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am 19. Juli 2014
Einer ist immer schuld. Und wenn keiner greifbar ist, erfindet man halt einen. Für Monika Gruber war aber eine derartige Suche überflüssig, denn die Person, welche die "Hauptschuld" an der vorliegenden Veröffentlichung trägt, war rasch gefunden. Ein Buch wollte sie ja eigentlich nie schreiben, aber der Leiter der Schulbibliothek im Gymnasium zu Erding trat mit seiner lustigen Idee, zum 75-jährigen Schuljubiläum eine Festschrift mit Beiträgen ehemaliger Schüler herauszubringen, eine Lawine los.

Kurz sollten sie sein, doch wer Monika Gruber kennt weiß, dass sie keine kurzen Beiträge verfassen kann. Zunächst hatte sie zwar nicht die geringste Lust, doch begann sie über den Text für die Festschrift hinaus, Erinnerungen an ihre Kindheit zu notieren und so fügte sich eines zum anderen. Ein Buch entstand, und aus meiner Sicht muss man dem ehrenwerten Bibliothekar herzlich dankbar sein!

Der Untertitel könnte leicht in die Irre führen, denn hinter der Formulierung "furchtbar schöne Kindheit" könnten sich ironische Seitenhiebe verstecken, was sich jedoch bei genauem Studium des Buches nicht bewahrheitet. Das Gegenteil ist der Fall, denn Monika Gruber schreibt mit allem Respekt, vor allem ihren Eltern gegenüber, und beschreibt mit großer Einfühlsamkeit und Zärtlichkeit jene Tage, die sie geprägt haben, jene Zeit, die vorbei ist, die sie aber niemals vergessen wird.

Sie gewährt uns Einblicke, die gleichermaßen faszinieren und belustigen. Beispielsweise wenn sie von Kirchenbesuchen berichtet. In Reichenkirchen gäbe es immer noch die "akribische Anordnung der Gläubigen". Frauen sitzen links und Männer sitzen rechts. Eine plausible Begründung dafür liefert sie gleich mit. Ehen auf dem Land würden so gut wie nie geschieden werden, weshalb man wenigstens in der Kirche etwas Abstand genießen möchte.

Sehr zu unserem Erstaunen erfahren wir, dass Monika Gruber früher ganz anders ausgesehen hat. Sie selbst bezeichnet sich auf dem Abiturfoto als "Erdings erste Strickkönigin im Bereich Kratzpullover aus Mohair und Angora". Ebenso selbstkritisch sieht sie sich in jüngeren Tagen, als das erste Brüderchen auf die Welt kam, und ihre Position auf dem "Einzelkindthron" ins Wanken kam.

Etwas Sprachkunde gibt es auch, indem wir lernen, dass Ketchup "im chauvinistischen Bayern" männlich sei und somit mit dem entsprechenden Artikel zu versehen ist. Bayerische Vokabeln gibt's hier und dort ebenfalls: "Do daad a mia fei aa stinga!" Und man staunt nicht schlecht, dass hier eine echte Verwandtschaft zum Chinesischen besteht. Zumindest "wenn man schnell spricht".

Herrlich sind diese Anekdoten um die Familie, Dorfbewohner, Lehrer und das weitere Umfeld, auch wenn im arbeitsreichen Landleben nicht immer "sonnige" Tage vorherrschten. Was bleibt, sind jene Erinnerungen an die Heimat, welche somit irgendwie am Leben bleiben. Monika Gruber verbindet Heimat auch und besonders mit Gerüchen. Das gewendete Heu auf der Wiese, die Maisfelder, der Hausflur oder ganz besonders die frisch gewaschene Wäsche auf der Leine im Freien, jener Geruch, der "mit nichts auf der Welt zu vergleichen ist".

Als Stadtkind könnte man fast etwas neidisch werden auf solche wohlbehütete Kindertage. Obwohl es die sprichwörtliche "gute alte Zeit" nie und zu keiner Zeit gegeben hat, beschreibt sie immerhin doch ein Stück heile Welt. Ihre ganz persönliche. Es war ihr Fundament, auf dem sie bauen konnte.

