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am 20. August 2007
Sabine und Uwe haben sich getrennt. Wenig später erhält Sabine zwei Briefe: Der eine stammt von Uwe direkt - ein paar kurze Zeilen, mit denen er in kurzen, geschäftlichen Worten um die "Abwicklung" des Beziehungsendes bittet. Der andere Brief stammt von Uwes Sekretärin, die findet, dass Sabine "die ganze Wahrheit" kennen sollte - dem Brief ist ein Tonband beigelegt und enthält das komplette Diktat des Abschiedsbriefes. Und so erfährt Sabine, unterstützt von ihrer zur Hilfe gerufenen Freundin Andrea, was Uwe beim Schreiben des Briefes wirklich dachte...

"Liebe Sabine" ist ein absolut gelungenes Hörspiel über das Ende einer Liebesbeziehung und wie beide Partner damit umgehen. Die Sprecherwahl hätte besser nicht sein können: Autor Jan Weiler ("Maria, ihm schmeckt's nicht") persönlich gibt den mal businesslike-kühl denkenden, mal zynisch abrechnenden, aber auch bis in die tiefsten Tiefen seiner Seele verletzten Uwe einmalig glaubwürdig. Dort, wo Uwe mit Sabine abrechnet, stimmt man ihm aus vollem Herzen zu. Dort, wo er durch ihr Zutun leidet, denkt man: "Sabine, was hast du M...stück diesem feinen Kerl nur angetan?" Doch wenn er mit sich selbst ins Gericht geht, denkt man auch: "Jawoll, da hast du wirklich Mist gebaut. Hättest du ihr DAS nicht ersparen können?"

Ebenso ist es, wenn man die Seite von Sabine (gesprochen von der großartigen Annette Frier, die absolute Idealbesetzung) hört. Und das ist das große Plus dieses Hörspiels: Es zeigt trotz des gelegentlichen Aufblitzens von Weilers furiosem Humor und seiner Gabe, mit Worten zu spielen, auf eindringliche und mitunter beklemmende (weil so realitätsnahe) Weise, dass zum Scheitern einer Beziehung immer zwei gehören. Es gelingt nicht, für einen der beiden Partei zu ergreifen. Uwe und Sabine haben beide mindestens ebensoviel richtig wie falsch gemacht. Am Ende kommt man nicht umhin, BEIDEN für die Zukunft alles Gute zu wünschen, wie immer diese aussehen mag. Jan Weiler hat hier ein wirklich großartiges Hörspiel vorgelegt, und man kann nur hoffen, dass diesem noch weitere folgen.

Zur technischen Umsetzung: Die Wechsel zwischen dem blechernen Ton, wenn die beiden Frauen in Sabines Wohnung das Tonband anhören, und den Szenen in Uwes Büro oder Wohnung, während er das Tonband bespricht, sind gelungen und nachvollziehbar. Die übrigen Hintergrundgeräusche (Türenschlagen, Füllen von Gläsern usw.) sind behutsam eingesetzt und unterstreichen die Dialoge gerade nur soviel, um das Hörspiel tatsächlich als Hörspiel und nicht als reine Lesung wahrnehmen zu können. Kompliment an den Tontechniker.

