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am 28. August 2017
In diesem Buch werden sehr anschaulich und liebevoll, die manchmal vorhandenen Schwierigkeiten im umgang mit Gefühlen und deren Auswirkungen, einer mit der Borderline Persönlichkeitsstörung lebenden Mutter und deren Tochter erzählt. Ein hilfreiches Buch für ein besseres Verständnis der Problematik aus Kinderaugen sicht.
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am 24. Mai 2017
Kann ich nur empfehlen, wer kleinen Kindern diese Thematik näher bringen möchte, ist hier bestens aufgehoben. Die Geschichte hat eine gute Länge, die 3-4 Jährige durchhalten, und es ist kindgerecht erklärt. Soweit ich weiß ist es das einzige Buch auf dem Markt mit diesem Thema. Richtig klasse!
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am 16. Dezember 2014
Ich habe dieses Buch gekauft, um einem Kind mit einer "Borderline-Mutter" die Chance geben zu können, das Verhalten seiner Mutter ansatzweise zu verstehen, sich auch selbst verstanden und nicht allein zu fühlen. Ein guter Versuch ist dieses Buch tatsächlich und beschreibt zwei, drei typische Situationen, die in einer Familie mit einer von Borderline betroffenen Mutter auftreten können. ABER: wie gesagt werden nur wenige Situationen geschildert, so dass das all zu typische und vor allem wiederkehrende Verhalten und die dadurch für ein betroffenes Kind entstehenden Situationen, Gefühle, Ängste etc. aus meiner Sicht zu wenig zur Geltung kommen. Eine intensive Identifikation ist dadurch meiner Meinung nach nur schwer möglich. Außerdem: hat das Buch ein gutes Ende: nur einmal "mit Mama beim Arzt" und eine plötzlich auftretende Jugendamtsmitarbeiterin und schon ist alles ganz anders und perfekt. Das Ende macht einem betroffenem Kind auf jeden Fall Mut und große Hoffnung auf die ersehnte Änderung des Verhaltens der Mutter mit einem märchenhaften Ausgang. Dies würde ich keinem Kind empfehlen, wo dieser Ausgang in Sternen steht bzw. unerreichbar bleiben wird. Was ich an dem Buch außerdem nicht so günstig fand für Kinder, die selbst lesen können und das Buch in die Hand nehmen: am Anfang und Ende des Buches sind Informationen für Erwachsene zum Thema, die nicht unbedingt für das Buch eines Kindes geeignet sind.
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am 19. März 2012
Es ist nicht leicht, Kindern eine seelische Erkrankung verständlich zu machen. Womit soll man beginnen, wenn es Mama oder Papa "nicht gut geht"? Den beiden Autorinnen ist eine wunderbare Erklärungshilfe aus dem Alltag eingefallen: die Waschmaschine mit dem Schleuderprogramm.
Die Geschichte: Mias Mama ist oft unruhig, verhält sich merkwürdig und tut sich weh. Mia kann sich das Gefühlschaos bei Mama nicht erklären, aber die Ärztin tut es dann sehr einfühlsam und bemüht sich, Mutter und Kind zu helfen. Sie sagt zu Mia; "Bei deiner Mama wirbeln die Gefühle, Gedanken und Wünsche oft wild durcheinander, wie die Wäsche in einer Waschmaschine! Erst wenn die Trommel still steht, kann man die einzelnen Teile auseinander halten, sortieren und dann zum Trocknen auf die Leine hängen. So ähnlich ist es auch mit den Gefühlen bei der Krankheit, die deine Mama hat!"
Der kleinen Mia wird die Last genommen, Schuld an Mamas Krankheit zu sein! Das ist für Kinder die wichtigste Aussage diese Buches!
Durch kindgerechte Zeichnungen wird der Text liebevoll umgesetzt. Zum Beispiel die nette alte Dame vom Kiosk als Ansprechpartnerin für Mia zu zeigen, hilft Kindern, wenn sie Kummer haben, sich vertrauensvoll an Menschen in Ihrer Nähe zu wenden. Sie sollen wissen: Ich bin nicht allein!
Das vorliegende Buch ist auch ein guter Ratgeber für Erwachsene, die Freunde und Verwandte mit einer Persönlichkeitsstörung haben, sie alle brauchen Aufklärung und Hilfe.
Darum sollten Ärzte und Beratungsstellen auf dieses Buch und auf die im Anhang angegebenen Hilfsangebote hinweisen! Eva v. Mosch, Aschaffenburg im März 2012
Mama, Mia und das Schleuderprogramm: Kindern Borderline erklären
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am 31. Juli 2012
Meine Tochter leidet seit mehr als 10 Jahren an Borderline und ist seit 3 Jahren selbst Mama. Seit längerer Zeit beobachte ich, dass meine kleine Enkelin unter den Gefühlsschwankungen ihrer Mama leidet und sogar schon äußerte, dass die Mama sie nicht lieb habe. Ich habe ihr dieses Buch geschenkt und ihr daraus vorgelesen. Sie ist sehr interessiert an Mias Geschichte und schaut sich das Buch öfter an. Es wird uns in nächster Zeit begleiten und meiner Enkelin immer wieder die Krankheit ihrer Mama ein Stück begreiflicher machen und ihr auch zeigen, dass es noch mehr Kinder gibt, die sich damit auseinandersetzen müssen. Vielen Dank an die Autorinnen und die Illustratorin, die es mir leichter gemacht haben, meiner Enkelin die Krankheit ihrer Mama zu veranschaulichen.
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am 16. Januar 2014
"Da wirbeln ganz viele Gefühle, Gedanken und Wünsche in ihr herum. Ist dir mal aufgefallen, wenn die Waschmaschine ganz schnell schleudert? Dann sieht es aus, als wäre sie leer." Mia nickt. "So habe ich mich gestern gefühlt", erklärt Mama."Und als ich versucht habe, das Schleuderprogramm in meinem Kopf anzuhalten, habe ich mir wehgetan."
Zitat aus: "Mama, Mia und das Schleuderprogramm" von Christiane Tilly, Anja Offermann

