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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
22
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am 27. Dezember 2004
In früheren Jahren bin ich mehrfach an der Lektüre dieses Buches gescheitert. Mir fehlte oft auch die Zeit und die Ruhe, dieses mächtige Werk in einem Stück zu bewältigen. Es schien zu komplex zu sein.
Seit Jahren fahre ich nun mit dem Auto täglich zur Arbeit, was ca. 30-45 Min. pro Weg benötigt. Oft habe ich mich über diese verlorene Zeit geärgert, bis ich vor 2 Jahren begann, diese Zeit-Brache mit dem Hören von Hörbüchern sinnvoll auszufüllen. Das war eine Offenbarung! Seither fahre ich langsamer und entspannter, um den Geschichten zuzuhören (und fahre dennoch konzentriert!).

So habe ich nun auch den Zauberberg gehört und konnte feststellen, dass mir dieses Werk in der Form des Hörbuches auf einmal sehr zugänglich war, was mich freudig überraschte! Ich war wie verzaubert und wäre am liebsten immer noch weiter gefahren, um der Geschichte zu folgen! Die Textauswahl ist hervorragend, denn sie hebt die für das Werk entscheidenden Text-Passagen klar und deutlich heraus, so dass sie einem verständlich und durch die Aufteilung auf mehrere Sprecher sogar plastisch werden. Ich hätte das nie für möglich gehalten!
Die Regie geht dabei sehr einfühlsam mit dem Werk um, so dass dieses nicht reduziert oder verflacht wird. Im Gegenteil, es erschließt sich einem viel leichter, als hätte man beim Lesen alle wichtigen Stellen mit einem Textmarker gemarkert.
Deshalb konnte ich danach auch das Buch wieder zur Hand nehmen und mich nun gezielt noch einmal in bestimmte Abschnitte vertiefen, an die ich zuvor gar nicht erst herangekommen war.
Die Dialogregie und die Darbietung der Sprecher sind sehr gut. Die Sound-effekte und die Musik sind dezent und zurückhaltend. Sie stören nie und ergänzen das gesprochene Wort gerade genug, um einer Szene Lebendigkeit zu verleihen, so z.B. das Zuschlagen der Tür, wenn Mme Chauchat den Speisesaal betritt.
Alles in Allem ist dieses Hörbuch der perfekt gelungene Versuch dem Hörer/Leser den entscheidenden Inhalt dieses nicht immer einfachen Buches offen zu legen und gleichzeitig dem Hörer Genuß und Wohlbehagen zu bereiten! Keine Frage: Ich vergebe alle 5 Sterne!
AHCB
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am 15. April 2001
Ich liebe Thomas Mann und seinen Zauberberg. Es hat demnach auch meine Neugierde geweckt, als ich das Hörbuch entdeckte. Natürlich begleitete mich auch die Skepsis:'Kann man ein Meisterwerk wie den Zauberberg in 8 Kassetten 'packen', ohne dass es an Stil, Charm und Genuss verliert, den die Wortwahl des Autors ausmacht?'....Man kann! Schon vom ersten Moment an war ich in die Welt des Zauberbergs hineingerissen. Die Worte des Erzählers und die zusammengeschnittenen Dialoge halten sich and die Worte des Autors und somit bleibt seine Aura ständiger Begleiter. Was die Technik betrifft, so irritierten mich anfangs die hastigen Schnitte. Nach kurzer Zeit allerdings will man sie nicht mehr missen, da so das Treiben des Zauberbergs alle Aufmerksamkeit verlangt und die Gedanken aufgeregt und erwartungsvoll gerade zu umherhüpfen. Dieses Hörbuch ist mehr als nur empfehlenswert für Jedermann: Es ist ein Traum für Thomas Mann Liebhaber.
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am 27. April 2006
Um mir die Enttäuschung zu ersparen, an dem gedruckten Monumentalwerk Thomas Mann zu scheitern, habe ich mir gleich die CD's besorgt.

Als Hörspielfreund seit meiner Kindheit, habe ich mich lange nicht mehr so auf die nächtliche Berieselung gefreut, wie nun auf Udo Samels sonores und samtenes Tembre, welchen einen an die Hand nimmt und nach und nach, unauffällig und doch konzentriert durch die Kapitel führt. Ohne abwechselnde Musikeinspielungen oder zu bewegtes Spiel in der Stimme.

