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Kundenrezensionen

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am 13. Oktober 2011
Da ist es nun endlich. Manch Geocacher-Seele schäumt bereits, erdreistet sich Bernhard Hoëckers doch tatsächlich mit unserem geliebten, ach so geheimen Hobby Geld zu verdienen. Einem weiteren Teil der Geocaching-Gemeinde wird das Buch auch schlichtweg egal sein und ein ' wie ich denke ' nicht unerheblicher Teil der Community, freut sich auf ein tolles Buch mit fantastischen Lost Place Bildern und lustigen, bissigen und interessanten Texten des Comedians.

Ich zähle mich zur letztgenannten Gruppe, versuche aber dennoch, das Buch so unvoreingenommen wie möglich, zu betrachten.

Nach einem kurzen Vorwort Hoëckers ist man auch gleich 'mittendrin' ' den Anfang macht ein 32 Seiten starkes Kapital über einen der bekanntesten und interessantesten Lost Places Deutschlands, die Beelitzer Heilstätten. Das Kapitel wird mit vielen, teils großformatigen Bildern der Heilstätten angereichert, schließlich handelt es sich ja auch um einen Bildband. Gleich in diesem ersten Kapitel greift er auch die rechtliche Problematik des Betretens solcher Lost Places recht humorig auf.

Im Anschluss folgt ein How To-Artikel über den korrekten Umgang mit Lost Places, der richtigen Ausrüstung u.s.w. ' wenn auch witzig geschrieben, sind das auch Punkte die sich jeder Geocacher zu Herzen nehmen sollte. Es folgen weitere Kapitel über verschiedenste Lost Places so zum beispiel das ehemalige Diamaltwerk München oder ein verlassenes NVA-Hotel in Thüringen. Doch die Beschreibungen der Lost Places unterscheiden sich jedesmal in Art und Weise, einmal als Komplettlösung eines fiktiven Computerspiels ein anderes mal als fiktive Agentenstory. So kommt keine Langeweile auf und ich habe Kapitel für Kapitel verschlungen.

Gerade diese abwechslungsreiche Art die Lost Places vorzustellen macht das Buch zu mehr als einem x-beliebigen Bildband vergessener Orte. Ganz klar, man muss Hoëckers Art mögen, denn auch wenn es viele interessante Fakten zu lesen gibt, so driften die Texte doch oft auch ein wenig zu sehr in den Comedy-Bereich ab.

Positiv anmerken möchte ich, dass in der Regel komplett auf ausführliche Ortsangaben verzichtet wird. Ganz klar, wer Google bedienen kann wird die Lost Places sicherlich finden können ' aber dennoch finde ich diese Entscheidung der Autoren gut. Am Ende des Buches gibt es dann auch noch einen 'BILDVERORTUNGSBEMERKUNGSANHANG' wo man auf diese Problematik noch einmal eingeht und zu vielen Bildern auch weitere, sachliche Fakten liefert.

Fazit:

Als Lost Place Fan gehöre ich auf jeden Fall zur Zielgruppe dieses Buches. Wenn man dann auch noch die Art Comedy Hoëckers mag, kann man eigentlich nichts mehr falsch machen. Ich wurde zumindest 256 Seiten lang prächtig unterhalten, habe viel Lachen und Schmunzeln müssen und konnte mich an beeindruckenden Lost Place-Bildern erfreuen. Wenn man nach 256 Seiten wehleidig das Buch zuschlägt und es schade findet, dass es schon vorbei ist, dann haben die Autoren auf jeden Fall alles richtig gemacht. 'Hoëckers Entdeckungen' ist aber keines der Bücher welches man nach dem einmaligen Durchblättern weglegt ' ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es fortan öfters mal zum Blättern, Schmökern in die Hand nehmen werde.

