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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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Joyce muss man Hören und nicht Lesen, hört man heutzutage in Buchläden und auch der BBC sieht das ähnlich und produzierte zeitgleich ein deutlich kürzeres Ulysses Hörspiel. So falsch ist das nicht. Joyce wurde mit zunehmendem Alter Blind und war darauf angewiesen, dass man ihm vorlas, zudem schrieb er zu Lebzeiten auch Hörspiele und liebte dieses Medium. Umso verwunderlicher, dass es über 100 Jahre dauerte, bis ein Produzent auf die Idee kam, diesen bedeutendsten Klassiker der Moderne, den wohl am meisten ungelesenen Roman der Geschichte, als Hörspiel zu vertonen. Es gab zwar in den frühen 80er Jahren eine 24 Stunden Lesung des irischen Radios, die damals auch in Deutschland ausgestrahlt wurde, aber seitdem hat sich kaum einer an diesen Stoff gewagt.
Verständlich wird dies, wenn man betrachtet, wie aufwändig und langwierig diese Produktion war. Etwa ein halbes Jahr flossen ein Großteil der Hörspiel Recourcen des SWR und des Deutschlandfunk in dieses Projekt, wer kann sich diesen Aufwand schon leisten, außer wirklich große, starke Sendeanstalten.
Klaus Buhlert nahm sich den Roman in der sehr guten Übersetzung von Hans Wollschläger vor, bearbeitete und kürzte ihn mit wissenschaftlicher Beratung von Fritz Senn, dem Vorsitzenden der Züricher Joyce Stiftung und spielte den Roman mit über 40 Schauspielern ein. Darunter bekannte Schauspieler und Sprecher wie Manfred Zapatka, Corinna Harfouch, Dietmar Bär, Jens Harzer, Jürgen Holtz, Thomas Thieme, Birgit Minichmayr, Rufus Beck, Milan Peschel, Margit Bendokat, Anatol Aljinovic, Hendrik Arnst, Bibiana Beglau, Margit Bendokat, Leo Burkhardt, Alberto Fortuzzi, Eva Gosciejewicz, Judith Hofmann, Lyonel Hollaender, Franz Jährling, Peter Kurth, Michael Lucke, Jacqueline Macaulay, Hans Werner Meyer, Mira Partecke, Lars Rudolph, Mandy Rudski, Michel Stieblich, Stefan Wilkening, Graham Valentine, Felix von Manteuffel, Maximilian von Pufendorf u.v.a.
Als Musikalische Untermalung verwendete man nur Stücke, die im Buch Erwähnung finden, oder sich in Joyce musikalischem Nachlass (Joyce selber spielte Klavier und hatte eine Gesangsausbildung) finden, um so authentisch wie möglich zu bleiben.
Am 16. Juni 2012, zum Bloomsday, sendete SWR2 dieses 22 Stunden Hörspiel an einem Stück, den ganzen Tag lang, nur unterbrochen von Interviews oder kurzen irischen Musikstücken und kurzen Einleitungen der Moderatoren und wird die einzelnen Kapitel vom 27.12.2012 bis 9.1.2013 wiederholen.
Bevor ich mich an dieses das Hörspiel gewagt habe, habe ich erst einmal den Roman im englischen Original gelesen, damit ich dem Hörspiel richtig folgen kann. Eigentlich ist es von den Produzenten anders herum vorgesehen, sie wollen, dass sie die Menschen über das Hörspiel dem literarischen Text nähern und mit dieser Hörfassung die Angst vor Joyce Meisterwerk abbauen. Das sehe ich eher kritisch, denn auch dieses Hörspiel ist ein Kunstwerk, zu dem man erst Zugang finden muss, und keines der üblichen Unterhaltungsstücke.
Da ich den Originaltext kenne, kann ich bestätigen, die Wollschläger Übersetzung ist sehr gut. Sie fängt die Witze und Pointen, die Absichten des Autors (soweit man sie kennt), sehr gut ein und ist eine hervorragende Alternative zum Originaltext.
Natürlich muss man den Text für ein Hörspiel kürzen, schade jedoch, dass dabei einige meine Lieblingsszenen zum Opfer fielen, so jene, wo Bloom sich fragt, ob es nicht Platz sparen würde, Tote stehend zu beerdigen, oder ob es nicht sinnvoll wäre, Leichen in roten Gewändern zu beerdigen, falls der Sarg mal runterfällt, die Leiche hinausfällt und undicht wäre. Da würde man die Flecken nicht so sehen.
Auch die wunderbare Stelle, als Buck Mulligan die Idee hat, eine Insel zu kaufen, auf der er sich kostenlos anbieten würde, Frauen, die ein Kind bekommen wollen, aber deren Männer oder Umstände das nicht ermöglichen, in Selbstaufopferung zu befruchten, damit sie ihrem Lebenssinn als Lebensspenderin nachkommen könnten. Diese Stellen waren wohl selbst den modernen Produzenten zu heikel.
Die Sprecher sind durchweg außerordentlich gut. Sie sprechen selbst die schwierigsten Stellen hervorragend, flüssig und gut verständlich. Ich fand die Besetzung von Stephen Dedalus gewöhnungsbedürftig, da mein gedanklicher Stephen ganz anders war, Dietmar Bär hingegen ist ein perfekter Leopold Bloom und auch Birgit Minichmayr kommt meiner gedanklichen Molly Bloom sehr, sehr nahe. Werner Wölbern hingegen ist ein richtig genialer Buck Mulligan, überdreht, eingebildet und abgehoben.

