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In der Einleitung zu Comic Art Now von Dez Skinn klingt eine berechtigte Kritik am Kaufverhalten vieler Comic-Fans an: immer nur eine weitere Interpretation einer Superman oder Spider-Man Geschichte wird gewünscht. So ein Job für DC oder Marvel bringt den Künstlern zwar finanzielle Sicherheit, aber der Comic als Neunte Kunst kommt dabei zu kurz. Dabei ist das enge Superhelden-Genre doch bloss eines von vielen Gebieten, auf denen sich Comickünstler versuchen können. Lohnen wird sich das aber nur, wenn sich dafür auch Interessierte und Käufer finden werden. Und dieses Buch ist wahrlich die beste Werbung für das Medium Comic (und für seine Schwester, die Graphic Novel).
Muss es den unbedingt ein gebundener Bildband sein, um sich über neue, frische Comics zu informieren? Reicht es nicht sich am Bahnhofskiosk etwa die Panini-Vorschau zu kaufen? Dort werden auch Leseproben abgedruckt und prächtige Zeichnungen präsentiert. Nun, zum einen sieht Comic Art Now sehr edel aus, beschränkt sich nicht auf nur einen einzigen Verlag und das ist besonders wichtig: es liest sich wie eine Führung, mit einem kompetenten Kommentator, durch eine prachtvolle Comic-Galerie. Zu jeder Zeichnung werden Titel, Künstler, Zeichentechnik (sehr oft heisst es da: Adobe Photoshop) und E-Mail Adresse des Künstlers aufgelistet, Dez Skinn erläutert in kurzen, gut verständlichen und angenehm ungekünstelter Fachsprache die Besonderheiten der Zeichnungen. Sehr interessant und eine gute Hilfe für zukünftige Gespräche über Comics. Ligne Claire konnte ich bereits vorher erkennen, ansonsten beschränkte sich mein persönlicher Wortschatz bisher eher auf: schön oder nicht schön. Danke Herr Skinn für eine Erweiterung meines Wortschatzes!
Drei Wünsche hätte ich für eine Verbesserung des Buchs: ein noch grösseres Format, eine Ausstellung zu den präsentierten Zeichnungen und die Aufnahme deutscher Künstler.
Was mich nicht gestört hat ist das die Comic-Texte im Original (also zumeist auf englisch) enthalten sind. Zum Verständnis der Zeichnungen ist das aber eher nebensächlich. Die Erläuterungen und alle anderen Texte in diesem Buch sind ja auf Deutsch.
Neben Skinns Einführung und den Kommentaren zu den Bildern ist auch Mark Millars Vorwort sehr lesenswert. Und amüsant! Millars Kick-ass ist ein Beispiel dafür wie wichtig der Beruf des Comic-Autors ist, ich meine, dass 70 % der Qualität dieser Geschichte die Texte Millars ausmachen und nur 30 % die Bilder. Aber das ist wohl nicht repräsentativ. In einem Interview mit Stan Lee sagte dieser, dass es auf 50/50 hinauslaufen würde, bei der Kaufentscheidung und dem ersten Eindruck würden aber die Zeichnungen besonders im Vordergrund stehen. Allerdings würden die Leser wohl eher nicht einen weiteren Band des Künstlers kaufen, wenn der Autor keine gute Story zustande gebracht hätte.
Millar jedenfalls beschreibt mit Understatement und Selbstironie wie es ihm auf Stehpartys ergeht: wenn er von seinem Beruf erzählt, denke alle sofort er wäre Comic-Zeichner, wenn schon nicht Comic-Künstler. Sobald sie dann aber erfahren, dass er "nur" Comic-Autor ist, sinkt die Begeisterung und Anerkennung in tiefste Tiefen.

Ich habe aus Comic Art Now viele Anregungen mitgenommen. Mein Einkaufszettel wird dank dieses Buchs um einige Titel erweitert werden. Auf den ersten Blick scheint Dez Skinn sich zu stark auf die USA und Grossbritannien zu konzentrieren. Tatsächlich bleiben japanische, französische oder koreanische Autoren die Exoten in diesem prächtigen Bildband. Das ist schade, aber vielleicht ist die USA eben doch ein besonders starkes Zentrum der aktuellen und zukünftigen Comic-Szene?
Superhelden, Science-Fiction, Western, Horror, Humor, Comic Noir, Independent - Comic Art Now zeigt die unterschiedlichsten Genres und Zeichenstile und erinnert daran wie gross dieses Medium wirklich sein kann, wenn es nur genug Interessenten gibt, die im Comic-Laden mal nicht nur die tausendste Spider-Man Version kaufen, sondern vielleicht mal Falling von Paul Duffield, Jungle Girl von Frank Cho, oder G.I: Spy von Matt Haley eine Chance geben, um nur drei der Künstler aus diesem Buch zu nennen.
Ehrlich gesagt hat mir aber auch der hier vorgestellte Incredible Hulk von Carlo Pagulayan sehr gut gefallen - ich finde sie herrlich diese Mischung aus Bewährtem und Neuem. Ach, wie schön sind Comics! Comic Art Now vermittelt einen hervorragenden Eindruck davon!

192 Seiten, Hardcover, farbig, Internet-Adressen der vorgestellten Künstler, Autor: Dez Skinn, Vorwort von Mark Millar, Übersetzung aus dem Englischen: Ursula Fethke, Knesebeck 2010
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am 12. März 2012
Comic Art Now (Knesebeck)

Dieses prallgefüllte knapp 200 Seiten umfassende Artbook bietet einen guten Überblick über die aktuelle Riege der Comiczeichner. Unter anderem werden auch unveröffentlichte Bilder von mehr als 100 Zeichnern präsentiert. Unterteilt in verschiedene Genres finden wir einige der besten Zeichnungen der derzeitigen Comickunst. Dabei finden sich nicht nur alteingesessene Zeichner wieder sondern auch Neulinge aus aller Welt. Zusammen mit den Bildern lassen sich Informationen wie Namen, Stil, Kontaktdaten und eine kurze Beschreibung des Zeichners finden.

Man 200 Seiten feinstes Comic Artwork. Von Superhelden über Science-Fiction bis hin zu Horror und Humor. Alles dabei alles sehr schön bebildert. Ich konnte viele neue Zeichner entdecken die ich noch nicht kannte oder so noch nie wahrgenommen habe. Dieser Bildband ist zwar sehr interessant zu lesen aber vor allem eines: Ein Fest für die Augen. DasVorwort von Mark Millar ist auch noch ganz unterhaltsam.

8 von 10 Haimenschen
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