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am 28. Januar 2006
Wenn er das nicht schon eine Weile machen würde, würde ich sagen, dieser Mülheimer Schreiner Juretzka ist für mich die Neuentdeckung des Jahres! Ich habe so manchen bösen Blick meines übermüdeten Ehegatten geerntet, der wegen meines unentwegten Gekichers nicht schlafen konnte. Aber kurz zur Story: Ein kursiv gedruckter Ich-Erzähler, offensichtlich etwas tumb, erzählt von seinen Begegnungen mit dem geheimnisvollen Det, einem üblen Schläger, der ihn vor einer Bande anderer übler Schläger rettet. Irgendwann ist der kursiv Gedruckte dummerweise zugegen, als Det eine Frau ermordet, und die Polizei befindet den Kursiven für schuldig, weil er ein blutiges Messer in der Hand hält und auch sonst noch so allerlei Forensisches an ihm festzustellen ist.
Der neutral gedruckte Ich-Erzähler, Privatdetektiv Kristof Kryszinski, notorisch pleite, bekommt ein paar mehr oder weniger lukrative Aufträge. Zu den weniger lukrativen gehört die Aufklärung des obengenannten Mordes. Das erweist sich als schwierig, denn der Verdächtige sitzt im Irrenhaus und wird mit Drogen vollgepumpt, obwohl er auch sonst nicht viel Sinnvolles von sich gibt, und der Anstaltsleiter empfindet Kristof als, nun ja, inkompatibel. Mit einer Batterie etwas unkonventioneller Freunde, einer Menge Bier und Zigaretten, einem schrottreifen Auto und kreativen Methoden löst Kristof den Fall. Und alle anderen nebenbei auch.
Kurz: An der Geschichte stimmt alles. Figuren, Plot, Logik, Spannung, Phantasie, Sprache, Lokalkolorit (ich kenne niemanden, der die Mülheimer Verkehrssituation treffender beschreiben kann), sogar die Katze ist ein Star. Ich habe die Seite naßgelacht, in der die Katze ihr 88-strophiges Klagelied über ihren leeren Futternapf singt. Glaubt alles Positive, was euch je über dieses Buch erzählt wurde, und LEST ES!
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am 11. April 2017
Jede Zeile ist wert, gelesen zu werden. Unglaublich, wie es ein Autor schafft, so mit wirklich jedem Satz den Ton rotzigen und trotzigen Selbstbehauptungswillens zu treffen, angesichts widriger und widerspenstiger Umstände: kein Geld, keine Frau und wirklich finstere Gestalten. Die pure Lust am Formulieren scheint in jedem dieser Sätze auf, die unglaublichsten Charaktere sind liebevoll und glaubwürdig gezeichnet und eine weisheitsvolle Lebenseinsicht jagt die andere. Der pure Lesegenuss für Freunde des guten Buches mit anarchischem Touch. Und dieses Niveau hält Juretzka bisher in allen seinen Büchern, die ich gelesen habe ( "Sense"oder "Der Willy ist weg" .) Freue mich auf die weiteren Bücher, die ich von ihm lese. Strenge Leseempfehlung.
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am 31. Juli 2014
dachte ich mir, als ich die ersten Seiten des Buches las........endlich mal wieder eine klassische Privatdetektiv-Story, die nur so vor Witz sprüht und mit feiner Ironie durchzogen ist. Die Hauptfigur ist in seinen Gedanken und Kommentaren herrlich sarkastisch, hat jedoch Idealvorstellungen, denen er trotz eines gewissen Lotterlebens treu bleibt und handelt da, wo es wirklich darauf ankommt, strukturiert und zielstrebig. Ich fühlte mich oft an Raymond Chandler's Marlowe erinnert. Dabei greift Jörg Juretzka zu Formulierungen, auf die ich im Leben nicht kommen würde, aber die mich mehr als einmal lauthals lachen ließen.....am Strand inmitten vieler anderer Urlauber und es war mir völlig egal, was die dachten.
Trotz der entstandenen Fröhlichkeit blieb die Geschichte spannend und temporeich bis zum konsequent zu Ende gedachten Schluss.
Letztendlich hoffe ich immer noch, dass Amazon es irgendwann mal schafft, eine deutsche Übersetzung sämtlicher Chandler-Werke hinzukriegen. Doch wenn nicht, bleibe ich einfach bei Jörg Juretzka und seinem Detektiv Kryszinski und bitte ihn hiermit um noch 'ne Menge mehr Lesestoff!
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am 21. August 2009
Einfach herrlich, die Art wie J. Juretzka schreibt. Sein Held Krystof K., ein echte Ruhrgebiets-Kodderschnauze, trinkt und flapst und schlägt sich so durch. Land und Leute werden warmherzig beschrieben - und dazu ist es auch noch ein richtig guter Krimi. Zum Brüllen ist allerdings die manchmal slapstickartige Schilderung des Kilieus und der darin lebenden Personen.
Am ehesten erinnern Stil & Hauptheld noch an Jakob Arjounis Kayankaya, auch wenn der eben in Frankfurt spielt.
Unbedingt zu empfehlen, auch die anderen Bücher von Juretzka.
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am 15. Juli 2003
gemeinsam einen Krimi geschrieben hätten, wäre das Ergebnis wahrscheinlich ähnlich gut gewesen.
Ein gelungenes Debüt. Juretzkas Detektiv Kristof Kryszinski ermittelt zwischen Schrottplatz und Psychatrie, zwischen Kneipe und Vorgartenidylle, zwischen Mülheim und Recklinghausen. Juretzka ist der wohl amerikanischste unter den deutschen Krimischriftstellern.
Ein koksender Doris Day Fan, ein schattenloser Messerstecher, die schönste Anwältin des Ruhrgebiets, eine eifersüchtige Katze und eine Polizistin, die auf Sado-Maso-Spiele steht, sind nur einige der skurrilen Typen, die sich in diesem Buch rumtreiben. Wer Prickel gelesen hat, wird zum unbedingten Kryszinski-Fan.
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am 29. März 2009
Wer einen typischen Krimi sucht ist denke ich hier an der falschen Stelle, wer allerdings auf eine schräge Story gewürzt mit einer Priese Spannung und eine gehörige Portion Wortwitz steht wird hier richtig gut unterhalten.
Ich habe mich auf jedefall beim lesen sellten so gut amüsiert und werde mir deshalb noch weitere Bücher von Herrn Juretzka zu Gemüte führen.

