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TOP 1000 REZENSENTam 21. November 2013
Nur wenige Ingenieure dürften an der Entwicklung und dem Erfolg von Porsche einen vergleichbaren Anteil haben wie Hans Mezger. Ob es sich um die einzigartige Historie des 911-Triebwerks handelt, die zahlreichen Rennsportwagen vom 904 bis zum 917 oder das unter dem "TAG"-Label präsentierte Formel-1-Aggregat für McLaren - all diese Motorenschöpfungen beruhen im Wesentlichen auf der Genialität von Hans Mezger.

Nach einer langen Zeit des Wartens liegt nun endlich - zwei Jahre nach der englischen Fassung - die deutsche Ausgabe der Biografie Mezgers vor. Das Warten hat sich gelohnt. Peter Morgan als kompetenter Verfasser bereits zahlreicher Porsche-Bücher hat in jahrelanger Recherche und in unzähligen Gesprächen mit dem legendären Porsche-Ingenieur so viel Material zusammengetragen, dass er damit auch ein doppelt so umfangreiches Buch hätte füllen können. Morgan kam also nicht umhin, zu sichten, Schwerpunkte zu setzen und die wesentlichen Aspekte zu einer hoch interessanten Lebensgeschichte zusammenzufassen. Zum Glück sieht sich Morgan nicht als Berichterstatter über Hans Mezger, sondern lässt den Ingenieur durchgehend selbst zu Wort kommen, so dass diese Lebensgeschichte als echte Autobiografie - geradezu im doppelten Sinne - zu verstehen ist.

Nach Vorworten von Ferdinand Piech und Ron Dennis sowie einer Einleitung Mezgers gliedert sich das Buch in die folgenden Kapitel:

+ Lehrjahre
+ Den Erfolg berechnen
+ Die Entwicklung des 901-Motors
+ Bergmeister
+ Lernen aus Erfahrung
+ Fremdaufträge
+ Entwicklung des 917
+ Die ersten Schritte zum Turbo
+ Vom 911 Turbo zu Moby Dick
+ Zurück in die Formel 1 mit McLaren
+ Entwicklung des TAG Turbo V6
+ Siegreiche Jahre
+ Ein Schritt zu weit
+ Reflexionen.

Anhänge mit Aufstellungen der von Mezger entwickelten Motoren, den Ergebnissen des TAG-Formel-1-Triebwerks, den Auszeichnungen und Ehrungen für den Ingenieur sowie mit einer Abhandlung Hans Mezgers unter dem Titel "The Development of the Porsche Type 917 Car" und dem "Tagebuch einer erfolgreichen Motorenentwicklung - Das Projekt TAG Formel-1-Motor" runden den Inhalt der Biografie ab. Insbesondere der Vortrag zum Porsche 917 ist ein echtes Sammlerstück, wurde Mezger doch für diese Darstellung mit dem Preis der "Institution of Mechanical Engineers" 1974 ausgezeichnet.

Hans Mezger beschreibt sein Leben in der ihm eigenen so gewinnenden, ungekünstelten und zurückhaltenden Art. Das beginnt mit den Kindheits- und Jugenderinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit und an sein Studium des Maschinenbaus. 1956 fing er bei Porsche an, war mit dem Ventiltrieb des Fuhrmann-Motors befasst und kam zur Entwicklung des Formel-1-Triebwerks für den Typ 804 Anfang der 1960er Jahre. Zugleich war er maßgeblich an der Konzeption des 911-Motors beteiligt. Mezger nimmt den Leser mit großer Begeisterung auf eine Zeitreise in diese frühe Porsche-Zeit mit, er stellt nachvollziehbar dar, welch großartiges und geradezu familiäres Unternehmen Porsche war und ist, in dem er sich Zeit seines Berufslebens immer zu Hause gefühlt hat. Die fruchtbare und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ferdinand Piech, Helmuth Bott und all den anderen namhaften Ingenieuren und Technikern, der gute Kontakt zu den Porsche-Werksfahrern und vor allem das vertrauensvolle und von Zuneigung geprägte Verhältnis zu Ferry Porsche erfahren eine beeindruckende Würdigung. Mit großem Respekt spricht Mezger über die bedeutenden Ingenieure der konkurrierenden Unternehmen, so zum Beispiel über Paul Rosche von BMW oder Mauro Forghieri von Ferrari.

Die ausführlichsten Kapitel haben auch die wahrscheinlich spektakulärsten Entwicklungen von Hans Mezger zum Gegenstand, nämlich den Porsche 917 und den TAG-McLaren-Formel-1-Motor. Wie schon in den Schilderungen zu den Aggregaten der Porsche 904 bis 908 erfährt man zur Entstehung und Fortschreibung des 917 bis zum 917/30 unglaublich viele technische Details und Hintergrundinformationen. Und die Schaffung des Formel-1-Motors, mit dem Niki Lauda und Alain Prost schließlich drei Fahrer- und zwei Konstrukteursweltmeisterschaften holten, war Mezger erkennbar eine besondere Herzensangelegenheit.