Das einzige Manko an der CD ist die extrem lange Wartezeit bis zum versteckten Track, der noch eine absolute Überraschung (die man in dieser Form wirklich nicht erahnen kann) parat hält: Zwischen dem Verlagssprecher, der die Production Credits am Ende des Hörspiels verliest, und der verstecken Schlusspointe vergehen fast fünfzehn Minuten. Das hätte man durchaus etwas kürzer halten können. Ansonsten perfekt.
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am 25. März 2008
Diese CD hat eigentlich nur ein Manko: sie ist zu kurz! Trotzdem wird der Hörer ausgezeichnet unterhalten; dieses HB ist besser als bunte lesen, denn man bekommt tiefe Einblicke in die Irrungen und Wirrungen einer in die Brüche gegangenen Beziehung. Die während des Anhörens eines "Abschiedsbandes" stattfindende gegenseitige Entlarvung von Sabine und Uwe ist sehr unterhaltsam und hat etwas Tragikomisches. Sicherlich können sich da viele in Sabine, Uwe, Andrea (Sabines etwas hinterhältige Freundin), oder allen ein bisschen wiederfinden. Allerdings hatte ich nach den fantastischen Rezensionen etwas mehr Tiefgang und Substanz erwartet. Diesen Fehler sollten Sie nicht begehen, sondern einfach ein unterhaltsames, schönes Hörspiel erwarten, das man super beim Aufräumen, Bügeln, Putzen oder Zugfahren hören kann, das aber sicherlich keine Leben verändert.

Danke noch an die Vorrezensenten, die auf die Schlusspointe nach einer viertel Stunde hingewiesen haben, das wär mir sonst entgangen. Und das wäre schade gewesen, denn diese paar Sekunden enthüllen etwas, das sicher nur die wenigsten Hörer erwartet haben....

Viel Spaß!
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am 9. November 2007
Dieses Hörbuch ist das erste was ich von Jan Weiler habe.
Die Beschreibung machte mich einfach neugierig und ich bin froh das ich meiner Neugier nachgegeben habe und mir diese CD holte.
Ich habe selten soviel Spaß an einem Hörbuch gehabt!
Super Geschichte und absolut klasse vorgetragen.
Die ganzen Nebengeräusche machen das ganze noch besser!

Einen kleinen Tipp habe ich aber noch.....man sollte sie besser nicht im Auto hören wenn man Kinder dabei hat :O denn wie soll man denen *blasen* erklären???!!!
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am 29. Februar 2008
Die ersten 3 Minuten war ich nicht sicher, ob ich den Rest hören muss ... spätestens nach 5 Minuten wußte ich, dass die 78 Minuten viel zu früh vorbei sein würden ... und danach hab ich die CD sofort meiner besten Freundin gegeben, die mir am nächsten Tag schallend ins Telefon lachte und sich bedankte :-) Köstlich !!! Besonders Jan Weiler ist ein Genuss ! Für alle die sich schon getrennt haben, sich trennen möchten oder noch überlegen, ob sie nicht alles etwas zu ernst nehmen.
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NR 1. REZENSENTNR. 1 HALL OF FAMEam 9. Oktober 2007
Liebe interessierte Kunden!

Sie haben sich also hierher in den Musik-Shop (*) von amazon.de, zu dem Hörspiel "Liebe Sabine" von Jan Weiler verirrt,
- weil Sie entweder auf der Suche nach neuem, volks-erprobtem Hörfutter sind,
- weil Sie dieses verhörspielte Beziehungsdrama in Briefform interessiert,
- weil Sie Jan Weilers Kolumne aus dem Stern kennen und schätzen,
- weil sie Jan Weilers Buch "Maria ihm schmeckt's nicht!" gut fanden,
- oder weil sie einfach neugieriger Bestseller-Listen-Angucker sind !?

Es gibt viele Gründe, sich hierher zu verirren, oder besser: Den Weg hierher zu finden. Ich lehne mich hier weit aus dem Fenster, das weiß ich, doch dieses nette Hörspiel möchte ich ausnahmsweise und von Herzem empfehlen. Das behaupte ich darum so bedenkenlos, weil es die unterschiedlichsten Altersklassen ansprechen dürfte: Beziehungsgestresste Paare, frisch getrennte Paare und meinetwegen ist's sogar ein klein wenig lehrreich für angehende Paare. Sogar Leute, die mir Pa(a)rtnerschaft nix am Hut haben, dürften sich köstlich über die Missverständnisse der beiden Betroffenen (Sabine und Uwe heißen die beiden!) amüsieren.
Man kann den "Abschiedsbrief" um den es hier schlussendlich geht, aus mehreren Blickwinkeln betrachten. Es ist spannend bis erhellend, sich in einigen (lächerlichen Situationen) wieder zu finden.
Die Moral von "Liebe Sabine" kann man dann verwenden um mit dem Zeigefinger auf andere zu zeigen, oder sich selbst an die Nase zu packen.