Ich kann daher meine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen und hole mir schon mal das Popcorn für das sicher nicht ausbleibende 'Bashing' der Kritiker und No Press-Befürworter ' wobei ich anmerken muss, dass ich deren Argumente bis zu einem gewissen Punkt durchaus nachvollziehen kann. Diese Review findet Ihr in einer längeren Variante auch auf geocaching-dessau.de!
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am 8. Februar 2014
Wir sind leidenschaftliche Geocacher sowie Lost Places Entdecker und Hoecker ist eh einfach nur Klasse, also das Buch musste her. Tja was soll ich sagen ? da lohnt sich jeder Cent. Der Mann und seine 2 Kumpels haben es echt drauf, an etlichen Stellen im Buch fühlt man sich wirklich so als sei man dabei. Ein etwas anderer Schreibstil, ok, aber das ist ja Geschmackssache. Für alle Lost Places Fans ein absolutes must have. Und diese überall ewig Nörgler wird es ja immer geben.
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Ich habe es schon mal in eine Besprechung geschrieben. Wenn ich mich nicht völlig irre, dann war es sogar eine zu einem anderen Buch von Bernhard Hoëcker. Aber für alle, die nun nicht erst suchen wollen hier noch einmal: bei allem, was sich heutzutage „Comedian“ nennt, muss man mich schon tierisch kitzeln, damit ich bei einer ihrer Darbietungen lachen kann. Ich empfinde sie durch die Bank eher als affig und albern.
Bernhard Hoëckers humor dagegen gefällt mir schon sehr lange. Seine anderen Bücher haben mir Spass gemacht und obendrein dreht sich in diesem Buch alles um sogenannte Lost Places. Verlassene, oft vergessene Orte, die vor allem für Fotografen und Geocacher interessant sind. Geocaching gehört schon seit mehreren Jahren zu meinen Hobbys, mit der Kamera bin ich noch nicht so lange unterwegs, aber wenn man dann ein buch entdeckt, das beide Hobbys quasi vereint, dann schlägt man halt zu. Von und mit Bernhard Hoëcker konnte da bei mir eigentlich nicht viel schiefgehen.
Ist es auch nicht. In 13 Kapiteln besucht man mit Hoëcker und seinen Freunden und Kollegen Erik Haffner und Tobias Zimmermann verschiedene Lost Places. Und abwechselnd erzählen sie dazu eine Geschichte. Es ist also wie der Titel schon sagt, tatsächlich wie bei einem Bilderbuch. Text und Bilder. Wer nun aber reine Beschreibungen der Orte erwartet, der wird enttäusch werden. Die sind nämlich stets gut verpackt. So wird man zB durch einen Lost Place geführt als wenn es sich um den Schauplatz eines Videospiels handen würde. Ein anderes Mal besucht man als Tourist und heruntergekommenes Hotel. Und in wieder einem anderen Kapitel erfährt man wie es einem neuen Mitarbeiter in einem militärischen Komplex ergehen würde.
Das ist interessant und unterhaltsam und macht einfach Spass. Wer sich auch nur ein bisschen für die Themen „Lost Places“ und „Urban Exploration“ interessiert, der dürfte davon schnell angetan sein. Dieses „Da möchte ich auch mal hin!“ stellte sich bei mir sehr schnell ein. Ein Blick ins Bilderverzeichnis macht allerdings schnell klar, dass das oft gar nicht so einfach ist. Und das zu Recht, wie ich finde. Trotzdem, hoffen und wünschen darf man ja. Und dazu verleitet dieses Buch wirklich ganz außerordentlich.

Wie schon geschrieben, stammen nicht alle Texte von Bernhard Hoëcker. Auch Erik Haffner und Tobias Zimmermann haben einige davon verfasst. Ich mag Hoëckers Humor vor allem, weil er intelligent und gewitzt ist. Man merkt trotz aller Komik, dass er was auf dem Kasten hat. Gleiches gilt für Tobias Zimmermann und Erik Haffner. Und er hat zur Folge, dass sich ihre Geschichte nicht mal so eben runterlesen lassen. Man muss schon aufmerksam lesen und bei der Sache sein.

