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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
13
4,2 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 4. März 2017
Es kostete mich große Mühe, dieses aus Klischees zusammen gestückelte Werk bis zu Ende zu lesen. Ein Stern als Bewertung ist noch viel zu viel.
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Dank des faszinierend authentisch wirkenden 'Roten Glamours', der aktuell (Sommer 2011) in den Top10 eines Krimi-Magazins platziert ist, machte mich Manotti neugierig auf ihre frühere Veröffentlichung und auch die 'Letzte Schicht' begeisterte mich aufgrund der politischen, glaubwürdigen Tiefe der Story und der noch stärker ausgeprägten Authentizität:

Während sich zwei große, internationale Konzerne um die Übernahme des angeschlagenen, französischen Thomson-Staatsbetriebs - Hersteller nicht nur von Unterhaltungselektronik, auch von Waffen - streiten, beginnen die Arbeiter in einer der Thomson-Fabriken aufgrund eines gefährlichen Unfalls zu streiken, fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in der maroden Fabrik, besetzen die Büros und entdecken zufällig Dokumente, deren Brisanz sie anfänglich noch nicht ahnen. Es scheint fast zu einfach, den Arbeitern dann noch den katastrophalen Brand der Fabrik, der während des Streiks ausbricht, anzulasten. Gleichzeitig fürchtet die Pariser Politik- und Wirtschaftselite, dass die von den Arbeitern entdeckten Dokumente zu gefährlich für die geplante Machtübernahme des Konzerns und die künftige, politische Ausrichtung Frankreichs sind: Während die einen also einen Ermittler beauftragen, um die Vorfällfe in der Fabrik zu klären und politische Skandale für ihre eigenen, gierigen Interessen züchten, schrecken andere nicht einmal mehr vor Mord zurück. Inmitten der großen Ereignisse stehen aber auch die kleinen, traurigen Schicksale der Fabrikarbeiter, die plötzlich Auswirkungen auf die Zukunft des Konzerns, auf die Zukunft Frankreichs zu haben scheinen.

Im direkten Vergleich zum aktuellen Wirtschafts-Thriller 'Roter Glamour' wirkt die 'Letzte Schickt' noch ehrlicher und noch authentischer, damit noch spannender und ist an möglichem Realismus kaum zu übertreffen, was diesen Thriller noch brutaler und dramatischer wirken lässt. Es sollte gerade darum erwähnt werden, dass Manotti bewusst mit Fiktion arbeitet und aus einem Ideen-Pool tatsächlicher Ereignisse schöpft, wie etwa den dramatischen Aufständen der Stahlarbeiter 1979 in Lothringen - gleichem Spielort der Handlung dieses Romans. Schon damals titelte das Magazin 'Der Spiegel' darüber "Wir sitzen hier auf einem Pulverfaß" - genau diese Idee greift die Autorin exzellent - aber mit Fiktion! - auf und hat ein sehr polit- und sozialkritisches, überaus spannend realistisches Schreckens-Szenario skizziert. Der für August 2011 angekündigte Roman "Einschlägig bekannt" dürfte damit erneut brisant werden, denn Manotti gibt offen zu, dass sie kritisieren und provozieren will - mit den drastischen Stilmitteln eines Thrillers. Und das gelingt ihr erschreckend gut.
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am 24. August 2013
Im Oktober des Jahres 1996 entschied die französische Regierung bzw. der Staatspräsident Jacques Chirac, die Thomson AG für einen symbolischen Franc zu privatisieren und dabei der Unternehmensgruppe Matra-Hachette den Zuschlag zu geben, vor dem vorher favourisierten Konzern Alcatel-Alsthom. Die Idee war weiterhin, die Multimediasparte von Thomson den schon in Frankreich aktiven koreanischen Konzern Daewoo weiterzugeben.
Die Art und Weise, wie die Entscheidung zustande gekommen war, vermutete politische Einflussnahme, wirtschaftspolitische Erwägungen und die Tatsache, dass im Umfeld der Bekanntgabe des Deals auffällige Aktiengeschäfte getätigt wurden, führten schließlich zu einem Veto der Privatisierungskommission.
Vor diesem historischen Hintergrund hat Dominique Manotti einen wirklich spannenden Wirtschaftskrimi geschrieben, der sich in Passagen wie eine Dokumentation liest. Der Krimi führt en passant in die Regel- und Netzwerke des französischen Wirtschaftslebens ein, ebenso bekommt man eine Ahnung vom europäischen Subventionsdschungel. Er zeigt die Verflechtung von Firmen, Wirtschaft und Politik in Frankreich (und anderswo) auf und führt vor Augen, wie Entscheidungen zum eigenen wirtschaftlichen Wohl beeinflusst und manipuliert werden. Man kann zwar davon ausgehen, dass nicht jedes Mal Brandstiftung und Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind, aber wer weiß das schon, wenn diese dann als Unfall oder Selbstmord getarnt werden. Manotti selbst stellt dem Roman ein vielsagende Warnung voran: Dies ist ein Roman. Alles ist Wahrheit alles ist Lüge." Absolut lesenswert.
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am 13. November 2011
Diese Geschichte ist nicht einfach ein eindimensionaler Wirtschaftskrimi. Sie ist auch kein konventioneller Detektivroman. Diese Geschichte ist ein kriminologisches Sozialdrama vor dem Hintergrund des internationalen Casino-Kapitalismus der Neunziger-Jahre, der im Übrigen bis heute anhält. Und... die Story ist zu wahr, um Fiktion zu sein.

