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Matthieu Ricard kennt wohl wie kein zweiter Europäer die Kultur der Völker des Himalaja-Gebietes von innen. Seit Jahrzehnten lebt er als buddhistischer Mönch und Schüler des verstorbenen Meisters Dilgo Khyentse Rinpoche im Shenchen-Kloster in Nepal. Manchmal zieht es ihn für Monate hoch in die Berge. Dort hat das Kloster schon vor langer Zeit eine Einsiedelei eingerichtet, in der die Mönche für einige Monate völlig ungestört meditieren können.

Aber Ricard ist nicht nur ein Mönch, sondern auch ein begnadeter Fotograf. In diesem Schuber findet man drei seiner Bücher in einer broschierten Sonderausgabe. Am besten beginnt man mit dem Band

MEDITATION.

Nach einer kurzen, aber inhaltsreichen Einleitung, in der Ricard auf ganz einfache Weise das Wesen der Lehre Buddhas erklärt, findet man wunderschöne Fotografien, die Ricard von der Terrasse seiner Einsiedelei aufnahm. Er verbindet sie mit Zitaten, die in vielen Fällen gar nicht von buddhistischen Lehrern stammen, sondern einfach nur kluge Bemerkungen bekannter Menschen sind. Und das ist kein Zufall, wenn man Buddhas Lehre nicht als Religion, sondern als Hilfe zur Selbstbefreiung von mentalen Giften auffasst.

Neben diesem Band enthält der Schuber noch zwei Bücher über Bhutan und Tibet. In ihnen beschreibt Ricard Kultur und Traditionen der dort ansässigen Menschen in kurzen Texten und sehr vielen Bildern.

BHUTAN

Das Königreich Bhutan öffnete erst 1974 seine Grenzen für Fremde. Es gilt als die Schweiz des Himalaja-Gebietes. Glücklicherweise wurde Bhutan nicht wie Tibet von den eifernden Horden der maoistischen Kulturrevolution überrannt. Die Jahrhunderte der Unabhängigkeit des Landes haben eine intakte buddhistisch geprägte Kultur überleben lassen.

Ricard stellt sie dem Betrachter und Leser dieses Buches vor. Nach einigen allgemeinen Bemerkungen kommt er zur Beschreibung des Taktshang-Klosters, das "eines von dreizehn Heiligtümern in Tibet und Bhutan" ist, die als "Tigernester" bekannt sind. Danach widmet Ricard ein ganzes Kapitel seinem spirituellen Meister Dilgo Khyentse Rinpoche. Es folgen zwei Kapitel über Architektur, Kunst und Kunsthandwerk in Bhutan. In den abschließenden drei Kapiteln werden buddhistische Traditionen beschrieben ("Tanzende Mönche", die "Zeremonie der großen Vervollkommnung", "Feuer- und Lichtopfer"). Dieses Buch ist reich bebildert. Sein kaum ins Gewicht fallender Text erklärt nicht nur die Bilder hervorragend, sondern fasst auch die einzelnen Themengebiete sehr gut zusammen.

TIBET

Seit Tibet unter der chinesischen Besatzung leidet, schwindet der Respekt vor den buddhistischen Traditionen und der Natur. Die tibetische Sprache wird langsam, aber stetig zurückgedrängt, denn wer studieren möchte, kann dies nur an einer chinesischsprachigen Universität tun. Von den einst über 6000 Klöstern, in denen ein Viertel der Bevölkerung den buddhistischen Traditionen folgte, sind nur wenige übriggeblieben. Ein großer Teil der Wälder wurde abgeholzt, viele Tiere ausgerottet. Um dem etwas entgegenzusetzen, startete der Dalai Lama eine Bewegung, deren Ziel es ist, Sprache und Kultur der Tibeter zu erhalten und verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

In diesem Band seines dreiteiligen Werkes zeigt Ricard, was von den tibetischen Traditionen noch erhalten ist. Ähnlich wie in seinem Buch über Bhutan, findet der Leser einen sehr informativen, aber gleichzeitig auch sehr kompakten Textanteil. Die Bilder, die wie der Text von Ricard stammen, überwiegen.

Alle zwölf Jahre brechen in Tibet viele Pilger zu einigen der unzähligen heiligen Stätten auf. Wie dies abläuft und wohin die Wege der Pilger führen, beschreibt Ricard in einem Kapitel, das auf die erklärenden Worte über die Strukturen der tibetischen Gesellschaft folgt. Das folgende Kapitel erzählt von den Ereignissen, die mit der zeitweiligen Rückkehr spiritueller Meister nach Tibet verbunden sind.

Nach der ausführlichen Beschreibung eines tibetischen Festes kommt Ricard im übernächsten Kapitel zur Druckerei von Derge. Dort stellt man buddhistische Texte immer noch so her wie vor 300 Jahren. Die Druckplatten sind aus Holz, die Tinte wird selbst produziert und die aus dem Druck entstanden Schriften in Handarbeit gebunden. Drei Viertel des literarischen Erbes Tibets lagern in dieser Druckerei in Form der hölzernen Druckplatten.

Dann begibt sich Ricard zu den Bergeremiten. Sein oben genannter Lehrer, der auch der Meister des gegenwärtigen Dalai Lama war, verbrachte in diesem Gebiet einen ganzen Winter einsam in einer Höhle auf einer Höhe von 4700 Metern. Abschließend führt der Autor den Betrachter noch einmal in die gigantische Bergwelt Tibets.

Eigentlich hätten diese drei Bände mehr als eine broschierte und recht kleine Ausgabe verdient. Aber nur so sind sie wohl für diesen Preis zu haben. Nach meiner Ansicht stellen sie zusammen eine sehr schöne Informationsquelle über die Kulturen und die Traditionen in Tibet und Bhutan und den tibetischen Buddhismus dar.
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am 16. Dezember 2012
Ich habe es für meine Freundin, die nach Bhutan gereist ist, gekauft und sie ist überaus begeistert davon, den es sind viele sehr schöne Fotos darin.
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