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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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am 23. Mai 2011
Karen Duve beschreibt in ihrem Buch wie sie allmählich einen Wandel ihrer Eß- und Lebensgewohnheien durchläuft. Aus der "möglichst-billig-hauptsache-satt-und schmeckt" Konsumentin wird eine Käuferin die sich kritisch mit dem auseinandersetzt was sie denn so täglich zu sich nimmt und was das für Umwelt, Tiere, Pflanzen und andere Menschen, unseren ganzen Planeten, bedeutet.
Der Satz " Es gibt noch etwas Schlimmeres, als das Denken zu veweigern - die Zusammenhänge zu kennen, ohne daraus die Konsequenzen zu ziehen." Das trifft genau den Nagel auf den Kopf - wer von uns ist nicht Meister im Verdrängen wenn es darum geht wo unser Fleisch, unsere Eier, etc. herstammen ?
Nach dem Buch fällt es mir schwer zu alten Eß-Gewohnheiten zurückzukehren. Zukünftig werde ich meinen Konsum von Eiern, Milch und Käse kritisch überdenken und auch die vegane Lebensweise testen. So Schritt für Schritt wie Karen Duve das machte kann ich mir das auch vorstellen - Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut.
Ein lesenswertes Buch für alle die schon länger ein ungutes Gefühl beim Einkauf im Discounter haben.
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am 13. Februar 2013
Den Inhalt kann man den anderen Rezensionen gut entnehmen.

Ich empfand die z.T. moranlinsauren Passagen, wo sie die ganze Verwandtschaft mit den neuen Erkenntnissen "nervt" durchaus sehr lustig, sie beschreibt schonungslos über sich, wie viele Leute manchmal werden, wenn sie neue Erkenntnisse gerade gewonnen haben und sie mit anderen teilen wollen.

Auch das in den Rezensionen kritisierte Thema "eigener Hund", fand ich passend, denn sie hat ja an verschiedenen Stellen das Thema "wie gehen Menschen mit Tieren um", da finde ich es passend, mal zu beschreiben, dass viele Menschen, auch Karen Duve, für den eigenen Hund gerne hunderte von Euros verwenden um das schon fast beendete Leben (Krebs) um einige Monate zu verlängern und gleichzeitig große Mengen von Billigfleisch in sich hineinstopfen, und selbst Biofleisch überteuert finden, geschweige denn darauf verzichten zu wollen.

Insgesamt finde ich es sehr menschlich, was sie beschreibt: Das häufige Verdrängen, auch wenn viele Rezensenten meinen, "das hätte sie doch schon vorher alles wissen können", gibt es bestimmt auch bei den Rezensenten "blinde Flecken" - Plastikmüll, große Wohnungen, Skiurlaub, Fernreisen, Umgang mit Macht etc. etc., die sie schon längst wissen, aber nicht beherzigen. Da ist etwas mehr Demut angesagt im Umgang mit Schwächen von sich und anderen. Und dass Karen Duve durchaus Demut zeigt und ihre Schwäche eingesteht, macht ihre Herangehensweise sympathisch und das Buch auch für "Normalos" lesbar. Dass sie schonungslos schreibt, wie sie vorher gelebt hat, sollte eher Respekt hervorrufen, als sie dafür zu verurteilen.

Zudem: Das Wort "Versuch" enthält den selben Wortstamm wie das Wort "suchen" - und wer sucht, der hat noch nicht gefunden. Ich fand zum Verständnis der Zusammenhänge, einen Teil der Suche mit der Autorin mit-zu-lesen. Viele, die bereits angekommen zu sein meinen, verdrängen vielleicht, dass sie am Anfang ihres Weges vielleicht ähnlich "uninformiert" herumgedoktert haben. Nun der Autorin vorzuwerfen, dass sie nicht am Beginn des Selbstversuchs bereits alles weiß und umsetzt, ist nicht nur hochmütig der Autorin gegenüber, sondern auch hochmütig gegenüber den LeserInnen, die vielleicht noch am Anfang des Weges stehen - hier aber gut abgeholt werden.

Was mich so etwas ratlos gelassen hat, ist der Umgang mit den bereits vorhandenen "tierischen" Sachen. Sowie der Umgang mit Plastik.