Fazit: Absolut geniales Hörspiel ABER keine leichte Kost. Als Annährung an der Werk sicherlich gut gemeint, aber ich denke nicht, dass man damit neue Leser gewinnt. Eher eine Bereicherung für Joyce Jünger.
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Achtung: Zeitgleich wurde von Kulturradio rbb eine vertonte Lesung mit 64 Folgen (also ca. 32 h Laufzeit) mit um die 40 Sprechern produziert. Diese ist jedoch (noch) nicht käuflich erhältlich und sollte nicht mit diesem SWR/Deutschlandfunk Hörspiel verwechselt werden.
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am 17. November 2012
Lange hat es gedauert, bis die juristischen Formalitäten des Urheberrechts eine mediale Umsetzung des neben Prousts "Recherche" bedeutendsten Romanes (ich klammere hier die deutsche Literatur einmal aus) des 20. Jahrhunderts erlaubten und endlich besitzen wir mit der Hörspielbearbeitung der genialen Wollschlägerübersetzung einen Schlüssel zu Joycens wichtigstem Werk für die Masse der bislang abgeschreckten und nicht ganz so erfahrenen Leser! Meine großen Bedenken, weil ich nicht mit allen Interpretationen und Umsetzungen Klaus Buhlerts einverstanden bin, waren gegenstandslos - man hat es geschafft, trotz aller notwendigen Kürzungen und Gewichtungen die wichtigsten Sequenzen des Romans vorzustellen, ohne die Strukturen oder den Gesamteindruck zu zerstören. Ein hervorragendes Sprecherensemble, das perfekt harmoniert, macht den Hörgenuss tatsächlich zu einem Kunstvergnügen ersten Ranges - ich habe lange nicht mehr so begeistert zugehört und gleichzeitig immer wieder im Buch nachgeschlagen, obwohl der polyphone Text durchaus seine Schwierigkeiten hat, zumal für den deutschen Leser; und es daher so manche Wiederholung braucht, die man aber gerne in Kauf nimmt. Einzig die Besetzung der unumstrittenen Hauptfigur des Romans, Leopold Blooms, mit Dietmar Bär scheint mir persönlich etwas unglücklich: Bär ist ein guter Sprecher, er verfügt über eine ansprechende Stimme und man kann ihm auch sonst in dieser Produktion nichts vorwerfen. Das Problem ist einfach, dass man ihn im deutschen Kulturraum natürlich hauptsächlich mit seiner Rolle als bärbeißigem Kommissar im Kölner "Tatort" identifiziert und mit diesem Wissen im Hinterkopf fällt es zumindest mir schwer, ihn sich dann als Dubliner Juden vorzustellen, als modernen Held des Großstadtdschungels, als homerischen Odysseus, dessen umfassende und vielschichtige Charakterisierung als eine von Joycens Meisterleistungen in diesem Buch angesehen werden muss. Kennte man Bär nicht und hörte seine Stimme das erste Mal, würde sich diese Überlegung vielleicht gar nicht aufdrängen und man hielte ihn für die bestmögliche Besetzung Blooms! Insgesamt aber ist das Hörspiel eine sehr gelungene Umsetzung und Interpretation der literarischen Vorlage, die vor allem einen Zweck erfüllen wird; dass nämlich wieder mehr Leser zum ungelesensten größten Buch der Weltliteratur greifen! Ein intellektuelles, sinnliches und amüsantes Hörvergnügen! Ich hoffe dennoch inständig, irgendwann wird es für uns Joyceenthusiasten auch vom "Ulysses" eine ungekürzte Lesung als reines Hörbuch geben, wie Peter Matić komplett "À la recherche du temps perdu" eingelesen hat!

