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am 12. August 2013
Wer das erste Mal einen Manotti Krimi liest, dem werden sehr bald die Unterschiede zwischen den Franzosen und den Deutschen klar . Hier zunächst eine Poizei, die brutal gegen Gesetze verstösst, einen viel besseren Lebensstil pflegen als ihre deutschen Kollegen und auch mit Zeugen nicht zimperlich umgehen. Schimanski ist hier einfach nur der Prolet, den die Deutschen sich verdient haben. Dagegen genehmigen sich die Kommissare vor dem Essen natürlich einen Aperetif und gehen dann noch zu ihrer Freundin oder zu dem Liebhaber des Kommissars, denn der darf auch auf hübsche junge Männer stehen. Es ist schon amüsant wie die Unterschiede hier deutlich werden in diesem Krimi noir, in dem auch manches durcheinander geht. Manotti benötigt für ihre Story viel Personal und das ist manchmal etwas mühsam, alle auseinerzuhalten. Die Politik spielt natürlich auch eine Rolle und das bis ins Elysee und man denkt dabei an Strauss-Kahn oder sogar Präsidenten, die alle ihre Affären hatten. Und wir regen uns schon auf wenn der arme Peer Steinbrück einen Pinot Grigio unter fünf Euro ablehnt. Grösser könnten die Unterschiede der Kuluren wirklich nicht sein. Eben ein Leben wie Gott in Frankreich, auch wenn vieles eben nur Makulatur ist . Doch so lieben wir die Franzosen mit der Sehnsucht nach Verruchtem, aber natürlich mit grösster Diskretion. Spannend und routiniert erzählt Manotti diese phantasievolle Geschichte, auch wenn vieles wirklich nicht glaubwürdig wirkt.
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am 7. Dezember 2013
Man muss diesen coolen Kommissar Daquin einfach mögen. Er hat seinen ganz individuellen Lebensstil inklusive der Leidenschaft für jüngere Männer. Das macht diesen Protagonisten super sympathisch. Die Handlung spielt im Paris der End 80er Jahre und man hat fast das Gefühl, als ob Sex und Drogen das einzig beherrschende Thema sind. Deßhalb ist auch der Titel "Zügellos" perfekt ausgewählt worden. Pferdeliebhaber sollten eher nicht zur Lektüre des Buchs greifen, weil das ein oder andere Exemplar ziemlich rabiat getötet wird. Das ist aber neben dem ein oder anderen richtigen Mord nur ein Teil des Buchs. Viel mehr stehen Netzwerke und gewisse Abhängigkeit im Vordergrund. Erpressung, Intrigen und sexuelle Handlungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Auch der Spannungsbogen zieht entsprechend mit. Koks scheint das beherrschende Rauschmittel der Zeit zu sein. Der Autor vermittelt ein authentischen Blick auf die gehobene Pariser Gesellschaft. Man kann allerdings nur hoffen, dass die Realität anders aussieht.
Insgesamt hat es sich gelohnt, dass der Verlag dieses Buch auf Deutsch veröffentlicht hat. Die Lektüre ist witzigen und kurzweilig.
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Sommer in Paris, 1989. Commissaire Daquin vom Drogendezernat erhält einen Anruf einer Informantin, die kurz darauf während eines Pferderennens ermordet aufgefunden wird. Wenig später gehen Pferdeställe mitsamt der Tiere in Flammen auf - Brandstiftung. Nicht nur Pferde sterben, auch hochranginge Mitarbeiter des Versicheurngskonzerns PAMA sterben bei einem Anschlag. Dass sie selbst ein Faible für Kokain hatten, scheint ein offenes Geheimnis der Wirtschafts- und Politik-Prominenz zu sein. Und auf elitären Partys von Jockeys tauchen zugleich zu große Mengen Kokain auf. Dass zudem die PAMA, deren früherer Vorsitzender entmachtet wurde, zu den Unternehmen gehört, die hohe Versicherungssummen getöteter Pferde ausschütten, ist für Comissaire Daquin kein Zufall mehr. Noch während seiner Ermittlungen werden ihm von seinen Vorgesetzten die Zügel angelegt, so dass klar ist, dass er in ein politisch und wirtschaftlich brisanten Wespennest gestochen hat. Doch Daquin ist stur und beginnt mit seinem Team nun selbst außerhalb der Legalität zu arbeiten: Mit Erpressung, Bestechung, Intrigen und ungenehmigten Abhöraktionen stösst er in den kommenden Monaten mit seinem Team selbstbewusst auf einen Skandal, dessen Dimensionen auch vor weiteren Toten nicht zurückschreckt.

Über die hiesige Veröffentlichung des in Frankreich bereits 1997 erschienen Romans habe ich mich sehr gefreut, denn ich liebe Dominique Manottis polit- und sozialkritische, stets überaus spannend realistisch wirkende Fiktion, die sich in vielen ihrer Krimis stark an tatsächlichen Vorfällen orientiert. Die Verbindung aus tatsächlichen Ereignissen und Fakten sowie der detaillierte Blick auf die Funktionsweise von französischer Politik und Wirtschaft mit all ihrer Korruption und Grauzonen sowie die knappe, präzise, scharfe, manchmal sogar lakonisch wirkende Sprache ergeben souveräne, kritische, virtuose und spannende Krimis, intelligent konstruiert und packend inszeniert. Die Figuren sind präzise und schillernd detailreich skizziert, die Handlung ist von hoher Komplexität und erneut aufgrund der scheinbaren Authentizität erschreckend. So zündet "Zügellos" ein furioses Feuerwerk: So brisant, spannend, unterhaltsam, intelligent und noch immer erschreckend aktuell. Verdient hat Manotti im übrigen bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt hierzulande im vergangenen Jahr den Preis für den besten Krimi ('Roter Glamour') der "KrimiZEIT" und vergangene Woche erst lobte das Magazin "Der Spiegel" die 'Grande Dame' der 'noir-Krimis". Damit auch absolut uneingeschränkt meine Empfehlung für Freunde anspruchsvoller Polit- und Wirtschaftskrimis.
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TOP 500 REZENSENTam 12. Juli 2013
Sommer 1989: Das politische Klima in Europa verändert sich. Mauern werden brüchig und Blöcke fallen. Die französische Linke geht auf Kuschelkurs mit den Neoliberalen. Und alle spielen mit dem Feuer.

