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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2012
Haben Sie Lust auf zwar weitgehend sinnfreie, dafür aber gekonnt gemachte und profund recherchierte Unterhaltung? Wollen Sie eine Weltreise der anderen Art erleben, die vor Katastrophen nur so strotzt? Wollen Sie aber gleichzeitig in die Atmosphäre der bereisten Orte eintauchen, so als wären Sie selber da? Dann ist dies das richtige Buch für Sie!

Nein, man sollte sich wahrhaftig nicht fragen, ob all das so passieren könnte. Oder ob Menschen, sprich: insbesondere der Protagonist, so etwas tatsächlich mitmachen würden. Der Lokaljournalist Siebeneisen, dessen Vornamen man übrigens nie erfährt, wird von seinem "Freund" O'Shady, genannt Schatten, auf eine Weltreise geschickt: er soll sieben Miterben suchen, da Schatten sonst die ungeheure Summe von 50 Millionen Euro nicht ausgezahlt würde.

Das Buch wäre nur halb so lustig, wenn auf diesem Himmelfahrtskommando nicht allerlei schief gehen würde. Siebeneisen erhält von Schatten nämlich immer nur äußerst nebulöse Hinweise zum jeweils nächsten zu findenden Erben - per Fax und Internet. Hinzu kommt, dass Schatten ausgesprochen geizig ist, und so entpuppen sich manche im Voraus gebuchten Details als - nun ja - wenig erbaulich...

Doch das wirkliche Sahnehäubchen an diesem Buch sind die gekonnt recherchierten Hintergründe. Der Autor Stefan Nink hat bereits zahlreiche Reisebücher veröffentlicht, und seine Expertise in diesem Bereich trieft aus jeder Seite. Er versteht es auf unnachahmliche Weise, den jeweils bereisten Flecken Erde gleichzeitig in den Fokus zu nehmen, aber auch so dezent bis mitteldezent zu veralbern, dass man als Leser seine helle Freude hat. Boxende Känguruhs in Australien, Geierangriffe in Nepal, grölende Chinesen auf einem Oktoberfest, ein tobendes Nashorn in der afrikanischen Steppe... die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Zu keinem Zeitpunkt jedoch hat man als Leser das Gefühl, die Witze würden nur um ihrer selbst willen gerissen. Nein, der Witz nimmt den Leser mit ins Boot, und weckt - letzten Endes - Verständnis für Siebeneisens Zwangslage, und für so manche menschliche Schwäche.

Durch dieses Buch bin ich nur so geflogen, und war beinahe traurig, als es zu Ende war. Obwohl - ein Ende ist es auch wieder nur halb, weil... Nein! Das werde ich nicht verraten. Lesen Sie selbst. Begleiten Sie Siebeneisen auf seinem irrwitzigen Trip. Fluchen Sie über Schatten, wundern Sie sich über so manchen Einheimischen. Und freuen Sie sich auf eine eventuelle Fortsetzung.
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am 20. September 2012
Eigentlich führt Herr Siebeneisen ein geruhsames Leben voller Routine in Oer- Erkenschwick.
Jeden Donnerstag spielt er in seinem Stammlokal, dem "fetten Hecht", mit seinen Freunden Wipperfürth und "Schatten" eine Runde Tippkick. Alles ändert sich jedoch, als Schatten, der Ire ist, eine Erbschaft winkt.
Siebeneisen soll die restlichen Erben ausfindig machen, da das Erbe sonst nicht ausbezahlt werden kann. Und so macht er sich auf, um rund um die Welt die übrigen Erben "einzusammeln"...

Der Roman ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Ich musste immer wieder über dieses literarische Roadmovie schmunzeln. Kaum eine Ecke der Welt, die unser Held nicht bereist! Die Beschreibungen der Länder und Orte sind dabei höchst glaubwürdig, da der Autor Reisejournalist ist, sprich, er plaudert wohl aus dem Nähkästchen.
"Donnerstags im fetten Hecht" ist ein sehr gelungener Debutroman, da quasi alle Zutaten stimmen: sprachlich ausgefeilt, spannend, humorvoll und zuweilen hintersinnig kommt das Buch daher. Etwaige Klischeeklippen werden elegant umschifft. Die Figuren sind originell, und als Leser fiebert man regelrecht mit ihnen mit. Ein weiteres Plus: Der Roman ist kein reines "Männerbuch", obwohl man die Weltreise mit einem Männlichkeitsideal assoziieren könnte. Der Humor ist nicht tumb oder dümmlich. Manche Ereignisse sind recht skurril, was dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch tut. Über einen weiteren Roman aus der Feder des Autors würde ich mich daher sehr freuen. Ausserdem muss ich einfach das schön gestaltete Cover loben, welches das Buch zum Hingucker im Regal macht.
Ich vergebe 5 Sterne! Unbedingt lesen.
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am 2. Dezember 2012
Zum Inhalt:

