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am 26. August 1999
Die Geschichte über einen jungen Reporter der auf das Tagebuch eines ehem. KZ-Häftling stößt beginnt etwas langatmig, wird aber von Seite zu Seite spannender.
Das Tagebuch berichtet von der Zeit im KZ und von dem Kommandanten, welchem der Ex-Häftling viele Jahre später wieder begegnet und sich darauf umbringt.
Der Journalist wird neugierig und versucht den Kommandanten zu finden, dabei stößt er auf die Spur einer Organisation(Odessa) alter und neuer Nazis die versuchen den Feindstaaten Israels zu helfen, um die Juden auszulöschen. Die Geschichte soll auf wahren Begebenheiten beruhen und wenn man genau liest merkt man das die Informationen die Forsyth hatte sicher einen wahren Kern haben. Eine Empfehlung für alle die gerne gute Thriller lesen.
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am 9. September 1999
"Die Akte Odessa" von Frederick Forsyth ist ein Thriller, der sich vom Unterhaltungswert her mit den besten Werken dieses Genres durchaus messen lassen kann, denn Frederick Forsyth ist bekanntermaßen ein Meister dieses Fachs. Zu seinen großen Stärken gehört auf der einen Seite eine spannende Geschichte; und dies ist in "Die Akte Odessa" wieder einmal meistehaft gelungen, denn der Spannungsbogen zeigt an kaum einer Stelle Schwächen, von der Einleitung bis zum finalen Showdown ist der Leser immer gefesselt und möchte wissen, wie es weitergeht; "Die Akte Odessa" ist also im besten Sinne ein Page-Turner. Die zweite große Stärke Forsyths besteht darin, daß die Details offensichtlich genau recherchiert und mit Überlegung in die Geschichte eingebracht sind; man hat in den Geschichten Forsyths immer den Eindruck, sie könnten wirklich wahr sein, weil die Fakten mit wirklich großer Präzision beschrieben werden, man fühlt sich aufgrund dieser Plausibilität niemals an der Nase herum geführt, was in anderen Thrillern schon mal passieren kann. Wenn es bei Frederick Forsyth eine Schwäche gibt, dann ist es die Tatsache, daß er seine zweifelhaften politischen Ansichten nicht immer vollständig unterdrücken kann, er ist nämlich ein sehr konservativer Engländer. In "Die Akte Odessa" geht es diesmal nicht um die bösen Kommunisten, sondern um die deutschen Nazis, womit beide Feindbilder Forsyths genannt wären. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 21. Dezember 1998
Der Sensationsreporter Peter Miller kommt zufällig in den Besitz des Tagebuchs des Juden Salomon Tauber, der Selbstmord beging. In diesem Tagebuch schildert Tauber seine Erlebnisse des zweiten Weltkriegs im KZ Riga. Als Miller erfährt, daß der ehemalige Lagerkommandant des Lagers Riga noch am Leben ist, macht er sich auf die Suche nach ihm.
Der Roman beruht laut Autor auf realen Begebenheiten. Diese Tatsache macht das Buch zu einer atmosphärisch dichten und spannend bis beklemmenden Lektüre.
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am 31. Dezember 2012
Es ist das Jahr 1963, als Kennedy ermordet wurde. Der Jude Salomon Tauber - ein Überlebender des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald - sah für sich keinen anderen Ausweg, als den Freitod zu wählen. Tauber verknüpfte damit seine letzte Hoffnung: Dass die Hamburger Polizei seinen Peiniger, den "Schlächter von Riga" / KZ-Leiter Eduard Roschmann, anhand seiner Tagebucheinträge finden und zur Rechenschaft ziehen wird. Doch dem ist nicht so. Nur der Journalist Peter Miller befasst sich mit den Aufzeichnungen Taubers und somit mit den grauenhaften Taten Roschmanns. Er beginnt zu recherchieren, was aus den vielen Nazi-Verbrechern nach Beendigung des zweiten Weltkrieges geworden ist und stößt mehr oder minder auf Verschwiegenheit und Desinteresse seitens der deutschen Behörden. Nun hat Miller als Journalist natürlich erst recht Blut geleckt und beginnt eine Naziverbrecher-Jagd, die ihn das Leben kosten könnte.

