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am 9. September 2005
Wer sich auf die 700 Seiten einlassen möchte, die "Im Meer, zwei Jungen" konstituieren, sollte Geduld und viel Ausdauer mitbringen. Denn die Handlung zieht sich ein wenig hin angesichts der zahlreichen Figuren, anhand derer O'Neill ein Stück irischer Geschichte einfängt, ihrer Lebensumstände, die er schildert, und ihrer mentalen und seelischen Zustände, an denen er den Leser nur allzu häufig teilhaben läßt. Deutlich spürt man den Einfluß seiner Landsleute Joyce und O'Brien (und vermutlich einiger mehr), welche der Autor sicherlich hochverehrt und die ihm bei der Findung seines eigenen Stils leuchtende Wegweiser gewesen sein müssen. Es bleibt festzuhalten, daß O'Neill sein eigenes Werk, seine eigene Geschichte, trefflich gelungen ist.
Das heißt aber nicht, daß einem das Buch vorbehaltlos gefallen muß. Manch ein Leser mag irgendwann seufzen ob einer aus altem Adel stammenden und entsprechende Umgangsformen, zu denen auch zahlreiche eingestreute französische Phrasen gehören, pflegenden Eveline MacMurrough. Er mag den Kopf schütteln angesichts ihres von Oscar Wilde faszinierten und inspirierten, ja durch ihn seinen eigenen hedonistischen Lebensstil legitimierenden Neffen, für den die meisten jungen (männlichen) Menschen nichts als Lustobjekte sind. Der Leser mag entnervt den Mund verziehen über die biedere Einfalt eines Mr. Mack, der versehentlich und doch vorhersehbar ein Plakat der Royal Army beschädigt. Der Leser mag ein wenig ungeduldig werden über die Schüchternheit eines dauererrötenden Jim Mack, der sich im zweiten Teil im Hinblick auf seine Beziehung zu Doyler viel zu abrupt zum Aktiveren, Forscheren wandelt. Und er mag das Buch nach der Lektüre unzufrieden weglegen, weil das Ende zum einen schludrig und unter Zeitdruck geschrieben scheint und zum anderen so bitter und düster ausfällt. Ein Trost mag die Liebesgeschichte zwischen Jim und Doyler sein, die der Autor in meisterlicher Einfühlung in seine Charaktere zu schildern weiß.
Sehr zu loben ist natürlich die Sprache, im Klappentext ein wenig vorlaut als "eigentlicher Held" des Romans bezeichnet. Die Sprache kann niemals Held sein, weil sie das Grundmedium jedes Romans ist, worin Helden und Figuren sich erst entfalten können. Dennoch ist sie in diesem Roman mehr als nur Medium: Sie ist Medium von ganz bestimmter Farbe, vermittelt eine Grundschwingung, scheint der Orgelpunkt in der Symphonie der Geschichte. Auch hat sie gerade in den Dialogen mitunter leitmotivische Signalwirkung: "Wohlgemut?" oder "Bist du geradaus?" lauten Doylers immer wiederkehrende Fragen, eine falsch aufgeschnappte "Lemancholie" dagegen gehört zu einem sprachlich völlig unbegabten Mr. Mack. Meisterhaft die Überhöhung jeglicher Kategorien von Sprachniveau und Dialog in der Aufsplittung von Anthony MacMurrough in Hugo, Skrotes, den Kaplan und Nanny Tremble, jeweils charakterisiert durch ihre individuelle Sprechweise. Ein wenig anstrengend dagegen muten die vielen Wechsel zwischen direkter und indirekter Rede an, und auch die fehlende Kennzeichnung von Gedanken, die bestimmte Figuren haben und denen wiederum übergangslos Erzählerkommentare folgen, schaffen teilweise Verwirrung.
Daß Hans-Christian Oeser mit der deutschen Übersetzung Großes geleistet hat, bedarf gar nicht erst der Erwähnung; dennoch gibt es mitunter Stellen, welche entweder Zitate sind und ohne Kenntnis der entsprechenden Quellen daher unverständlich bleiben oder aber für den deutschen Leser einer Erläuterung bedurft hätten. Auch verlangen manche gedanklichen Schlüsse, die der Leser ziehen muß, etwas zuviel Aufmerksamkeit ab, als daß man noch von einem angenehmen Leseerlebnis sprechen könnte.
Abschließend sei bemerkt, daß der Roman trotz dieser von mir kritisierten Punkte ein Meisterwerk ist - und man daher nicht verstehen kann, weshalb der Verlag (Luchterhand / Random House) so wenig in die Werbung investiert (die Übersetzung mußte gar vom Ireland Literature Exchange, Dublin, gesponsert werden) und nun hier bei Amazon haufenweise Mängelexemplare zu Schleuderpreisen verramscht werden. Eine Schande, die dieses grandiose Buch nun wirklich nicht verdient hat.
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am 8. Juni 2003
Wahnsinn, etwa zwei Jahre wartete ich auf das Erscheinen Jamie O'Neills "Im Meer, zwei Jungen", ging mit grossen Erwartungen ran und wurde in keinster Weise entäuscht.
In heute kaum noch zu lesender epischer Sprache, dichtet O'Neill auf 700 Seiten eine Geschichte, in deren Mittelpunkt die zwei 16jährigen Jim Mack und Doyler Doyle und ihre langsam entstehende, gefühlvoll beschriebene Liebe stehen. Die Sprache ist sehr bildreich, sämtliche Protagonisten akzentvoll gezeichnet, so dass man sie ins Herz schliessen muss!
Dieses Buch bräuchte sich vor Werken wie Oliver Twist und Tom Sawyers nicht zu verstecken- wenn es O'Neill gelingt noch zwei, drei Werke diesen Levels nachzulegen, er nicht vor seinen geistigen Vorgängern.
Natürlich wird dem Einen oder Anderen die recht anschauliche Beschreibung schwulen Beischlafes sauer aufstossen, ansonsten sei jedem dieses Buch ans Herz gelegt. Ich habe es in vier Tagen gelesen, es hängt aber noch jetzt, zwei Wochen später, nach.
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am 9. September 2005
Eine der wundervollsten Liebesgeschichte die ich kenne. Zugegeben, bis man sich eingelesen hat, dauert es eine Weile, denn die Geschichte entwickelt sich langsam und auf verschiedenen Erzählebenen. Trotzdem ist es eine überaus schöne und glaubwürdige Erzählung. Literatur mit schwulem Thema und dennoch ist Schwulsein kein Thema: wunderbar und höchst empfehlenswert.
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am 4. August 2009
Nachdem ich im letzten Jahr bedingt durch einen Urlaub in Dublin mein Interesse für irischen Geschichte entdeckt habe und auch schon den ein oder anderen Roman zum Thema verschlungen habe, fiel mir dieses Exemplar in die Hände.