Damit hilft Udo Samel, sich allein auf die Geschichte zu konzentrieren und gibt dem Hörer Sicherheit, nie den Faden zu verlieren.

Eine Geschichte, die wie ein Film im Kopf abspielt.

Ich kann den Speisesaal des Sanatoriums sehen, die Liegestühle auf den Terrassen, rieche die Zigarre am Abend und fühle die gestärkte Bettdecke, die ich mir, schauernd vor innerer Kälte, bis zu der Nasenspitze ziehe.

Die Angst vor schwerer Literatur, wurde mir mit diesem Glanzstück genommen.
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am 6. Juni 2002
Das erste Buch von Thomas Mann, das ich gelesen habe waren die "Buddenbrooks". Regelrecht verschlungen habe ich es. Danach habe ich mich an den "Zauberberg" gewagt. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich versucht habe dieses Buch zu lesen und wie oft ich daran scheiterte und es ungelesen wieder ins Bücherregal stellte. Der vielgerühmte Roman, ohne Zweifel ein Meisterwerk Thomas Manns, war so schwierig zu lesen, daß ich irgendwie keinen Zugang zur Geschichte bekam. Das Hörspiel macht dieses, doch recht schwierig zu lesende, Werk Thomas Manns für jedermann zugänglich und ist daher außerordentlich empfehlenswert.
Ich kann nur jedem, der ähnliche Schwierigkeiten mit dem Buch hat, empfehlen, sich dieses hervorragenden Hörspiels zu bedienen.
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am 14. März 2007
Genau so wenig wie ein Film kann auch ein Hörspiel alle Facetten eines Tausendseiten-Romans berücksichtigen. Jeder, der den Roman kennt und liebt, wird etwas vermissen. Kunststück! Die Regisseurin muss sich allerdings keine Vorwürfe machen, denn sie eröffnet dem Hörer eine authentische Darbietung, die Manns Meisterwerk alle Ehre macht. Die Sprecher sind über jeden Zweifel erhaben, sehr sorgfältig ausgewählt (von Naphta vielleicht abgesehen) und geben die Charaktere gut wieder. Nur dass der Erzähler (Udo Samel) stets von einem Kanal zum anderen verschoben wird, halte ich nicht immer für glücklich gewählt und ausgeführt. Die Mannsche Syntax wird sensibel gekürzt, um sprechbar zu bleiben und die Perlen seines Stils frei zu legen. Die Geräuschkulisse ist von adäquater Dosierung und "anschaulich". Die Musik gibt auf kongeniale Weise die Stimmung des Romans wieder. Ich bin absolut zufrieden damit und höre immer wieder gerne rein. Wer mehr will, muss sich halt mit dem Roman begnügen.
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am 15. Februar 2014
Irgendwie faszinierend, und irgendwie höre ich es immer mal wieder - so im Abstand von einem Jahr.
Auch wenn die Meinungen sehr kontrovers sind.
Ich empfinde dieses "Hörspiel" als sehr gelungene Komposition.

Sowohl die Stimmen als auch die Geräusche, die Charaktere, die seltsame Musik die einem die noch seltsamere Stimmungen dieser "wir-hier-oben"-Mentalität näherbringt und miterleben läßt.

