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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
51
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am 20. Mai 2007
T.C. Boyles Roman Dr. Sex handelt von Dr. Alfred Kinsey, einem berühmten amerikanischen Sexualforscher, der in den 40er Jahren beginnt, eine sexuelle Revolution in Amerika loszutreten. John Milk erzählt dem Leser, wie er sich zunächst nach Schliessung einer Scheinverlobung den Zutritt zu einer ersten Lesung des Entomologen über das Sexualverhalten von Frauen und Männern an der Universität Indiana verschafft. Kurze Zeit später stellt er Professor Kinsey, genannt Prok, seine eigene sexuelle Entwicklungsgeschichte für die noch am Anfang befindlichen Erhebungen zur Verfügung. Bei diesem Interview lernt er Kinsey persönlich kennen und schon nach kurzer Zeit wird John Milk selber Teil des Projekts und Kinseys erster Mitarbeiter.

Von da an entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung, die stark von Kinsey dominiert wird, sich nicht nur auf das berufliche beschränkt und Milk kann sich auch nach der Heirat mit seiner Frau Iris nie mehr gänzlich dem starken Einfluss von Kinsey entziehen. Und genau hier liegt eines der wichtigen Spannungsfelder des Buches, nämlich der Zwiespalt zwischen den Errungenschaften des Projekts hinsichtlich der sexuellen Aufklärung und der Liebe zu seiner Frau. Iris will sich der immer wieder von Prok, gerade bei seinen engsten Mitarbeitern und ihren Frauen, eingeforderten sexuellen Freizügigkeit nicht hingeben und gerät somit zunehmend in Konflikte mit íhrem Mann und mit dem Mentor ihres Mannes, Professor Kinsey.

Der 539 Seiten umfassende Roman macht zum einen deutlich, welche bahnbrechenden Veränderung in der amerikanischen Gesellschaft durch Kinseys Forschungsarbeiten erreicht wurden und zum anderen, welche inneren Widersprüche dadurch zugleich bei den Menschen entstehen können. John Milk bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Prok fordert von ihm neben dem vollen Einsatz für das Projekt auch das reale Umsetzen der von ihm verfechteten sexuellen triebgesteuerten Freiheit. Diese wiederum steht im deutlichen Gegensatz zu seiner Liebe zu seiner Frau und Gefühlen, wie Eifersucht, die er verspürt, als diese es ihm gleich tut und sich mit einem anderen Sexpartner als ihm vergnügt.

Dr. Sex liest sich wirklich gut und Boyle widersteht der Gefahr, dass reisserische Thema allzusehr auszureizen und schafft es so, den Leser mit einer guten Story zu fesseln statt nur nach der reinen Maxime "sex sells" zu verfahren.

Sicher leidete bei mir der Lesefluss lediglich darunter, dass mir zuletzt die Zeit für längere Lesephasen fehlte. Dem Buch möchte ich die langwierige(nicht zu verwechseln mit langweilige) Lektüre sicher nicht anlasten und bewerte es daher mit guten 4 Sternen.
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am 21. März 2017
Ich mag die Bücher von T.C. Boyle einfach sehr. Die Art Situationen so genau zu beschreiben und zu umschreiben. Das Thema erforderte großes literarisches Können um nicht pornografisch oder sogar komisch zu werden. Ganz tolles Buch!
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am 2. Juni 2005
Als Boyle Fan muss ich leider sagen, dieses Buch entsprach nicht ganz meinen Erwartungen.
Die Figur Kinsey ist bedauerlicherweise sehr überzogen und karikiert geschrieben, er kanns in Willkommen in Wellville mit Dr. Kellog besser.
Trotzdem hat T.C.Boyle in seinem typisch genial erzählerischen Stil es geschafft die Szenerie einem richtig zu verinnerlichen wie es damals gewesen sein muss im Amerika der 40er Jahre.
Man riecht es förmlich, die Gegebenheiten und die Situationen. Leider aber hat es etliche lange Stellen bei denen man beim lesen nicht so richtig weiterkommt.
Es ist Vom Anfang bis zum Schluss nicht wirklich Abwechslung vorhanden. Die Handlung nimmt dann auch plötzlich ein schneller Schluss, sodass es einem vorkommt, als musste er hier und jetzt an dieser Stelle das Buch beenden. Deshalb nur 3 Sterne.
Für Boyle-Entdecker sicher nicht das ideale Einsteigerbuch.
America oder Riven Rock eignet sich da besser um von T.C. ein tolles Machwerk zu lesen.
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am 17. September 2007
"...wir waren Wissenschaftler, keine Moralisten. Unsere Pflicht war es, zu beobachten und aufzuzeichnen, ohne ein Urteil zu fällen." ... so John Milk, der erste Mitarbeiter in Dr. Kinseys - alias Prok - Projekt zur Erforschung der menschlichen Sexualität. Während die Geschichte John Milks, die seiner Ehe mit Iris und sein Leben als Familienvater T.C. Boyles Phantasien gehorchen, basiert die Biographie von Dr. Alfred Kinsey und seiner Frau Clara - alias Mac - auf Fakten, die sich allerdings Boyles humorvoller aber realistischer Feder fügen.