Klanglich fällt meine MP3-Ausgabe in vier CDs gegenüber der primären Ausgabe in 23 konventionellen CDs kaum ab, die Tracks sind praktisch und bedienungsfreundlich gesetzt; es stört nur ein wenig, dass man innerhalb jener nicht manuell vorspulen kann.

P.S. Es wäre wünschenswert, wenn sich Amazon endlich dazu durchringen könnte, die Rezensionen auch jeweils dem rezensierten Werk zuzuordnen! Ich sehe es noch ein, wenn man alle Besprechungen eines bestimmten Buches unabhängig von Verlag und Ausgabe zusammenfasst, auch wenn das eigentlich schon nicht statthaft ist; aber bei anderen Medien ist es zwingend notwendig, denn wie will man zum Beispiel hier unter den über 60 Rezensionen, von denen sich beinahe alle auf das Buch und nicht auf das Hörspiel beziehen, diejenigen herausfiltern, die einem tatsächlich Informationen zum aufgeführten Artikel bescheren!?
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am 21. April 2014
Was gibt es eigentlich alles von den großen Klassikern der Weltliteratur NICHT als Hörbuch...?...man muss schon etwas suchen.
Musils "Mann ohne Eigenschaften", den gesamten Proust und Thomas Mann, "Krieg und Frieden", "Moby Dick", die griechischen Sagen und die Grimmsschen Märchen usw.usf.: Alles liegt inzwischen in mehr oder weniger vollständigen Lesungen vor (sogar die Bibel bereits in mehreren Versionen) - und nun also endlich auch "Ulysses" von James Joyce, unglaublich!

Ich muss sagen, ich bin von dieser Hörspiel-Version absolut begeistert. Den eigentlichen Roman habe ich vor vielen Jahren einmal mit viel Mühe und Geduld gelesen, wollte es später immer noch einmal wiederholen, bin letztendlich dann aufgrund des Umfanges zurückgeschreckt. Die vorliegende Hörspieladaption von Klaus Buhlert ist eine überragende und künstlerisch höchst anspruchsvolle Umsetzung des Joyceschen Riesenromans; dabei ist sie zudem sehr vergnüglich und unterhaltsam zu hören: Jedes der 18 Kapitel hat, ähnlich wie das Buch, einen ganz eigenen Stil, es gibt nicht nur zahllose Schauspieler, sondern auch allerlei Hintergrundgeräusche, viel, viel Musik, Stimmengewirr, Pferdegetrappel oder die Mechanik von Druckermaschinen. Ganz am Anfang, in der Szene im Martello-Turm wird der Hörer konfrontiert mit Buck Mulligans etwas wirren und provozierenden parodierten Messe, gregorianische Chöre sind zu hören, Möwengeschrei...ganz groß.