Von mir gibts definitiv eine Kaufempfehlung !
***** und Daumen hoch !
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am 9. Mai 2003
Ich fasse es nicht: Ein deutscher Krimi, der witzig ist! Wahrscheinlich ist in dem Moment seines Erscheinens die Hölle eingefroren. Juretzka hat eine flotte Schreibe, ist ein intelligenter Beobachter und sprüht nur so vor Ruhrpott-Esprit. Der Fall als solcher ist zwar etwas weit hergeholt und realitätsfern, aber wen das nicht stört, der hat seine Freude.
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Kristof Kryszinski ist Privatdetektiv, arbeitet oft für eine Anwaltskanzlei, deren drei Namensgeber von einem echten Drachen behütet werden. Außerdem hat eine Leber wie ein Fels. Und einen Sprachschatz wie Philip Marlowe.

Wagenrath, einer der Anwälte braucht dringend Kryszinskis Hilfe. In knapp drei Tagen braucht er den Aufenthaltsort von Peter Schlothen, Polizist und wahrscheinlich der Vater des Kindes einer Fünfzehnjährigen. Doch von Schlothen fehlt jede Spur – er hat sich so gut versteckt, dass selbst seine Kollegen ihn nicht finden können. Oder wollen. Eine gute Position für Kryszinskis Honorarverhandlungen… Der Fall ist schnell erledigt. Schnelles Geld für Kryszinski.