Mia geht in die zweite Klasse. Sie hat eine Katze, Yuki, die gerne während des Schleuderprogrammes vor der Waschmaschine sitzt und zusieht. Und sie hat eine Mama, die gerne laut Musik hört. Und die an der Borderline-Persönlichkeitsstörung leidet.

Viele Betroffene, die selbst Kinder haben, fragen sich: Wie erkläre ich meinem Kind, was mit mir los ist? Eine gute Möglichkeit ist mit dem Buch "Mama, Mia und das Schleuderprogramm" auf jeden Fall gegeben. Christiane Tilly und Anja Offermann verpacken die Störung kindgerecht in dem Buch, das für Kinder ab 4 Jahren empfohlen wird.

In der Geschichte bekommt Mia mit, dass es ihrer Mama nicht gut geht, versteht aber nicht, was los ist. Wie denn auch? Mias Mama weiß es ja selbst nicht ganz genau. Am nächsten Tag findet auch der versprochene Kirmes-Besuch nicht statt. Mia ist traurig und wütend, doch kann mit ihrer Freundin und deren Eltern mitgehen. Als Mia jedoch wieder nach Hause kommt, ist ihre Mama nicht da. Nur ein Zettel an der Tür sagt ihr, dass sie zum Kiosk, zu Frau Schröder, gehen soll. Diese erzählt ihr, dass ihrer Mama ins Krankenhaus musste, weil sie sich weh getan habe. Mia wird bei Frau Schröder auch wieder von ihrer Mama abgeholt. Am nächsten Tag nimmt Mias Mutter sie mit zu ihrer Ärztin.

An diesem Punkt werden den Kindern dann in einfachen Worten einige Symptome der Erkrankung erklärt. Mit dem Schleuderprogramm einer Waschmaschine haben die Autorinnen meiner Meinung nach ein prima Beispiel gewählt, denn genau dies trifft manches Mal sozusagen den Nagel auf den Kopf.

Möglichst früh sollte den Kindern zu verstehen gegeben werden, dass sie geliebt werden, auch wenn Borderline-Betroffene es nicht immer zeigen können.

Untermalt wird die ganze Geschichte von Illustrationen von Anika Merten, die den Text in detailreichen, bunten Bildern wiedergeben. Mich haben die Zeichnungen direkt fasziniert. Auch das "Schleuderprogramm der Gefühle" ist bildlich perfekt dargestellt!

In diesem Buch wird sowohl in einem Vor- als auch in einem Nachwort nochmals darauf hingeweisen, dass die Kinder Unterstützung und altersgerechte Erklärungen brauchen. Auch auf Angebote des Kinderschutzbundes, der Familienhilfe oder ähnlicher Organisationen, die sich auch extra an Kinder aus Familien mit psychisch kranken Elternteilen wenden, wird hingewiesen. Zahlreiche Weblinks zu entsprechenden Angeboten und zu Informationen über die Borderline-Erkrankung runden das Informationsangebot ab.

Ich habe zwar noch keine Kinder und kann daher nichts dazu sagen, wie das Buch bei Kindern ankommt. Doch ich werde das Buch auf jeden Fall aufbewahren, um meinen Kindern damit die Störung später erklären zu können!

Auch für Erwachsene, die sich das erste Mal mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung befassen, könnte das Buch ein guter Einstieg sein, um zu erfahren, was zeitweise in den Betroffenen vorgeht!
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am 12. April 2013
Es ist sehr kindgerecht geschrieben. Allerdings hatte ich es mir für den Preis etwas umfangreicher vorgestellt. Ist aber auch eher was für noch recht kleine Kinder. Meine Tochter ist fast 13 und fand es etwas sehr kindlich beschrieben.
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am 26. Juni 2017
Ich habe das Buch aus Interesse gekauft, wie man das Thema Borderline Kindern verständlich machen kann.

