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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
4
5,0 von 5 Sternen

am 11. Dezember 2011
Dieser Kriminalroman spielt in Berlin Mitte - in der Gegenwart und um 1909. Durch Zufall findet die Antiquarin Maire alte Kriminalhefte aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts. Aber nicht diese Heftchen sind das Spannende, sondern, dass Papier, in das sie eingepackt sind. Durch Zufall findet Marie mit ihrem alten Großvater darauf ein Sütterlin Manuskript, das wie eine Art Tagebuch geschrieben ist und von der Baroness Wanda von Brannburg handelt. Hier findet der Zeitsprung statt und wir finden uns wieder im August 1909. Wanda, eine junge Adelige Ende Zwanzig, lebt mit ihrer Familie auf Gut Brannburg und soll nun als älteste Schwester verheiratet werden. In diesem Moment beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen und Wanda findet sich auf Mörderjagd zusammen mit dem Privatsekretär ihres Onkels wieder. Immer wieder wird in den Zeiten gewechselt, was sehr reizvoll ist und während Marie und ihr Großvater das Manuskript lesen und Marie sich nebenbei in den Mann verliebt, der sie angefahren hat, verlieben sich auch Wanda und Hansen. Große Verwicklungen um die damalige Sensation, dem Zeppelin und dessen Weiterentwicklung führt zu ungewöhnlichen Mordfällen, die auch Wandas Tante und Onkel betreffen.
Eine tolle amüsante Sprache, reizende Hauptfiguren - in beiden Zeiten - und ein rasanter Schreibstil machen dieses Buch zu einer wundervollen Entdeckung. Ein echtes Lesevergnügen!
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am 10. Dezember 2008
475 Seiten - für einen Krimi ein ganz schöner Brocken. Aber Langeweile kommt nicht auf. Einmal angefangen, wird es schwer, zu unterbrechen; die Spannung wird geschickt aufrecht erhalten. Nicht durch bombastische Ereignisse, vielmehr wird man von der inneren Unruhe erfasst, die die Protagonisten erleben, weil sie sich nicht erklären können, was um sie herum geschieht.

Es handelt sich um eine Manuskriptfiktion - eine Rahmenerzählung, in der ein Text aufgefunden und vorgelesen wird. Rahmen und Binnenerzählung spielen teilweise am selben Ort in der Mitte Berlins, in der Jetztzeit und im Jahr 1909.

In der Reihe "Ariadne Krimi" des Argument-Verlags erscheinen Frauenkrimis. So ist in beiden Handlungsebenen die Hauptperson eine Frau, die jeweils in Ich-Form zu uns spricht. Die Autorin nutzt die Gelegenheit, die Rolle einer, aus gehobener Sozialschicht stammenden Frau um die Jahrhundertwende eingehend darzustellen.

Um nicht zuviel zu verraten, sei nur gesagt, dass das Kriminelle an den Handlungsfäden nicht die Hauptrolle spielt. Der Krimi ist raffiniert eingewoben in ein glaubwürdiges Geflecht von Lokalkolorit und Zeitgeschichtlichem. So wirkt ein, in Ausführlichkeit eingebautes, reales historisches Ereignis zunächst deplatziert - bis der Fortgang der Handlung es schlagartig in den Mittelpunkt rückt.