Oer-Erkenschwick: der Ausgangspunkt zu einer Reise rund um die Welt, die Siebeneisen wahrscheinlich nie vergessen wird.

Eigentlich ein ruhiges Leben führend, steht von einem Tag auf den anderen alles Kopf. Sein Kumpel Schatten kann erben, und zwar richtig: 50 Millionen Euro. Dafür müssen „nur“ 7 weitere Miterben ausfindig gemacht werden, die in alle Windrichtungen verstreut rund um den Globus leben.

Und so geht es los – donnerstags im fetten Hecht. Eigentlich werden hier unter den Freunden Siebeneisen, Schatten und Wipperfürth Tipp-Kick-Partien ausgetragen. Aber das ist nun vorbei: Siebeneisen reist um die Welt und seine Kumpels funktionieren die Kneipe zur Kommandozentrale um.

Meine Meinung:

Was habe ich gelacht und geschmunzelt. Aber nicht nur das, ich habe auch jede Menge gelernt. Über Menschen und Sitten aus fremden Kulturen. Über Länder und Orte, die ich nur zu gerne auch einmal bereisen würde.

Die Landschaften, Menschen und Sitten sind sehr liebevoll und bildhaft dargestellt. Diese teilweise recht ausführlichen Beschreibungen sind aber nie langweilig – dank des tollen Humors, der sich durch das ganze Buch zieht. Da Stefan Nink selbst Reisejournalist ist, wirkt auf mich zudem alles sehr glaubhaft. Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen rund um all die Tiere, denen Siebeneisen auf seiner Reise begegnet. Welche das im Detail sind, möchte in Hinblick auf die jeweiligen Reiseorte jedoch nicht verraten.

All die durchaus aberwitzigen Abenteuer, die Siebeneisen während seiner Reise erlebt, haben mich sehr zum Lachen gebracht. Das lag an den Tieren, die Siebeneisen immer wieder aufs Neue herausgefordert haben. An den Erben, die nicht so leicht zu finden sind, wie vielleicht ursprünglich gedacht. An den beiden Freunden, die daheim in Oer-Erkenschwick geblieben sind und es Siebeneisen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gerade leichter gemacht haben. Aber vor allem lag das an Siebeneisen. Er ist mir mit jeder Seite sympathischer geworden und sogar ein wenig ans Herz gewachsen. Was für ein liebenswerter Kerl, der sich von Nichts und Niemandem unterkriegen lässt.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist flüssig und lässt sich gut lesen. Mich hat es auch nicht gestört, dass die Ereignisse immer mal wieder in kleinen Rückblicken geschildert werden – ich mag es, wenn die Geschichte so ein wenig hin- und herspringt und dann am Ende alles einen Sinn ergibt, so wie hier.

Von dem Ende war ich zunächst ein wenig überrascht. Ich finde es aber durchaus gelungen. Ein kleiner Cliffhanger, der Lust auf mehr macht.

Stefan Nink hat mit diesem tollen Debütroman dafür gesorgt, dass ich nun Fernweh habe. Ich bin ihm aber nicht böse, denn ich wurde während des Lesens sehr gut unterhalten.

Ein „Reisebericht“ der etwas anderen Art. Für mich ein toller Lesespaß – witzig, spannend und informativ.
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am 13. Oktober 2012
Der Inhalt:

Siebeneisens Leben ist nichts besonderes. Er geht einer regelmäßigen Arbeit nach und trifft sich Donnerstags immer mit seinen Freunden Schatten und Wipperfürth im Fetten Hecht. Eines Donnerstags kommt Schatten völlig außer Atem in den Hecht getürmt und berichtet seinen Freunden das er geerbt hat – und zwar 50 Millionen. Damit das Erbe aber ausgezahlt wird, müssen erst alle 7 Miterben gefunden werden. Dies erweist sich schwieriger als gedacht, den sie sind auf der ganzen Welt verstreut. Siebeneisen wird auserkoren auf die große Reise zu gehen um die Miterben zu finden und dies erweist sich schwieriger als gedacht und Siebeneisen gerät in ein Abenteuer nach dem nächsten.