-> Wenn man vegan leben will und gleichzeitig auch noch plastikfrei (was ja eigentlich konsequent wäre, angesichts der Schäden, die Kunststoffen unserer Umwelt und auch der Tierwelt antun) wird es wirklich schwierig. Aber was auch die Veganer der Umwelt antun, wenn sie Wolldecken durch Plastikdecken ersetzen, Lederschuhe durch Plastikschuhe, das sieht man in den immensen Plastikmassen, die u.a. in der Südsee schwimmen und unsere Müllhalden vergrößern.

Wer also unsere Lebensgrundlage wirklich garnicht bedroht, werfe den ersten Stein (bzw. beschimpfe den Selbstversuch der Autorin als erstes) ;-)
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am 4. Januar 2011
Auf dieses Buch hatte ich mich schon gefreut, seit ich von der Lesung Karen Duve's zusammen mit Jonathan Safran Foer gelesen habe. Zuvor kannte ich von Duve nur ein sehr gutes Spiegel-Essay, aber das heißt ja noch lange nicht, dass das Buch auch was wird. Wurde es aber:

Karen Duve ist absolut ehrlich mit sich. Das bedeutet, sie hinterfragt ihr bisheriges Verhalten rücksichtlos, hört beim essen nicht auf sondern überlegt sich als Hobby-Reiterin eben auch, ob Reiten dem Pferd oder generell das Halten ihrer Haustiere den Haustieren eigentlich so gefällt. Das bedeutet auch, dass sie die Verhaltensweisen von Bio-Essern, Vegetarieren, Veganern und Frutariern für den angedachten Zeitraum konsequent übernimmt, diese aber eben auch Punkt für Punkt hinterfragt und mit gut recherchierten Hintergrundinformationen unterfüttert. Dementsprechend kann sie den Verzicht von Milch durchaus nachvollziehen aufgrund der in der Milchwirtschaft vorherrschenden Verhältnisse. Das Abschwören von Honig hingegen kann sie zwar vom Gedanken her nachvollziehen, aber eben nicht als so schwerwiegend einordnen wie etwas das betäubungslose kastrieren von Schweinen oder Ähnliches. Ebenso probiert sie natürlich auch die Ersatzprodukte aus und gibt eben offen zu, dass ihr der vegane Käseersatz absolut nicht schmeckt. Das sind eben Dinge, die man in den meisten Büchern zu veganer Ernährung so nicht liest, weil eben oft ideologisch.

Unheimlich erfrischend eben auch die einfach amüsant geschrieben Passagen zum Alltag mit der ungewohnten Ernährungsform, wenn sie vor dem Supermarktregal steht und fast schon die Fertigsuppe kauft aber als 18te Zutat dann doch noch Laktose findet. Das klingt jetzt lustig, ist es auch, aber sie lässt die nötige Ernsthaftigkeit nicht vermissen. Es folgt dann meist ein eher ernsthafter Schwenk, z.B. in diesem Fall, warum zur Hälle eigentlich in Millionen Artikeln Laktose oder Molke sein muss. Klar, in Panna Cotta, Yogurt und Sauce Hollondaise liegt das auf der Hand, aber bei Kartoffelsuppe und Halspastillen fragt man sich schon, was der Sch**** soll. Genau so lustig die Berichte von Familienfeiern, wo sie gegen das Spinner-Image ankämpfen muss. Die ernsthaften Passagen sind treffend, aber auch für Zartbesaitete lesbar. Sie kommen generell ohne Belehrung aus, weil Karen Duve ja eben vor dem Versich selbst Fleischesserin ist, reden aber trotzdem Klartext.

Generell der Abschnitt über Milchverträglichkeit / Gesundheitsaspekt ist super, sehr objektiv, so ziemlich alle wichtigen Fakten einbeziehend. Auch weil sie eben nicht abschliesst mit "Milch ist total ungesund, alles Lügner" sondern die Entscheidung dem Leser überlässt, aber eben vorher auch die Ungereihtheiten der "Die Milch macht's"-Slogans darlegt.