Auch wenn man das Buch nur flüchtig durchblättert, man stellt sofort fest, dass der Löwenanteil daran von Fotos eingenommen wird. Mal gehen sie über eine ganze oder gar eine Doppelseite, mal nur über eine halbe. Am bestens haben mir die gefallen, die wie in ein Fotoalbum eingeklebt abgedruckt sind. Sie stehen immer in Verbindung mit dem, was man auf der Seite gerade liest. Das sorgt für eine gewisse Anschaulichkeit, die manches Mal mit einem gehörigen Augenzwinkern versehen ist. Auf mehreren Fotos sieht man, wie einer der drei eine Cachedose in Händen halten. Bei diesen Bildern wird deutlich, dass dieses Hobby einen schnell an spannende Orte bringt.

Fazit: Mir hat „Hoëckers Entdeckungen“ in jeder Hinsicht super gefallen. Es werden tolle Lost Places vorgestellt, in einfallsreichen und witzigen Geschichten davon erzählt, und zahlreiche coole Fotos rahmen alles ein. Wer Geocaching, Fotografie, speziell von Lost Places, und Hoëcker und eine Kollegen mag, der ist hier genau richtig.
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am 25. Januar 2016
Wer gut recherchierte Fakten und Hintergrundwissen erwarten sollte lieber die Finger von diesem Bildband lassen. Wer aber ein Buch zum entspannen mit sehr eindrucksvolle Bilder gepaart mit äußerst humorvollen Geschichten sucht ist hier genau richtig. Ich hab mir noch ein weiteres Hoëcker Buch in dieser Richtung bestellt und erwarte es mit Spannung, auch wenn es sich nur um ein TB handelt. Ich hoffe auf einen weiteren Bildband von diesen Drei.
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am 23. November 2011
Im Regelfall interessieren mich die literarischen Versuche der hiesigen TV-Prominenz eher wenig, aber mit vorliegenden Beispiel bin ich mehr als nur positiv überrascht worden!

Eigentlich ist mir das Buch eher zufällig in die Hände gefallen und aus der Retrospektive betrachtet bin ich sau froh, dass das passiert ist! Aus dem ursprünglichen "mal-rein-blättern" wurde sekundenschnell ein "nicht-mehr-weg-legen-wollen"!
Und die Rezeptur dieses Sinneswandels war denkbar einfach und besteht im Wesentlichen aus 2 hervorragend funktionierenden Ingredienzien: Zum einen finde ich die Geschichten der Autoren extrem amüsant, kurzweilig und unterhaltsam geschrieben. Vor allem die jeweils individuell eigene Perspektive und somit immer unterschiedliche Erzählform der drei unterschiedlichen Autoren macht das Buch lebendig und abwechslungsreich - wie eine Schachtel Pralinen...;-)

Zum anderen sind die Bilder einfach der Oberknaller. Faszinierend, abenteuerlich, nostalgisch, geheimnissvoll... Bilder, wie man sie sonst nur aus Fachzeitschriften über geheimnissvolle Plätze fremder Länder kennt. Dies Fotos in Kombination mit den dazu passenden Texten haben mich großartig unterhalten und mich wirklich eintauchen lassen in diesen Hauch von urbanen Abenteur und Schatzsuchen Feeling! Toll!

Ich kann diese Buch nur empfehlen, weil es mal was neues und absolut unterhaltsam ist, kombiniert mit einem tollen Schauwert! Beide Daumen hoch!
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Der Comedian Bernhard Hoëcker hat vor einigen Jahren die Schnitzeljagd mit dem GPS-Gerät - auch bekannt als Geocaching - für sich entdeckt.

Nachdem der kleine Künstler schon als Geocaching-Autor aufgetreten ist und Neulingen Starthilfe in das Hobby mit dem Buch "Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers: Mit Geocaching zurück zur Natur" gegeben hat, widmet er sich jetzt gemeinsam mit Erik Haffner und Tobias Zimmermann in dem Buch "Hoëckers Entdeckungen" einer reizvollen Extrakategorie der Geocaches: den vergessenen Orten.

Bei diesen Orten handelt es sich beispielsweise entweder um brachliegende, weitläufige Industrieflächen, in denen seit Jahren keine Arbeit mehr verrichtet wird, oder seit Jahrzehnten verlassene und inzwischen unbewohnte Häuser, um die sich niemand mehr kümmert.

