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Kundenrezensionen

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am 24. November 2008
Ich habe das Buch aus Spaß geschenkt bekommen, denn nie im Leben hätte ich Geld dafür ausgegeben. Da ich aber eine gewisse Affinität zu Trash habe, habe ich mir die Biografie natürlich durchgelesen. Denn Bushido hat - wie alle diese Gangster-Rapper - einen großen Unterhaltungswert. Ob nun durch die Musik oder wie in diesem Fall durch das Buch.

Schon zu Beginn des Buches wird eigentlich deutlich, was für eine Einstellung Bushido zu seinem Beruf und seiner Figur hat. Er sagt, dass es völlig egal ist, was er auf der Bühne treibt, seine Fans finden alles geil. Dessen ist er sich vollkommen bewusst und deswegen kann er in dem gesamten Buch auch eigentlich schreiben was er möchte. Die die ihn mögen, finden es immer gut.

Welche seiner Geschichten tatsächlich stimmen, ob seine Sichtweisen der Dinge immer die einzige Wahrheit ist und was er alles unter den Tisch fallen lässt, kann ich nicht beurteilen. Ist im Prinzip auch egal. Zumindest wenn man sich immer vor Augen führt, dass Bushido nicht der Ghetto-Typ ist, für den er sich ausgibt. Damit sind die Geschichten schon super lustig.

Natürlich lässt sich darüber diskutieren, ob es nicht frauenfeindlich und homophob ist, was er so von sich gibt. Wahrscheinlich ist es das. Aber er ruft ja niemanden dazu auf, sich genauso zu verhalten wie er. Im Gegenteil: Er appeliert an seine Rezipienten, dass er diesbezüglich definitiv kein Ideal darstellt.

Fazit: Nicht zu ernst nehmen, wie alles was Bushido macht. Mit einer gewissen Distanz lesen und bloß nicht alles glauben. Erst recht nicht, wenn er einmal mehr versucht, aus Berlin ein Ghetto zu machen und die Stadt mit irgendwelchen US-Ghettos vergleicht.
Dann ist es sehr leichte, stumpfe Unterhaltung für Leute, denen so etwas Spaß macht. Wie mir.
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Vor einigen Tagen lieh ich mir das Buch in meiner Bibliothek aus und hatte es binnen kurzer Zeit gelesen. Da es sich flüssig liest und nirgends mit allzu nervigen Details nervt. Es wird sehr schnell von einer Sequenz in die Nächste übergeblendet. Das Meiste ist in sich abgeschlossen und Querverbindungen gibt es nur wenige. Was der Lesbarkeit wirklich sehr zu Gute kommt. Leider endet hiermit auch alles, was ich dem Buch abgewinnen konnte.

Was mich persönlich sehr stört, ist die Sprache. Das ganze Buch wimmelt nur so vor Hurensöhnen, Spasten, Opfern, Behinderten, Schwulen usw., was jeweils zum Ausdrücken von Geringschätzung und Beleidigungen genutzt wird. Ich selbst bin sehr stark sozial isoliert aufgewachsen und vor allem durch Ratgeber- und Fachliteratur sozialisiert worden. Was mich rückblickend betrachtet zu einem sehr sozial denkenden und handelnden Menschen geformt hat. Wäre ich hinlänglich Milieu und Umständen so aufgewachsen wie Bushido, hätte ich vielleicht ähnliche Logiken, Denk- und Verhaltensmuster entwickelt. Insofern will ich so etwas bei einem Menschen gar nicht von vornherein verurteilen. Allerdingsdings war Bushido zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung 2008 bereits 30 Jahre alt und von jemandem dieses Alters finde ich es erwartbar, dass sich gewählter ausgedrückt wird. Das ganze Buch quillt nur so über vor aggressiver Sprache. Es gäbe unzählige Stellen, die ich gerne zitieren würde. Aber Herr Ferchichi hat bekanntermassen die Tendenz, sehr schnell sehr heftig zu reagieren, wenn es um Urheberrechtsverletzungen geht.