Es ist außerdem einfach interessant, nach dem "Tiere essen" Hype ein Buch zu lesen, dass zur Situation in Deutschland richtig gut informieren kann und auch einen Blick auf Milch- und Eier-"Produktion" wirft. Zu Bio-Siegel, Haltungsformen, Verbrauchszahlen, Einkaufsmöglichkeiten usw usw. Auch wenn man zu dem Thema schon viel weiss sollte man sich nicht abhalten lassen: Mir war nicht klar, was lebend gerupfte Daunen bedeuten oder dass Ritter Sport Marzipan ohne Milch hergestellt ist.

--> Anständig lesen ;)
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am 18. April 2012
es tut uns sicher gut, etwas bewußter zu leben. Dazu leistet dieses Buch (ich habe das Hörbuch) einen ausgesprochen guten Beitrag. Lebe seit der Lektüre vegetarisch - habe allerdings schon vorher nur am Sonntag mal Fleisch gegessen. Bin eine passionierte Hobbyköchin.

Vegan schaffe ich nicht - ich halte es auch für dumm, Dinge die ich besitze (Schuhe oder ähnliches) wegzuwerfen, um nun "vegan" zu sein. Solange die Sachen noch gut sind und funktionieren, werden sie benutzt. Werde aber bei Neukäufen auf Wolle und Leder verzichten. Bin mir nicht sicher, ob es gut ist, z.B. auf Kunstfasern umzusteigen - denn irgendwer wohnt neben dem Chemiewerk!
Unser Konsum von Milchprodukten wurde radikal reduziert - Joghurt und Milch wurde durch Sojaprodukte ersetzt - Butter brauche ich doch gelegentlich. Eier nur aus Biohaltung, haben auch bald unsere eigenen. Fertigessen gibt es bei uns nicht.

Auf jeden Fall hat das Buch mich nachhaltig in meinem Lebensstil beeinflußt - schade, dass Frau Duve nun gar keine Köchin ist - dann hätte sie sicher noch überzeugender eine vegetarische Ernährung rüberbringen können. Wir leben im Sommer aus dem Garten und im Winter haben wir viel Eingelagertes und Eingewecktes, klar ist das dann Bio.

Bei Kosmetik und Putzmitteln habe ich schon vor einem Jahr recherchiert und benutze Produkte von der Peta-Liste (der positiv-Liste natürlich).

Das Fazit der Autorin kann ich gut nachvollziehen - ich versuche auch das Machbare, wohl wissend, dass es immer jemanden gibt, der moralisch über mir steht. So wenig Schaden wie möglich anrichten halte ich für eine gute Lösung.
Ich fahre Auto, ich habe Hunde, die keine Möhren essen...aber ich versuche mein Bestes. Dieses Buch hat dazu einen großen Beitrag geleistet.

Literarisch gibt es vielleicht hochwertigeres, aber es muß ja nicht immer ein Pulitzer-Preis Buch sein.
Lest das Buch und lasst Euch unterhalten und beeindrucken.
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am 20. Mai 2012
Ich wollte dieses Buch schon lange lesen und hatte eigentlich gar nicht so viel erwartet. Ja, was kann ich denn von Karen Duve über dieses Thema erhoffen, soll relativ naiv und belanglos sein. Ist es das? Jein!
Natürlich muten ihre initialen vegetarischen Bemühungen noch ziemlich weltfremd an, ein Fleischfresser, der sich noch nie für Bio interessiert hat, entdeckt, daß eine Hähnchenpfanne vom Discounter nicht ganz koscher sein kann...gähn! Aber mit der Zeit wird das ganze immer ernsthafter, Bio, vegetarisch, vegan, sogar frutarisch wird ein paar Monate gelebt.
Die Hintergrundinformationen und Ausführungen über den Planeten sind interessant bis total belanglos und langweilig.
Aber gerade diese persönliche Erfahrung fand ich dann doch sehr gut, wie mach ich das überhaupt mit dem Bio, mit den veganen Lebensmittel, wo bekomm ich die Sachen, was für Probleme treten auf, welche Fragen stellen sich einem. Ist das sehr teuer, kann ich so im Alltag klar kommen. Wie wirkt sich so eine Lebensweise auf andere Bereiche aus...z.B. muß ich jetzt meine Haustiere auch vegetarisch ernähren, kann ich weiterhin Sattelzeug aus Leder nutzen?