Nicht nur im Titel des Buches geht es um ein Getränk. Bei jedem noch so kleinen Anlass wird gebrüht, eingeschenkt und getrunken, beileibe nicht immer nur grüner Tee. Das ist der einzige kleine Wermutstropfen. Nebenbei: Wermutwein kommt nun gerade nicht vor :-)
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am 21. Mai 2013
Ein Buch - genau das Richtige für verregnete Wochenenden, wie sie dieser Sommer offenbar zu bieten scheint, und wie sich auch Hamburg - eine der Stationen in diesem überaus spannenden zeitgenössischen und historischen Krimi - präsentiert. Sehr bildhaft beschrieben, wie sich das Leben einer Frau aus gutem Hause damals gestaltete und wie extrem reduziert die Frauen in ihrer Lebensperspektive waren. Und unglaublich erfrischend, wie sich die Baronesse Branndenburg dagegen zu Wehr setzen kann und energisch, aber nie aufgesetzt, sich immer ein bisschen anders verhält, als von ihr erwartet. Die lebendigen Schilderungen einer Handlung, die einen gleichsam spannend wie sensibel in die Kaiserzeit entführt und in eine Welt, in der das Auto gerade erfunden war und alle Welt über den Zeppelin sowie diverse chemische Erfindungen staunte, führen dazu, dass man atemlos wissen will, wie es weitergeht. - Und ich habe noch erfreuliche 200 Seiten vor mir und kann die Antiquarin Marie Baer im Berlin von heute und die erfrischende Wanda von Branndenburg zum Glück noch ein bisschen begleiten... und freue mich außerdem auf mehr von dieser Autorin.
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am 19. April 2016
Ich habe das Buch wirklich verschlungen. Es ist schade dass es so wenig Bücher von Dagmar Scharsich gibt, ausserdem, meiner Meinung nach ist sie eine tolle Autorin von historischen Romanen, die uns gekonnt in einer anderen Zeit hineinzuscheichen gelingt. In diesem Fall, darstellt sie uns mit einem Rätsel aus der Vergangenheit, die noch eine Wirkung auf unserem Gegenwart zu tun hat.
Die Heldin von unserer Zeit ist Marie Baer, eine Antiquarin, die mit ihrem demenzgekrankten Grossvater lebt. Eines Tages kommt eine junge Dame im Laden mit einem uralten Romanheft, die über die Seitensprungen von einer Wanda von Brannburg, eine sogennante Meisterditektivin während der Kaizerzeit, erwähnt. Maries Neugier ist unmittelbar erwacht, und danach, ist sie besesen unterwegs, mit Hilfe von Freunden, die uralte Vorkomnissen (als erschienen sie im Heft) , und das Dasein von Wanda als die Wirklichkeit zu bestätigen.
Wie in ihren anderen Romanen ist Dagmar Scharsichs Streibstil sehr fliessend, und dabei präsentiert sie uns mit einem nutzvollen Eintrag des Lebens während der Kaiserzeit, dazu mit schonen Bilder des damaliges Berlins. Marie, wie andere von Frau Schairers Heldinnen, ist nicht schüchtern angesichts Beziehungen (sowie Cora in “Die Gefrorene Charlotte”), doch ist sie auch eigenständig und ganz freiwillig. Sie ist so beansprucht mit ihren eigenen Ermittlungen, kaum hat sie die Zeit um sich völlig mit ihren Mitmenschen zu beschäftigen!!
Als Marie und ihrer Grossvater die Heften eifrig lesen, dadurch gibt es uns ein Blick ins Leben von Wanda, eine weit vorzeitige Frau, die mit grossem Mut, sucht eine mörderische Tat zu nachforschen. Obgleich dieser Roman ist zweizeitlich, gibt es Vorkomnissen ins Leben von Marie und Wanda, die irgendwie übereinstimmen, und bald kann sich Marie mit Wandas Gefühle wohl identifizieren. Wie in die anderer Geschichte von Frau Scharsich, gibt es auch die Fragen die unbeantwortet bleiben. Dass ist ein Markenzeichen der Autorin, wo die subtile und hintergründige Andeutungen lässt sich zu nachdenken. Es ist auch gut zwei Heldinnen zu treffen, die erlauben uns die weibliche Perspektiven, von zwei unterschiedlichenen Zeiten, zu schätzen.
Ich mag besonders wie der Anfang des Buches ist noch einmal wiederholt am Ende, und dann weiterentwickelt um den Roman nicht nur eine nachvollziebare Schlussfolgerung zu ergeben, sondern auch, ohne nichts zu verraten, eine verblüffende Entwicklung um uns zu reizen. Sehr sehr gut, und wie ich vorhergesagt habe, bedaure ich stets keine andere Bücher von DS bislang erhalten zu haben. Ich drucke den Daumen!!
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