Mein Fazit
Der Mythos der Akte Odessa - der Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen - ist seit der ersten Veröffentlichung von Forsyth’ Roman im Jahre 1972 immer noch nicht ad acta gelegt. Der Holocaust-Überlebende und allseits bekannte Nazi-Jäger Simon Wiesenthal (verstorben im Jahre 2005) war der festen Überzeugung, dass es eine globale Gruppierung gab, die den Nazi-Verbrechern zur Flucht verhalf. Andere Historiker sehen dieses "globale Netzwerk" als Übertreibung, kontrovers oder gar schlicht weg als nicht existent an. Wahrscheinlich werden wir wohl nie die ganze Wahrheit erfahren. Jedoch sind die Verbrechen in den Konzentrationslagern Tatsachen, ebenso wie die Fakten, dass diese Kriegsverbrecher - Eduard Roschmann alias F(r)ederico Wegener, Adolf Eichmann sowie Ludolf-Hermann von Alvensleben alias Carlos Lücke nach Argentinien; Josef Mengele nach Brasilien; Nikolaus Barbie alias Klaus Altmann nach Bolivien und Alois Brunner nach Syrien - fliehen und sich somit der Justiz (lange Zeit) entziehen konnten.

An dem Forsyth Hörbuch berührte mich besonders die erste CD. Dort wird auf die Situation und das Zusammenleben in Deutschland vor Hitlers Hasstiraden aufmerksam gemacht: So kannte damals wohl jeder Deutsche einen Juden, man lebte Tür an Tür miteinander, arbeitete zusammen und war miteinander befreundet. Und dennoch glaubten die Deutschen irgendwann der Propaganda und schauten Weg als die größten Verbrechen vor ihrer eigenen Haustür geschahen...
Ebenso bewegten mich die schrecklichen Eindrücke aus den Salomon-Tauber-Tagebuch über das KZ Riga. Auch wenn die Geschehnisse wohl nicht authentisch sind (dazu habe ich keine Quellen finden können), so stehen sie wohl stellvertretend für all die unsäglichen Gräultaten in den Konzentrationslagern.
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am 2. März 2015
An den Auflagen seiner Bücher gemessen, zählt Frederick Forsyth (geb. 1938) zu den erfolgreichsten seiner Zunft. Seine Genres: Politthriller und Spionageromane. Seine Stile: Polit-Journalismus und - so der Literaturwissenschaftler Hans Richard Brittnacher - Faktenrecherche und "geradlinige, unpsychologisierende Erzählweise."

Es ist die Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen, die ihrer Gruppe das Apronym und somit dem Buch seinen Titel verleiht: Odessa; ukrainische Stadt am Schwarzen Meer, doch hier mitnichten als solche gemeint.

Die Handlung von "Die Akte Odessa", der - nach "Der Schakal" - zweite, seinerzeit recht erfolgreiche Roman des Engländers Frederick Forsyth, ist in den Jahren 1963 und 1964 angesiedelt und spielt hauptsächlich in der alten westdeutschen Bundesrepublik. Es ist eine Geschichte mit verschwörungstheoretischem Hintergrund, wonach es nach fast zwanzig Jahren seit Kriegsende nach wie vor eine Vereinigung von hochrangigen Altnazis gibt oder geben soll, die ein Netzwerk von Begünstigungen betreiben, das als eines der Ziele immer noch den Kampf gegen das Judentum, jetzt und hier vornehmlich gegen Israel, sieht und unterstützt.

So nimmt es nicht wenig Wunder, dass Kontakte nach Ägypten bestehen, aber auch - ganz nachkriegsnazi-like - nach Südamerika und sogar noch innerhalb von Deutschland. Alles beginnt mit dem Selbstmord des alten Salomon Tauber. Der Journalist Peter Miller findet bei seinen Nachforschungen heraus, dass der jüdische Krankenpfleger seinem Leben ein Ende setzte, nachdem er seinem ehemaligen Lagerkommandanten, dem KZ-Leiter Eduard Roschmann, wiederbegegnete. Desillusioniert darüber, dass Roschmann, bekannt als der Schlächter von Riga, frei und unbehelligt in Deutschland leben, sich bewegen und betätigen darf, raubte Tauber die letzten Funken Hoffnung auf eine gerechtere Welt.

