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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
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am 14. August 2012
Aus den Fugen geraten scheint die Welt der Protagonisten in diesem Roman. Wie strahlenförmig steuern die Schicksale der handelnden Personen auf die Auswirkungen eines Eklats zu, als dessen Folgen sich das bürgerliche Leben mit allem Sein und Schein offenbart.
Die Besucher eines Konzert des berühmten Pianisten Marek Olsberg in der Berliner Philharmonie erleben eine heftige Überraschung, als dieser kurz vor dem Ende der Hammersteinsonate von Beethoven fluchtartig das Podium verlässt, ohne das Konzert zu beenden.

Esther ist mit ihrer vom Ehemann verlassenen Freundin Solveig zu dem Konzert verabredet. Weitere Protagonisten besuchen ebenfalls das Konzert. Johannes, Sophie und ihre Nichte Klara, Claudius und Nico und noch andere mehr sehen sich plötzlich mit einem unbefriedigenden und abgebrochenen Abendprogramm konfrontiert. Sie werden nach und nach in ihren jeweiligen momentanen Lebensphasen skizziert und anlässlich des abgebrochenen Konzertabends tun sich Abgründe auf, von denen man nichts ahnte. Da wird die Untreue eines Ehemannes offenbar, der die Abwesenheit der Frau zu einem eigenen Liebesevent genutzt hat. Ein anderer gibt den Besuch des Konzertes nur vor, um sich seinen Liebesabenteuern zu widmen. Wieder ein anderer sucht Abwechslung mit einem Begleitservice. Die Begegnung mit einer hübschen jungen Dame zeigt unerwartete und ungeahnte Schicksalsfügungen.

Immer wieder ist es die Liebe, Untreue, Verrat, Verlust und das Misstrauen, die den ganz gewöhnlichen Alltag von Menschen unterhöhlen, die nach außen hin ein geordnetes bürgerliches Leben führen.

Alain Claude Sulzer behandelt in seinen Romanen wiederholt das Thema Homosexualität. Auch hier spielt sie eine Rolle.

Sein Kunsttrick der Gleichsetzung eines Musikstücks mit den „Fugen“, in denen sich das Leben bewegt, ist gekonnt und überzeugend entwickelt. So wie das Klavierstück bricht auch die Geschichte dieser Menschenschicksale urplötzlich ab. Man hat einen Ausschnitt mit bekommen, der die Tragik ungeklärter Verhältnisse aufzeigt, ohne zu erfahren, wie es mit allen weiter geht. Jean Claude Sulzer ist ein guter Erzähler, der den Tiefen menschlicher Schicksale folgt und damit Parabeln auf das Leben entwickelt, die in ihrer individuellen Geschichte Parallelen zu menschlichen Schicksalen überhaupt aufweist.

Alain Claude Sulzer lebt als freier Schriftsteller in Basel und wurde mit einigen anerkannten Preisen für seine Romane ausgezeichnet.
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am 3. August 2014
Angesichts der Rezensionen zunächst eine Warnung: Nicht jedem gefällt "Aus den Fugen". Wer von Romanen eine profane Wirklichkeitsdarstellung oder eine boulevardeske Szeneschilderung Berlins oder einen scharfen Spannungsbogen erwartet, sollte Sulzers Pianistenroman meiden.

Wer aber neugierig ist auf das brüchige Leben der Anderen, wer lesen will, wie folgenreich ein Eklat sein kann - Pianist klappt mitten im Stück den Deck zu und sagt "Das war's" - der wird seine Freude an dieser exzellent komponierten Buch-Fuge haben.

Mir haben die Figuren gefallen, die kleinen Gemeinheiten, die großen Bösartigkeiten. Das ist einfach nur gut geschrieben.

Kompliment, Herr Sulzer!
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am 29. Juli 2014
...
weil die einzelnen Geschichten, die Herr Sulzer erzählt, so grässlich vorhersehbar sind.
Durch den Klappentext und die erste Seite angelockt, habe ich also diesen Episodenroman gelesen und mich zum Schluss gefragt, warum ich mir solch frustrierende Bücher antue. Nicht mal der Schluss war überraschend.

