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Wer noch einen Beweis braucht, dass der Mensch blinde Flecken mit eigenen Bildern füllt, kann sich in der "Galleria delle carte geografiche" der Vatikanischen Museen umsehen oder in diesem Buch blättern. Von der ersten Möglichkeit machte ich ausgiebig Gebrauch, als ich während meiner Rom-Jahre die Wintermonate dazu nutzte, meiner Lust an alten Karten ohne Touristengetümmel zu frönen. Und nun kommt es mit diesem wunderschön gestalteten Buch zu überraschenden Wiederbegegnungen mit all den unheimlichen Wesen, die auf Landkarten vergangener Jahrhunderte unerforschte Gebiete bevölkern. Was hinter dem Horizont liegt, hat die menschliche Vorstellungskraft schon immer beflügelt. Und die Landschaftshistorikerin Judyth A. McLeod trug in aufwändiger Arbeit zusammen, was diese Kraft bewirkte und zu welchen Ergebnissen der ewige Kampf zwischen der Fantasie und der Wissenschaft führte. Dabei räumt sie auch mit vielen Mythen auf, nimmt ihre Leser auf eine Zeitreise mit und vermittelt ihnen mehr als nur eine Ahnung von der Macht des Wissens und des Glaubens.

So erfahren wir, dass sich Ptolemäus die Erde weniger aus Gründen der Logik als Kugel vorstellte, sondern weil ihm diese Form aus Liebe zur Symmetrie einfach besser gefiel. Judyth A. McLeod erzählt vom Wettstreit der Gelehrten, von machtpolitischen Auseinandersetzungen, bewussten Fälschungen, dummen Irrtümern und vom Zufall diktierten Korrekturen. Sie berichtet von Kartenmachern mit pädagogischen Absichten, egomanischen Charakteren und hemmungslosen Forschertrieben. Und sie ordnet unzählige Fakten und fast ebenso viele Annahmen so, dass ihr Publikum schließlich an einer Aufführung teilhaben darf, durch die ein roter Faden geht und bis zum Schluss spannend bleibt.

Nach über 300 Seiten am Ende angekommen, wundert man sich, dass man bei legendären Ländern fast nur an Atlantis oder den Garten Eden denkt. Denn der Menschheitstraum vom Paradies auf Erden, die Suche nach dem Jungbrunnen oder dem heiligen Gral führten noch zu ganz anderen Entdeckungen, die sich später als Luftschlösser erweisen sollten.

Im Zeitalter von Google-Maps, Satelliten und Navigationssystemen für den Privatgebrauch, kann man sich kaum mehr vorstellen, wie viel Mut es früher brauchte, einfach ins Unbekannte aufzubrechen und dem Fremden zu begegnen. Aber Judyth A. McLeod macht auch klar, dass es nicht nur um einzelne Wagemutige geht, sondern dass oft handfeste wirtschaftliche und militärische Interessen im Spiel waren. Und dass sich daran bis zum heutigen Tag wenig geändert hat, illustriert sie mit ihren Ausführungen über die Eroberung des Weltalls.

Übrigens und ohne Scherz: Es gibt für all jene, die noch immer nicht glauben wollen, dass die Erde ein Kugel ist, eine geistige Heimat: Die "Flat Earth Society".

Mein Fazit: Außer dem fabelhaften Bildmaterial, das dem Betrachter in hoher Druckqualität angeboten wird, sind es auch die ausgezeichneten Texten von Judyth A. McLeod, die dieses Buch für jeden Liebhaber von Karten, Entdeckungen und mystischen Orten zum Ereignis machen. Erstaunt hat mich eigentlich nur, dass die meisten Bilder von "Photolibrary" bezogen wurden und der Vatikan im Quellenverzeichnis nicht erwähnt wird.
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Unbekannte Länder, versunkene Inseln, untergegangene Reiche ... sie alle beflügeln noch heute unsere Fantasie. Alte Karten und Atlanten über diese sagenumwobenen Welten sind der bibliophile Schatz jeder Bibliothek oder jeden Bücherfreundes. Seit der Mensch begann, seine Umwelt zu erforschen, hat er seine Entdeckungen in Berichten und Karten festgehalten.

