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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
27
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am 13. November 2002
1878 unternahm Mark Twain eine Reise durch Europa, die ihn nach Deutschland, in die Schweiz, nach Frankreich und Italien führte. Eine Reise zu Fuß sollte es werden, doch schon nach einigen Kapiteln kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Wandern als Fortbewegung eher die Ausnahme ist. Ein Glück auch, denn sonst wäre einem die äußerst interessante Schilderung einer Floßfahrt auf dem Neckar, einer fast führerlosen Kutschfahrt und einer frühen Bergbahn entgangen.
Die Reise beginnt in Heidelberg, mit eben jener Floßfahrt auf dem Neckar. Was Mark Twain nicht davon abhält, anläßlich dieser Reise die hier doch eher deplazierte Loreley-Sage nachzuerzählen, inklusive mehrerer Fassungen des dazu gehörigen Liedes. Sowieso schweift er gerne ab und kommt dabei vom hundertsten ins tausendste. Allerdings ist es immer sehr interessant und amüsant, ihm bei diesen Gedankensprüngen zu folgen.
Von Heidelberg geht es über Baden-Baden und den Schwarzwald in die Schweiz, wo die Erzählung meiner Meinung nach etwas an Witz und Esprit verliert, da Mark Twain sichtlich hingerissen von den Schweizer Bergen ist. Bewunderungen der Landschaft wechseln einander mit Schilderungen gefährlicher Expeditionen ab. Frankreich und Italien werden nur kurz erwähnt, da Twain anscheinend darauf schon in einem anderen Buch ausführlicher eingegangen ist.
Als besonderes Highlight möchte ich den Anhang über die "schreckliche deutsche Sprache" hervorheben, mit der Twain sich ausführlich (9 Wochen, immerhin !) beschäftigt hat, und für die er einige "Verbesserungsvorschläge" macht. Ich habe Tränen gelacht. Auch die Schilderung eines französischen Duells oder die Betrachtungen über die Ameise führten zu spontanen Heiterkeitsausbrüchen.
Uneingeschränkt empfehlenswert !
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am 16. Juni 2017
Es gibt wirklich fantastisch schöne Passagen in dem Buch. Die unzähligen gescheiterten Versuche, einen Berg zu einer bestimmten Tageszeit zu erklimmen, zum Beispiel. Das ist absurd, das ist amüsant geschrieben, da kann man schmunzeln oder auch lachen. Allerdings geht es da um ihn selbst und seinen Begleiter und weniger um die "seltsamen" Ureinwohner.
Man merkt dem Buch aber mit dem Fortschreiten der Lektüre an, dass Samuel Langhorne Clemens kein durchgängiges Konzept hatte und dass er das Schreiben oft einfach als lästige Pflicht empfand, ohne deren Erfüllung er die Reise nicht hätte weiter finanzieren können. Dieses Schreiben in Etappen hat vermutlich dazu geführt, dass kein Lektorat redigiert und gekürzt hat. Mit der halben Länge hätte das Buch immer noch mehr als genügend schwache Stellen.
Sicher gibt es einige skurrile Passagen, die amüsant zu lesen sind. Für bare Münze sollte man auch die nicht nehmen; da hat der Autor gern und lustvoll überspitzt. Auch diese Stellen werden zunehmend weniger und irgendwann muss man sich schon sehr disziplinieren, das Buch nicht vor dem letzten und schwächsten Drittel auf die nächste Parkbank zu legen, auf das sich jemand anderes erbarme - und das Buch dann ebenfalls ohne es zu Ende gelesen zu haben aus der Hand legt.

Selbst den Betrachtungen über die deutsche Sprache kann ich wenig abgewinnen. Eigentlich ein netter Ansatz, doch erbarmungslos zu Tode geritten. Zeilenschinderei auch hier. Die vielleicht ganz amüsante Idee trägt bei Twain nicht lange und es stellt sich beharrliches Gähnen ein. Einer Freundin habe ich ein Exemplar des Buches geschenkt, ohne es vorher gelesen zu haben - sie hat es nicht einmal bis zur Hälfte geschafft (obwohl ausgewiesene Leseratte), eine andere Freundin hat sich das Werk selbst besorgt - und es knapp bis zur Mitte geschafft (ebenfalls Vielleserin).

