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Kundenrezensionen

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am 10. Februar 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Mit zunehmender Technisierung muss der Mensch immer weniger denken und verlässt sich immer mehr auf die Maschinen.
Mit zunehmendem Maße an Aktivität in sozialen Netzwerken macht der Mensch sich öffentlich immer öfter nackt und merkt es teilweise gar nicht.
Eine unaufhaltsame Entwicklung?

Ich selber bin nicht bei Facebook registriert und freue mich immer, wenn ich merke, dass ich mit der Einstellung nicht so allein bin, wie es den Anschein macht. Daher war ich neugierig auf dieses Buch, zumal gleich der Beginn, in dem davon berichtet wird, wie die Verbreitung des Taschenrechners auf das mathematische Können Einfluss genommen hat, mir aus der Seele spricht. Zur Generation jener gehörend, die praktisch schon mit einem Taschenrechner aufgewachsen sind, fällt mir selbst einfaches Kopfrechnen schwer und dabei behaupte ich, grundsätzlich ein gutes mathematisches Verständnis zu besitzen.
Also ja, die Aussage, dass Technik einem das Denken abnimmt und man sich hierauf mehr und mehr verlässt, stimmt meiner Meinung nach.

Ob das gleich zur Verdummung führt, sei mal dahin gestellt.
Auch bin ich durchaus empfänglich für Kritik an sozialen Netzwerken, beziehungsweise der allgegenwärtigen Nabelschau, die dort betrieben wird.

Das alles hat durchaus auch als Buch seine Daseinsberechtigung.
Aber, und das ist hier leider der entscheidende Punkt, wie überall macht auch hier der Ton die Musik.

Dieses Buch ist kein Sachbuch, kein Fachbuch, nichtmal eine sachliche Kritik.
Es ist eine einzige Schmährede.
Sicher, wenn man emotional auf ein Thema reagiert, drückt man sich manchmal nicht glücklich aus. Aber das muss man dann nicht veröffentlichen.

In diesem Buch wird in einer Tour geschimpft, verspottet, verhöhnt, gelästert. Sachlich ist daran gar nichts.
Und auf dem Niveau möchte ich mich auch mit niemandem auseinander setzen müssen und daher empfand ich dieses Buch auch als große Belastung.

Insgesamt ist mir der Tonfall viel zu aggressiv und der Inhalt viel zu polemisch, als dass mich das Buch überzeugen könnte.
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Andreas Hock führt uns durch die - oder besser: durch unsere - Irrungen und Wirrungen im Sog der Technik. Seien es die offensichtlichen Problemfelder wie Game-Konsolen und Computerspiele, seien es die sozialen Netzwerke oder auch die anderen Angebote rund um Computer und Smartphone.

Dabei zeigt der Autor in deutlicher Sprache die jeweiligen Probleme auf. So zum Beispiel die leicht einsichtigen körperlichen Probleme bei Überkonsum der Medien, aber auch die zunehmende Gefahr der Verblödung. Er versäumt auch nicht, auf Gefahren durch Datenmissbrauch hinzuweisen; auch der Vermarktung unserer intimsten Daten räumt er Platz ein.

Seine Aussagen sind in der Regel polemisch überzogen, treffen aber gerade dadurch auch beim abgebrühten Internet-Junkie noch den Nerv. Nachdenkenswert sind die Gedanken allemale; man muss ja deshalb nicht gleich vorbehaltlos die Ansichten des Autoren teilen.

Kann ich empfehlen.
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TOP 500 REZENSENTam 24. Januar 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Das für mich etwas sarkastisch geschriebene, an manchen Stellen witzige Buch, hätte auch von mir sein können.

Der Autor setzt sich mit der modernen Welt "brutal" auseinander, wo man eigentlich nur nickend zustimmen kann.
Themen wie z.Bsp.:
Wie die digitale Technik unser Gehirn immer mehr entmündigt.
Wie das Handy vom Telefon zum Kommunikationskiller wurde.
Wie wir trotz sozialer Netzwerke immer weiter vereinsamen.
Wie die Technik uns kaputt macht.
sind nur einige Themen mit denen er sich auseinander setzt.