Vielleicht ist es menschlich, sich selbst positiv zu sehen und auf andere Menschen mehr oder weniger herabzublicken. Es würde einen Mensch vermutlich in tiefe Depression, wenn nicht in den Suizid stürzen, würde er alles Erdenkliche bereuen, sich selbst krankhaft in Zweifel ziehen und sich für unfassbar unbedeutend halten. Das Ausmaß, in dem Bushido sich selbst als ehrbaren Gutmenschen und alle anderen als ehrlose Schwächliche hinstellt, ist jedoch kaum aushaltbar. Im Verlauf des Buchs wird kontinuierlich der Reihe nach jeder erdenkliche Künstler (meistens Deutsche) abgewatscht. Entweder hätten die anderen nichts zu erzählen, seien nicht cool oder hätten - anders als Bushido - keine Eier in der Hose. Am laufenden Meter kamen Beispiele, wo er selbst sich besonders erfolgreich schlug, andere kniffen oder - besonders häufig - beides zeitlich nah beieinander geschah.

Was ich bei einer Biographie und insbesondere einer Autobiographie erwarte, ich eine chronologische Zeittafel (Die wesentliche Ereignisse gerafft darstellt) und/oder persönliche Fotos. Beides fehlte im Buch. Selbst Bushidos Geburtsdatum findet sich im Buch nicht. Es lässt sich nach einigen Seiten in etwa zusammenreimen, wann er etwa geboren worden sein muss, aber genau erschließen lässt es sich selbst im Verlauf des Buchs noch nicht. Warum es keine Fotos ins Buch geschafft haben, erschließt sich mir noch weniger. Man hätte wenigstens Fotos von Privat- oder Geschäftsräumen, dem Café Al Bustan, Konzertfotos oder ähnliches einarbeiten können, wenn man schon auf private Fotos verzichtet. Aber stattdessen gibt es nichts an Fotomaterial.

Gegenüber Arafat Abou-Chaker, dessen Familie und Bushidos Rolle in diesem System habe ich zwiespältige Gefühle. Das freundschaftliche Geben und Nehmen, die soziale Verbundenheit, das Füreinandereinstehen usw. hat durchaus etwas Sympathisches. Auch die bedingungslose Liebe von Bushidos Mutter zu ihm und die Leistungen von ihr ihm gegenüber sind heftig im positiven Sinne. Oftmals hat das Verhalten dieser Struktur auch etwas Faires und die Wogen glättendes. Andererseits verhalten sich dann Bushido, Ari und Co. nicht selten wie die letzten asozialen Schweine. Meine Adresse in Wiesbaden steht im Telefonbuch. Insofern hatte ich gewisse Widerstände, mich so deutlich zu äußern. Das man aus Angst vor körperlichen Übergriffen zögert, seine Meinung zu äußern, sollte hier in Deutschland nicht sein können.

Nachdem ich die ersten Seiten des Buchs gelesen hatte, dachte ich noch, die anderen Kritiker des Buchs wären mit dem Autor zu hart ins Gericht gegangen. Oder hätten bereits vorm Lesen eine starke Antipathie gehabt, die die Rezension dann eingefärbt hätte. Womöglich hätte mancher Kritikschreiber das Buch gar nicht gelesen (Was für manche Rezensionen durchaus zutreffen kann). Aber nach Studieren der Publikation muss ich ganz sachlich feststellen, dass die Vergabe von nicht mehr als einem Stern gerechtfertigt ist. Und ich es als traurig erachte, dass Menschen Zeit mit diesem Buch verschwenden, statt ein gutes Buch zu lesen. Biographien und Autobiographien, die alternativ anbieten, zirkulieren inzwischen (Stand 2015) genug.
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Bushido ist der wohl umstrittenste Künstler der deutschen Hip-Hop-Kultur. Mit seinen Texten, der Gewaltverherrlichung und der enthaltenen Frauenfeindlichkeit ist er seit Jahren das perfekte Beispiel für eine kaputte Jugend, die durch eben jenen Rapper komplett verroht wird. Keine Frage, seine Lieder sind fragwürdig und bewusst provokativ gegenüber verschiedenen Gruppen. Auch die Folge, dass der Künstler privat und medienwirksam polarisiert wie kaum ein Zweiter, ist erkenntlich. Aber auch nicht von der Hand weisen kann man seinen Erfolg, der für viele Menschen nicht nur ein Dorn im Auge ist, sondern gar zu Todeswünschen führt.
Um Unklarheiten über sein Leben und seine Vergangenheit auszuräumen, immer den selben Fragen aus Interviews zu entfliehen und einen Einblick in sein Künstler- und Privatleben zu geben, entschied sich Bushido dazu, seine Lebensgeschichte zu veröffentlichen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Lars Amend hat sich daraus die selbst titulierte Biografie "Bushido" entwickelt, welche nicht nur von Fans als Teil einer Sammlung gekauft wurde, sondern auch von Kritikern bis auf das kleinste Wort vernichtet werden musste. Dabei sind die Meinungen über das Buch so gespalten wie auch seine Musik: Bewunderung und Hass, aber auch ein Teil von Desinteresse spiegelten sich in den folgenden Wochen wieder.