Dominique Manotti erzählt auf eine unemotionale, trockene Art die Geschichte eines abgewendeten Take-Overs einer multinationalen, ursprünglich französischen Rüstungsfirma. Dabei beleuchtet sie mit der ihr eigenen Empathie alle davon betroffenen sozialen Schichten: Vom einfachen Arbeiter über das mittlere und höhere Kader der Firma bis zu Regierungsstellen und Dienststellen der EU, die damit verbandelt sind. Abstossend, wieviel Dreck dabei zutage gefördert wird...

Manotti zu lesen sei allen kritischen Geistern empfohlen, die wissen, dass sich hinter Schlagzeilen in (Wirschafts-)Nachrichten mehr verbirgt, als uns Nachrichtenagenturen weis machen wollen.
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am 25. Juni 2011
Dieses Buch ist ein Gewitter! Gewaltig, kompromisslos, mit Nachhall. Wirtschaft unter der Lupe, vom Fließband bis zur Chefetage. Zusätzlicher pikanter Knalleffekt: Die Geschichte beruht auf Tatsachen.
In einer lothringischen Bildröhrenfabrik gibt es immer wieder Unfälle, schließlich kommt es zum Streik. Da bricht Feuer aus! Wer hat in dieser Situation gezündelt? Die Interessenlage ist unübersichtlich - der Schuppen ist nämlich eine Schleuse für EU-Gelder. Privatdetektiv Montoya reist an und stellt fest, dass bereits gemordet wird ... All diese Sauereien sind wirklich passiert, jedoch: Diese Story handelt von den Menschen. Kriecht in ihre Köpfe, plausibel, glaubwürdig, unwiderstehlich spannend und knallhart. Das ist so packend wie ein schneller harter Film. Zudem ist die Sprache absolut elegant. Keine Klischees, kein Gesülz, nichts Abgedroschenes. Große Kunst, das.
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am 22. Juli 2016
Zum Inhalt ist bereits Stellung genommen worden. Der Schreibstil ist hervorragend, und diese literarische Qualität setzt sich in der Übersetzung fort. Die Thematik jedoch ist für jemand, der den sozialistischen Realismus in der Literatur und auf eigener Haut erlebt hat, haarsträubend. Ach, diese arme und ausgebeutete Arbeiterklasse der kapitalistischen Gesellschaft! Geschrieben von jemand, der kommunistische Ideen geistig verinnerlicht, ohne sie in der Praxis umgesetzt erlebt zu haben.
Eigentlich wollte ich 1 Stern vergeben, für die literarische Qualität gibt es aber noch 1 hinzu.
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am 10. Juni 2010
Manotti erzählt absolut meisterhaft. Ihr Krimikosmos ist dicht, packend, lebendig, ihre Sprache präzise.
Dieses Buch ist nie trivial, vielmehr sezierend kühl, kompromisslos hart, zärtlich und brutal, immer ganz dicht dran. Gleich zu Anfang wird klar, dass hier die ungeschönte Wirklichkeit vorkommt: ein rasanter Einstieg in atemlosem Tempo katapultiert den Leser/die Leserin mitten in ein Szenario, das nachhaltig unter die Haut geht. Zu der hohen literarischen Qualität kommt extreme Spannung, ein Hauch von Romantik, faszinierende Charaktere. Hintergrund des Romans ist die wirklich so geschehene Skandalgeschichte der Thomson-Privatisierung, aber Manotti füllt die Geschichte mit total lebendigen Figuren, beeindruckendes Kopfkino! Man kann sich dem nicht entziehen, so lebensnah und packend erzählt sie.
Fazit: Ein unglaublich starker Roman noir über Haie und kleine Leute, Täter und Opfer, Wirtschaft, Politik und das wahre Leben.
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am 5. Dezember 2012
Eine Fabrik in Lothringen, die nur zum Schein betrieben wird und an der die Bosse dank EU Subventionen kräftig verdienen. Die Arbeiter der Fabrik, fast nur Migranten aus Algerien und Marokko. Eine düstere Stimmung unter der Belegschaft und dann stirbt eine Arbeiterin an einem Stromschlag. Dieser Vorfall ist der Auslöser zu einem gewalttätigen Streik.