Aktuell ist meiner Meinung nach übrigens nichts an diesem Buch. Wer immer noch denkt, es gäbe den/die/das "typisch" Deutsche, der sollte gelegentlich mal F5 drücken, aus dem Fenster schauen und sich für die Wahrnehmung von Veränderungen öffnen.
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am 6. Januar 2003
Mark Twains "Bummel durch Europa" ist ein höchst vergnüglicher Reisebericht vom Amerikaner Twain, der durch Europa reist und dabei immer wieder feststellen muß, wie sehr sich Amerika und Europa doch voneinander unterscheiden... Welten treffen aufeinander! Europa mit den Augen eines echten Amerikaners zu sehen (und in diese Situation bringt Twain den Leser)ist wirklich sehr amüsant!
Wir hatten dieses Buch im Zelturlaub dabei, und ich las es zum größten Teil an einem von hinten bis vorn verregneten Tag, der uns im Zelt bleiben ließ. Ich glaube, unser Gelächter hat mächtig die Umgebung des Platzes unterhalten... Sind Sie schon mal "Gletscher" gefahren?? Koffer drauflegen, draufstellen und los geht's! Doch die Krönung ist der Aufstieg zum Riffelberg - au Backe, klasse, wir haben vor Lachen geschrien!
Unbedingt zu empfehlen - das Buch hat Twain vor über 100 Jahren geschrieben, aber es ist witzig und taufrisch!
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am 29. Juni 2003
also, es war ein köstliches vergnügen, herrn twain auf seiner reise zu begleiten - auch wenn nie klar ist, was fiktion ist und was nicht. das stört aber nicht im geringsten! ich habe alles gern angenommen und so manches mal tränen gelacht!
nebenbei erfährt man von interessanten, schönen und kuriosen seiten der eigenen kultur aus früheren zeiten, die einen schmunzeln lassen und auch staunen.
mit am besten gefiel mir twains eigen-ironie und mit welcher liebe er die dinge beobachtet und beschreibt.
allein die detaillierten beschreibungen der schweizer berge in einem der kapitel haben mich ein bißchen gelangweilt, deshalb nicht die volle punktzahl, aber DAS ist ja auch wirklich geschmackssache (ob einen beschreibungen über berge begeistern).
vielseitig, unterhaltsam, schlau - ABSOLUT LESENSWERT! :)
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Zehn CDs halten eine Weile vor. Es muss kurzweilig zugehen, damit der Hörer ein so umfangreiches Hörbuch wirklich genießen kann und nicht irgendwann das Gefühl aufkommt, man müsse das Werk nun sozusagen als Pflichtlektüre tunlichst zu Ende hören.
Zumindest der Deutschlandteil hält, was er verspricht. Informativ, vor allem jedoch voller Witz schildert Twain seine Eindrücke, und man kommt nicht umhin, immer wieder laut zu lachen - dies übrigens auch beim Anhören von Mark Twains Essay über die deutsche Sprache, zu deren Verbesserung er allerlei Vorschläge unterbreitet, deren Sinn sich nicht völlig von der Hand weisen lässt. Ein echter Höhepunkt ist sicher das Duell, eine reine Farce, die der Autor unnachahmlich dramatisch und voller Spott darstellt.
In der Schweiz angelangt, dürfte der Hörer allmählich ermüden. Denn trotz Kürzung wird die Erzählung hier langatmig, die Glosse wirkt überzogen, der Witz verliert die Pointe, und wenn die scharfe Zunge in Zeitlupe züngelt, büßt sie erheblich an Stoßkraft ein. Oh, hätte man diesen Abschnitt doch weiter gekürzt, wie viel besser wäre der Gesamteindruck! Wie leicht hätte man die nicht enden wollende Parodie einer Bergbesteigung ordentlich straffen können, um ihr die erforderliche Würze zu verleihen! Schade. So dümpelt die Handlung oder vielmehr die Karikatur einer Handlung meist müde vor sich hin.
Italien verspricht dann etwas mehr und hält es meistens auch, obwohl Mark Twain sich hier nach Meinung der Rezensentin ebenfalls verzettelt, wenn er sich allzu ausführlich über die italienische Kunst mokiert.
Gut gelungen und wunderbar originell sind die Portraits von Einheimischen und Reisenden, denen der Autor immer wieder begegnet. Sie lockern die ermüdenden Passagen ein wenig auf.