Dass man kein seriöses Buch erwarten darf, ist schon lange vorher klar gewesen. Es ist Bushido, was erwartet man also? Richtig: Was in seinen Texten zu hören ist, kann man hier finden. Die Themen sind dabei doch relativ vielseitig: Seine Vergangenheit, seine Person, die Geschichte mit Aggro Berlin, die Tage als Dealer, Ehre, Stolz, Labels, Musik, Frauen, Mama, noch mehr Frauen, manchmal auf die Fresse, in ein nächstes Bett hüpfen. Man darf zu Beginn nicht mit zu viel Ernst an die Sache herangehen, denn stellenweise liest es sich wie das Tagebuch eines Teenagers. Ob gewollt oder unbewusst sind dabei jedoch auch Stellen enthalten, die wohl eher unfreiwillig komisch sind. Wollte er seriös erscheinen? Ich glaube nicht. Er spiegelt zwar auf der einen Seite seine Kunstfigur wieder und macht dies durch die deutliche Wortwahl auch klar ersichtlich, aber auf der anderen Seite sind Stellen enthalten, in denen der Leser doch anerkennen muss, dass die eigentliche Person Anis Ferchichi gerade zu einem spricht. Wer an diesen Stellen seriöse Passagen erwartet ist zwar weiterhin eher falsch gewickelt, aber es ist schon deutlich zu erkennen, wo man von wem eine Geschichte erzählt bekommt.

Interessant ist dabei das geäußerte Bild, welches Bushido über seine Hörerschaft vermittelt. Dies ist unfreiwillig peinlich, stellt er doch irgendwo selber seine Fans als degenerierte Idioten dar, die ihm jeden Müll abkaufen. Er könnte auf der Bühne stehen, sich das Knie stoßen - die Fans würden ihn lieben. Er könnte einfach mal nach einer Weile auf einem Konzert keinen Bock mehr haben und gehen - die Fans feiern ihn trotzdem. Ungefähr dieses Bild vermittelt er. Dass man dieses Bild nicht ernst nehmen sollte, ist dabei eher auf einer anderen Waage zu finden, aber insbesondere Kritiker von Bushido finden dabei wieder Anstöße, die Zuhörerschaft zu kritisieren.
Ein weiterer interessanter Umgang befindet sich dabei aber auf Seiten der Thematiken Homosexualität, Frauenfeindlichkeit und anderer Weltanschauungen, die der Welt nicht unbedingt in positiver Weise etwas geben. In typischer Manier gibt er dabei seine Meinung wieder und macht nicht gerade das Bild, als Vermittler agieren zu wollen. Schön dabei aber zu lesen, wie er sich selber dabei nicht als Vorbild zu geben möchte, sondern sich selbst Fehler eingesteht, die seine Anhänger bitte nicht machen sollen. Er ist sich somit durchaus seiner Vorbildfunktion bewusst - fragt man sich aber trotzdem, warum er handelt, wie er handelt.

Dies durchzieht sich durch das gesamte Buch. Stellenweise bekommt man eher das Gefühl, das Buch dient der gezielten Denunzierung alter Weggefährten, welche er mit gekonnt zensierten Ausdrücken klar titulieren möchte. Es ist dabei egal, ob dabei Sido, Fler, Aggro oder Universal oder wer auch immer etwas in der Widmung zu hören vermögen, positive Sachen liest man kaum. Und wenn, dann interessanterweise nur über Fler. Eine objektive Betrachtung der Situationen wird dem Leser nicht gegeben, jeder muss also mit dem von Bushido gegebenen selber etwas anfangen können. Arroganz und Egoismus ist dabei ein Motiv, welches man nahezu an jeder Stelle zu finden scheint.