Meine Meinung:

Wer träumt nicht von einem Road-Trip um die ganze Welt. Sicherlich auch Siebeneisen, aber dieser erweist sich anders als erwartet. Den seine Freunde buchen von Oer-Erkenschwick aus seine Flüge, Unterkünfte und Safaris. Das diese nicht immer erster Klasse sind und Siebeneisen sich manchmal fragt wo sie diese “Schnäppchen” gefunden haben, trägt nicht gerade zur guten Laune bei. Dies wird glaubhaft und witzig dargestellt und ich musste mehrmals schmunzeln oder herzhaft lachen.

Stefan Nink nimmt seine Leser mit auf eine Reise nach Australien, Amerika, in die Antarktis, China und anderen Ländern dieser Welt. Da der Autor selbst schon über 30 Reisebücher veröffentlicht hat, kommen die Gegebenheiten in den einzelnen Ländern nicht zu kurz. Sehr schnell findet man sich in dem neuen Land zurecht und kann es sich, dank der ausführlichen und bildlichen Sprache, sehr gut vorstellen.

Der Charakter Siebeneisen war mir von Anfang an sympatisch. Er hat das große “Glück” auf die Reise um die Welt zu gehen um Schattens Miterben zu finden. Da er sowieso nichts besseres zu tun hat und mit seinem Leben unzufrieden ist, lässt er sich darauf ein. Von Schatten und Wipperfürth bin ich allerdings etwas enttäuscht. Sie wurden nur oberflächlich dargestellt und haben es nicht geschafft mir sympatisch zu werden. Aber diese drei sind natürlich nicht alle Charaktere aus dem Buch. Da gibt es dann noch die 7 Miterben und die anderen Personen die Siebeneisen so auf seiner Reise kennen lernt. Viele fand ich interessant, andere witzig und manche einfach nur nervig. Trotz allem waren sie sehr gut dargestellt und haben gut in die Geschichte gepasst.

Der Schreibstil ist locker und lässt sich zügig lesen. Auch den Spannungsbogen konnte Stefan Nink konsequent aufrecht erhalten und ich habe richtig mitgefiebert auf Siebeneisens Reise zum nächsten Verwanden und Miterben. Sehr gefallen haben mir auch die Facebook-Nachrichten. Siebeneisens Freunde haben eigens für die Reise ein Fanseite eingerichtet, auf der sich alle möglichen Personen, die Siebeneisen auf seiner Reise trifft, verewigen und Nachrichten hinterlassen.

Mein Fazit:

Ein super Debüt von Stefan Nink. Es ist witzig und unterhaltsam. Sehr gerne würde ich mehr über Siebeneisen lesen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
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am 12. Oktober 2012
Inhalt
Jeden Donnerstag treffen sich die Freunde Siebeneisen, Wipperfürth und Schatten im Fetten Hecht zum Tipp Kick. Eines Abends kommt Schatten mit der Mitteilung herein, dass seine Urgroßtante verstorben ist und ihm ein großes Erbe vermacht hat. Einziger Haken an der Sache ist, dass die Tante ein sehr fairer Mensch war und jeden seiner Familienmitglieder an dem Erbe begünstigen möchte. Es geht um die Summe von jeweils € 50 Mio., die nur dann ausgezahlt werden, wenn alle sieben Miterben gefunden werden. Zu dumm nur, dass diese in der ganzen Welt verstreut leben und erst mal gefunden werden müssen. Siebeneisen erklärt sich bereit die Suche nach den Erben auf sich zu nehmen und geht auf eine Reise, die ihn bis an seine Grenzen und weit darüber hinaus bringen wird.

Meine Meinung
Das Debüt von Stefan Nink hat mir unglaublich gut gefallen. Ich kann mich nicht erinnern, ob ich jemals ein Buch von solch intelligentem Humor gelesen habe. Von Anfang an ist es amüsant, teilweise skurril und jederzeit unterhaltsam geschrieben. Während des Lesens hatte ich eigentlich durchgehend ein Grinsen im Gesicht und an manchen Stellen musste ich laut loslachen, weil der Witz einfach grandios war.