Vielleicht war es in jenen Kindertagen sogar eines der letzten Stückchen heile Welt, die es überhaupt noch gab. Zumindest war es eine Zeit, die es in vielerlei Hinsicht, obwohl sie noch gar nicht so lange zurückliegt, nicht mehr gibt. Man spürt es, auch zwischen den Zeilen dieses Buches, wie sie einem davonrast. Den Leser mag etwas Wehmut befallen, doch zum Glück gibt es ja die Macht der Erinnerungen und Bücher wie dieses hier.
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am 8. Juli 2014
Eine Gruber bleibt eine Gruber, Gott sei Dank. Sie zählt zu den besten Kabarettisten, die wir haben und ich freue mich schon immer
auf das nächste Programm. Diese Frau ist zum Verlieben, trotz oder wegen der 60 000 Worte, die ihr täglich zur Verfügung stehen.
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am 27. November 2014
...werden sich hier bestimmt auch desöfteren wiedererkennen. Zumindest mir ging es sehr häufig so, zumal ich selbst vom Bauernhof stamme und mir dadurch sehr viele der stets mit einem Augenzwinkern beschriebenen Skurrilitäten bekannt sind. Schön finde ich, dass die Gruber Moni die Sachen nicht abwertet oder gemein durch den Kakao zieht, sie stellt sich zu keiner Zeit über jene ungewöhnlichen Gestalten, die uns anderen Landbewohnern so wohl bekannt bzw. teilweise einfach auch ans Herz gewachsen sind. Eine wirklich amüsante Lektüre, die ich besonders Leuten aus dem Erdinger Landkreis empfehlen kann.
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am 26. März 2014
Musste jetzt in der brandneuen Autobiografie von Monika Gruber lesen, dass ich als Münchner nicht Bayerisch spreche, sondern "Dall­mayr-Baye­risch". Ich steck das mal unkommentiert weg und empfehle hier ihr Buch wärmstens, weil es saugut mit viel Witz und Augenzwinkern geschrieben ist, dabei aber keine erfundenen Comedyspäßchen sondern authentischen Inhalt bietet. Erinnerte mich beim Lesen an viele Episoden meiner eigenen Kindheit in München Schwabing. Gleiches gilt für dieses Audio-Buch.
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am 16. April 2014
Bayrisches Kabarett! Da ich alle ihre DVD-s kenne und nicht müde werde mir diese immer wieder anzuschauen, habe ich mich riesig gefreut über Monika's Buch. Natürlich wurden einige Passagen aus ihren verschiedenen Programmen aufgenommen, im Buch aber wesentlich ausführlicher und, wenn es geht, noch witziger erzählt. Die Frau ist nicht nur ein Naturtalent, sie hat eine sehr intelligente Art Zeitgeschichte und Menschen satirisch darzustellen wie kaum eine andere. Kurz: Monika ist ein Hammer und ich empfehle nicht nur das Buch sondern auch all ihre 4 DVD-s zu kaufen. Sie werden's nicht bereuen, höchsten wenn Sie Humorresistent wären.
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am 27. Mai 2014
Ich höre Monika Gruber mit meinem mp3-Player auf meinem Arbeitsweg und komme schon gut gelaunt an. Ihr Humor wrd niemals peinlich, sie trifft stets den richtigen Nerv, ist eine kluge Beobachterin und eine Zierde meines Geschlechtes. Ich wollte es gäbe mehr Frauen ihrer Art, die sich trauen, auch politisch unkorrekte Wahrheiten auszusprechen, gleich ob es um nicht erzogene Kinder oder sich selbst überschätzende Emporkömmlinge handelt. Dabei ist sie aber niemals bösartig. So jemanden wie sie, haben wir kein zweites Mal, und daher hoffe ich, dass sie uns noch lange erhalten bleibt!
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am 21. Juni 2014
Frisch von der Leber weg, wie ihre Auftritte halt. Monika Gruber hat das Talent Zustände quasi mit Worten zu malen,sodaß
man sich mitgenommen fühlt in Zeit und Raum ihrer Erzählungen.
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am 13. Juli 2014
wenn ich die Moni Gruber nur 5 sec. höre könnte ich platzen vor Begeisterung. Ich bin nicht annähernd ein Bayer. War aber in Erding beim Bund. Und wer hier überleben will muß Bier sauufen kenne, Orchkatzerlschworf song kenne unn s`rauch anfange dass grad so scheppert. Ich habe überlebt. Daher verstehe und geniese ich jedes Wort. Ich bin ein absoluter Lesemuffel......wegen der Lady habe ich meiner Frau so ein kleines Eibuggrieder Gerät gekauft......und ich lese heimlich auf meinem Eipädd mit. Jo mai iss dess schee. Wenn ich das fertig hab werde ich 100% das nächste ordern.
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am 27. August 2014
Nach einem Besuch einer ihrer live-Auftritte musste natürlich auch das passende Buch her. Das Buch ist wunderbar zu lesen und die Geschichten immer wieder eine Attacke auf die Lachmuskeln ... und bietet dennoch viel Identifikationspotential für all diejenigen, die auf dem Land oder in den 70er und 80er Jahren groß geworden sind. Ein ganz besonderes Highlight (und ein ganz besonders lauter Lacher) garantieren auch die Bilder in der Buchmitte ..... mehr verrate ich nicht :-)
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am 1. April 2014
Nach einer Lesung habe ich mir das Buch spontan gekauft, auch wenn ich ansonsten nicht so sehr der Leser von Autobiographien bin. Dieses Buch aber sollte man unbedingt lesen. Mit einem wunderbaren Humor und sehr unterhaltsam wird die Kindheit auf dem Lande nicht weit von München geschildert. Da niemand den Inhalt so gut vortragen kann wie die Autorin, möchte ich jedem Leser auch das (leider etwas gekürzte) Hörbuch an's Herz legen. Ein wirksames Gegenmittel gegen schlechte Laune oder den trüben Alltag.
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