Aus dem Buch ist letztlich das geworden, was man erwartet hat: Bushido.
Man bekommt das, was man schon immer bekam, diesmal nur eben als Buch in Form einer Biografie. Es ist interessant, wie Bushido seine Rolle als Rapper behalten hat und trotzdem einige Einblicke liefern konnte - interessanter ist es aber, wie er damit einen weiteren Sprung in die Medien schaffen konnte und sich somit mit Promo beschütten konnte. Dies gab natürlich insbesondere den Kritikern noch mehr Möglichkeiten, das Buch in der Luft zu zerreißen, was diese auch danken annahmen.

Einen interessanten Nebenaspekt hat die ganze Kritik gegenüber Bushido aber:
Die Auseinandersetzung mit den Texten! Sind wir mal ehrlich. Die Masse hasst Bushido für das, was er tut. Aber keiner setzt sich damit auseinander. Textzeilen werden jahrelang aus dem Kontext gerissen an die Masse verfüttert. Kritiker hören sich die Songs kaum an. Und Hater hören nicht mal eine einzige Zeile. Dabei sind alle Menschen verpflichtet, sich eine Meinung einzuholen - und diese sollte möglichst auch so geschehen, dass man sich damit auseinandersetzt. Ausgerechnet die Kritiker sind meist Menschen, die keine Kritik auf ihre Sachen kommen lassen wollen - insbesondere, wenn diese Leute sich dann nur durch vorgekaute Medienmeinungen ein Bild machen.
Unwichtig ist, ob man die Künstlerfigur Bushido mag oder nicht. Egal ist, ob man diese Musikrichtung hören möchte oder eben nicht. Was man aber versuchen sollte, ist eine gesittete Auseinandersetzung mit der Musik. Man sollte solche Texte in der Schule analysieren, um die eigentlichen Sachen von der Realität zu unterscheiden und aufzuzeigen, dass Bushido nicht der ist, für den er sich ausgibt - sondern ein ganz normaler Mensch im Fokus der Masse. Die Diskussion im ordentlichen Maße sollte so ein Buch eigentlich ermöglichen. Dass dies nicht wirklich geschehen ist, das ist natürlich auch der altbekannten Art des Rappers selbst klar, aber auch durch die nicht vorhandene Bereitschaft der Gegenseite wird diese Diskussion wohl noch sehr lange andauern und nicht so schnell aufkommen, was schade ist - immerhin haben auch Bands, denen ein Hintergrund der rechten Szene angedichtet wird, die Möglichkeit, sich gesittet zu äußern und ich Kontakt und Diskussion mit den Menschen zu treten. Dieses Resultat fehlt dem Buche, ist Bushido immerhin nicht die eigentliche Ursache für die verkommene Jugend, sondern eher ein Symptom der eigentlichen Problematik. Man sollte Bushido dankbar sein, dass er das deutlich macht - ob gewollt oder nicht ist dabei eigentlich zweitrangig, aber genau dieses Symptom sollte man ergreifen.

Insgesamt müsste dieses Buch eigentlich der ideale Wegbereiter für eine Zusammenkunft aller Parteien sein, und die Diskussion zu beginnen. Leider ist es das nicht. Selbst verschuldet ist es auch. Ob ein Bushido gewillt ist, in eine Diskussion zu geraten, mag etwas anderes sein, aber das Buch, welches viele Dinge anspricht, sollte ein Ausgangspunkt für solche Zusammenkünfte sein. Und zwar auf gesittetem Niveau.

Ich gebe dem Buch 3 Sterne. Der Inhalt ist interessant, aber leider kann ich viele Stellen nicht ernst nehmen. Ich höre Bushido, bin ein Fan und bin trotzdem ein friedlebender und pazifistischer Mensch. Aber ich weiß, wo Kunst aufhört und Realität beginnt. Und dies sollten viele Eltern ihren Kindern beibringen. Vielleicht nicht mit diesem Buch, aber hier können Schulen anspringen, Texte analysieren und zeigen, wo der Schlüsselpunkt ist - und vielleicht kann man auf Dauer die eigentlichen Probleme hinter der Jugend erkennen und bekämpfen. Dann ist die Hoffnungslosigkeit auch kein großes Problem mehr.
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am 5. November 2015
Eigentlich bin ich nicht wirklich der Bücher wurm habe aber jeden Tag aufs neue mit viel Spaß und Interesse das Buch gelesen das liegt wohl an Bushido der für mich ein richtig toller Mensch ist den man nur bewundern kann...Mach weiter so...nur zu empfehlen..Daumen hoch ;-)
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am 14. Juni 2016
Dieses Buch strotzt nur so vor Arroganz und Eigenlob. Ob nun auch alles echt ist, sei mal dahingestellt. Bushido polarisiert, gar keine Frage. Ich denke, dass hier nicht alles der Wahrheit entspricht, sondern das vieles extrem ausgeschmückt wurde, um das Image zu pflegen und das Klischee zu bedienen.
Aber lest doch einfach selbst
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am 31. Dezember 2015
Legende ............................................................
Er hat alles vor gemacht andere machen es nach ...................... Legende Legende Legende Legende Legende Legende Legende Legende
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am 10. April 2013
Das Leben von Bushido hätte wirklich Stoff für eine interessante Biographie geboten: Ein "Gangster-Rapper" tunesischer Abstammung, arbeitet sich aus dem "Berliner-Ghetto" bis an die Spitze der Charts hoch.