Wie dem auch sei. Wenn Sie dieser Tage nix besseres zu tun haben (beim Autofahren, oder Bügeln, oder beim Kochen - zum Beispiel) dann kaufen Sie sich diese Hörspiel-CD und lassen Sie sich überraschen.

Also was zögern Sie noch lange herum. Kaufen und anhören. Getrennt oder gemeinsam? Das ist vielleicht noch (vorab) zu überlegen. Har, har!

Mit freundlichen Grüßen.
Apicula

PS. Noch 'n Tipp: Der letzte Track hat's in sich! Eine spaßige Idee vom Verlag - und auf dem Cover (Digi-Pack-Case) habe ich auch keinen Hinweis finden können - man muss tatsächlich noch 15 Minuten abwarten, dann kommt man in den Genuss einer "versteckte Pointe"! Wenn man die CD im CD-Laufwerk des PC abspielt (mit dem Media-Player) z.B., dann kann man auch noch die Wartezeit umgehen. ;-p

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Hörbuch- /Hörspielbewertung:
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Inhalt: **** | Sprecher: ***** | Hardware: ***** | Preis/ Leistung: ****

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auf meiner persönlichen Horchlatte: *****
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am 7. September 2009
Das Hörspiel ist absolut hörenswert, sehr unterhaltsam und mit richtig gutem Wortwitz. Man erkennt sich in manchen Stellen selbst wieder und fühlt sich dementsprechend immer mit einer Seite verbunden. Und wer diese Inszenierung für übertrieben hält sollte das Hörbuch wirklich bis zur letzten Sekunde (!) anhören...
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. März 2009
Es ist eine ungewöhnliche Art eine Beziehung zu beenden. Aber was ist heute schon ungewöhnlich? Ich glaube, wenn man sich wie "früher" dabei in die Augen guckt und dabei mit dem anderen "Schluss" macht, ist das wahrscheinlich ungewöhnlicher als z. B. eine SMS zu schicken oder man geht den Weg des geringsten Widerstandes, sitzt die Sache einfach aus und meldet sich gar nicht mehr.
Jan Weiler hat den für ihn einfachsten Weg gewählt: er sitzt lässig in seinem Büro und beendet seine Beziehung indem er einen Brief an Sabine ins Diktiergerät spricht und diesen von seiner Sekretärin tippen lässt! Unpersönlicher gehts wohl kaum.

Trotz diesem "tragischen Ende" gibts hier viel zu schmunzeln ...

Jan Weiler und Annette Frier lesen oder vielmehr sprechen diese Dialoge, die im Grunde gar keine sind - man merkt schon, wie ungwöhnlich diese CD ist - zusammen ein.
Für mich ist "Liebe Sabine" kein klassisches Hörbuch, denn dort würde es Dialoge und einen flüssigen Handlungsablauf geben.
Hier hören wir dabei zu, wie der Brief an Sabine entsteht, warum dieser Weg gewählt wird und wie oft "Nettigkeiten" wieder gestrichen werden - wie praktisch doch das Diktat auf Band ist!
Sabine erhält den Brief und analysiert diesen mit ihrer besten Freundin - so wie wir das im wahren Leben wohl auch machen würden.

Die Story ist einfach aber effektiv. Ein echter Weiler eben. Man muss seinen Humor schon mögen, denn sonst mag man "Sabine" auch nicht.