Mit Rufus Beck hat diese schön und hochwertig gestaltete Edition einen Sprecher, der viel gutmachen kann. Ausdrucksstark, die boshaften Spitzen und Pointen großartig aufgreifend und auch subtile Ironie bestens vermittelnd, gibt er dem Text Leben und trägt erheblich zum positiven Gesamteindruck bei. Doch Wunder bewirken kann auch ein Rufus Beck nicht. So bleibt der Eindruck, dass zwar stellenweise Hörspaß pur geboten wird, sich die "Lektüre" jedoch über lange Strecken "zieht".
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am 28. Juni 1999
Mark Twain schildert auf höchst vergnügliche Weise, was er bei seinem "Bummel durch Europa" erlebt hat.Das Buch handelt vom frühen Tourismus in Europa und vom Aufeinanderprallen der nordamerikanischen Kultur mit der alten europäischen Kultur. Twain beschreibt auf sehr humorvolle Art und Weise, welch Schicksal ihm bei seinem Europatrip widerfuhr.Er macht nicht davor halt, die Nachteile des Europabummels zu übertreiben.
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am 3. Oktober 2014
Mit welch vortrefflichen Humor Twain gesegnet ist, eröffnet sich erst durch die Lektüre dieses Werks, dessen Detailreichtum und Überzeichnung einen schwer zu beschreibenden, selten in dieser Form zu findenden und nie böswilligen Unterton an sich haben, der die liebenswerten Schrulligkeiten der Europäer darstellt. Ob das Stilmittel der Auflistung der Kontraste zwischen Europa und den USA ernst gemeint oder dem Unterhaltungswert geschuldet ist, lässt sich nicht klar eruieren, wie Küche und Kultur angesichts des selbstverständlich überlegenen amerikanischen Lebensstils durch den Kakao gezogen werden, sucht aber ihresgleichen.

Mit welch wunderbaren Bildern und Metaphern die Etappen der Reise ausgeschmückt werden, wie schön ausbalanciert sich die Schilderung von Landschaften mit der augenzwinkernden Illustration von Menschen in unterschiedlichsten Situationen abwechselt und zu welchen Schlussfolgerungen und Hypothesen es mitunter kommt ist unvergleichlich. Sei es die Wissenschaft einer Bergbesteigung beziehungsweise deren Motivation, im Detail geschilderte Mensuren, den Gepflogenheiten, mit denen die korrekte Ausführung eines Duells einhergeht oder die Erlernung der deutschen Sprache, in allen Situationen blitzt hinter komischen Details Menschenkenntnis und die tiefere Betrachtung des Alltags durch einen wachen Geist auf.