Spätestens ab dem 3. Kapitel, dem Monolog Stephens am Strand, wo es nur noch eine reduzierte Handlung und dafür immer mehr einen "stream of consciousness", einen Bewusstseinsstrom, innere ungeordnete Assoziationen, gibt, erfährt der Leser, dass der "Ulysses" natürlich etwas anstrengend sein kann (Es ist aufgrund der biographischen Bezüge auch nicht ganz falsch, wenn man vorher eine kurze Biographie über den Autor und vielleicht sogar auch die "Dubliners" kennt; sehr hilfreich ist es zudem, so habe ich es gemacht, parallel dazu das Standartwerk "Das Rätsel Ulysses" von Stuart Gilbert zu lesen). Man kann als Leser aber natürlich auch erfahren, dass sich gerade der joycesche Bewusstseinsstrom für eine Hör-Version ausgezeichnet eignet, vielleicht teilweise noch mehr als das blosse Lesen im Buch (Es gibt selbstverständlich bei dem Umfang des Romans von 1000 Seiten und einer Spieldauer von etwa 22 Stunden einige Kürzungen, das bleibt nicht aus).

Die einzelnen Stimmen/Schauspieler (Manfred Zapatka, Dietmar Bär, Corinna Harfouch, Rufus Beck, uva) haben mir sehr gut gefallen, man kann sich auch durchaus vorstellen, dass das Ensemble neben all der Mühe einen gewissen Enthusiasmus an der Arbeit empfunden haben mag. Ein sehr aufwendiges (90 Seiten!) Booklet ist den 4 MP3 CDs beigelegt, dort werden zur Orientierung auch die einzelnen Kapitel, samt den Entsprechungen zur Odyssee, vorgestellt. Sehr, sehr empfehlenswert, ein wahres Geschenk, eine akustische Meisterleistung, die ihresgleichen sucht.
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am 4. Februar 2013
Es war ein Geschenk zu Weihnachten und hat mir den trüben Januar erhellt: das „Ulysses“-HÖRSPIEL. Bekanntlich ist Joyce keine leichte Lektüre – und viele sind an diesem Romanbrocken schon gescheitert.

Deshalb kann man dieses zweiundzwanzigstündige Hörspiel von Klaus Buhlert nur jedem als Einstieg empfehlen (aber auch Kennern macht es Spaß). Die Stimmen und die Motive der Musik schaffen eine Orientierung, die man bei der stillen Lektüre nur mittels hochangespannter Aufmerksamkeit erreicht. Der Witz des Werks, von dem die Joyce-Kenner immer schwärmen und der den Novizen erst einmal verschlossen bleibt, kommt wunderbar zur Geltung. Öfter musste ich beim Hören laut lachen, etwa im Kirke-Kapitel – ein Hörspiel im Hörspiel, das im Dubliner Bordellviertel spielt und eine einzige phantasmagorische Burleske ist.

Lustig, wenn der Voyeur Bloom seinen Höhepunkt am Strand hat (während Gerty MacDowell ihm erregte Einblicke gestattet) und gleichzeitig die Raketen in den Himmel schießen (was im blumigen Stil eines Kitschromans beschrieben wird), wunderbar komisch die kunstvoll verstolperte Prosa, wenn zwei müde Männer (Bloom und Stephen) nach ausschweifenden Erlebnissen durch die Dubliner Straßen schwanken. All die verschiedenen Erzählweisen, die Joyce von Kapitel zu Kapitel ausprobiert, werden im Hörspiel kongenial umgesetzt. Die Besetzung ist erstrangig. Ich bin sonst nicht so der Freund von Roman-Verhörspielungen – aber diese ist uneingeschränkt zu empfehlen. Es ist jedoch kein „Ulysses light“. Trotz unvermeidlicher Kürzungen wird der Anspruch des Werks nicht unterlaufen.