Geht man mit offenen Augen durch die moderne Welt, wird man nickend dem zustimmen, was das Buch beinhaltet.
Sehr gut gefallen haben mir die Beispiel bzw. Auswirkungen der modernen Technik.
Die "Zukunft" kommt dabei auch nicht zu kurz, was für mich allerdings etwas übertrieben dargestellt wird.
Dieses Buch hat mich nicht gelangweilt und ist nicht nur für Facebook-Hasser oder Verweigerer zu empfehlen.
Vielleicht sollte einmal die junge Technik-Fraktion ihr Smartphone ausschalten und zu diesem Buch greifen!
Es regt u.a. auch zum Nachdenken an, Sodas man im Web, nach dem lesen etwas vorsichtiger unterwegs ist!
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am 4. Februar 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Ja, tatsächlich feiert Facebook heute seinen 10. Geburtstag und mit dieser Rezension möchte ich ganz herzlich gratulieren! ;-)

Der Autor dieses Buches "gratuliert" auf seine Weise, in dem er genüsslich die Schattenseiten der "Datenkrake" seziert und am (wahrscheinlich) gelebten Beispiel seiner selbst aufzeigt, dass man - einmal angemeldet - wohl nie so ganz aus diesen Fängen entkommen kann. Auch die allzu menschlichen Gründe seiner Anmeldung sind nicht ganz abwegig.

Facebook ist aber nicht das einzige Thema dieser Realsatire (so habe ich es streckenweise aufgefasst), sondern behandelt das gesamte Thema Internet mit all seinen Facetten. Oft sehr böse kommentiert er hier die Verhaltensauffälligkeiten von intensiven Internetusern und warnt vor den Spätfolgen. Hier ein kleines Zitat, das die Schreibart des Buches ganz gut wiedergibt und so ziemlich alles abdeckt:

"Angesichts all dieser ernüchternden Tatsachen lässt sich konstatieren, dass sich die Menschheit irgendwie rasant zurückentwickelt, seitdem Computer, Handys und Smartphones massenhaften Einzug in unser Leben gehalten haben: Von der einst stolzen Krone der Schöpfung mit wachem Geist und flinken Gliedern werden wir zum aufgedunsenen, kurzsichtigen und psychisch verkrüppelten Etwas, das industriell hergestellten Nahrungsabfall in sich hineinstopft und dabei zuckerkrank, kurzatmig und depressiv seinem jähen Ende entgegensiecht. Die Entwicklung lässt sich nicht mehr verleugnen: Wir sind echt ganz schön fertig!"

Durch die relativ fundierten Aussagen zu den verschiedensten Internetangeboten, deren Anmeldungsmodalitäten und vor allem Eigenheiten, kommt mir der Autor nicht so rüber, als würde er sich allem verweigern. Natürlich verteufelt er im Buch fast alles, was er anspricht, aber ich halte es für sehr, sehr überspitzt dargestellt, um dem Leser die Knackpunkte verdeutlicht darzustellen. In Wahrheit wird er wahrscheinlich auch Emails schreiben, den ein oder anderen Einkaufsaccount haben und vielleicht sogar ein Smartphone... - wer weiß... ;-)

Fazit: "Böses", satirisches Buch, bei dem ich oft schmunzeln musste!
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Dezember 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Natürlich polarisiert der Autor. Darum geht es in diesem Buch ja auch. Und sicherlich ist den meißten das eine oder andere Detail des Themas bekannt.
Doch wird einem beim Lesen des Buches klar, wie gläsern der Nutzer der neuen Medien und der verschiedenen Netzwerke wird. Wie viele Querverbindungn entstehen und wie viel hier untereinander ausgetauscht wird.
Auch das Informationen, die einmal über das soziale Netz verbreitet wurden, im Prinzip für immer dort verfügbar sind, erschreckt schon. Wenn der Autor dann noch schreibt, dass es möglich ist, aufgrund der vielen Informationen über einzelne Personen im Netz, mit entsprechenden Programmen, eine 90%ige Voraussage möglich ist, was diese Person am nächsten Tage machen wirde.