Dass es trotzdem drei Sternchen gibt, liegt an der schönen, angenehmen Sprache, die Herr Sulzer wählt.

Nicht bei amazon gekauft.
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am 24. November 2015
Ich war sehr beeindruckt wie gekonnt der Autor die Fäden zusammengebracht hat, um verschiedene persönliche Geschichte einzugliedern, dazu darstellt er uns mit manchen entzückenden Schnipsel, die erfolgreich zusammenhängen. um endlich, zur Zeit der Aufführung, eine gleichartige Ganzheit zu erzeugen. Die Hauptfiguren sind alle besonders eigenartig doch ein wenig verschroben, und beschäftigen sie sich mit ihren eigenen Lebensproblemen, bevor sie das Konzertsaal erreichen, um den weltberühmten Pianisten, Marek Olsberg, zu hören.
Ich würde mit den anderen Rezensionen zustimmen dass gibt es hier keiner Spannungsroman, sondern eine Sammlung der lustigen Geschichten, wobei sich die Figuren, früher oder später, haben sich mit dem Realität, ob sie es mochten oder nicht, konfrontieren zu mussen,. Die Nebenbehandlungen sowohl der allgemeine Eklat sind manchmal lustig und albern, doch für die Mehrzahl der Figuren ist der Weckruf allzu allgegenwärtig.
Wir haben hier nicht nur eine klare Botschafft, sondern eine Lektion, angesichts Olsbergs zunehmenden Frusts, um die nachfolgende Verlegenheit zu vermeiden, deshalb haben wir uns auch die aussichtlosen Zielen unbedingt zur richtigen Zeit beenden sollen.
Vielleicht ist dieser Roman nicht jedermanns Sache, doch stelle ich mir wirklich fest, die Geschichte und die Figuren haben mir sehr gefallen.
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am 3. Mai 2016
...ist mal wieder etwas irreführend, denn man möchte meinen, der dort erwähnte Pianist sei die zentrale Person - falsch -. Für mich ist es eher ein Episodenroman, Charakterstudien von Leuten, die mit dem geplatzten Konzert direkt oder indirekt zu tun haben. Was alle gleichermaßen betrifft, ist, daß ihre Welt "aus den Fugen" gerät. Und wie sie sich danach, im ersten Ansatz verhalten.
Meiner Ansicht nach, ist es Herrn Sulzer ziemlich gut gelungen, verschiedenste Leute zu porträtieren und mir der Idee zu spielen, wie sie sich, nach dem aus den Fugen geraten, zuerst anstellen. Gut, manche Personen sind zuweilen etwas klischeehaft in Szene gesetzt, aber darüber kann man hinwegsehen, finde ich.
Bis zur knappen Mitte des Buches war ich nur neugierig, aber dann packte mich seine Art, Menschen und Verhalte darzustellen und ich konnte nicht mehr aufhören. Daher die vier Sterne, ansonsten hätten auch drei gereicht, weil ich denke, man hätte, gerade am Ende noch etwas mehr daraus machen können. Doch vielleicht war dies die Absicht des Autors, um dem Leser freien Raum für seine eigenen Fantasien zu lassen.
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am 10. Juni 2016