Aller Anfang ist schwer: Denn die ersten 100 Seiten sind schwere Kost. Der Stil des Autors ist sehr gewöhnungsbedürftig. Danach kommt die Geschichte aber in Fahrt und ist - im Großen und Ganzen - auch gut zu lesen. Teilweise fällt es aber schwer den Gedankensprüngen des Autors zu folgen.

Die Geschichte selbst ist sehr schön. Eine schwule Liebesgeschichte in die Zeit des Osteraufstandes zu setzen: Das ist schon mutig. Leider leidet darunter der historische Kontext. Ein Leser, der sich nicht in der bewegten Geschichte des Landes auskennt, wird - aufgrund des sozialen Hintergrunds zahlreicher Figuren denken -, dass halb Irland ein Land der Wohlhabenderen ist. Die Dubliner Slums und das soziale Elend des "Armenhauses Europas" werden nur am Rande vermittelt.

Fazit: Gewöhnungsbedürftig, aber doch schön. Kein herausragender Roman, aber auf jeden Fall ein kurzweiliges (nach Anfangsschwierigkeiten) Lesevergnügen.
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am 28. Dezember 2009
"Im Meer, zwei Jungen" ist in düsteres, schwer verdauliches Buch in melancholischen Grau-Tönen, das Armut, Krieg, Elend und Ausweglosigkeit ganz nah an den Leser bringt und dafür sorgt, dass es nicht so schnell in Vergessenheit gerät.

Die Sprache ist sehr gewöhnungsbedürftig, manchmal ist das Buch wie ein zerstreuter Professor, man wundert sich und kommt nicht immer ganz so schnell mit. Nach den ersten 100 Seiten wird das Buch immer mehr zum Lesegenuss - mal witzig, tragisch und traurig. Die handelnden Personen werden sehr gut beschrieben, selbst die banalsten Gedanken finden sich im Buch wieder - wunderbar gemacht.

Jamie O'Neill führt den Leser nach Irland ins Jahr 1915; eine Zeit der Armut und politischen Unruhen, mittendrin Jim und Doyle, zwei junge Männer, die nicht sein dürfen, was sie sind, die schließlich im Strudel der politischen Unruhen mitgerissen und aufgerieben werden ...