Ich weiß, dass Borderline ein sehr weites Feld ist.
Leider wird in diesem Buch fast überwiegend auf das Thema Selbstverletzung eingegangen.
Dass die Mutter einfach abhaut finde ich auch deutlich überzogen.
Natürlich mag es das geben - aber es wird nicht der Alltag sein.
Nicht jeder Borderliner/in verletzt sich selbst und ich denke abhauen - die, die ihre Kinder einfach so alleine (komplett im der Wohnung) lassen, werden ihren Kinden das Buch nicht vorlesen.
2 Sterne habe ich für das Aufgreifen der Thematik und das ansatzweise Darstellen (in Nebensätzen) der Gefühlszerissenheit gegeben.
Kindern vorlesen würde ich es nicht, ich finde es eher angstmachend vor noch extremeren Situationen.

Die Borderliner, die (als Eltern) so kopflos handeln, werden a) eher in der Minderheit sein und b) (wie schon geschrieben) die Lektüre nicht in die Hand nehmen.

Leider wird in diesem Buch nichts vermittelt, über Menschen mit der Erkrankung die sich durch den Alltag kämpfen und es versuchen von den Kindern fern zu halten, soweit es geht.
Ich gehe aber davon aus, dass das die Mehrheit der Borderline-Eltern sein wird.

Ich rate klar vom Kauf für Kinder und wenn die Schwerpunkte anders als die Beschriebenen sind, ab.
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am 13. Oktober 2014
Das Buch ist soweit ok. Die Bilder sind schön.
Allerdings findeich es schade das es wiedermal hauptsächlich um selbstverletzung geht und somit für mich eigentlich unbrauchbar.
Hatte mir erhofft das mehr auf die Beziehungsproblematiken eingegangen wird und diese Kindgerecht erklärt werden.
Ich weiß noch nicht ob ich es überhaupt meiner Tochter geben werde.
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Wie soll ich einem Kind erklären, wie es sich genau mit der psychiatrischen Erkrankung des einen Elternteils verhält? Da kann man leicht ins Schleudern geraten und eher sprachlos werden. Doch gerade dies hilft den Kindern am wenigsten. Kinder brauchen keine sprachlosen Erwachsenen, sondern welche, die ihnen helfen, das Besondere UND Alltägliche wirklich zu verstehen. Sie müssen schließlich tagtäglich damit umgehen und zurechtkommen.
Dieses Buch ist eine ausgesprochen wertvolle Hilfe, aus der Erklärungsnot herauszukommen und dem Krankheitsphänomen treffende Bilder zu geben.
Christiane Tilly und Anja Offermann haben hier textlich wertschätzende Worte und kurze Sätze gefunden, welche in kindgerechter Sprache Orientierung geben.
Die Illustrationen von Anika Merten wirken unterstützend und geben bei der Schwere des Themas auch eine gewisse Leichtigkeit durch die aquarellenen Bilder.
Inhaltlich geht es in dem Buch aus der Reihe "Kids in Balance" um Mia, welche die zweite Klasse besucht. Ihre Mutter ist krank, psychisch krank. Dies merkt Mia an deren Unzuverlässigkeit, den heftigen Stimmungsschwankungen und den Verletzungen, welche sich die Mutter zufügt und daher auch schon mal ins Krankenhaus muss. Nach so einem Krankenhausbesuch lässt sich die Mutter durch eine Therapeutin helfen, die das Bild der Waschmaschine entwirft. Die Gefühle von Mias Mutter seien wie die Wäschestücke in der Waschmaschine. An manchen Tagen schleudere die Waschmaschine alle Gefühle in hohem Tempo und durch das schnelle Schleuderprogramm erkenne man seine Gefühle gar nicht mehr. Erst wenn man auf "Stopp!" drücke, könne man die einzelnen Gefühle wieder genau unterscheiden. So wird es für Mia im Gesamten auch klarer und sie weiß, dass sie nicht schuld ist an dem Zustand ihrer Mutter.
Ein wunderbares (Er-) Klärungsbuch, das ressourcenorientiert den permanenten Ausnahmezustand für Mia beschreibt.
Kinder betroffener Eltern (-teile) werden sich hier gut wiederfinden können; damit sie nicht aus der Bahn geschleudert werden von den Gefühlen der Mutter oder des Vaters oder gar von ihren eigenen Gefühlen.
Toll, dass mit Yuki, dem Kater, auch noch tierische Unterstützung hinzukommt.
Und die Erklärungen am Ende des Buches zu Borderline und zu hilfreichen Internetseiten und Programmen sind vortrefflich.
Ein unbedingtes Muss für Beratungsstellen, Facharztpraxen, Kliniken und ebenso auch für Sozialarbeiter/-innen an Schulen. Und natürlich eine wertvolle Hilfe für betroffene Familien!
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