Sicher, vieles lässt sich einfach nicht vermeiden, wenn man einigermaßen im Zeitgeist bleiben will. Doch sind auch viele Dinge einfach überflüssig und es geht auch ohne.
Leider ist es so, dass man, nimmt man nicht an den sozialen Netzwerken teil, ausgegrenzt wird. Man wird schlicht und ergreifend abgehängt.
Zumindest wird man nach der Lektüre dieses Buches etwas vorsichtiger.
Es ist sehr fllüssig geschrieben und läßt sich locker lesen. Leichte Unterhaltung mit Aha-Effekt.
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am 14. Januar 2014
Ich kaufte dieses Buch für meine Freundin, die im Smartphone/Facebook-Wahn Ihrer Freunde und Kollegen langsam den Verstand verliert, weil sie die Einzige im Bekanntenkreis ist, die noch nicht den ganzen Tag auch mobil online ist. Erst war ich skeptisch, ob das Buch überhaupt so viel Geld Wert ist. Recht schnell bestätigte sich jedoch, dass sich der Kauf gelohnt hat. Der Autor beschreibt sehr sarkastisch, teilweise sogar wirklich zynisch das extreme Verhalten der breiten Masse von Social-Media-Jüngern, was beim Lesen wirklich Freude bereitet und nicht selten zu lautem Lachen geführt hat. Leider steckt hinter all dem Zynismus auch immer ein Funken Wahrheit und man bekommt die Verkommenheit der heutigen Kommunikation und abgründige Verhaltensweisen von Menschen vor Augen geführt. Meiner Meinung nach absolut empfehlenswert für ALLE, vor allem für jene, die diesem täglichen Facebook und Twitter Wahnsinn nicht wirklich etwas abgewinnen können. Und vielleicht leiht man es ja mal demjenigen aus, der einem mit seinen 1,5Mrd. täglichen Posts auf Facebook am meisten auf den Sack geht. Selbst wenn dieser das Buch gar nicht liest, so ist zumindest der überreichte Titel schon ein Statement.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. Januar 2014
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
"Like mich am Arsch" von Andreas Hock ist wirklich bitterböse. Der Untertitel "Wie unsere Gesellschaft durch Smartphones, Computerspiele und soziale Netzwerke vereinsamt und verblödet" sagt eigentlich schon, worum es geht. Mit vielen Fakten und einem relativ schwarzen Humor zeigt der Autor die negativen Seiten und Gefahren auf, die das WWW uns bietet. Grundsätzlich stimme ich dem Autor zu, dass unsere Gesellschaft teilweise sehr oberflächlich mit persönlichen Daten umgeht. Über die Auswirkungen sind sich viele nicht im Klaren. Daher kann es nicht schaden, sich in diesem Buch mal ein paar Gedankenanstöße zu holen, um dann verantwortungsvoller mit dem Internet umgehen zu können.

Ich persönlich möchte das Internet nicht missen, aber in vielen Punkten gebe ich dem Autor recht. Er stellt seinen Standpunkt gut untermauert dar, wenn auch teilweise sehr zynisch. Aber gerade das macht dieses Buch aus.
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Dieses Zitat stammt aus einem Gutachten des Bayrischen Obermedizinalkollegiums von 1838 zu den Folgen des Reisens mit dampfgetriebenen Eisenbahnen. Was der Eisenbahnverkehr nicht schaffte, droht heute angeblich den Nutzern von Smartphones und ähnlichem Teufelzeug. Jedenfalls wenn man dem Autor dieses Buches glaubt. Technische Entwicklungen sind allerdings nicht aufzuhalten, auch wenn man sich noch so sehr über die angeblichen Folgen erregt.

Wahr ist jedoch, dass technische Entwicklungen nicht selten zu einschneidenden Veränderungen im menschlichen Verhalten führen (oder es einfach deutlicher zu Tage treten lassen).