Zusätzlich erfährt man noch viel über die einzelnen Stationen der Reise, die nicht nur Siebeneisen, sondern auch den Leser nach China, Australien, Katmandu, die Antarktis, New Orleans, die Mongolei und Südafrika führen. Ich habe einiges über Sitten und Länder dazu gelernt, was ich sicher nicht so schnell vergesse, wie wenn ich es in einem trocken geschriebenen Reiseführer gelesen hätte.

Die Personen, allen voran Siebeneisen, fand ich sehr gut skizziert. An seinem Charakter hat mir besonders gut gefallen, dass er sämtliche Situationen mit einer schon fast stoischen Ruhe ertragen hat.

Das Buch wird mit "Der abgedrehteste Roadtrip aller Zeiten" auf dem Klappentext beschrieben, und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Besser kann man es nicht formulieren.

Fazit
"Donnerstags im Fetten Hecht" würde ich als einen Reisebericht der besonderen Art beschreiben. Er ist witzig, skurril, informativ und mit tollen Figuren versehen. Für mich eine absolute Kauf- und Leseempfehlung.
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am 17. September 2012
In einer urigen Kneipe in Oer-Erkenschwick findet der Startschuss für eine abenteuerliche Weltreise an. Immer „Donnerstags im fetten Hecht“ treffen sich drei Freunde zur Tippkickrunde, doch dieses Mal ist alles anders. Der Ire Schatten hat erfahren, dass er 50 Millionen erben kann, zumindest wenn die anderen sieben Erben, die auf der ganzen Welt zerstreut leben, gefunden werden. Siebeneisen hat das große Los gezogen und darf über alle Kontinente hinweg die Erben aufsuchen. Im Outback Australiens bekommt Siebeneisen einen Vorgeschmack auf die Suche. Aber auch in der Antarktis, im Himalaja, der Mongolei, den USA, China und Afrika warten teils katastrophale Überraschungen. Insbesondere die Tierwelt hat es Siebeneisen angetan, ob Willbur das Känguru, ein zähzoniges Nashorn oder ein gefräßiger Geier. Der Protagonist hat eben ein sicheres Gespür für Fettnäpfchen und den Rest erledigen seine beiden Freunde zu Hause mit ihren sparsamen Reiseplänen;)
Fazit: Kurzweilig und amüsant verarbeitet Stefan Nink seine Erfahrungen als Reisejournalist. Sein Protagonist Siebeneisen ist ein sehr sympathischer Kerl, der allen Widrigkeiten zum Trotz seinen Weg geht. Mit viel Witz, schönen Beschreibungen der Länder und deren Kultur, sowie ein klein wenig Liebe und Übernatürlichem ist das Fernweh schnell geweckt.
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am 3. Juli 2014
Der spannendste Tag in Siebeneisens eintönigem Leben ist der Donnerstag: da trifft er sich mit seinen Kumpels Schatten und Wipperfürth im “Fetten Hecht”, ihrer Oer-Erkenschwicker Stammkneipe.

Als Schatten, der eigentlich O’Shady heißt und aus Irland stammt, vom Tod einer entfernten Verwandten und einem damit verbundenen kolossalen Erbe erfährt, wird Siebeneisens Leben kräftig auf den Kopf gestellt. Denn die stattliche Summe von 50 Millionen Euro pro Erbe werden nur dann ausgezahlt, wenn alle – sieben! – erbberechtigten O’Shadys ausfindig gemacht werden. Und die sind überall auf dem Erdball verstreut.

