Am höchsten bewertete kritische Rezension
1,0 von 5 Sternenschwer verständliche Sprache, Praxisbesispiele für die moderne Zeit untauglich
Rezension aus Deutschland vom 8. März 2019
Im allgemeinen bemüht sich Schopenhauer um einen wissenschaftlichen Aufbau, der aber für Personen die mit den Theorien der Dialektik nicht vertraut sind, extrem schwer nachzuvollziehen sind. Im Kern ging es mir persönlich aber nur um den letzten Abschnitt, und zwar um die 38 "Kunstgriffe" wie man in einer Diskussion die Oberhand gewinnt / behält.
Diese Kunstgriffe beschränken sich aber pro Kunstgriff auf maximal anderthalb Seiten und bieten nichts, was man nicht auch in leichter zu lesender Kost und moderner erhalten könnte. Bei einigen Kunstgriffen (etwa der Hälfte der genannten Kunstgriffe) gibt der Autor auch Beispiele. Die Beispiele sind, da mittlerweile aus der Zeit gefallen kaum noch nachzuvollziehen. Zudem sind seine Kunstgriffe, künstlich aufgebläht, so werden einige Kunstgriffe teilweise einfach dreimal genannt, nur anders umschrieben, zB, dass man den Gegner durch Gegenargumente (bei ihm heißen sie Gegenbeweise) entkräften soll (Nein, was für eine Erkenntnis ;) !) Dann wiederum, soll man den "Gegner" durch einen Gegenbeweis entkräften, obwohl er an sich recht an, nur einen kleinen Fehler in seiner Argumentation gemacht hat. Das sind dann schon zwei Kunstgriffe.
Besonders bedenklich finde ich zudem den letzten Kunstgriff, (quasi wenn gar nichts mehr geht) und man gegenüber seinem Diskussionspartner persönlich beleidigend werden soll ^^
Naja, also aus meinem Geschäftsleben kann ich nur sagen, dass man sich immer zweimal im Leben sieht und viele der genannten "Kunstgriffe" einfach Augenwischerei sind, bzw. sogar äußerst bedenklich sind. Zumindest wenn man Verhandlungstipps für geschäftliche Zwecke sucht - Finger weg!