Es steht nur zu hoffen, dass die Lektüre des Romans in der Heimat des Autors kein wie von ihm illustriertes, mitunter nicht unbedingt erstrebenswertes oder schmeichelhaftes, Bild der alten Heimat gezeichnet hat, was angesichts des Klischees des wenig leseaffinen Amerikaners aber keine ernste Problematik für den europäischen Ruf darstellen dürfte. Und wie viel ärmer wäre die literarische Welt ohne solche Koryphäen der Wortaneinanderreihung, die eben diese Wertbilder und Klischees als das darstellen, was sie sind. Einmal zutreffend, dann wieder frei erfunden, aber in jedem Fall Belege einer bunten, unterschiedlichen und spannenden Welt.
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am 23. Mai 2012
Der "Bummel durch Europa" beginnt ausgesprochen vielversprechend, und der erste Teil, in dem Mark Twain seine Reise und seinen Aufenthalt in Deutschland beschreibt, wird dem auch gerecht - launige, unterhaltsame Schilderungen ganz und gar nach Twain-Manier.
Dieser Teil bekäme von mir 5 von 5 Punkten)
Angekommen in der Schweiz wird es aber bald langatmig. Mark Twain hält sich viel zu lange mit diversen Berggeschichten auf, außerdem verlieren seine Beschreibungen ihre ironische Spitze, die ganzen Übertreibungen wirken schon eher plump. (3 von 5 Punkten)
In Italien fängt er sich doch wieder etwas, aber der Italienteil ist im Vergleich zum Rest nur sehr kurz.

... Den Deutschlandteil gibt es als "Bummel durch Deutschland" auch gesondert zu kaufen, ist aber jeweils teurer als der "Bummel durch Europa" (von Anaconda), insofern bringt das wohl nicht wirklich etwas. - Am besten die gesamte Ausgabe nehmen und die Schweiz im Zweifelsfalle überspringen.
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am 18. Dezember 2011
Bei Twain erwarten wir keinen philosophischen Tiefgang. Aber eine Schärfe der Beobachtung, gepaart mit Witz und Satire, die ihresgleichen sucht. Dazwischen immer auch etwas Flachgesabbel zur Verdünnung. Etwa wenn er eine fiktive, skurrile Expedition auf ein Schweizer Bergmassiv zusammenstellt , wobei weder ein Zuckerbäcker noch ein Melker für die mitgeführten Kühe fehlen. Das Ganze kann auch als ein historisch interessanter Rückblick auf den Tourismus im 19. Jahrhundert gelten. Mit ausreichender Lachmöglichkeit.
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am 21. Juli 2015
Man reibt sich die Augen: Eine Sprache, als hätte Mark Twain die Berichte erst gestern geschrieben. Dabei zeichnet er ein Bild aus lange vergangenen Zeiten - Deutschland, Schweiz und die Alpen Frankreichs vor gut 120 Jahren. Humorvoll, locker, spritzig, teilweise zynisch, manchmal sogar schräg, abgedreht bis grenzwertig, aber immer voller Details, Daten, Fakten, Preise, Uhrzeiten, Namen ...

Extrem kreativ, spinnt er die Fäden von einem Gedanken teilweise ins Unendliche, dreht manchmal auch völlig ab, und stellt eine Menge genereller Erörterungen an. Kein Wunder, unter anderem mit dieser Mischung ist Twain einer der bedeutendsten Autoren moderner Reiseliteratur geworden.

Man erfährt viel von unserer Heimat, vergangenen Kulturen oder das Studentenleben in Heidelberg. Niemand hat wahrscheinlich so glanzvoll, distanziert, aber trotzdem wohlwollend über Schlagende Verbindungen geschrieben. Auch hält Twain überhaupt nicht hinterm Berg, wenn er grauenhafte Gegenden oder Gasthöfe bereist oder hässliche Menschen trifft. Schonungslos ehrlich und taktvoll direkt, immer aber mit Stil.

Twains Berichte sind ein Muss für jeden, der Reiseliteratur liebt und mehr über Süddeutschland (aber auch Schweiz, Frankreich ) erfahren möchte. Sein vielzitierter Report über "Die schreckliche deutsche Sprache" ist auch dabei (und nicht allem kann ich zustimmen :) Aber geschenkt, Twain kann sein Urteil, anders als zeitgenössische Autoren, nicht noch einmal revidieren. Punktabzug gibt es für diesen Klassiker daher nicht, ich bin restlos begeistert.
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