Agathe, Nicolas und Christian kennen sich seit Studientage, haben gemeinsam für die revolutionäre Sache gekämpft, sind aber mittlerweile im bürgerlichen Leben angekommen. Agathe und Nicolas sind für die Öffentlichkeitsarbeit des Versicherungskonzerns PAMA zuständig, während Christian im Élysée-Palast für den Staatspräsidenten arbeitet. Ihre Wege werden sich während dieses Sommers in Paris wieder kreuzen.

Durch die Öffnung des Ostens entstehen neue Märkte und Glückritter wittern die Chance ihres Lebens, ohne Anstrengung an das große Geld zu kommen. Natürlich geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Entscheidungsträger werden geschmiert und paktieren mit Spekulanten, die aus den unterschiedlichsten politischen Lagern kommen. Aber alle sind "zügellos", vereint in ihrem Verlangen nach Macht und Geld.

Das stellt auch Commissaire Daquin bei seinen Ermittlungen fest, nachdem auf der Rennbahn erst eine seiner Informantinnen ermordet aufgefunden wird und kurz danach Rennpferde in ihren Ställen verbrennen. Das zuständige Versicherungsunternehmen PAMA schüttet den Eignern ohne großes Federlesen riesige Versicherungssummen aus, aber Daquin wird misstrauisch und beginnt mit seinen Ermittlungen, was umgehend seine Vorgesetzten auf den Plan ruft, die ihn zurückpfeifen. Aber er bleibt hartnäckig und fördert auf illegalem Weg höchst brisante Ergebnisse und jede Menge Schnee zutage.

"Zügellos", gerade erst in der deutschen Übersetzung erschienen, wurde bereits 1997 im Original unter dem Titel " À nos cheveaux" veröffentlicht. Der Titel bezieht sich auf eine Trinkspruch der französischen Kavallerie: "À nos femmes, à nos chevaux et a ceux qui les montent" = "Auf unsere Frauen, auf unsere Pferde und auf die, die sie besteigen". Genau mit dieser Arroganz, die hier vermittelt wird, agieren bei Dominique Manotti die aalglatten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kapital, deren einziges Interesse darin liegt, ihre Gier zu befriedigen.

Und wie immer schafft es die Autorin perfekt, in einer klaren und schnörkellosen Sprache und ohne Gefühlsduseleien, die komplizierten Verflechtungen zwischen Geld und Macht absolut treffend im historisch-politischen Kontext aufzuzeigen.

Très, très bien!
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am 25. Juli 2013
...nicht zu spät.
Leider erst jetzt ist die deutsche Übersetzung des 1997 veröffentlichten Politkrimis "À nos chevaux!" von Dominique Manotti im Argument Verlag erschienen. Damit ist bereits das einzige Manko von (minimalem) Gewicht genannt, von Gewicht insoweit, als dass "Zügellos" die neoliberale Stimmung der späten 80er und 90er Jahre widerspiegelt und damit etwas aus der Zeit gefallen ist. Eine gewohnt erstklassig konstruierte Story, geradlinig erzählt. Hart an der Realität, fast dokumentarisch schildert Manotti die bereits zutreffend genannte aalglatte Arroganz einer Melange aus korrupter Politik und enthemmter Wirtschaft, zugegeben aus einer gesellschaftspolitisch kritischen Perspektive. Freunde literarischer Ausschmückungen kommen vielleicht nicht ganz auf ihre Kosten. Dennoch ist es eine wahre Freude, Commissaire Daquin bei seinen unkonventionellen Ermittlungen im Reitsport- Drogen und Rotlichtmilieu zu folgen. Stringent erzählt und immer auch witzig. Eine klare Empfehlung.
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am 6. September 2013
Ich habe dieses Buch gekauft, weil es in der Krimi-Bestsellerliste der "Zeit" ganz oben stand. Nach der Lektüre frage ich mich, warum es dort stand - und noch immer steht. Die zentrale Schwäche dieses Krimis: Er ist einfach nicht spannend! Die verschiedenen Fäden der Handlung werden einfach irgendwie miteinander verknüpft, ohne dass es einen "packt"; vor allem, ohne das es einen erkennbaren Höhepunkt punkt. Stattdessen plätschert die Handlung dahin, mit teils kruden Ereignissen und Wendungen, die den Leser mehr irritiert statt gespannt zurücklassen. Die Ursache für dieses Problem liegt in der Komposition dieses Buches: Thematik, Personen, Dialoge und vor allem die Sprache sind so holzschnittartig und so stereotyp angelegt, dass es am Ende einfach platt wirkt. Lediglich die Charakterisierung des Kommissars Daquin ist einigermaßen gelungen.
Fazit: Nach Patricia Melos "Leichendieb" die zweite Enttäuschung aus der "Zeit"-Krimi-Bestsellerliste.
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