Gartenbuch, das (fast) alle Sinne anspricht und sich bestens als Geschenk für jeden Hobby-Gärtner und solche, die es werden wollen, eignet.
Die Autorin kennt man als Comiczeichnerin und Illustratorin, nicht nur für das Feuilleton der FAZ/FAS sondern auch unter anderem für Bücher des japanischen Autors Haruki Murakami. „Der goldenen Grubber“ erschien erstmals 2013 als Fortsetzungscomic in 100 Folgen in der FAZ und ist rechtzeitig zu Beginn des Gartenjahres im Frühjahr 2014 bei Galiani erschienen.

Ein Grubber ist das erste Gartengerät, das zum Einsatz kommt, wenn ein Beet angelegt wird. Man benötigt ihn zur Bodenbearbeitung, kann damit Unkraut entfernen und Kompost einarbeiten - ein elementares Werkzeug also, das auch bei Kat Menschick das gesamte Gartenjahr über im Einsatz war, als sie ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück im äußersten Osten Deutschlands urbar macht und nach ihren sich wandelnden Vorlieben gestaltet.

Wie könnte es anders sein, haben wir bei solchen Projekten doch alle die gleichen Fehler gemacht: Anfangs regiert mangels Fachwissen und unpräzisen Vorstellungen das blanke Chaos, aber allmählich gewinnt die Fläche an Kontur. Natürlich erleidet die Autorin auch herbe Rückschläge, seien es nun Schädlinge, die sich über die Jungpflanzen hermachen, oder die aus dem Gartencenter angeschleppte Beute, die nicht gedeihen will. Und dennoch, augenfällig ist das sinnliche, das entspannte und unverkrampfte Verhalten, mit dem sie diese hinnimmt und daran ihre gärtnerischen Fähigkeiten weiterentwickelt. Gärtner als die pure Lust, das ist es, was uns die Autorin vermittelt!

„Der goldene Grubber“ beschreibt das persönliche Gartenjahr von Kat Menschick in chronologisch geordneten Bildern mit ergänzenden Texten und besticht nicht nur durch seine wunderbare Aufmachung, sondern kann durchaus auch als Ratgeber verwendet werden. Und den Tipp mit den selbstgebastelten Anzuchttöpfchen aus Papier werde ich mit Sicherheit im nächsten Pflanzjahr ausprobieren.
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am 5. April 2016
Das hier ist nicht nur für Gartenfreunde. Aber ein solcher wird man unweigerlich werden, wenn man das Buch durch hat. Der Leser/Betrachter begleitet Kat Menschick durchs Gartenjahr. Ganz persönlich, humorvoll, tiefgründig ab und zu und mit wunderbaren Illustrationen. Ich hab es sehr genossen, schaue es mir immer wieder an und finde es lesenswert - auch wenn mein Garten nur aus einem Blumentopf besteht.
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am 27. Juli 2014
35 Euro??????????? Jede Seite ist das Geld wert---- Wunderbare Zeichnungen.............. phantastischer Text...... trifft auf den Punkt............. ja genau sooooooooooo ist es..................schade, dass ich so weit von brandenburg weg bin und es bei mir keine seeadler gibt............. aber ansonsten kann ich das ganze buch 1.1. umsetzen.............. das ist meiiiiiiin buch.................
und selten sooooooooooooo gelacht............ und mein lebenspartner mit mir............. der vogelhäuser baut und aufhängt und wagenladungen pflanzen vom baumarkt eingräbt.......... und stöhnt wenn wieder ein paktet per internetbestellung vor der haustür steht............................
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am 29. Oktober 2015
Habe aufgrund einer begeisterten Buchbesprechung im Radio "Deutschland Kultur" dieses Buch bestellt. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, was da so begeistert hat. Mir gefällt die Optik nicht, die grüne Schrift ist nicht angenehm zu lesen und der Inhalt ist dürftig. Verschenken möchte ich es nicht, werde es irgendwohin spenden
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am 14. September 2015
Sehr, sehr hübsche Zeichnungen und vergnügliche Texte über Gartenlust und Gartenfrust. Dazu Tipps und manches Lehrreiche. Eine echte Alternative zu den Hochglanz-Gartenbüchern mit den tollen Bildern von tollen Gärten, mit denen der eigene Garten irgendwie so gar keine Ähnlichkeiten hat.
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am 17. August 2014
Unterhaltsam, informativ und spannend beschreibt Kat Menschik ihr Gartenjahr und wir können viel davon für unseren eigenen Garten mitnehmen. Dieses Gartenbuch macht Laune und motiviert zum selber gärtnern. Inhaltlich bilden Text und Bilder eine perfekte Lesereise durchs Gartengeschehen mit allen Höhen und Tiefen eines Hobbygärtners.
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am 29. April 2015
Nein, es handelt sich bei "Der goldene Grubber" NICHT um eine Art Handbuch zum Gärtnern, was einige andere Rezensenten zu vermuten schienen. Die Autorin Kat Menschik hat zwar schon einige Tipps parat, was z.B. die Herstellung von Anzuchttöpfchen aus Papier oder die Bekämpfung von Blattläusen (inklusive der entsprechenden Geruchsbelästigung durch Brennesseljauche) angeht, im Grossen und Ganzen ist das Buch jedoch als persönlicher Erfahrungsbericht mit mehr Unterhaltungs- als Lehrwert anzusehen.

Doch die Unterhaltung ist der Autorin in meinen Augen ganz vorzüglich gelungen. Sie schildert die Pläne, die sie durch ihre Gartenjahre hindurch machte und wobei sie auch mit etlichen scheiterte, auf sehr humorvolle Art und Weise, wobei insbesondere ihre Niederlagen für mich Wiedererkennenswert hatten, nicht unbedingt im Detail, doch was freudige Erwartungen angeht, die sich letzten Endes überhaupt nicht erfüllten, was vermutlich schon viele beim Gärtnern erlebt haben.

Die Erzählungen werden nicht in gedruckten Lettern und mit Photographien präsentiert, sondern als Bilderbuch in graugrün/weiss, das Kat Menschik selbst illustriert hat.

Für mich eine Empfehlung an alle, die sich fürs Gärtnern interessieren und diesbezüglich auch Freude an humorvollen Erfahrungsberichten mit einer guten Portion Selbstironie haben.
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