Derweil hat Prickel ein ganz anderes Problem. Er ist von Natur aus ein zurückhaltender Mensch. Spricht nicht viel. Eher einer von der langsamen Sorte. Sein Kumpel Det ist das komplette Gegenteil. Immer die groß Klappe und einen unersättlichen Appetit. Sowohl auf Alkohol als auch auf Frauen. Prickel trinkt nicht, bekommt ihm nicht. Det macht Nina Prickel und Prickel Nina schmackhaft. In ihrer Wohnung soll es dann so richtig zur Sache gehen. Doch Prickel fühlt sich anfangs wie das fünfte Rad am Wagen. Die Aussicht nicht zu wissen wie er nach Hause kommt und die dauernde Avancen Ninas lassen ihn bleiben. So gelangt nicht nur Alkohol in seinen Körper, was er überhaupt nicht verträgt, sondern er auch in Nina. Das Ende vom Lied sind ein schwerer Kopf, ein hektisch redender Det, ein Messer in seiner Hand und später die Bullen in der Tür. Ist Prickel der Schlächter von Bottrop?

Anwältin Veronika van Laar ist nicht davon überzeugt und überzeugt Kryszinski davon die genauen Hintergründe des Mordes an Nina zu untersuchen. Kryszinski kann Veronika nichts abschlagen. Und so macht er sich in die Spur. Prickel kommt ihm komisch vor. So ruhig, so zurückhaltend wie er ist, so sparsam er die Sprache einsetzt, passt das alles nicht so recht ins Bild. Aber Prickel ist ein dankbares Opfer. Und Det? Der ist verschwunden. Auf Prickels Seite steht außerdem noch Walter Vogel. Als Sozialarbeiter riet er ihm davon ab sich weiterhin mit Det zu treffen. Solche Typen können für einen wie Prickel schnell gefährlich werden. Wie recht er doch haben sollte, oder doch nicht?

Kristof Kryszinski ist nicht der Typ, dem man ein Auto abkaufen würde. Ziemlich runtergekommen, loses Mundwerk und ein versierter Trinker. Drogen haben ihn einst in den Knast gebracht. ABER: Auf ihn kann man immer zählen, wenn’s brenzlig wird. Ungerechtigkeit widert ihn an. Er kennt die Ganoven, die Kleinen wie die Großen, und er weiß wie man mit ihnen umspringen muss. Wer ihn beauftragt, wird prompt beliefert.
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am 12. Juli 2011
Prickel überrascht schon auf den ersten Seiten, wenn man einen waschechten Krimi erwartet. In der Tradition von Nestor Burma eines Leo Malet arbeitet sich Kriszinski durch den Fall. Im Vordergrund steht die wirklich gelungene und äußerst witzige Sprache von Juretzka. Ein Buch, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe und das mir mehrere erholsam laute Lacher entlocken konnte. Empfehlenswert.
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am 25. Mai 2001
Lange Zeit habe ich mich gefragt, ob man vielleicht wirklich einfach auf deutsch keine Krimis schreiben kann. Vielleicht widersetzt sich ja die deutsche Sprache? Vielleicht gibt es einfach in ganz Deutschland keinen Krimiautor, der nicht entweder in der Werbung arbeitet oder Journalist ist und sich entsprechend auch nirgendwo wirklich auskennt? Hätte ja sein können. Jakob Arjouni, Roger Fiedler, Pieke Biermann, der unsägliche Bernhard Schlink und von den zu Recht unbekannteren Pfeifen ganz zu schweigen - mein höflichstes Fazit lautete: "Für nen deutschen Krimi ganz ok". Dann habe ich mich einige Jahre lang strikt geweigert, überhaupt noch Krimis von deutschen Autoren zu lesen. Und dann kam Jörg Juretzka. Selten bin ich bei der Lektüre eines Buchs so oft gegen geschlossene Türen gelaufen, über Abfalleimer gefallen, in die falsche U-Bahn eingestiegen und aus der richtigen viel zu spät wieder aus. "Prickel" war eine Offenbarung, und die Nachfolgebände nicht schlechter. Kaufen, kaufen, kaufen! Jörg Juretzka soll reich und berühmt werden, denn dann findet er vielleicht ein paar Nachahmer und der deutsche Krimi ist doch noch zu retten.
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