Der Sinn eines Episodenromans (oder auch -films) ist doch, dachte ich immer, verschiedenste Biografien, Blickwinkel, Erlebnisse zusammenzuführen, die sich an einem zeitlichen Punkt begegnen und danach wieder auseinanderdriften. Jedoch erschließt sich mir nicht ganz der Sinn eines Romans, in dem fast alle verschiedenen Personen im Grunde die gleiche Geschichte erleben: ca. 50jährige leicht vergnatzte Frauen werden von ihrem Mann für eine Jahrzehnte jüngere verlassen oder zumindest betrogen - und in einem Fall sogar mit der Stieftochter, herrje, voyeuristischer geht es kaum. Beim schwulen Pärchen verhält es sich kaum anders.
Keine Ahnung, ob sowas Wunschdenken des Autors ist oder Gesellschaftsbeobachtung sein soll. Und ja, es nervt, solche abgelutschten Jugendwahn-Geschichten hier in mehrfacher Ausführung präsentiert zu bekommen - und dann auch noch auf eine möchtegern-leichtfüßige Art. Es nervt so sehr, dass einem der bemüht intellektuelle und doch seichte Schreibstil fast egal wird.
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am 31. August 2015
Für seine hervorragende Erzählkunst, seine Phantasie seinen Humor und due Charakterisierung seiner handelnden Personen wären ihm sicher fünf Sterne angemessen, wenn nicht einige wichtige Passagen seines kunstvoll geknüpften Netzes der Verbindungen von Schicksalen mit dem ursprünglich verursachenden Eclat - und vor allem dieser - extrem unwahrscheinlich wären. Das schockierende Verhalten eines bedeutenden, seriösen Musikers gegenber seinem Publikum, senen Verragspartnern und seiner vertrautesten Mitarbeiterin wird dem Leser nicht ausreichend plausibel gemacht. Dass der ehemals bedeutende Musiker sich selbst damit tröstet, dass er ja reich sei und die Schadenersetz-Forderungen ohne weiteres bezahlen nkönne, befriedigt nicht. --- Dies nur als Beispiel für ein paar Konstruktionsmängel in der Mechanik der im Übrigen mit Genuss zu lesenden Geschichte.
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am 8. Juli 2016
Die geschilderten Personen ergeben kein Ganzes. Sie werden so bunt geschildert wie in der Regenbogenpresse.
Eine Tiefe, wie beschrieben, kann ich nicht erkennen
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am 17. Dezember 2014
Ein hervorragender Pianist beschließt, während eines Konzerts, von einer Minute auf die andere sein Leben neu zu ordnen. Er steht auf und verschwindet. Durch seinen Entschluss wird das Leben von einigen anderen Menschen ebenfallsl stark beeinflusst.
Der Autor spingt mit seinen Erzählungen zwischen diesen Paaren hin und her, manches löst sich, andere Dinge bleiben im Raum stehen. Der Erzählstil ist von kurzen Sätzen und Klarheit geprägt. Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt.
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Der Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer hat vor vier Jahren für seinen Roman "Ein perfekter Kellner" den "Prix Médicis étranger" bekommen. Auch sein Buch "Zur falschen Zeit" war ein großer Erfolg. Die relevante Signifikanz die wir aus seinen früheren Romanen kennen ist in seinem neuen Roman "Aus den Fugen" von einer doppeldeutigen Simplizität abgelöst worden. Sulzers Virtuosität ist beachtenswert und so wundert es nicht, dass dieser Roman auf der Shortlist des diesjährigen Schweizer Buchpreises zu finden war. Es ist vielleicht nicht sein bestes Buch, aber es ist eine wunderbare, erfrischende und fesselnde Lektüre.