Für mich war es die genussvolle Wiederbegegnung mit einem Roman, den ich vor Jahren mit wechselnden Gefühlen (mal begeistert, mal mit dem Gefühl, dass einige der sprachlichen „Experimente“ Sackgassen sind) gelesen und seitdem nicht mehr angefasst habe. Jetzt freue ich mich schon auf die vollständige Lesung des „Ulysses“, die im Sommer erscheint und die noch ein paar Stunden länger dauern wird…
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am 20. März 2014
Das Buch zu lesen ist eine enorme Anstrengung. Es hier zu hören macht die Sache nicht nur transparenter und verstehbarer sondern auch enorm einfacher. Es ist ein Genuss!
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am 13. Juli 2014
Was sagte schon Marcel Reich-Ranicki über diesen Jahrhundertroman: "Man muss ihn nicht lesen - nur kennen!" Stimmt genau, deswegen sollte man ihn hören!
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am 3. November 2013
Berühmt, und ungelesen weil zu anstengend - Trotzdem ein Muss für jeden an Literatur Interessierten. Da hilft nur, diesem Monster von Hörbuch zu lauschen.
Erstklassige Sprecher, toll bearbeitet, klasse Booklet: Sehr empfehlenswert.
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am 18. Februar 2013
ja, ich gebe zu, ich habe "ulysses" schon mehrfach gelesen, ja ich gebe zu, es ist eines der bücher, die immer neben dem bett liegen, um immer wieder mal ein paar seiten daraus zu lesen und darüber zu lachen, ja ich gebe zu, dass ich jährlich den bloomsday feiere und extra wegen des buches nach dublin gefahren bin, und ja, ich gebe zu, dass ich ein stück sweenys zitronenseife, extra gekauft, im bücherregal beim buchstaben "j" liegen habe. ja, ich bin aus genannten gründen vermutlich nicht ganz objektiv, zähle also zu der obskuren ulysses-fangemeinde.

aber: ich behaupte auch, dass der ulysses nicht nur kein schwieriges buch ist, sondern ein grosser spass, wenn man sich nur darauf einlässt. das ist vermutlich der grösste stolperstein auf dem weg, ein freund dieses buches zu werden, das mein lese-leben damals beim ersten mal so sehr beeindruckt und verändert hat. auch ich habe zwei mal damit beginnen müssen, und erst, als ich es gemeinsam mit einem freund gelesen habe, abwechselnd und laut haben wir es einander vorgelesen, erst dann wurde mir, uns der witz und die kalkulierte spontaneität dieses buches bewusst.

dies ist ein buch, das man sich laut erlesen muss, und genau in diese kerbe schlägt die vorliegende hörspiel-fassung. wer selbst nicht laut lesen kann oder will (etwa im bus oder der ubahn), kann es sich nun vorlesen lassen. ich bin mit dem vorlesen lassen noch lange nicht am ende, aber schon nach den ersten cds kann ich sagen, dass leserInnen, die den ulysses noch nicht "geschafft" haben, diesem werk danach mit ganz anderer freude und erwartung begegnen und zum selbstlesen angeregt werden; aber auch aficionados werden ihre freude daran haben. eine grossartige hörbuchfassung, für die allen beteiligten grosser dank gebührt.

wen jetzt noch der auf den ersten blick hohe preis (für ein hörbuch) erschreckt, der rechne einmal nach, wieviel man für 60 stunden kino berappen müsste. und das kopfkino "ulysses" kann mit jedem kinofilm mithalten.
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am 25. November 2012
...für den man sich am besten eine Woche Urlaub gönnt, die griechischen Sagen (endlich mal) parallel liest/hört und in eine andere Welt eintaucht... Alles zusammen zeigt uns die Welt, in der wir leben, und eben nicht nur, wie schnell die Zeit heute vergeht. Ein Muss, für jeden, der Hören kann und das Buch (zu Recht...?) ungelesen im Bücherregal stehen hat! Hinterher geht lesen viel besser...
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am 11. März 2013
Eine großartige Produktion dieses wunderbaren Textes, der so noch nie zu hören war, die Schauspieler allesamt in Hochform allen voran Jens Harzer und Birgit Minichmayer als Molly
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