Boyle erzählt vom steinigen Weg zur sexuellen Revolution in den 30ern und 40ern, von der allgemeinen Wehrpflicht und jenen, die davon ausgenommen wurden, von der Liebe zu Frauen und Männern und von der Hörigkeit des ersten Angestellten John Milk. Es stellt die Frage nach Prüderie und ihrer Definition, nach Möglichkeit von Eifersucht in der sexuell befreiten, modernen Gesellschaft und wie viel Raum für Liebe bleibt, wenn Sex zur reinen Wissenschaft avanciert.

Die Mitarbeiter von Proks Institut sind allesamt Statisten, die sich reichlich an unterschiedlichsten Klischees bedienen. John Milk wirkt als Erzähler etwas blass, was nicht nur an den egozentrischen und auftragenden Auftritten Proks liegt. Er ordnet sich sehr rasch unter - zuerst seinem Chef und dessen Ehefrau, anschließend seinen Kollegen und deren Ehefrauen. Den lebendigsten Charakter, die größte Stärke und die "eigenste" Meinung besitzt Iris - Johns (zukünftige) Ehefrau, die den berühmten Dr. Kinsey als einzige in die Schranken weist.

Die Geschichte der Liebe Johns und Iris, ihre Heirat und die Geburt ihres Sohnes inklusive aller Höhen und Tiefen gestalten den Roman wahnsinnig authentisch, hoffnungsvoll und liebenswürdig. Die Unzahl der intimen, anonymen Interviews, um die Vielfalt der menschlichen Bedürfnisse zu katalogisieren, in Statistiken zu verwandeln und in Form von Grafiken dem gierigen Publikum zu unterbreiten, sind sehr erheiternd - Pastoren und ihre Frauen, Prostituierte, Perverse, Prüde, Mütter, Homosexuelle ... Gelangt man allerdings in die persönliche Ecke der Protagonisten und auf die Ebene ihre Empfindungen ist Boyle beinahe tyrannisch in seiner gnadenlosen Realität. Das bewegt!
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am 23. Januar 2005
Alle, die wegen des reißerischen Titels (im Original heißt das Buch übrigens „The Inner Circle") einen sexüberschäumenden Roman erwarten, dürften enttäuscht werden. Das ist die gute Nachricht.
Nein, der neuste Roman von T.C. Boyle ist mit Sicherheit nicht sein bester. Immer wenn er sich historische Personen vorknöpft (Kellogg, McCormick...) überzeichnet er sie bis zur Unkenntlichkeit (und macht sie lächerlich).
Aber das ist nicht unbedingt die Schwäche des Buchs. Manche Episoden sind ja durchaus interessant. Wenn jedoch erwähnt wird, dass Prof. Kinsey sich durch jahrelanges „Training" eine Zahnbürste in die Harnröhre stecken konnte, hofft man aber, dass Boyle sich das nicht ausgedacht hat... Solche Information werfen automatisch ein ziemlich pathologisches Licht auf den Wissenschaftler. Man vermutet an einigen Stellen, dass Kinsey unter dem Denkmäntelchen der Forschung seinen eigenen Voyeurismus befriedigt.
Die Schwäche des Romans ist aber, dass er einfach nur dahinplätschert, ohne Highlights, ohne größere Spannungsbögen; - in einer Sprache, die kaum das Niveau eines Abiturienten übertrifft. Ist das Absicht? (Dabei weiß jeder, dass er es besser kann!)
T.C. Boyles genialen Bücher („Grün ist die Hoffnung", „Amerika", „Worlds End") leben von den oft urkomischen Metaphern & Gleichnissen und vom kritischen Spiegel, den er einer satten Gesellschaft hinhält. Des weiteren sollen gute Geschichten doch wenigstens einem liebenswerten Protagonisten haben.
„Dr. Sex" ist arm an diesen Momenten. Nur wenige Zeilen erinnern an die Stärken des Autors. Beispielsweise als Kinsey bei einer Massenmasturbationsveranstaltung einem häßlichen, behaarten Kerl, der sich grunzend auf einer Matte abmühte, lapidar auffordert: „Wenn Sie dann bitte fertig werden würden...".
Die Figuren sind durch die Bank unsympathisch: ein sexbesessener Workaholic, sein langweiliger, höriger Assistent (und gleichzeitig Ich-Erzähler) und dessen seltsame Frau... Nicht unbedingt die Ingredienzien, um an „Drop City" oder „Grün ist die Hoffnung" anzuknüpfen!