Abstrakt und doch irgendwie rund. Und ich dachte nie das ich mich mal für Thomas Mann interessieren würde.
Aber das macht Neugierig.
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am 27. Februar 2005
Ich kann dieses Hörspiel, wie im übrigen auch das Hörspiel "Buddenbrooks" nur empfehlen. Meiner Meinung nach geht es nicht besser. Die Charaktere der vorkommenden Personen werden von den Sprechern eindrucksvoll und authentisch übermittelt. Besser geht es nicht!
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am 9. August 2002
Zum ersten Mal habe ich den Zauberberg in der Schule für eine Buchbesprechnung - wir konnten uns das Buch nicht aussuchen - lesen m ü s s e n. Gefallen hat es mir nicht und die Besprechnung wurde nur deshalb mit einer 2+ benotet, weil ich sie zum größten Teil aus einer Interpretationhilfe für Lehrer abgeschrieben hatte.
Später habe ich das Buch einmal im Urlaub gelesen und fand es lange nicht so gut wie die "Buddenbrooks" oder so amüsant wie "Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull". Alles wirkte irgendwie konfus. Der Handlungsstrang kam mir eher wie eine Achterbahn, mit seitlichen Abzweigungen und auch Sackgassen vor, denn als eine schöne gerade Autobahn.
So machte ich mich mit großer Skepsis an das Hörbuch. Ich suchte nach Fehlern, nach Kürzungen, die das Verstehen noch schwieriger machen würden und nach einer allzugroßen "Künstlerischen Freiheit" der Hörspielredaktion.
Ich wurde enttäuscht!
Klar gab es Kürzungen, die aber noch zum Verständnis des Buches beitrugen. Anfangs mußte man sich auch an den hohen Geräuschpegel gewöhnen. Aber sehr schnell merkte ich, daß ausgerechnet diese akutischen Umstetzung sehr schnell ein äußert plastisches Bild des ganzen "Zauberbergs" in der Phantasie entstehen lassen. Daß, was Mann oft umständlich zu beschreiben versucht hatte, wurde mit einfachen akustischen Mitteln sehr schnell deutlich. Hier kann man nur den Geräuschemacher und den Toningenieur beglückwünschen.
Kurzum, das Hörbuch ist ein sehr guter Weg sich diesem Werk Thomas Manns zu nähern.
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am 2. November 2008
Die Umsetzung der Vorlage hat absolut funktioniert. Durch dieses Hörspiel kann der eine oder die andere auch durchaus an die "schwere" Kost des "Originals" herangeführt werden.
Es gibt tatsächlich einige Abweichungen zur Vorlage, die allerdings dem Hörspiel durchaus nicht schaden.
Verbesserungsbedürftig wäre allenfalls die Musik zwischen den einzelnen Kapiteln gewesen. Sonst ist der "Zeitroman" absolut hervorragend umgesetzt worden.
Ich lege mich fest: Dies ist das beste Hörspiel, das ich bislang überhaupt gehört habe!!
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am 12. August 2013
Thomas Manns Roman "Der Zauberberg" ist der Prototyp unter den Romanen der klassischen Moderne, die das herkömmliche Erzählen noch nicht ganz unter Generalverdacht gestellt haben. Seine Rezeptionsgeschichte ist ebenso weitschweifig wie sein Bekanntheitsgrad auch unter Nicht-Lesern groß ist. Es ist daher kein geringes Wagnis, sich an eine Radio- und Hörbuchfassung zu setzen. Die Gefahr des Scheiterns, und sei es auch auf hohem Niveau, ist einfach zu hoch, als dass man den Verantwortlichen vorwerfen könnte, mit der Vorlage auf Nummer sicher gehen zu wollen. Auf einem derart komplexen und dazu prominenten (wenn auch nicht immer präsenten) Text wie dem „Zauberberg“ kann man sich einfach nicht ausruhen, wenn man ihn in ein anderes Medium, hier in das eines Hörspiels, übertragen will. Wie beim Film lautet die Kritik auch hier zu häufig, die zweite Version sei entweder ein bloßer Aufguss der ersten, ohne die spezifischen Bedingungen des Mediums zu nutzen, oder sie lasse der Fantasiewelt des Lesers keinen Raum zur Entfaltung und überdecke den Leseeindruck nur unnötig durch technische Spielereien.

Nun ist „Der Zauberberg“ nicht die erste Vorlage von hohem Bekanntheitsgrad, an der sich Valerie Stiegele, die Hörspielbearbeiterin des vorliegenden, bereits 2000 erstmals erschienenen Hörbuchs, versucht hat. Hervorgetan hatte sie sich bis dato vor allem mit den Bearbeitungen der Mankell-Krimis, während in letzter Zeit literarische Schwergewichte wie Hesses „Steppenwolf“ oder Prousts „Combray“ im Vordergrund standen. Auch die übrigen Mitwirkenden können sich sehen und (vor allem) hören lassen: Regie geführt hat der durch Peter Steins Faust-Lesung bekannte Ulrich Lampen, und Felix von Manteuffel, Traugott Buhre oder Karina Krawczyk lauten nur einige der geläufigeren Namen der Sprecherinnen und Sprecher, die dem Personal des Kurhotels ihre Stimme leihen. Produziert wurde das ganze Projekt vom Bayerischen Rundfunk unter Barbara Schäfer und Herbert Kapfer, die zuletzt auch für die Redaktion des „Moby Dick“-Hörbuchs verantwortlich zeichneten.