Die Recherchen Millers - warum, Herr Forsyth, heißt der eigentlich Miller und nicht Müller? - gehen weiter. Doch einfach wird es ihm nicht gemacht. Behörden arbeiten gegen ihn, behindern ihn bei seinen Untersuchungen. Auch bei seinem Vorgesetzen im Verlag stößt Miller mit seinen Bemühungen auf keine große Gegenliebe. Über kurz sind auch schon die ehemaligen Nazis aufmerksam geworden und auf den Plan getreten.

Mit einem Fußballgroßereignis verglich Hellmuth Karasek, damals noch bei der ZEIT, im Frühjahr 1973 in eben jener DIE ZEIT, das Bestsellerwesen im Verlagsgeschäft für Thriller und Abenteuerromane. Hier der Jäger (respektive der Torjäger), dort der Gejagte. Hier der nicht wirklich Einfluss auf das echte Leben nehmende Sieg oder die Niederlage des Helden im Buch, dort der nicht wirklich Einfluss auf das echte Leben nehmende Sieg oder die Niederlage im Fußballgroßereignis. Regeln gelten in beiden Fällen nur für die Dauer des jeweiligen Spiels.

Mit dem Großerfolg des vorausgegangenen Forsyth'schen Bucherfolgs "Der Schakal" verglich Hellmuth Karasek auch Struktur und Handlung des Nachfolgewerks. "Auch hier spielt im Grunde ein einzelner, diesmal kein Killer, sondern ein Journalist, gegen allmächtige Feinde, diesmal nicht den französischen Staat, sondern gegen die geheime SS-Organisation 'Odessa'. Aber es bleibt das gleiche Spiel: Wie die OAS im 'Schakal' zwar außerhalb der Legalität stand, aber doch so etwas wie ein Staat im Staate war, mit mächtigen Verbindungen, einem unterwanderten Staatsapparat, der seinerseits wieder die Organisation unterwandert hatte, so ist es ähnlich auch in der 'Akte Odessa'. Die Organisation der ehemaligen Waffen-SS verfügt ebenfalls über mächtige Untergrund-Ressourcen, ist gleichfalls international verzweigt und hat im deutschen Staat auch einflussreiche Hintermänner."

Cover und Undercover. Mit allen Mitteln der Ermittlung wird gesucht und untersucht, überprüft und aufgedeckt. Ende gut, alles Gut, steht abzuwarten.

Dass Frederick Forsyth "'keine große Literatur' schreibt, weiß und sagt der 34jährige englische Autor selbst", und dies wiederum weiß und verrät uns ein ungenannt gebliebener SPIEGEL-Rezensent in DER SPIEGEL vom 26. Februar 1973. Wir lesen dort auch, als kleiner Trost mit auf den Weg gegeben: "Forsyth hat angekündigt, nur noch ein weiteres Buch schreiben und sich dann zur Ruhe setzen zu wollen." Doch keine Angst. Forsyth hat sich nicht aufs Altenteil begeben und über die Jahre und Jahrzehnte noch viele Bestseller geschrieben. Inzwischen ist Forsyth auch keine 34 Jahre mehr alt. Doch große Literatur schreibt er nach wie vor noch nicht.

Der unbekannte SPIEGEL-Autor stellt Forsyth neben Johannes Mario Simmel. "Verglichen mit Forsyth wirkt Simmel schon fast wie le Carré." Auch Hellmuth Karasek vergleicht in der vorgenannten Buchbesprechung von 1973 "Die Akte Odessa" mit dem Roman "Der Stoff aus dem die Träume sind" von Johannes Mario Simmel. Mir hingegen drängte sich - wohl bedingt durch die ehemaligen SS-Angehörigen - der Vergleich auf mit dem von mir hier ebenfalls rezensierten "Die Boys aus Brasilien" von Ira Levin.