Das Buch trägt den Untertitel "Ein merkwürdiges Bilderbuch längst vergessener Orte" und hat damit nicht zuviel versprochen. Auf 250 Seiten finden sich nicht nur lesenswerte Texte, sondern noch beeindruckendere und atemberaubendere Bilder von den vergessenen Orten (im Geocacher-Jargon als "Lost Places" bekannt), die das Autoren-Trio in ganz Deutschland erkundet hat.

Die Reise führt durch verlassene Fabrikhallen, in die Beelitzer Heilstätten mit ihren gruseligen Klinikgebäuden und in das ehemalige Diamaltwerk in München. Ein lange verlassenes Museum steht ebenso auf dem Reiseplan wie ein Erholungshotel im Thüringer Wald (das ich unlängst im Herbst 2011 selbst erkunden wollte). Es geht in ehemalige und noch gut erhaltene FDGB-Heime, in den Untergrund und sogar in die Unterwasserwelt sowie in eine alte Ziegelei und eine Justizvollzugsanstalt.

Meine Skepsis vor Erhalt des Buches war nicht gerade klein. Ich habe befürchtet, dass der Comedian das Beeindruckende vom Erkunden der Lost Places der Allgemeinheit opfert und damit wiederum ein kleines Stück vom großen Geocaching-Kuchen dem Kommerz opfert. Aber ich lag falsch mit meiner Vermutung.

Vor der Veröffentlichung des Werkes im riva Verlag gab es einen Aufschrei in der Geocaching-Community, die Hoëcker den Verrat des Geocaching und dessen Kommerzialisierung zum Vorwurf gemacht haben. Ich denke, dass diese Anschuldigungen ungerechtfertigt sind. Mit keiner Silbe wird das Hobby Geocaching erwähnt und wer von der Schatzsuche mit GPS-Gerät keine Ahnung hat, wird diese Verlinkung nicht erkennen können.

Stattdessen ist es Hoecker gelungen, die Faszination der verlassenen Orte wunderbar in Wort und Bild einzufangen. Darüber hinaus vermeiden es Haffner, Hoëcker und Zimmermann, die Geocaching-Codes und die konkreten Ortsangaben zu den Lost Places zu nennen. Damit ist gewährleistet, dass niemand der Muggels (Geocacher-Begriff für Nicht-Geocacher) diese Kleinode betritt.

Mein Fazit

Bernhard Hoëcker ist mit "Hoëckers Entdeckungen: Ein merkwürdiges Bilderbuch längst vergessener Orte" ein toller Bildband gelungen, der die magische Faszination der Lost Places bestens in Worte und Bilder fasst.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und kann mich auch nach mehrmaligem Anschauen der tollen Fotografien und der ansprechenden Texte immer wieder auf's Neue daran erfreuen.
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am 19. November 2012
Ein tolles Bilderbuch über wunderschöne "Lost Places" in der üblichen witzigen Hoecker-Berichterstattung! Einfach großartig zum Schmökern, Nachschlagen und Abtauchen in frühere Zeiten!
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am 1. Dezember 2011
Ich bin kein Geo-Cacher. Ich bin auch kein Geo-Basher. Ich würde nicht sagen, dass mir Geo-Cashing egal ist. Ich finde es ganz generell eine coole Sache, an der ich persönlich hald nur wenig Spaß hätte, da ich weder ein Naturbursch' bin noch sonderlich neugierig. Ich schau mir aber verdammt gerne vom Sofa aus großartige Fotos an und lese witzige Texte. Und genau das bietet mir dieses Buch in Reinkultur! Es ist weder ein reines Buch für Geocacher, noch legt es Wert auf einen sonderlichen Lerneffekt. Vielmehr nützen die Autoren auf geschickte Weise die Fotos der Orte, um in ihren Texten eigene Eindrücke und teils sogar eigene Universen zu erschaffen. Gerade darum vermittelt sich die Emotion der Autoren während der Begehungen und gerade das maht mir Spaß zu lesen!
Einige Rezensionen mokieren sich über die Fakten, bzw. deren Fehlen. Wenn ich wissen will, was die Heilstätten in Beelitz denn tatsächlich geheilt haben oder nicht, lese ich das auf Wikipedia nach. Ich persönlich möchte gerne emotionalisiert und unterhalten werden und das schafft das Buch auf höchst originelle Art und Weise. Ein tolles Geschenk - für andere oder an sich selbst.
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Bernhard Hoecker ' ein Mensch, den man durch das Fernsehen vielfach kennt. Aber was macht er in seiner Freizeit?