Sofort machen sich Schatten und Wipperfürth an die Planung der Reise rund um den Globus – die kein anderer als Siebeneisen antreten muss. Weil er beruflich fexibel ist, Englisch kann und sich durch seine Sammlung von 120 National Geographic Heften das nötige Hintergrundwissen angelesen hat. Finden zumindest Schatten und Wipperfürth. Also bleibt Siebeneisen keine andere Wahl und es beginnt ein abgedrehter Roadtrip durch die entlegendsten Winkel der Erde, der einige Überraschungen parat hält …

Meine Meinung:

Selbst reisebegeistert, hat mich “Donnerstags im fetten Hecht” sofort angesprochen. Und tatsächlich habe ich mich in einigen Situationen wiedergefunden, die sich in fremden Ländern und anderen Kulturen immer wieder gern ergeben. Es macht Spaß, den etwas introvertierten, aber erstaunlich unerschrockenen Siebeneisen auf seiner Reise zu begleiten, auf der er gerne mal in das ein oder andere Fettnäpfchen tritt und immer wieder in abstruse und abenteuerliche Situationen gerät. Auch die eigenbrötlerischen und verrückten Charaktere, die er unterwegs trifft, tragen zum Lesespaß bei.

Trotzdem war Stefan Ninks literarischer Erstling für mich nicht perfekt. Trotz der natürlich überspitzten Handlung war die ein oder andere Begebenheit doch ziemlich abstrus und comichaft und es wird immer mal wieder der Deus ex Machina bemüht, um Siebeneisen ans Ziel zu führen. Außerdem hat es mir deutlich an Beschreibungen der Personen gefehlt. Kaum eine Figur wird äußerlich beschrieben, abgesehen vielleicht von einer eigenartigen Sprechweise gibt Nink keiner von ihnen etwas wirklich Charakteristisches mit, was ich besonders schade fand, weil es sich bei den Menschen aus fremden Ländern und Kulturkreisen angeboten hätte.

Desweiteren hatte der Roman für mich die ein oder andere Länge und nicht alle Witze (obwohl ich den komischen Erzählton Ninks durchaus schätze) haben bei mir funktioniert. Vor allem ein Running Gag verursachte bei mir wiederholt Kopfschütteln. Der lief ungefähr so: Immer, wenn Lawn, Siebeneisens Bekannte aus New Orleans, die sich beruflich mit dem Aufspüren von Geistern befasst, erzählt, dass sie über “besondere Fähigkeiten” verfügt, sagt ihr Gegenüber (egal aus welchem Teil der Welt) prompt: “Wie in dem Film mit Dan Aykroyd, in dem am Ende das Michelin-Männchen durch Manhattan stapft?” Und Siebeneisen: “Ghostbusters. In der Originalfassung war das der Marshmallow-Mann.”

Kapier ich nicht. Erstens, weshalb jeder Mensch “besondere Fähigkeiten” sofort mit “Ghostbusters” in Verbindung bringt. Warum das für jeden “der Film mit Dan Aykroyd” ist, nie aber jemand Bill Murray auch nur erwähnt. Und welche Fassungen die Leute von Australien bis in die Mongolei bitte gesehen haben, wenn alle geschlossen der Meinung sind, das Ding am Ende sei das Michelin-Männchen. Funktioniert irgendwie nicht. Und es hat mich genervt, weil dieser Gag wirklich immer wieder auftaucht. Und dabei liebe ich “Ghostbusters”.

Abgesehen von diesem und den anderen Kritikpunkten hatte ich aber meinen Spaß mit “Donnerstags im fetten Hecht” – vor allem, weil ich ihn im Urlaub mithatte und somit gedanklich UND in echt herumreisen konnte.

Fazit:

Obwohl ich ein paar Abstriche machen muss, hatte ich Spaß beim Lesen. Eine nette, amüsante Lektüre über die Faszination des Reisens – inklusive all der chaotischen, haarsträubenden und nervenaufreibenden Erlebnisse, die das Unterwegssein in fremden Ländern gern mit sich bringt.
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am 27. März 2014
"Donnerstags im Fetten Hecht" in Oer-Erkenschwick trifft sich traditionell Siebeneisen mit seinen Kumpels "Schatten" und Wipperfürth zum Tipp-Kick.