Was vom Tage übrig blieb ist der deutsch-englische Spielfilm gleichen Titels aus dem Jahr 1974, mit dem Angelina-Jolie-Vater Jon Voight als Peter Miller und den Geschwistern Maria und Maximilian Schell in weiteren Hauptrollen. Mit Klaus Löwitsch, Hannes Messemer, Günter Strack, Georg Marischka und dem in deutschen Gefilden als Anatevka-Milchmann Tevje bekannt gewordenen Israeli Shmuel Rodensky zelebrierte eine Nebendarsteller-Riege, die an Charakterrollen das beste besetzte, was damaliges westdeutsches Casting hervorzubringen in der Lage war.
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am 13. Juli 2014
Anfang der 70er Jahre tauchten erste Gerüchte auf, dass es eine Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen" gegeben habe. Forsyth berichtet darüber, doch auch in der DDR-Fernsehserie Das unsichtbare Visier" wird sie erwähnt. Dass es diese Organisation gab, wird in einem Dokument erwähnt, dass bei dem in Peru lebenden ehemaligen SS-Sturmbannführer Friedrich Schwend gefunden wurde. Darin wird von einem Treffen Anfang der 60er Jahre berichtet, bei dem auch Mitglieder dieser Organisation anwesend gewesen sein sollen. Weitere Dokumente gibt es jedoch nicht. Und darum gilt die Existenz der Odessa heute als sehr fragwürdig. Bewiesen ist jedoch, dass viele deutsche Nazis nach dem Zweiten Weltkrieg unter anderem mit Hilfe von Bischöfen aus dem Vatikan über die so genannten Rattenlinien nach Südamerika ausgeflogen wurden. Zur Handlung. 1963. Am selben Tag, als in Dallas John F. Kennedy getötet wird, beobachtet Journalist Peter Miller, wie die Polizei in Hamburg-Altona Samuel Tauber findet. Der Überlebende des KZ Riga hat sich mit Gas vergiftet. Am nächsten Tag übergibt Polizist Brandt Miller das Tagebuch des Juden Tauber. Der hat den ehemaligen Kommandanten des Ghettos Riga einen Mann namens Eduard Roschmann, wieder gesehen. Er führt in Hamburg ein völlig normales Leben. Miller kommt der Geheimorganisation Odessa auf die Spur, die Roschmann zu schützen scheint. Mit Hilfe eines Angehörigen des israelischen Geheimdienstes Mossad gelingt es Miller, sich in die Organisation einzuschleusen, doch wegen eines dummen Fehlers wird er schnell entlarvt. Da ist Miller aber schon in den Besitz einer Akte geraten, die die Namen sämtlicher Mitglieder der SS-Nachfolgeorganisation enthält. Das weiß aber Roschmann nicht, der in seiner Radiofabrik unterdessen an einer Kernwaffe arbeitet, mit der er ein perfides Ziel verfolgt: die Vernichtung Israels. Und die ägyptische Regierung will ihm dabei helfen... Tatsächlich kam Eduard Roschmann 1958 aus Argentiniern nach Deutschland zurück. Er hatte aber den Fehler gemacht, in Argentiniern zu heiraten, obwohl er von seiner in Graz lebenden ersten Frau nicht geschieden war. Die zeigte ihn dann wegen Bigamie an. In diesem Roman wird Roschmann 1964 von Miller getötet. In Wahrheit starb er 1977 in Peru, nachdem zuvor die Staatsanwaltschaft Hamburg einen Auslieferungsantrag gestellt hatte. In den 50er und 60er Jahren war gerade diese Staatsanwaltschaft dafür bekannt war, in diesen Angelegenheiten eher lasch zu handeln. Okay, die Geschichte des Romans klingt ein wenig krude. Dennoch ist sie wahnsinnig spannend, es ist viel Unterhaltung dabei und die für Forsyth typische Belehrung fehlt auch nicht. Forsyth gelingt es wie üblich, mit seinen Romanen so nahe wie möglich an der Wahrheit zu bleiben. Wunderbar übrigens auch getroffen das 60er-Jahre-Flair. Diesen Roman sollte man auf jeden Fall lesen, er gehört zu Forsyths besten!
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am 19. Februar 2003
Der Hamburger Journalist Peter Miller macht sich 1963 nach dem Fund des Tagebuchs eines Selbstmörders auf die Suche nach einem Nazi-Verbrecher. Der Mann, der sich umgebracht hat, war ein Jude, der das Konzentrationslager Riga überlebt hatte; in dem Tagebuch schildert er eindringlich seine Erlebnisse aus jener Zeit und die Rolle des Verbrecherss. Miller macht sich auf die Suche, trifft aber sehr schnell auf Widerstände und Unwillen bei Polizei und Staatsanwaltschaft. Bald trifft er auf Agenten einer israelischen Geheimorganisation. Sie helfen ihm, in das Nazi-Umfeld zu gelangen, doch jetzt wird die Jagd gefährlich: die ODESSA trachtet ihm nach dem Leben. Denn der Mann, den er sucht, ist nicht bloß ein Verbrecher aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, er spielt mittlerweile eine neue, wichtige und gefährliche Rolle. Ein Katz-und-Maus-Spiel quer durch Westdeutschland und halb Europa beginnt...
Es ist zum einen die Atem beraubende Spannung, mit der Forsyth den Leser wie kein Anderer zu fesseln vermag, aber in fast gleichem Maße seine fundierten und akribischen Recherchen. "Die Akte Odessa" ist Politthriller, Zustandsschilderung der alten Bundesrepublik in den 1960ern, die geprägt war vom Wegsehen und Vergessenwollen, und erschütterndes Zeitdokument der SS-Verbrechen; hier erfährt man mehr über die SS als in einem Guido-Knopp-Fünfteiler.
Das Buch ist ein frühes Forsyth-Meisterwerk und zu Recht verfilmt worden. Sicher, es ist nicht ganz sein bestes Werk, aber verdammt nah dran.
Übrigens: Die Erlebnisse in dem Tagebuch, dass der Held des Romans, Miller, findet, sind wahr!
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am 18. November 2012
Ich bin von dem Hörbuch - Die Akte Odessa von Frederick Forsyth (auf 6 CDs) - positiv überrascht. Vor allem Michael Schwarzmaier, der diesem Hörbuch seine hervorragende Stimme lieh, beeindruckt durch seine gelungene Interpretation der Originalvorlage, welche leider von den Produzenten dieses Hörbuches unnotwendigerweise gekürzt wurde. Drei CDs mehr im Hörbuchumfang und man könnte diesen Weltbestseller von Frederick Forsyth unverstümmelt genießen.
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am 18. September 2015
Einem Hamburger Reporter fällt das Tagebuch eines ehemaligen KZ-Insassen in die Hände. Daraufhin macht er Jagd auf untergetauchte SS-Angehörige. Dass er dabei mehr oder minder mit dem jüdischen Geheimdienst kooperiert, mehr Glück als Verstand hat, es am Ende aber doch ein Happy End gibt und das große Rätsel gelüftet wird, das passt zu dem frühen Forsyth.