Allerdings dient das Buch wohl großteils dazu, ehemalige Wegbegleiter zu denunzieren und zu erniedrigen. Geschrieben wird seiten- und kapitelweise darüber, wer was wann zu wem gesagt hat und was wer zu wem zurückgesagt hat, wie dabei wer geguckt hat und wer daraufhin voll krass wem seine Mutter beleidigt hat, und dann folgerichtig die Fresse poliert bekommen hat.

Für manche mag das Gepolter und Geprahle beneidenswert klingen - aber ich finde es eher bemitleidenswert.
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am 27. Januar 2012
Tjaja.. Bushido. Ich muss ehrlich zugeben, dass mir die ersten 2 Seiten des Buches, die ich online angelesen hatte, ein völlig anderes Bild von Bushido gaben, als er letztendlich nach außen hin ausstrahlt. Ich dachte: hm... vielleicht doch nicht so doof, der Typ. Und da Biografien meine bevorzugte Leselektüre sind, hab ich mir das Buch gekauft.

Hier in wenigen Worten der zusammengefasste Inhalt:
Du Opfer, chillen, einen keulen, die Schlampe, die Hure, wer meine Mutter beleidigt verletzt mich in meiner Ehre, Millionen, Billionen, prügeln, du Opfer, hehe, kiffen, Jack Daniels, die Schlampe, chillen, einen wegstecken, mir ist so langweilig.. und zuletzt: du Opfer.

Was hat mich dieses Buch gelehrt? Ab sofort mehr als 2 Seiten anlesen.. am besten 10.

Bushido scheint ein furchtbar gelangweilter Mensch zu sein, der sich am Leid anderer ergötzt, Frauen wie Dreck behandelt und ein gewaltiges Egoproblem hat. Ein Macho wie aus dem Bilderbuch.

Gelangweilt habe ich mich nicht, aber es war einfach anstrengend... so viel Macho-Kinderquatsch auf einen Haufen.

Letztlich bestätigt sich genau das Bild, dass er in den Medien abgibt.

Nuja... es kommen wieder bessere Biografien... überraschende und unterhaltsame und schöne und interessante. All das war Bushidos nämlich nicht.
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am 26. April 2009
Meine Jugend verbrachte ich mit Ausländern, wir hörten Hip Hop und einige drehten krumme Dinger. Da war es ja nur logisch, dass man sich auch die Autobiografie der Inkarnation dieses Lebensstils kauft.

An einigen Stellen wurde ich derb enttäuscht: Sinnlose Gewalt oder die Diskrimierung von Homosexuellen fand ich schon immer abstoßend. Im Buch werden mindestens fünf Schlägereien beschrieben bei denen Bushido und seine Freunde komischerweise nie verlieren. Auch die Einschüchterung anderer Promis fand ich teils extrem übertrieben. Überhaupt ist mir aufgefallen, dass gerade die Jugendlichen, die das widerlichste Verhalten an den Tag legen große Fans von Anis Mohamed Y. Ferchichi alias Bushido sind. Seine Moralvorstellungen sollte man sich woanders herholen!

Das Buch an sich ist jedoch spannend geschrieben. Es enthält einen coolen Mix aus dem Karriereweg, Geschichten aus Kindheit & Jugend sowie Stories und zu viele Bettgeschichten aus dem Alltag eines Rapstars. Witzig ist das Buch obendrein. Eigentlich habe ich noch nie über ein Buch so viel lachen können. Gerade für junge Menschen ist es ein guter Weg zum Lesen zu kommen.