Über die offensichtlichen Vorteile und den enormen Nutzen von Smartphones und Computern muss man nicht lange reden. In diesem Buch spielen solche Aspekte keine Rolle. In ihm geht es nur darum, welche merkwürdigen Verhaltensänderungen solche Geräte bei manchem Zeitgenossen verursachen und wie die zunehmende Vernetzung zum Aufbau virtueller Scheinwelten und zum Anlegen von Datenbanken über die Nutzer führt. Wie schon der Titel verrät, geht dem Autor das alles schrecklich auf die Nerven. Ob sein ablehnender Sarkasmus ernstgemeint ist, mag ich nicht beurteilen, lustig ist er allemal und natürlich für das Buch verkaufsfördernd. Ich habe mich jedenfalls amüsiert.

Der Autor geht in seinem Buch folgenden von ihm beobachteten Vorgängen nach:

- Wie die digitale Technik unser Gehirn immer mehr entmündigt
- Wie das Handy vom Telefon zum Kommunikationskiller wurde
- Wie Facebook durch unsere Blödheit Milliarden scheffelt
- Wie mit Youtube jeder Idiot eine Bühne bekommt
- Wie wir trotz sozialer Netzwerke immer weiter vereinsamen
- Wie der Psychopathennachwuchs zu Hause Amokläufe übt
- Wie jedes harmlose Urlaubsfoto brandgefährlich werden kann
- Wie wir unser ganzes Leben bescheuerten Anwendungen anvertrauen
- Wie wir im Werbe-Tsunami absaufen
- Wie unser Beziehungsverhalten den Bach runtergeht
- Wie die Technik uns kaputt macht
- Wie uns "Freunde" und Fremde mit Belanglosigkeiten bombardieren und das Internet jeden kleinen Scheiß unkontrollierbar macht
- Wie das digitale Erbe noch für Probleme über den Tod hinaus sorgt.

Natürlich zeigen diese Zusammenhänge allein die Schattenseiten, die hinter den neuen Möglichkeiten stecken. Diese Technik dafür verantwortlich zu machen, dass ein gewisses Suchtverhalten eintritt, schießt jedoch über das Ziel hinaus, denn dafür kann sie wohl kaum. Es liegt doch an jedem selbst, wie er damit umgeht oder in welchem Maße er begreift, welche Interessen hinter den verschiedenen Geschäftsmodellen stecken, um die es hier doch in Wirklichkeit geht. Immerhin trägt das Buch an dieser Stelle zum Erkenntnisgewinn bei, falls man ihn nicht schon früher hatte.
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Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Schreiben kann er, der Autor Andreas Hock. Was eigentlich verwundert, müsste er doch genauso verblödet sein wie der Rest unserer vereinsamten Gesellschaft. Doch offensichtlich geht der Becher mit dem Fächer, nein der Kelch mit dem Elch an manchem vorbei. Der Autor HOCKt (man verzeihe das Wortspiel, aber ich komme aus der Commodore-Generation, laut Buch die zweitdoofste!) auf einem recht hohen Ross, wenn er über die Nutzer moderner Medien wettert...

Doch schlimmer als Commodore und somit Schuld am Untergang intelligenten Lebens war die Erfindung des Taschenrechners (gefolgt vom besagten Commodore, hin zu facebook, Touchscreens und Apple-Macintosh-Rechnern und Smartphones mit automatischer Nummernwahl). Auch amazon und seine "Kunden die dies kauften, interessierten sich auch für das"-Berechnungen sind dem Autoren ein Dorn im Auge. Umso erstaunlicher, dass der Riva-Verlag dieses Buch amazon-vine-Testern zur Verfügung stellt, stellen wir somit doch ganz klar eine Speiche an der Achse der Verblödung dar.

Andreas Hock vermittelt in seinem Buch durchaus interessante Denkansätze, allerdings in einer unsympathisch ätzenden und belehrend-besserwisserischen Art und Weise. Dass er in einem Kapitel ganz klar Stellung bezieht, in der Schule eher zu den Mobbern denn zu den Gemobbten gehört zu haben, gibt einen weiteren Hinweis auf seine soziale Kompetenz.