Dominique Manotti beschreibt in diesem Buch den Sumpf der EU, die Ausbeutung der Schwachen und die sinnlose Verschwendung von öffentlichen Mitteln. Ein sehr sehr guter Wirtschaftskrimi, subtil und glaubhaft geschrieben.
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In einer französischen Röhrenfabrik geschieht ein furchtbarer Unfall, eine beliebte Arbeiterin wird entlassen, versprochene Prämien sollen nicht gezahlt werden – das Maß ist voll! Spontan wird die Arbeit niedergelegt, ebenso spontan die Fabrik besetzt. Aber die Arbeiter sind unorganisiert und gehen planlos vor. Und sie haben keine Ahnung, was sie in Gang gesetzt haben, welche Interessen sie gefährden, dass ihr harmlos begonnener Streik zu weiteren Todesfällen führen wird.
Denn der Streik kommt ungelegen für die Manager, die den Rüstungskonzern Thomson übernehmen und ganz große Karriere machen wollen. Was genau in der Röhrenfabrik geschieht, und wie die Verhandlungen zur Privatisierung des Staatskonzerns Thomson hinter den Kulissen ablaufen, soll tunlichst nicht ans Licht geraten. Und dafür gehen die Herren buchstäblich über Leichen.
Wen interessieren dabei schon die Sorgen und Nöte der Fabrikarbeiterinnen?
Die Eingangsszene dieses Buches ist die dichteste, die ich je in einem Krimi gelesen habe. Fast schon hypnotisiert folgt man beim Lesen den Gedanken der Protagonistin Rolande, bis zum Moment des großen Knall, des Unfalls. Gedanken, die vom Rhythmus des Bandes und dem Setzen der vier Lötpunkte immer wieder unterbrochen werden.
Dominique Manotti schreibt knallhart und realistisch über Machtgeilheit und Gier, über Subventionsbetrug, persönliche Bereicherung, Tricksereien und Skrupellosigkeit.
Die meilenweit voneinander entfernten Lebenswelten der Fabrikarbeiterinnen und der Manager sind überaus plastisch dargestellt; besonders die Frauencharaktere sind sehr lebendig beschrieben. Und sogar für ein wenig Romantik ist noch Raum. Manotti erzählt elegant und packend, in einem atemlosen Tempo.
Dies ist keine 08/15-Unterhaltungsware, sondern ein intelligenter Thriller mit einem hohen Anspruch, der voll erfüllt wird.
Und das Erschütterndste ist: Dieser Wirtschaftskrimi zeigt, dass die Wirtschaft ein Krimi ist, denn er beruht auf wahren Ereignissen.
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am 30. September 2016
Das Buch „Letzte Schicht“ war mein erstes der Autorin Dominique Manotti. Der Inhalt des Buches zielt auf die korrupte europäische Wirtschaftswelt, in der EU-Subventionen genutzt werden um die Taschen von asiatischen Großunternehmern zu füllen und alle Mittel in Betracht gezogen werden um Macht und Anerkennung zu erlangen. Bestechung, Bedrohung, Geldwäsche und Mord stellen dabei keine Grenzen da. Der Leitfaden, an dem sich die Thematik anheftet, ist eine Fabrik in Lothringen und deren ausgebeutete Arbeiterklasse. Mehr möchte ich für den geneigten Leser jedoch nicht verraten. Der Schreibstil der Autorin ist eher nüchtern und geprägt von Aneinanderreihungen von kurzen Sätzen. Das empfand ich manchmal als schwierig zu lesen und bot nicht die Detailreiche, die man an der Stelle vielleicht erwartet. Überraschungen bleiben aus und die Thematik wird sehr kalt mit nur wenigen Lichtblicken dargestellt. Auch muss sich der Leser am Anfang gedulden bis er über das Gebilde Bescheid weiß. Insgesamt ist die Thematik sehr interessant, aber ein weiteres Buch würde ich von der Autorin nicht lesen wollen, aber das ist Geschmacksache.
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