Das Geocachen ist seine Leidenschaft. Hoecker hat zu diesem Hobby ein äußerst interessantes und spannendes Buch mit vielen qualitativ hochwertigen und aussagekräftigen Fotos und Abbildungen herausgebracht.

Inhalt und Gliederung:
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Das Buch ist in Vorwort, 13 Kapitel und den Bildverortungsbemerkungsanhang untergliedert.

Die Gliederung ist meiner Meinung nach perfekt gewählt, weil man sich als Nutzer des Buches sehr schnell damit zurechtfinden kann. Zuerst erfährt man Interessantes über die fotografische Reise durch den unentdeckten Konjunktiv. Hier werden zahlreiche sehr interessante und verlassene Orte gezeigt und textlich prägnant erläutert. Hierzu möchte ich einmal eine Textstelle anführen, damit man sich vorstellen kann, wie das Buch betextet ist:

Gleich um die erste Ecke wäre uns dieses Motiv vor die Linse gekommen: Die verlassene Villa Kunterbunt. 'Wieso wohnt Pippi Langstrumpf im Krankenhaus?', hätten wir uns gefragt. Das wurde in der Serie nie thematisiert! War sie etwa krank? Wurde sie von Tommy und Annika in den Drehpausen gepflegt? Und vor allem wo ist sie jetzt? Wer füttert Herrn Nilsson und den Schimmel? Sind etwa alle tot? Oder schlimmer: Ist sie nach Berlin Prenzlberg gezogen und zu einer dieser kinderwagenschiebenden Mode-Alternativmütter geworden. Mit Strapsen?!? Unsere Kindheit wäre zutiefst erschüttert und zu großen Teilen infrage gestellt worden. Gut, dass wir das nie gesehen haben!

Weitere Kapitelüberschriften lauten:

Der Schatz der Diamaltwerke (befindlich in München)
Die Uranmaschine (befindlich in Kummersdorf in Brandenburg ' ehemalige Heeresversuchsanstalt.

Da liegt z. B. in einem ehemaligen Krankenhaus in Beelitz noch das OP-Besteck herum oder interessant ist auch die ehemalige Abhörstation auf dem Teufelsberg bei Berlin usw. usw. ' es gibt so viele unglaubliche und auch bizarre Objekte, die Hoecker mit seinen beiden Freunden erkundet und für uns bildlich und textlich festgehalten hat.

Der Schreibstil ist irgendwie Hoecker live würde ich sagen, er schreibt lustig, aber auch tiefgründig und vor allem klug und intelligent. Es ist manchmal schon ein wenig gruselig, aber gerade das ist es auch irgendwie, was das Buch ausmacht. Seine unnachahmliche Art spiegelt sich im Buch wider.

Man entdeckt so viel und man kann das Buch immer wieder durchblättern und findet Neues, was man vorher noch nicht bemerkt hatte.

Die Fotos sind von ' so kann ich sagen ' erstklassiger Güte, und das Buch überhaupt kommt als Bildband der besonderen Art sehr edel rüber. Die Seiten sind Glanzpapier und recht dick, sodass man oft darin blättern kann, ohne dass man auch nur die geringsten Gebrauchsspuren entdeckt.

Es sind teilweise ganzseitige, aber oftmals Detailaufnahmen zwischen den Texten, die diese somit abwechslungsreich auflockern. Zu jedem Foto, welches gezeigt wird, ist ein ansprechender Text zu lesen, der erklärt, aber auch Unterhaltendes und Informatives sowie Insidertipps preisgibt.

Meine zusammenfassende Meinung:
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Ich finde, dass diese Buch sehr abwechslungsreich ist, schön anzuschauen und auf Grund der kurzweiligen und amüsanten aber auch interessanten und lehrreichen Texte sehr spannend zu lesen und zu betrachten.