Besonders gerührt hat mich die Familiengeschichte Bushidos. An einigen Stellen hat er wirklich menschlichhe Größe bewiesen. Eben dies ist es, was ich an meinen ausländischen Freunden immer schätzte: Loyalität und Zusammenhalt spielen in der arabischen Welt eine immense Rolle. Als Deutscher ist es durchaus spannend in dieses Denken und Fühlen eintauchen zu dürfen.

Wer nun aber meint die Problemjugendlichen von heute besser aufgrund dieses Buches verstehen zu können wird ebenso enttäuscht sein wie diejenigen die unbedingt eine Erklärung für das "Phänomen Bushido" suchen. Ich persönlich glaube, dass sich dieses Phänomen vorallem aus der misslungenen Integration erklärt aber egal.

Ob man dieses Buch kauft oder nicht sollte man letztlich danach entscheiden ob man glaubt, dass es für einen persönlich unterhaltsam ist oder nicht. Letztlich geht es um Sex, Drugs & RockNRoll und handelt sich nicht wirklich um ein Sachbuch.

Anis und seiner Familie möchte ich auf diesem Wege noch alles nur erdenklich gute Wünschen!
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am 14. Oktober 2008
Eins muss man den beiden Autoren lassen - spannend schreiben und erzählen können sie - das Buch weiß zu fesseln. Ob jetzt alles wahr ist und was Bushido da wirklich selbst geschrieben hat ist doch eigentlich schnuppe. Auf jeden Fall sieht man hier die Biographie eines großen Egos und das ist interessant zu lesen - bestimmt auch für Bushido selbst. Sicher auch in ein paar Jahren, wenn mancher Spruch der im Buch gebracht wird vielleicht in einem etwas reflektierteren Licht erscheint. Das muss man nämlich einfach mal zugeben - das Buch hat Stellen die jüngeren Lesern tatsächlich etwas mit auf den Weg geben können, in puncto Gradlinigkeit und durchaus auch Ehrlichkeit. Z.B. heisst es auf S.405 ...Befreie dich von allem Schlechten und versuche, durch gute Taten deine eigenen, inneren Blockaden zu lösen..Das ist in dem dortigen Zusammenhang eindringlich und echt. Andererseits: das Buch schildert Gewalt und Intoleranz oft genug als witzig und cool - Zugegeben ich hab mich selber manchmal beim Grinsen erwischt, aber das macht es nicht besser. Jetzt soll das Buch ja kein Leitfaden sein, wie irgendjemand sein Leben führen soll, sondern eben genau der Bericht eines Gangsta-Rappers aus Berlin. Da ist das nicht anders zu erwarten. Das Medienereignis Böser Bube - das wollen die Leute lesen. Nur: die Jugendlichen die jetzt zu dem Buch greifen, verfügen vielleicht nicht über das Selbstbewusstsein und nehmen sich halt die Stellen zum Vorbild wo's auf die Mütze gibt oder Leute die einem nicht ins Bild passen, einfach vom vermeintlich stärkeren niedergemacht werden. Deshalb finde ich die Vorschusslorbeeren a la: ich bin sicher, keine Leseinitiative bringt so viel Kids zum Lesen wie Ihr Buch.« (Offener Brief von Willi Lemke an Bushido im Tagesspiegel) ein bisschen mit vorsicht zu geniessen. Naja - kann sein. Die Biographie ist interessant und empfehlenswert, vor allem für Leute die nicht wirklich eine Ahnung von Vorstellungswelt und Leben heutiger Jugendlicher haben (Lehrer, Eltern... hihi) andererseits natürlich eine Riesenpromoangelegenheit, wo man nicht alles für bare Münze nehmen sollte. Ich fand vor allem auch Stellen interessant, wo es eher um arabische Vorstellungen von Freundschaft und gradlinigkeit geht, da merkt man schon, das hier manchmal von anderen Werten die Rede ist als von OBerflächlichkeit und Kommerz. Und das hier die Vorstellungen eben wirklich manchmal ganz anders sind als in Deutschland.
Fazit: ein sehr interessantes Buch, spannend zu lesen, aber manche Meinungen und Darstellungen "gehen gar nicht klar". Selbst rausfinden..
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