Annette Frier ist wie gemacht für die Rolle der Sabine und wenn der Autor seine Bücher selbst liest, ist das für mich sowieso immer DAS Hörvergnügen und nochmal ein wenig persönlicher, als wenn da jmd "fremdes" ins Boot geholt wird.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. April 2012
Nach acht Jahren gemeinsamer Beziehung verlässt Sabine Uwe - was irgendwie vorherzusehen war. Er: Senior Vice President (oder so was ähnliches :-)) mit einem geschätzten Jahreseinkommen von 200.000 €, leicht zwanghaft veranlagt, der sich ein Leben ohne Struktur und Pläne nicht vorstellen kann. Sie: ehemalige Französischstudentin, Hang zum alternativen Lebensstil, linksorientiert, Neigung zum Chaos. Klar, wem da die Sympathien der Hörenden gelten ;-) Doch als Uwe in einem 'Abschiedsdiktat' noch einmal ein Resümee zieht der vergangen Jahre, stellt sich vieles plötzlich ganz anders da. Und wie so häufig bewahrheitet sich auch hier der uralte Spruch: Es gehören immer zwei dazu.
Jan Weiler als Uwe und Annette Frier als Sabine sind wirklich eine Idealbesetzung für dieses Paar. Seine Darstellung als in mitmenschlichen Angelegenheiten leicht verklemmter Rationalist ist derart überzeugend, dass man ihn förmlich vor sich sieht. Und auch Annette Frier verkörpert die desorganisierte, aber von sich und ihren Ansichten Selbstüberzeugte so glaubwürdig, dass man die gemeinsamen Auftritte des Paares deutlich vor Augen hat. HÖREN!
PS: Das 'EasterEgg' ist ein wunderbares Tüpfelchen auf dem i ;-)
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am 11. April 2008
Ok, es ist kein Hörbuch sondern ein Hörspiel. Da ich aber kein Hörspiel-Fan bin - zumeist erinnern mich Hörspiele an die grausamen Asterix-Hörspieleproduktionen aus meiner Kindheit - bin ich immer vorsichtig. Die Hörspieleinlagen sind auch nur kurz und dezent und eher mit verteilten Rollen gesprochen.

Aufgrund der hervorragenden Bewertungen bei Amazon habe ich mir diese kurzweilige Geschichte gegönnt.

Eine Geschichte, brilliant vorgetragen (wie alle Jan Weiler Hörbücher), mit tiefgründigem Witz und einem Ende, das man sicher nicht vermutet hätte.

FAZIT: Super! (nur zu kurz)....
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am 17. Dezember 2010
Manchmal fragt man sich, warum zwei Menschen überhaupt ein Paar geworden sind. Dem nachzugehen ist auch das zentrale Thema dieses Hörspiels. Sabine und Uwe haben sich voneinander getrennt. Der Zuhörer wird durch Sabines Aussagen und einem Brief von Uwe sofort gegen diesen aufgebracht. Wie konnte Sabine es je mit einem solchen Menschen aushalten, fragt man sich. Doch dann hört man ein Tonbandgerät, das Uwes Sekretärin an Sabine geschickt hat. Auf diesem hat Uwe seinen Brief diktiert, und zwar zuerst in einer sehr viel ausführlicheren Form. Jetzt dreht sich das Blatt. Uwe tut einem immer mehr leid und man fragt sich, was er je an Sabine gefunden hat. So ist es wohl im Leben. Bei Beziehungen gibt es eine doppelte Wahrheit. Am Ende kommt das Unvermeidliche: Zwei Menschen, die nie zusammen gepasst haben, weder beim Kennenlernen noch beim Zusammenleben, haben immer noch nichts gelernt und scheinen wieder aufeinander zuzugehen. Das macht einen wahnsinnig, aber auch froh. Doppelte Wahrheit eben.
Lustig ist das Hörspiel daher nicht durchgehend, weil es auch ärgerlich macht. Aber Jan Weiler und Annette Frier machen ihre Sache gut. Schon stimmlich sind sie Gegensätze: die ruhige bedachte Stimme von Weiler trifft auf die patzige und aufgebrachte Stimme von Frier. Da haben sich zwei gefunden. Die Funken sprühen.
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