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TOP 500 REZENSENTam 30. Januar 2014
Man kann aus dem Anhang des Buches entnehmen, dass Berggruen so etwas wie einen Gemischtwarenladen betreibt. Überwiegend befinden sich darin Immobilien, auf der ganzen Welt, Schulen, Verlage, seltene Rohstoffe, Eliteschulen.
Interessiert hat mich die Sache eigentlich nur wegen der Karstadt- Häuser, die er gekauft hat. In Mannheim gab es ein Karstadt Haus, in das ich öfters einkaufen gegangen bin. In den letzten Jahren, die ich dort verkehrte, fiel mir auf, dass nichts mehr investiert wurde und alles ein wenig gammelig aussah. In Hannover waren die Häuser besser in Schuss, die Mitarbeiter haben auf Teile des Lohnes verzichtet und wollten ihre Arbeitsplätze retten, aber das ist ihnen nicht gelungen.
Die interessanteste Zahl aus dem Buch ist für mich, dass etwa 5000 Menschen, die auf der Welt verteilt leben, das Produktivvermögen für etwa 7 Milliarden Arbeitsplätze ihr Eigen nennen.
Der Beschriebene ist Gründer einer „Denkfabrik“, der ehemalige Bundeskanzler Schroeder arbeitet da auch mit. Das finde ich spannend. Wie können wir den Hunger in der Welt in den Griff kriegen? Gibt es in der Denkfabrik jemanden der diese Frage bewegt? Wie könnten wir die kriegerischen Auseinandersetzungen auf der Welt verringern? Wie können wir Zivilisationskrankheiten, Herzinfarkt, Krebs, Diabetes, wirksam bekämpfen. Vor einigen Monaten haben wir erfahren, dass ein Münchner Fußallmanager, der mit seinen Füßen und mit seiner Wurstfabrik, auch Millionen verdient hat, einen großen Teil seines Geldes so in die Schweiz transportiert hat, dass er hier keine Steuern zahlen muss. Ich könnte mir vorstellen, dass es in Berggruens Imperium auch Mitarbeiter gibt, die darüber nachdenken, wie man das Geflecht so aufbaut, dass man möglichst wenig zu versteuern hat. Aber das ist reine Spekulation. Gestern habe ich gehört, es gibt auf den Weltmeeren einen Plastik-Abfall-Teppich von mehreren hundert Quadrat-Kilometern. Sind Kunststoffe nicht Erdölprodukte? Kann man aus diesem Plastik-Abfall nicht irgendetwas Sinnvolles machen, zum Beispiel Dachlatten, oder Dachziegel?
Das fände ich eine spannende Frage für die Denkfabrik.
Warum muss jemand der schon viel hat, immer mehr Güter ansammeln? Wann ist es genug? Kann jemand in mehr als einem Bett schlafen und von mehr als einem Teller essen, und aus mehreren Gläsern trinken? Selbst wenn das Geschirr einen Platinrand hat und das Essen von einem Butler serviert wird, niemand kann mehr, als sich satt essen und in einem Bett schlafen.
Das letzte Hemd hat keine Taschen. Deswegen gibt es an dieser Art zu leben, einiges, das ich als Normalbürger nicht verstehe.
Ich bewundere den Mut des Autors und des Verlages, ein solches Sachbuch zu schreiben und herauszubringen
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„Mister Karstadt“ ist nur einer von vielen Titeln, untern denen sich der deutsche Multimilliardär Nicolas Berggruen gerne feiern lässt. Aber wie die Badische Zeitung in einem Artikel festhält, ist nur klar, „wer bisher für die Rettung bezahlt hat: die 20'000 Mitarbeiter Karstadts.“ Bei so steifem Gegenwind erstaunt es nicht, dass der Autor dieses Buches schon vor Beginn seiner Arbeit Post von Berggruens Anwalt erhielt. Darin heißt es, dass eine Verbreitung von Unwahrheiten unverzüglich die Geltendmachung von Unterlassungs- und weiteren Ansprüchen nach sich ziehen würde.