So ist dieses Buch sicherlich nicht das stärkste des Autors, aber gewiss auch kein schlechtes. Die Suche nach dem ehemaligen KZ-Leiter, welcher das Leben des Tagebuchschreibers zerstört hat, ist spannend. Schließlich geht es durch das Deutschland der 60er und die Jagd ist turbulent und vielleicht in manchen Momenten zu zufällig.

Die deutsche Nazivergangenheit wird in dem Buch niemals mit dem erhobenen Zeigefinger bewertet, allerdings wird der besonders in der Nachkriegszeit vorherrschende braune Sumpf auch nicht beschönigt.

Dies zusammen mit der soliden Story machen das Buch lesenswert. Von diesem Autor ist spannender und etwas komplexer wohl “Der Unterhändler”. Auch da geht es durch Deutschland.

4 Sterne
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am 13. Dezember 2014
Habe ich im Sommer gefunden und jetzt erneut gehört.
Geht es im Moment gerade um 25 Jahre deutsche Einheit, STASI Aufarbeitung, erster Ministerpräsident der Partei "Die Linke" in Thüringen usw. so nimmt "Die Akte Odessa" bezug auf die heiße Zeit des kalten Krieges 1950/1960.
Im Fokus stehen die ehemaligen bzw. immer noch "Nazis" die in Westdeutschland unter Adenauer ihr Auskommen erhielten und die Geschichte wird sehr spannend erzählt, aber eben wie in den 60er Jahren!

Auch geschichtlich nicht uninteressant wobei zu bedenken ist, das dies ein Roman ist und kein Geschichtsbuch!
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