Sicher, der Roman ist gut zu lesen und (streckenweise) durchaus unterhaltend, aber um sich über Kinsey zu informieren, sollte man wohl besser zu einer Biographie greifen und bestimmt haben andere Autoren die verklemmten, patriarchalischen 40er und 50er Jahre bereits besser porträtiert.
T.C. Boyle-Fans (und zu den Fans zähle auch ich mich!) werden auf dies Buch aber wohl kaum verzichten wollen und es ihm verzeihen. (Aber bitte nächstes Mal wieder eine rein fiktive Geschichte!)
Abschließend ein Tipp für alle, die Boyle mögen: HAPPY FISH von Scott Snyder! Wundervolle Geschichten...
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am 25. Oktober 2005
Es geht um Sex, technisch gesehen. Mit Erotik oder gar Liebe scheint das, was T. C. Boyle gekonnt beschreibt nur wenig zu tun haben. Er zeichnet ein Gesellschaftsbild, das nur erahnen lässt, welche Selbstverständlichkeiten im Hinblick auf die Sexualität und den Umgang mit ihr früher eben keine waren. Er zeichnet das Bild eines Wissenschaftlers, für den es letztlich keine Rolle spielt, was er erforscht. Kinsey hat dazu beigetragen, die Sexualität aus der dunklen Ecke herauszuholen und damit hat er sich eben auch ein Stück weit entzaubert.
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am 10. April 2013
kannte ich bereits. So ist das eben, wenn man sich nicht aufschreibt an wen und wann man welches Buch verborgt hatte.
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am 22. Juli 2005
Naja, von einem T.C.Boyle kann man sich schon etwas mehr erwarten. Das Buch ist doch reichlich handlungsarm, zudem fehlt meiner Ansicht nach die kritische Distanz. Anders als in seinen früheren Büchern behandelt Boyle Kinsley durchaus freundlich-wohlwollend. Schwächen werden zwar angedeutet, aber nicht so gnadenlos bloßgestellt wie z. B. in "Willkommen in Wellville".
Die Sprache ist ok, stellenweise etwas zu "gelackt". Dem Buch fehlt es an spannenden Momenten, skurillen Einfällen und sperrigen Charakteren. Immer nur nachzuerzählen wie ein Interview nach dem anderen gemacht wird, und das auf knapp 300 Seiten, ist reichlich ermüdend. Erst gegen Schluß kommt das Buch etwas in Fahrt.
Fazit: ein Sommerschmöker, sicherlich nicht schlecht. Aber von Boyle das bisher schwächste was ich gelesen habe, noch unter "Ein Freund der Erde". Schade.
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Januar 2008
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.Einerseits wird die Revolution in der Sexualmoral,die Kinsey ausgelöst hat,sehr plastisch geschildert.Und der Geschichtsunterricht ist sehr schön erzählt,die Handlung ist immer interessant und spannend.Schön dargestellt wird auch der Konflikt zwischen nüchternem wissenschaftlichem Forschen und den Gefühlen der Forschenden.Kinsey sieht Sex als einfache Triebbefriedigung,verlangt von seinen Mitarbeitern und deren Partnern auch entsprechendes Verhalten bis zum Gruppensex,diese verfangen sich jedoch in ihren Gefühlen,sodass die Forschungsarbeit ständig mit Liebe,Begehren und Eifersucht zu "kämpfen" hat.Alles ist einfach schön erzählt.
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am 31. August 2005
Normalerweise bevorzuge ich 1-2 stündige Hörbücher, da ich es selten schaffe kontinuierlich an einem Hörbuch dranzubleiben und daher meist den Faden verliere. Dieses Hörbuch war eine Ausnahme. Jan Josef Liefers schafft es, die unterschiedlichen Personen überzeugend darzustellen und kontinuierlich eine gewisse Spannung zu erhalten, obwohl die Erzählung eigentlich so „dahinplätschert". Die Beschreibung der prüden amerikanischen Verhältnisse ist interessant und ruft viel Kopfschütteln hervor. Viele Lacher gab es nicht, das tut dem Hörbuch aber keinen Abbruch.
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