"Schatten", der eigentlich mit Nachnamen "O'Shady" heißt, eröffnet ihnen eines Tages, dass seine Tante in Irland gestorben wäre und er erben würde: wahnsinnige 50 Millionen Euro. Leider hat die Sache - wie so oft - einen Haken: "Schatten" muss seine sieben Miterben auftreiben, sonst wird das Geld nicht ausbezahlt. Um die Sache noch schwerer zu machen, ist seine Verwandtschaft rund um den Erdball verteilt.
Das ist aber noch nicht alles: O'Shady ist nicht der Fitteste und kann unmöglich selbst in die Welt reisen, um die Leute zu suchen. Kurzerhand wird Siebeneisen für dieses Projekt angeheuert. Die Spesen wären ja bei der Erbsumme kein Problem...
Siebeneisen, der seine bisherige Erfahrung mit fremden Kontinenten ausschließlich einer riesigen Zeitschriftensammlung zu verdanken hat, macht sich auf den Weg und stolpert von einem Abenteuer ins nächste.
Ob Ponyrennen in der Mongolei oder die Flucht vor einem Nashorn in Afrika: Siebeneisen meistert souverän jede Herausforderung, doch dann bereitet ihm ausgerechnet einer der gefunden Erben die größten Schwierigkeiten...

Meine Meinung:
Erst mal ein Lob an den Sprecher Jochen Bendel, der den Charakteren tolle, individuelle Stimmen leiht und das Ganze bravourös vorträgt.
"Donnerstags im Fetten Hecht" ist eine gelungene Mischung aus Humor und Reisebericht mit durchaus interessanten, wahren Facts.
Siebeneisen ist ein sympathischer Protagonist, mit dem man gern auf Reisen geht. Seine Kumpels daheim machen es ihm nicht gerade leicht, aber auch andere Hindernisse (oft in tierischer Form) fordern ihren Tribut. Man kann herzlich lachen über die Strapazen dieses Trips - solange man selbst nicht in der Haut von Siebeneisen steckt. Sogar eine Geistererscheinung muss der arme Kerl verkraften, wird aber dafür mit einer kleinen Liebesgeschichte belohnt.

Fazit: Ein kurzweiliges, lustiges, interessantes Lese- bzw. Hörvergnügen, das ziemlich geradlinig ist mit wenig besonderen Höhen oder Tiefen. Sowohl für Erwachsene, als auch für Jugendliche geeignet!
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am 7. August 2014
Als ehemaliger Gesandter der Entwicklungshilfe kommen mir sehr viele Geschichten und Kuriositäten bekannt vor. Das Buch ist niemals langweilig und lässt sich flott so zwischendurch mal lesen. Die Geschichten aus den fernen Ländern scheinen manchmal makaber und unrealistisch zu sein aber der Leser möge mir glauben, arbeiten in Ländern mit für uns fremden Kulturen, Anschauungen und technischen Standards sind halt so.
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am 1. Januar 2013
Ich habe das Buch geschenkt bekommen, es in einem Rutsch gelesen und viel gelacht! Besonders wenn man gerne reist - und das nicht nur innerhalb von All Inclusive Animationshotels - sind viele deer Szenen so oder ähnlich vertraut und die Komik liegt wahrscheinlich in der schaurig-wohligen Erinnerung. Fernweh erwacht auch beim Lesen. Ganz nebenbei entwickelt sich im Roman auch eine zarte Liebesgeschichte.
Ein wenig häufig wird aus den gelben National Goegraphic Heften zitiert bzw. werden diese erwähnt / gelobt / beschrieben, das kann man jedoch verzeihen, denn die traditionsbehafteten Magazine sind ja auch einfach gut und außerdem schreibt Stefan Nink seinen Blog 47 Tukane bei Geo.

Das Buch ist aber nicht nur recht witzig, es ist auch intelligent geschrieben und präsentiert ganz locker nebenbei einiges an Hintergrundinformation, beschränkt sich aber auf die Atmosphäre des jeweiligen Orten und spart politische Exkurse weitestgehend aus.

Hätte ich das Buch allerdings nicht geschenkt bekommen, hätte ich wahrscheinlich nicht einmal den Klappentext gelesen, denn der Einband hätte mich davon abgehalten.
Grell und bunt bezieht er sich nur auf die schmale Rahmenhandlung, nämlich die Abende im Fetten Hecht, einer Kneipe, in der das ganze Unternehmen ausgbrütet wird.Der Einband passt sich nahtlos in eine ganze Reihe von Romanen aus dem Sujet "Witzige Lebens- und Reiseerfahrungen" ein, die meist jedoch weder witzig noch gut geschrieben sind. Aber, wie gesagt, glücklicherweise habe ich das Buch geschenkt bekommen, es nicht gelesen zu haben wäre schade.

Für eine lächelende Kopfkinoreise in die beeindruckendsten Regionen der Erde eine uneingeschränkte Leseempfehlung!
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