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am 20. Januar 2014
Diese Rezension kann u.U. leichte Spoiler enthalten!

Irgendwie tut es mir Leid, dass ich diesem Buch keine bessere Bewertung geben kann. Die Geschichte hat durchaus ihren Charme und ist handwerklich gut geschrieben, aber am Ende (im übertragenen wie wortwörtlichen Sinn) krankt es doch an einigen Stellen. Gestern Abend habe ich die letzten Seiten der "Totenstadt" beendet und frage mich seitdem, ob das schon alles war. Nach gefühlten 50 Seiten weiß man bereits wie der Hase läuft und wer der "Bösewicht" und dessen Motivation ist. Der Hauptgrund hierfür und allgemein die Schwachstelle des Buches sind die eindimensionalen Charaktere (die beiden Protagonisten schneiden hier noch am Besten ab), die sich problemlos in 2 Sätzen charakterisieren lassen, allen voran der furchtbar nervende Flachspringer (wer denkt sich bitte solche Namen aus?), dessen einziger Lebensinhalt es ist, alles zu verprügeln, was ihm vor die Fäuste läuft, aber eigentlich doch ein ganz lieber und patenter Kerl ist. Nicht anders verhält es sich mit den für die Handlung wichtigeren Personen, die man nach 2 Seiten durchschaut und welche leider nicht mehr hergeben.

Darüber hinaus ist die Geschichte im Endeffekt einfach nur banal. Während in den ersten Kapiteln noch etwas Spannung aufkommt, verflacht diese später immer mehr. Die Toten (klassische Untote aus den Vergessenen Reichen gibts hier bis auf 1-2 Skelette keine) sind ungefährlicher wie sie kaum sein könnten und in Zeiten des Geisternebels kaum erwähnenswert (die Autorin versucht hier durch "dunkle Andeutungen" immer mal wieder Spannung rein zu bringen, lässt dem aber nichts folgen). Man fragt sich die ganze Zeit, warum nicht irgendwann mal jemand zu Khelben rüberläuft, damit der eben alles in Ordnung bringt.

Ich mag gerne Bücher, die nicht aus einer Andernanderreihung von Kämpfen bestehen (Salvatore lässt grüßen) und dialoglastiger sind, aber wenn dann sollte es auch zur Sache gehen. Hier enttäuscht die "Totenstadt" mich völlig. Die Kämpfe wirken geradezu kindgerecht (insbesondere im fast schon lächerlichen Finale) inklusive Hausfrauen, die reihenweise mit ihren Besen gut gerüstete Söldner verdreschen. Die "brutalste" Stelle bietet hier eine Frau, die ihrem Kontrahenten mit ihrem (mit Ziegeln gefüllten) Korb mehrmals auf den Kopf schlägt.. Der Ärmste bleibt danach sogar mehrere Minuten bewusstlos.

Dieser "Blutmangel" mag sicherlich Geschmackssache sein, passt für mich aber kein bisschen nach Faerun, genauso wie die Tatsache, dass neuerdings selbst nekromantische Rituale von jedem dahergelaufenen, zauberunkundigen Heinz vollführt werden können, solange er den richtigen Spruch aufsagt.

Das Buch ist nicht wirklich schlecht, aber für mich in der Tiefwasser-Reihe (gerade nach dem grandiosen Schattenlabyrinth) vollkommen deplaziert. Hätte man den (überhaupt kaum ausgearbeiteten) Kontext zu den Vergessenen Reichen gestrichen und die Geschichte in irgendeine x-beliebige Umgebung verfrachtet, würde die "Totenstadt" ein durchaus kurzweiliges, humorvolles Fantasy-Buch für Jugendliche abgeben. Aber wenn hier den Maßstab einer detailiert ausgearbeiteten D&D-Welt angelegt wird, bleibt das Buch doch auf der Strecke.
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