Zum Plot: Das Konzert, um das Sulzer die Lebensbereiche, die mit Freundschaft, Liebe, Ehe und Homosexualität zu tun haben, mit einer Prise Humor und Frivolität zelebriert, findet in der Berliner Philharmonie statt. Die Erzählstränge werden in diese Veranstaltung eingebunden, zu der die einen kommen und die anderen nicht. Auf dem Abendprogramm steht das Klavierkonzert des berühmten Pianisten Marek Olsberg. Ein begnadeter Pianist, der weltweit so bekannt ist wie der "Eiffelturm oder das Empire State Building". Er war ein Wunderkind, dem es gelungen ist seine Talente bis ins Erwachsenenalter hinüberzuretten. Man verglich ihn zu Recht mit Horowitz, wenngleich sein Anschlag der virtuos gehämmerten jazzigen Fuge anders war. Marek lebte seit Jahren allein, nur Astrid Maurer, seine rechte Hand begleitete ihn, wohnte wie immer - wenn auch bescheidener- im selben Hotel.

Es ist ein harmonisches, mehrschichtiges und doch gut zusammenpassendes Erzählkonstrukt, ein Kaleidoskop von Schicksalen das um ein unvorhersehbares Ereignis gewebt ist, nämlich den Eklat, als der Starpianist Marek Olsberg mitten im dritten Teil der Interpretation von Beethovens Hammerklaviersonate, dem Meilenstein der Klaviermusik, inne hält, den Klavierdeckel schließt und um keinen Zweifel an seiner Entscheidung aufkommen zu lassen den Saal mir den Worten verlässt: "Das war's dann". Die Zuschauer sind erstaunt, schockiert, entsetzt und sprachlos. Was hatte Olsberg dazu bewegt mitten im Spiel abzubrechen? Wollte er nur ein Glas Bier trinken? Ein einsamer Entschluss, das Ende seiner Karriere? Plötzlich herrscht nicht nur eine Leerstelle im Kulturbetrieb, sondern auch eine Leerstelle im Leben der Leute die dort sitzen, weil er nicht erklärt warum der weltberühmte Pianist mit dem Vortrag aufhört. In diese bewusst gelassene Leerstelle muss der Leser nun selber springen, das empfiehlt Dr. Stefan Zweifel.

Diese Leerstelle erleben, in zahlreichen Erzählsträngen sehr viele Personen in diesem wunderbaren Roman. Um die Ohnmacht im Alltag, um diese plötzlichen unvorhersehbaren Abgründe, in die die Personen seines Romans taumelnd fallen, webt der Autor seine Geschichten. Es sind die seltsamsten Verknüpfungen die Sulzer hier ins Spiel bringt. Eine Welt gerät aus den Fugen und eigentlich sind es alles verheimlichte Liebesverhältnisse oder Liebessituationen, die hier kunstvoll zusammengeflochten werden. Ein Desaster jagt das andere, ein Bruch folgt dem anderen.

Johannes muss nach vollzognem Liebesakt die Escort Lady Marina nicht nur als die Tochter seines besten Freundes identifizieren, sondern er hat ja auch auf den Konzertbesuch verzichtet und erzählt seiner Frau am nächsten Tag von dem beeindruckenden Konzert, konnte aber nicht ahnen, dass er sich damit um Kopf und Kragen geredet hatte, denn der Skandal mit dem Weltstar war längst durch die Radionachrichten gegangen. Seine Frau weiß also sofort, dass da etwas faul ist.

Klara die mit ihrer Tante Sophie ins Konzert geht, gesteht ihrer Tante, dass nicht nur ihre Mutter mit Klaus, dem Ex von Sophie schläft, sondern auch sie selbst.

Claudius und Nico, zwei Schwule, trennen sich vor dem Konzert, weil der Konzertagent Claudius seinen homosexuellen Freund nicht in der Konzertagentur beschäftigen will. Er verbringt den Abend im Kino, Nico trifft Marek in einer Bar und spontan bewegen sie sich "wie Eisen und Magnet aufeinander zu".

Esther, die ihren Mann Thomas überraschen will als sie zu früh von der Veranstaltung heimkehrt, glaubte sich bisher immer auf die Loyalität ihres Mannes verlassen zu können. Sie war leicht zu hintergehen und so beendete an diesem Abend das Verhältnis mit einer MTA die scheinbare Musterehe.

Lorenz, der angestellt ist, um beim Empfang für den Pianisten in der Villa eines Mäzens zu kellnern wird beim Diebstahl von Geld und Schmuck ertappt und von der Hausherrin dabei als willkommener Gast begrüßt.

All das und noch mehr passiert an diesem Abend und Sulzer weiß sehr wohl was eine Fuge ist, ob Doppel-, Tripel-, Fächer- oder Spiegelfuge und wie man eine solche baut, wenn sie auch an einigen Stelle sehr stark überkonstruiert ist.

Mit einer ausgelassenen Heiterkeit und viel Freude spult der Autor seine Geschichten herunter, wobei die Konstruktionsproblematik in einer nicht ganz nachvollziehbaren Verzahnung liegt, denn der Autor hat ein Ziel im Auge auf das er nun alle seine Figuren, unter den unterschiedlichsten Strapazen, hinführt.

Wie die einzelnen Geschichten ausgehen und was aus den Figuren wird muss sich der Leser selber ausmalen. Ich habe viel Freude bei der Lektüre gehabt, habe den Roman mit großer Begeisterung gelesen. Ein echter page turner, den ich mit Nachdruck empfehlen kann.
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