Dass die Mitwirkenden sich der Anmaßung weitgehend bewusst sind, die darin liegt, ein so in sich geschlossenes Werk wie den „Zauberberg“ umformen und transferieren zu wollen, erfährt man nicht nur anhand einiger Äußerungen im Booklet, sondern auch beim Hören. Denn die Hörspielbearbeitung zeichnet sich vor allem durch den Versuch gewissenhafter Werktreue und Genauigkeit aus. Das entscheidende Problem wird es auch hier gewesen sein, aus dem für ein herkömmliches Hörspiel viel zu großen Umfang Teile herauszulösen, um sie in einer der Radioform angemessenen Weise wieder zu einem Ganzen zusammenzufügen. Das alles, ohne das viel gerühmte Beziehungsgeflecht aus Leitmotiven und Symbolen zu stark anzutasten. Das Hörspiel zeichnet sich durch einen großen Respekt vor der Vorlage aus, der das Ganze zuweilen allerdings ein wenig steif und unbeweglich macht. Es überwiegt bei der Produktion nicht gerade experimentierfreudige Entdeckerlust, was vor allem die musikalische Bearbeitung deutlich macht. Jedes Kapitel mit der selben Cellosequenz zu beginnen, mag orientierungsstiftend sein, trägt aber auch zu einer gewissen Eintönigkeit bei. Auch die historischen Aufnahmen z. B. von „Aida“ im Kapitel „Fülle des Wohllauts“ kommen gewiss gefällig daher, sind aber nichts, was einem Deutschleistungskurs nicht auch eingefallen wäre.

Gleichwohl ist der „Zauberberg“ ein ideales Modell für eine Hörspielbearbeitung, wie sich beim konzentrierten Hören erweist. Sowieso sei das Epische Hörwerk weit eher als Lesewerk, wie Thomas Mann schon 1940 anlässlich einer Schallplattenausgabe der „Buddenbrooks“ eingestanden hat. Ähnlich dem Buch vermag auch die akustische Form, uns in die Welt derer „da oben“ hinein zu ziehen. Die Atmosphäre ist extrem dicht und nimmt im Verlauf an Dichte sogar noch zu, was vor allem an der hervorragenden Leistung der Sprecherinnen und Sprecher liegt.

Die Auswahl Konstantin Graudus‘ für die Rolle des Hans Castorp muss als Glücksgriff bezeichnet werden, gelingt es seiner zwischen Naivität, Arglosigkeit und Altklugheit angelegten Stimme doch ausgezeichnet, den Charakter des Helden hörbar zu machen. Auch Udo Samels „märchenhaft“ sonore Erzählerstimme oder Friedhelm Ptoks Leistung als Hofrat Behrens hat man noch lange Zeit nach dem Hören im Ohr. Felix von Manteuffel hält sich dazu streng an Thomas Manns „Regieanweisungen“, nach der Settembrini „ohne fremden Akzent“ zu sprechen sei, während man „nur an der Genauigkeit seiner Lautbildung“ den Ausländer hätte erkennen können.

In seinem Vorwort zur Buddenbrooks-Schallplatte richtet sich Thomas Mann noch vornehmlich an die, „denen das Schicksal das Augenlicht zum Lesen versagt hat.“ Heutzutage später ist das Publikum für Hörbücher sehr viel breiter geworden. Auch die, die lesen könnten, wenden sich dem anderen Medium zu, und das nicht ohne Grund, wie die vorliegende Hörspielbearbeitung zeigt. Ihr großes Verdienst ist es, sich zugleich an diejenigen zu wenden, die das Werk schon in Buchform kannten, als auch an diejenigen, die zum ersten Mal mit dem Stoff in Berührung kommen. Beiden Hörergruppen wird es wohl gleich viel Spaß machen, Thomas Manns Forderung zu erfüllen, den Roman eigentlich zweimal lesen (oder hören) zu wollen.
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