Der "Atlas der legendären Länder" präsentiert nun eindrucksvoll, wie die Kartografen von einst sich ihre Welt vorstellten. Meist kannten sie nur wenige Fakten aus Reiseberichten oder aus mündlichen Überlieferungen von Abenteurern, Kaufleuten und Seefahrern. Trotzdem versuchten sie, mit herrlich detailreichen Landkarten das Unbekannte vorstellbar zu machen. Selbst für den Garten Eden suchte man nach einem irdischen Ort, der meist an einem unbestimmten Ort im Osten oder auf einem hohen Berg vermutet wurde.

In der Antike lag jenseits der bekannten Länder rund um das Mittelmeer eine Welt unendlicher Möglichkeiten. Die ersten Kartenversuche stammen aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Jahrhundertelang arbeiteten die Kartenmacher mit altehrwürdigen Hilfsmitteln. Ohne Hilfe von modernen Reißbrettern, Computern und Satelliten schufen sie eine Welt auf geheimnisvollen Karten, Holzschnitten oder Ungetümen von Globen.

Ob das versunkene Atlantis, das Reich von König Artus oder das bis ins 16. Jahrhundert noch völlig unbekannte Australien - die Geschichte der Kartografie war immer eine Gratwanderung zwischen Improvisation und Realität. Oft ähnelte die Erstellung der Karten einem Puzzlespiel, bei dem die Hälfte der Teile fehlte. So füllte man die Lücken mit Fantasie und mehr oder weniger plausibler Logik aus. Und jede neue Entdeckung trug weiter zur Verwirrung bei.

Mitunter war das Ergebnis eine haarsträubende Spekulation, wie sie sich im Fall der Entdeckung Amerikas erweisen sollte, denn selbst Kolumbus täuschte sich, wo er sich auf seiner berühmten Reise von 1492 befand.

Die anerkannte Landschaftshistorikerin Judyth A. McLeod nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit und macht mit den Kartografen der letzten Jahrhunderte bekannt, die mit ihrer Arbeit der Welt eine anschauliche Ordnung geben wollten. Der "Atlas der legendären Länder" ist ein spannendes und absolut lesenswertes Buch, das durch seinen informativen Text und seine außergewöhnlichen Illustrationen besticht, und das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Manfred Orlick
11 Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Januar 2016
Es handelt sich hier nicht um einen Atlas, sondern um ein populärwissenschaftliches Buch über kartografische Irrtümer und Spekulationen sowie über mythologische Länder. Die tatsächlich teilweise sehr kleinformatig abgedruckten Karten sind allesamt anderen Werken entnommen, von ihrer Herkunft teilweise aber schlecht dokumentiert. Insgesamt handelt es sich um einen katastrophal editierten Band. Im Text werden zahlreiche Karten erwähnt, die aber nicht abgedruckt werden oder in ganz anderen Abschnitten des Buches zu finden sind. Einzelne vorhandene Karten werden dafür im Text nicht erwähnt.
Der Text selbst enthält Fehler und Ungenauigkeiten in Massen, so wird z.b. auf einer Nordamerika- Karte erwähnt, dass hier nördlich Kubas die legendäre Insel Mangi abgebildet wäre, nicht aber Florida, und eine Seite später wird dann "Mangi" zu Florida. Mal kehrt Kolumbus schon 1492 von seiner ersten Amerika-Reise zurück (richtig natürlich 1493), später gründet er bei dieser Reise 1493 eine Kolonie (tatsächlich schon 1492). Auf einer Karte werden aus Hirschen Elche und Franz I. wird ohne Kommentar und Anführungszeichen zum "Friedensfürst". Vielleicht sah er sich selbst so oder wurde von zeitgenössischen Apologeten so gefeiert. In der Realität führte er Zeit seines Lebens Krieg mit sämtlichen seiner Nachbarn (natürlich war er keine Ausnahme).
Ein Band der "National Geographic " nicht würdig ist.
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am 20. August 2016
Top Buch für Schatzsucher- Segel- versunkene Welten- Fan
prompte Lieferung, super gut eingepackt (alte Seiten aus einem Atlanten super Idee!)
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am 17. Juli 2013
Das Buch ist überaus reich bebildert mit gut zu lesenden, informativen Texten. Wer Freude an sorgfältig aufgemachten Büchern hat, die auch mit gutem Papier aufmschen, wird Spass daran haben.
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am 21. September 2014
aber die Erwartungen waren deutlich höher.
Ich liebe alte Landkarten und noch mehr Seekarten.
Das Buch ist relativ Textlastig und ein guter Teil der Abbildungen sind keine Karten.

Nicht schlecht, aber nicht so ganz das Richtige für mich.
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