Die Blickwinkel, aus denen die fotografierten und dargestellten Orte beleuchtet werden, finde ich absolut genial.

Die Fotos und Abbildungen:
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Die spektakulären Fotos und Abbildungen sind einfach genial. Ich sage das aus Sicht eines Fotografen und Betrachters. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, solche Orte so in Szene zu setzen, den Lichteinfall so zu wählen, dass die Objekte auch wirklich so, wie sie hier rüberkommen, was sie wirklich darstellen sollen.

So wird z. B. ein ehemaliges Hotel in Thüringen erst von der Außenansicht her gezeigt, dann geht man sozusagen bildlich durch die ehemalige Lobby, schaut zur Rezeption, sieht die Bedienungstasten des Fahrstuhls und den Flur einer Etage. Auch alte Schilder, die noch aus dem Sozialismus stammen kann man betrachten. Es ist echt abenteuerlich, dieses Buch zu durchblättern, und am liebsten würde man mit dem Autor diese Erkundungstour gehen. Solche Locations lassen in mir abenteuerliche Gefühle hochkommen, aber auch Wehmut macht sich breit über die Objekte, die einfach so verfallen sind, die Geschichten schreiben könnten '

Die Texte sind jeweils von Bernhard Hoecker, die Fotos von Erik Haffner und Tobias Zimmermann.

Kurze Erläuterungen zu den Machern des Buches:

Bernhard Hoecker ist ein Comedians, der recht wissbegierig ist. Man kennt ihn aus 'Dinge, die man kennt' Hoecker ist neugierig und muss alles testen und ausprobieren, so also auch die Lost Places.

Erik Haffner lebt in München und ist seit 1999 als Regisseur und Autor tätig. Er hat eine Firma, mit der Comedy-Projekte realisiert. Hört ' Hört: Er ist einer der Miterfinder von Bernd das Brot !!!

Tobias Zimmermann ist Musikethnologe. Aber, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, 'muss' Zimmermann nebenher als Redakteur und Autor arbeiten.

Das Buch inspirierte mich, auch einige der Lost Places aufzusuchen, was leider bisher zeitlich noch nicht gepasst hat, aber man könnte ja mit Thüringen beginnen '

Rundherum ein abwechslungsreiches Buch mit Text-und-Bild-Wechsel, mit Texten, die begeistern und Bilder, die schaurig schön anmuten.

Empfehlung für den Weihnachtsbaum und das Jahr 2012 *g* !!!!
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am 23. November 2011
Ich hatte ja keine Ahnung, was da auf mich zukommen würde. Das Buch war der Tipp eines Freundes, Geocachen kannte ich vorher nicht. Aber das Buch hat mich einfach umgehauen! Mir war überhaupt nicht bewusst, was für fantastische, vergessene Orte es in unserem überzivilisierten Land gibt. Als würde man in seinem Haus, das man in- und auswendig kennt, die Tür zu einer neuen Welt aufstoßen.

Die Lost Places sind toll fotografiert, oft düster, geheimnisvoll, manchmal voller Witz - immer eine Inspiration. Die Texte sind humorvoll, ironisch, und auch poetisch und nachdenklich. Man blättert einfach gerne in dem Buch, liest hier, staunt dort, lacht gerne. Eine sehr gelungene Mischung.

In einer Zeit, in der es keine weißen Flecken mehr auf der Landkarte gibt, ist Bernhard Hoecker mit seinem Team ein neuer Magellan, Cook, Shakleton: mitten unter uns entstehen neue weiße Flecken, unerkannt, und Bernhard Hoecker, Tobias Zimmermann und Erik Haffner decken sie auf und kartografieren sie mit Witz, Humor, Ironie.

Das Buch ist eine echte Empfehlung für alle, die Schmökern, Staunen und Schmunzeln wollen! Und als Noch-nicht-Geocacher kann ich dieses Buch vor allem auch jenen ans Herz legen, die eben nicht jedes Wochenende selber losziehen. Man geht mit dem Buch auf Reisen...

Ich freue mich auf weitere Entdeckungen von Bernhard Hoecker und seinem Team!
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