Aber Mezger gewährt auch Einblick in die Projekte von Porsche, die nur begrenzten oder überhaupt keinen Erfolg hatten wie das Engagement in der Indycar-Serie oder das Footwork-Formel-1-Abenteuer. In diesem Zusammenhang beschönigt der Konstrukteur nichts, enthält sich aber bemerkenswert jeder - an sich vielleicht nahe liegenden – Schuldzuweisungen. Er schließt seine Erinnerungen mit einem dankbaren und zufriedenen Rückblick auf seine Zeit bei Porsche. Zudem erlaubt Mezger immer wieder – wenn auch knapp – einen Blick auf sein Familienleben und seine in Balance zur beruflichen Inanspruchnahme stehenden Hobbies wie die Malerei, die Fotografie und das schon in früher Kindheit erlernte Musizieren am Klavier.

Rund 220 Abbildungen illustrieren den Band abwechslungsreich und informativ. Die auf gutem Glanzpapier bestens reproduzierten Fotos stammen aus den Archiven des Porsche-Werks, von LAT und aus der eigenen Sammlung Hans Mezgers. Gerade die von ihm selbst zur Verfügung gestellten Ablichtungen werden erstmals publiziert und besitzen besonderen Reiz, zeigen sie Mezger doch auch in seinem heimischen Umfeld, so zum Beispiel ein Foto vom Urlaub der vierköpfigen Familie mit einem Porsche 911. Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die zahlreichen hoch interessanten technischen Zeichnungen von diversen Porsche-Motoren.

Dieses Buch ist für Porsche-Enthusiasten ein absolutes "Muss" - es spiegelt ein beispielhaftes Leben und eine begeisternde Unternehmenskultur wider. Wer heute noch die Gelegenheit bekommt, auf Porsche-Veranstaltungen, Presse-Vorstellungen oder Ausstellungseröffnungen dem erstaunlich junggebliebenen Hans Mezger zu begegnen und zu lauschen, der kann sich glücklich schätzen, aus dem unerschöpflichen Fundus dieses großen Konstrukteurs in unvergleichlich offener und freundlicher Art Hintergrundwissen und Details aus der Porsche-Geschichte zu erfahren. In seiner sympathischen und zugewandten Weise verkörpert Hans Mezger die Leidenschaft und Kompetenz, die Porsche zu dem gemacht haben, was das deutsche Nobelunternehmen nun schon seit Jahrzehnten auf dem Automobilweltmarkt darstellt.
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am 12. März 2014
Der Erfolg hat meistens viele Väter, aber ohne der Fachkompetenz und der Einsatzfreude von Hans Metzger wäre dieser große Erfolg der Porsche 917, 935/936 und 956 in den Langstreckenrennen und später in der Formel 1 mit TAG Turbo nicht möglich gewesen. Die Familie Porsche/Piech wußte, was sie an Hans Metzger hatte. Die "Erinnerungen von Hans Metzger" sind das Beste geworden, was ich in letzter Zeit an motorsportlicher Fachliteratur gelesen habe. Ein Topbuch - herzliche Gratulation, absolut lesenswert für alle die diese Zeit mit Interesse verfolgt haben.
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am 13. Januar 2014
Die Abbildungen und technische Zeichnungen sind spannend und in dieser Detailtiefe auch selten in Büchern zum Thema zu finden. Das Buch ist weniger eine Biographie als ein historische Abriss der Rennmotorenentwicklung bei Porsche. Nur zwischen den Zeilen kann man herauslesen, dass Mezger ein hart arbeitender, disziplinierter und loyaler Mensch sein muss. Seine Konstruktionen erklärt er präzise aber seltsam leidenschaftslos. Mehr zu seiner Zusammenarbeit mit Piech wäre interessant zu lesen gewesen. Ein paar Rechtschreibfehler sind dem Lektorat durch die Lappen gegangen. Das Buch hat ein Vorwort von Ferdinand Piech und einen kompletten Nachdruck einer wissenschaftlichen Veröffentlichung von Hans Mezger über den Motor des 917.
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am 5. November 2014
Ja, der Inhalt ist sehr interessant. Vor allem für technikinteressierte...
Kritik muss aber an den Verlag gehen:
Es scheint mir, dass das Buch auf Englisch verfasst wurde und dann sehr schnell und billig in's Deutsche übersetzt wurde. Einige Passagen sind sehr unleserlich, da bei Themenwechseln keine Absätze oder Zeilenumbrüche eingefügt wurden, etc.
Ich finde das Herrn Mezger und dem Deutschspachigen Leser gegenüber schon fast unverschämt.
Daher gebe ich die 5 Sterne nur für den Inhalt und als Dank an Herrn Mezger, der sich die Zeit genommen hat und die Informationen gegeben hat. Sonst wäre gar kein Buch entstanden.
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am 26. Februar 2014
Lange hat man warten müssen bis das Buch vom Hans Mezger erschien. Schon deshalb ein muss weil er der Vater des 917 12 Zylinders ist.
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