Am Ende von Thomas Veszelits’ Vorwort heißt es: Die Auskunft über die Hintergründe seiner Handlungen zu verwehren, rechtfertigt den Verdacht, dass hier ein Investor – der nach wie vor über 22'500 Arbeitsplätze entscheidet, in Berlin Immobilien wie Lego-Steine sammelt und jahrzehntelangen Mietern kündigen lässt – versucht, das Grundrecht der Öffentlichkeit auf eine transparente Biographie seiner Person zu verhindern.“ Oder kurz: Thomas Veszelits und der Rotbuch Verlag gehen mit diesem Buch das Risiko ein, beim geringsten Fehler verklagt zu werden.

Bei diesen Voraussetzungen ist klar, dass der Leser keine Insider-Informationen erwarten darf. Zumal Nicolas Berggruen anscheinend auch seinem ganzes Umfeld empfahl, den Kontakt mit seinem ungewollten Biografen zu unterlassen. Trotzdem ist es Thomas Veszelits gelungen, das sorgfältig gepflegte Image von „Mister Karstadt“ mit harten Fakten zu entzaubern. Ob seine Korrekturen von der Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen werden, ist allerdings mehr als fraglich. Denn in Veszelits’ gut recherchiertem Buch finden sich auch viele Ausführungen über die Vernetzungen in der Medienlandschaft. Und die Deutungsmacht der Medien, die Nicolas Berggruen durch seine Beziehungen „kontrolliert“, ist ungleich grösser als die eines kleinen Verlages.

Von einer Biographie zu sprechen, trifft den Inhalt eigentlich nicht. Das bisherige Leben von Nicolas Berggruen steht viel mehr für eine Welt, in der sich die Superreichen immer häufiger anmaßen, alles und jeden kontrollieren zu wollen. Oder wie es Thomas Veszelits formuliert: „Sieben Milliarden Menschen hängen vom Willen von 5'000 Einzelpersonen ab. Das ist nicht einmal ein Prozent der Gesamtbevölkerung.“

In eine solche Welt einzutauchen, löste bei mir keine guten Gefühle aus. Daran konnte auch Thomas Veszelits wenig ändern, obwohl er sich mit persönlichen Wertungen erstaunlich zurückhält und sogar einiges unternimmt, um seine Leser zu beschwichtigen. Zu lesen, wie Stiftungen missbraucht werden, die schönsten Kunstwerke zu Statussymbolen verkommen, korrupte Politiker und Medienschaffende zu „Freunden“ mutieren, „Denkfabriken“ vor allem dem persönlichen Gewinn dienen, sich Täter als Opfer sehen, linke Regierungschefs mit Oligarchen fraternisieren und Lebensläufe von gekauften PR-Menschen umgeschrieben werden, macht nur beschränkt Spaß.

Mein Fazit: Die fünf Bewertungssterne gibt es für den Mut, trotz angedrohter Klagen, mehr Transparenz in die Handlungen von Menschen zu bringen, die sich als Retter der Welt aufspielen, obwohl sie lediglich nach Macht streben. Die Frage, ob Nicolas Berggruen zu den Turbokapitalisten, Visionären, Verblendeten, Philanthropen oder vom Schicksal einfach Begünstigen gehört, muss jeder Leser selber entscheiden. Er sollte sich allerdings auch fragen, inwieweit er mit seinem eigenen Verhalten dazu beiträgt, dass ein Prozent der Gesamtbevölkerung darüber entscheiden kann, wie die Welt morgen aussieht.
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am 2. März 2014
Sehr informativ, fundiert (soweit ergründbar) und spannend zugleich geschrieben.
Vor allem beruhigend dem Prinzip folgend "Pro" und "Contra".
Mich wundert immer wieder, mit welcher Akribie und Ausdauer der Autor versucht hat,
an wichtige Informationen heranzukommen.
SD
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am 5. Februar 2014
Das Buch war absolut neuwertig und noch ungelesen,
es kam nach 3 Tagen als Briefsendung an, ich bin völlig
zufrieden
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