Nachdem bei mir eh schon Hopfen und Malz (oder, wie ebenfalls in den unendlichen Weiten der amazon-Rezensionen zu lesen steht "Hoffen und Malz") verloren sind, werde ich diese Rezension gleich mit meinem facebook-Konto verknüpfen - und dabei wieder ein paar Gehirnzellen unwiederruflich ins Nirwana befördern!

Auf die Dummheit! Von mir verhaltene drei Sterne. Der Autor schöpft durch seine Eigenart die vollen Möglichkeiten eines sachlich packenden Buches jedoch leider nicht aus.
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TOP 500 REZENSENTam 19. November 2013
Das Übel und die Schattenseiten der Digitalisierung beschreibt Andreas Hock in Like mich am Arsch und hat es dabei primär auf die zahlreichen sozialen Netzwerke abgesehen.

Facebook, YouTube und auch Twitter bekommen ihr digitales Fett weg und werden anhand zahlreicher Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit verbal verprügelt.

Das Buch beginnt mit einer Zeitreise in die Anfänge der Technisierung. Anschließend wird der rasante Aufstieg vom mobilen Auto-Telefon zum Smartphone beschrieben, ehe die sozialen Netzwerke und die Apps auf dem Mobiltelefon an der Reihe sind.

Die Vereinsamung durch virtuelle Freundschaften, die Geißel der Killerspiele und die Sucht nach Pornos, Stalking und Cyber-Mobbing bestimmen den zweiten Teil des Taschenbuches und beleuchten damit noch dunklere Seiten des virtuellen Lebens.

Die Sprache von Hock ist dabei scharf und übertreibend – ähnlich wie das Verhalten einiger Nutzer in den genannten Netzwerken. Er beschreibt Sachverhalte pointiert und in harschen Worten, vergisst aber auch das eine oder andere Augenzwinkern nicht.

So oft ich mich auch in seinen Beschreibungen des Nutzungsverhaltens dieser Medien wiedergefunden habe, so erschrocken war ich über den virtuellen Spiegel, den mir der Autor damit vorgehalten hat.

Mir gefällt der Schreibstil von Andreas Hock, der seinen Rant (“Im Internet eine geläufige Bezeichnung für ein Posting, mit dem der Autor ‘Dampf ablässt’ – dies geschieht oft mit maßlosen Übertreibungen sowie überzeichneten Bildern o.ä.” – Definition via) gegen Facebook, Twitter, YouTube und Co. auf eine polemische und sarkastische Art formuliert.

Seine Kritik an den sozialen Netzwerken liest sich dadurch weniger belehrend als Spitzer mit seiner Digitalen Demenz, die vor einigen Monaten für (tele-)medialen Wirbel gesorgt hat und primär mit dem erhobenen Zeigefinger gewedelt hat.

Hock schwört am Ende des Buches Facebook ab und es gelingt ihm sogar, dem Netzwerk den Rücken zuzuwenden – nachdem er die trickreiche und umständliche Abmelde-Prozedur erfolgreich hinter sich gebracht hat.

Doch er wendet sich nicht komplett von der Technik ab. Er wird weiterhin Google verwenden und auch die Vorzüge eines Smartphones zu schätzen wissen. Doch die Zeitfresser YouTube, Twitter und Facebook existieren für ihn nicht mehr und erhalten keinen Raum in seinem Leben.

Und genau das ist der Schlüssel. Es geht um das bewusste Konsumieren der Dienste. Genauso wenig wie ich mir jeden Mist im Fernsehen anschaue, muss ich auch nicht jeden Tweet und jeden Facebook-Status lesen. Ich werde auch nicht gezwungen, mir jedes Video auf YT anzuschauen. Denn: ich habe die Wahl!

Dieser Aspekt fehlt mir in Like mich am Arsch: Wie unsere Gesellschaft durch Smartphones, Computerspiele und soziale Netzwerke vereinsamt und verblödet. Doch abgesehen davon ist das Buch lesenswert, hilft es doch, das eigene Nutzungsverhalten im Hinblick auf Social Media zu reflektieren.
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