Was ist ethisch? Was passiert mit meinem Essen davor? Kann man mit dem Wissen leben?

Für etwas in diesem Bereich Interessierte, wird vielleicht nicht soooo viel Neues in dem Buch zu finden sein...aber gerade das hat mich persönlich so beschämt, ich weiß vieles eigentlich auch, und ich habs trotzdem verdrängt...mich hat das ganze wirklich mal wieder aufgerüttelt, über meine Ernährung und meinen Lebensstil nachzudenken!!!!
Und dafür verdient das Buch ganz viele Sterne!
Lest es, gebt es anderen, macht Euch Gedanken und dann entscheidet selbst :)
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am 20. Juli 2011
In ihrem Buch "Anständig essen" beschreibt Karen Duve ihren Ernährungs-Selbstversuch
von Bio-Kost über Vegetarismus und Veganismus bis hin zur frutarischen Kost.
Wobei weniger gesundheitliche Aspekte, sondern eher ethisch/moralische Gründe,
die Haupttriebfeder ihres Handelns darstellen.

Das Buch ist durchweg gut zu lesen, unterhaltsam und spart auch nicht mit Selbstzweifeln.
Auch für Allesesser, die sich rein aus Interesse mit dem Thema beschäftigen möchten,
kann ich das Buch empfehlen.

Dadurch, dass die Autorin das Ganze als Selbstversuch beschreibt, habe ich nie das
Gefühl bekommen moralisch unter Druck gesetzt zu werden.

Die (anfänglichen) Schwierigkeiten der Nahrungsmittel-Auswahl und -Beschaffung werden
in dem Buch, spätestens ab der Stufe der veganen Ernährung, deutlich beschrieben.
Die Gründe für die jeweiligen Ernährungsformen werden ausführlich dargestellt,
auf diese Art und Weise transportiert das Buch viele Informationen und Fakten.

Das Literatur-(und Link-) Verzeichnis ist umfangreich und bietet die gute Möglichkeit der
weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema.

Nach der Lektüre des Buches kann allerdings niemand mehr sagen: "Ich habe von nichts gewusst."

Für mich persönlich war das Buch der Ausgangspunkt für die vegetarische Ernährung.

Danke, Frau Duve.