Insgesamt kann ich das Buch nur empfehlen, es ist allerdings eher etwas für Vielleser mit Lust zum genauen Lesen und zur Geduld - die sich aber auf jeden Fall auszahlt!
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am 6. November 2015
Ohne Empfehlung durch einen Bekannten wäre ich niemals auf dieses Buch aufmerksam geworden. Und es war auch ein Kampf dieses Buch zu Ende zu lesen, der sich über mehrere Monate hin zog. Mit dem Schreibstil konnte ich mich nicht anfreunden: Belanglose Dialoge ziehen sich über mehrere Seiten, der verwirrende Schreibstil mit krampfhaft gewollten rhetorischen Stilmitteln nervte mich stellenweise extrem! Man möchte meinen, dass die Kombination aus den Themen Homosexualität und irischer Rebellion zur Zeit des ersten Weltkriegs sehr explosiv ist, jedoch kommt wenig Spannung auf.

Doch mein Durchhaltevermögen hat sich ausgezahlt. Die letzten 200 Seiten haben mich dann überraschenderweise sehr gepackt. Das Ende war doch sehr vorhersehbar, jedoch hat es mich stark innerlich berührt! Würde man die ersten 500 Seiten auf ein Fünftel einschmelzen wäre es ein guter Roman. Eine radikale Kürzung mit dem Rotstift hätte dem Buch sehr gut getan!
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am 2. März 2009
auch wenn das buch sehr lang ist und erst nach und nach in fahrt kommt kann ich das buch nur 100%ig weiterempfehlen.

ich habe das buch in einer melancholischen gelesen und fand diese liebesgeschichte sehr bewegend und extrem schön und gefühlvoll geschrieben -- so schön, dass ich das buch nach 2/3 nicht weiterlesen konnte weil ich angst davor hatte, dass es dem buchende zugeht. ich wollte einfach nicht, dass diese schöne geschichte aufhört...
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am 25. September 2003
Irland, 1915, kurz vor der Osterrevolution. Jim Mack, aus behütetem Haus, und Doyler Doyle, aus den Armutsvierteln eines Dubliner Vorortes schließen Freundschaft. Die beiden grundverschiedene Typen müssen sich gegen Ihre Umwelt durchsetzen: die Zermürbung durch die Moral der Gesellschaft, beherrscht durch die engstirnige katholische Kirche und gegen die Unterschiede der Klassen. Eine Liebe gegen alle Regeln entwickelt sich.
Ein erstaunliches Buch in einer fesselnden Sprache, dass einen nicht mehr loslässt und einen zum Lachen und zum Weinen bringt. Zweifellos eines der besten und wertvollsten Bücher, das je geschrieben wurde.
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am 11. September 2003
Irland, 1915, kurz vor der Osterrevolution. Jim Mack, aus behütetem Haus, und Doyler Doyle, aus den Armutsvierteln eines Dubliner Vorortes schließen Freundschaft. Die beiden grundverschiedene Typen müssen sich gegen Ihre Umwelt durchsetzen: die Zermürbung durch die Moral der Gesellschaft, beherrscht durch die engstirnige katholische Kirche und gegen die Unterschiede der Klassen. Eine Liebe gegen alle Regeln entwickelt sich.
Ein erstaunliches Buch in einer fesselnden Sprache, dass einen nicht mehr loslässt und einen zum Lachen und zum Weinen bringt. Zweifellos eines der besten und wertvollsten Bücher, das je geschrieben wurde
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am 30. Dezember 2004
Ich hab sicherlich schon viele Bücher gelesen aber dieses ist sowas von langweilig das ich nach 100 Seiten nicht mehr weiter lesen wollte und es ins Regal gestellt habe. Normalerweise würde ich das wieder anbieten aber das währe mir ehrlich gesagt zu peinlich.
Nicht nur das es ausnahmslos langweilig und langathmig mit äußerst umständlichen Dialogen durchzogen ist, es kommt auch keinerlei Spannung oder auch nur eine klei bischen Mitleit oder Einfühlungsvermögen rüber.
Ich finde ein Buch sollte einen Nachdenklich machen, ok das hat es geschafft allerdings nur, wieso ich dafür Geld ausgegeben habe was ich auch anders hätte investieren können.
Ich kann nur abraten sich das Buch zu kaufen, schaut mal in den Shops unter gebraucht nach wenn ihr wirklich interesse haben solltet oder lest erst mal ein paar Passagen dann wird es auch auffallen WIE es geschrieben ist.
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