Barni G.
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am 19. Januar 2013
Es wurde bereits alles gesagt:
Dieses Buch ist journalistisch sehr gut erfasst;
die Nachrichten sind gut recherchiert, fundiert und nicht parteiisch.
Trotz des schwierigen Themas bringt das Buch sehr oft zum Lachen, Dank den vielen komischen Situationen und dem ehrlichen-frischen Stil der Autorin.
Bestimmt würde ich es nochmal kaufen, aber nicht mehr beim Amazon. Deswegen:
[...]
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am 15. März 2011
Nein, dieses Buch würde mir als inkonsequenter Doppelnatur nicht schmecken: Auf der einen Seite Tierliebhaber auf der anderen Fleischfresser. Das war von vorneherein klar und deshalb wollte ich es auch gar nicht lesen. Doch dann hat es jemand mitgebracht und ich linste hinein, um es dann ganz zu lesen. Ja, natürlich hat man nach der Lektüre ein schlechtes Gewissen und fühlt sich genötigt, sein Verhalten zu ändern. Das war von vorneherein klar. Womit ich nicht gerechnet hatte: Dass Karen Duve so verdammt gut und auch humorvoll und selbstironisch schreibt. Sie packt den Leser gleich auf der ersten Seite, als sie schildert, wie sie sich gerade einen Hähnchen-Grillpfanne für 2,99 Euro in den Einkaufswagen pfeffert und daraufhin von ihrer Mitbewohnerin zusammen gestaucht wird. Nein, Karen Duve ist nicht besser als wir, zumindest anfangs nicht, die wir unsere Haustiere lieben und verhätscheln und gleichzeitig, ohne darüber nachzudenken, im Supermarkt an der Fleischtheke nach den aktuellen Sonderangeboten schielen. Und das, obwohl alle von uns Filme und Berichte über die tierquälerische Ausbeutung der Masttiere kennen.
Duve startet einen Selbsttest, ernährt sich zuerst einige Monate nur mit biologisch erzeugten Lebensmitteln inklusive Fleisch, dann vegetarisch, anschließend vegan und zu guter Letzt frutarisch, isst also nur noch Früchte, die die Pflanze 'abgibt' ohne selbst zerstört zu werden. Ihr Fazit: Wenn einem die Mitgeschöpfe wirklich am Herzen liegen, wäre eine vegane Ernährung angesagt. (Frutarisch ist dann doch zu einseitig und anstrengend.)
Duve untermauert ihren Erlebnisbericht mit vielen Recherchen. Nicht alles, so Duves Erkenntnis, lässt sich hundertprozentig beweisen, manchmal steht Studie gegen Studie. Einige Dinge regen aber auf jeden Fall zum Nachdenken an. Milch ist ja so gesund! Wirklich? 75 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung, in Südostasien über 90 Prozent, können sie gar nicht verdauen. Darunter sind die Japaner, deren traditionelle Ernährungsweise unter Experten als eine der gesündesten überhaupt gilt. Andererseits sind Osteoporose und Diabetes, die manche Studien mit übermäßigem Milchproduktegenuss in Verbindung bringen, gerade in Ländern wie Deutschland, Großbritannien und Skandinavien weit verbreitet.
Viele der Dinge, die Duve beschreibt und berichtet, sind in der Tat nicht nur unappetitlich sondern schockierend und schmerzlich. Dennoch ist ihr Buch kein Horrorkabinett, in dem es ihr, wie manchen Eiferern, vor allem darum geht zu schockieren. Das bringt ja auch nichts, denn im Grunde wissen wir ja, dass die Massenproduktion von Tieren verwerflich, wenn nicht gar verbrecherisch ist. Warum essen wir, obwohl wir uns für herzliche, mitfühlende Menschen halten, dennoch Fleisch? Um diese Frage dreht sich Duves Buch vor allem und so ist es, statt eines Pamphlets, das nur anprangert, so dass wir es dann ob seines moralinsaueren Tons fast schon wieder mit gutem Gewissen aus der Hand legen und abhaken, ein Werk, das zu Veränderung anregt. Ich befürchte zwar, dass ich dadurch, frei nach Duve, dennoch kein guter Mensch werde und auch nicht ganz auf Fleisch und schon gar nicht auf Milchprodukte verzichten kann, aber ich hoffe, dass es dennoch so nachwirkt, dass ich vielleicht ein etwas besserer Mensch werde.
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am 5. Juni 2012
Bevor ich, vor etwas mehr als einem Jahr, dieses Buch gelesen habe, war lediglich die Idee da, eventuell irgendwann mal kein Fleisch mehr zu essen. Schon nach der Lektüre der ersten Seiten war ich mir sicher: Ich kann es einfach nicht mehr verantworten, dass für meinen Genuss Tiere sterben müssen!
Mittlerweile bin ich überzeugte Vegetarerin und das Buch bekommt jeder in meinem Umfeld auf's Auge gedrückt! Unbedingt lesen...es wirkt :)
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am 2. Januar 2012
Darauf habe ich gewartet: Ein Buch, das ich am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte - am besten gekoppelt mit Informationen und moralischem Anspruch. Eben ein Buch, das sich flüssig liest und gleichzeitig zum Nachdenken anregt.

Als ich das Buch las, war es, als hätte Karen Duve in meinen Kopf geschaut und meine Gedanken niedergeschrieben. Auch habe ich, trotz des bedrückenden Themas, oftmals lautstark lachen müssen. Ich lebe seit ein paar Monaten vegetarisch und weiß nun, dass ich mit meinem Anspruch an mich selbst, ein immer besserer Mensch zu werden - und doch ab und an zu scheitern - nicht alleine bin.

Was mich zum Kauf bewogen hatte: Karen Duve berichtet nicht trocken über Fakten, wie ich sie überall finden kann. Nein, sie testet selbst und teilt ihre Erfahrungen mit uns Lesern und kommt zu einem eigenen Fazit. Ich werde sicherlich noch mehr Bücher von ihr lesen.

Es bleibt nichts weiter zu schreiben, als: Absolute Kauf- und LESEEMPFEHLUNG!
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