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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
2

am 22. August 2014
Heike Hartmann-Heesch präsentiert in diesem Band Erzählungen aus den Jahren 2005 bis 2013, und so facettenreich das Leben in diesen langen Jahren sein kann, so facettenreich sind auch die Themen, die die Autorin behandelt. Natürlich geht es oft um ihre Krankheit und das scheinbar unendliche Warten auf eine neue Lunge. Es geht um Sterben und Tod, um Sucht und Krankheit, um das Altsein und die Verzweiflung, sich dem Tod näher als dem Leben zu fühlen. Aber die Erzählungen sind keineswegs deprimierend. Denn es geht auch um Hoffnung, um Liebe und um das intensive Erleben von Gefühlen. Mal sind die Erzählungen sehr fantasievoll, mal werden scheinbar belanglose Einzelheiten so detailliert beschrieben, dass man sie quasi greifen kann. Immer sind sie voller sprachlicher Finesse.
Heike Hartmann-Heesch führt den Leser ganz nah an die Personen heran, von denen sie schreibt, lässt ihn mitfühlen und mitdenken, und lässt ihn zurück mit der Reflektion über sich selbst und der Frage "Wie würde ich damit umgehen?" "Wie baut man sich eine Brücke zurück ins Leben, wenn man doch dem Tod schon viel näher ist?"
Dies ist kein Buch, das man einfach zur Seite legt um zur Tagesordnung überzugehen. Es ist ein Buch, das zum Nachfühlen und Nachdenken anregt, und das den Blick endlich einmal wieder weg von oberflächlichen Nichtigkeiten hin zum wahren Leben lenkt.
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am 26. März 2014
Ein Buch vom Leid? Ein Buch vom verborgenen Glück?
Ein Buch, das unglaubliche Geschichten erzählt?
Eines zumindest, das an der wahrhaftigen Liebe festhält.
Im Angesicht eines Schicksals, das um seine Zerbrechlichkeit weiß.
Und jeden geatmeten Augenblick als geschenkte Ewigkeit annimmt.
Die Dinge so benennt, wie sie sind. Ohne sie wirklich zu verstehen.
Und im wahrsten Sinne des Wortes nach Luft ringen.
Meist drückt sich die Autorin sehr poetisch aus, manchmal auch etwas schroff.
Niemals aber klagend und immer dem Leben zugewandt.
Ohne den Tod aus den Augen zu verlieren, ohne vor dem Schicksal
flüchten zu wollen. Weil es gerade dieses Schicksal ist, das die Tiefe
ihres Lebens ausmacht.
Und aus Quellen schöpft, die gesunden Menschen verschlossen bleiben.

Dass ausgerechnet die Sprache hier im Mittelpunkt steht, widerspricht
eigentlich dem Gesetz der Dinge, wie sie sind.
Weil die Autorin an einer Krankheit leidet, die sie zeitweilig verstummen lässt.
Und Hände ringend auf ein Organ wartet, das bei ihr versagte.
Mit der immer wiederkehrenden Frage, ob das, worauf sie so sehnlich wartet,
in der Schöpfung vielleicht gar nicht vorgesehen ist.
Weil in ihrem Fall die Medizin den Schöpfer spielt, weil sie ohne dieses
medizinische Wunder nicht überleben würde.
Darf man also hoffen, wo eigentlich keine Hoffnung mehr ist?
Und darauf vertrauen, dass auch der wahre Schöpfer Ja dazu sagt?
Die Autorin hat sich mit all diesen Fragen auseinandergesetzt.
Und die Antworten in der Liebe gefunden.
In der Liebe zu ihrem wunderbaren Mann, der ihr immer zur Seite steht.
Und in der Liebe zu einer Natur, die sie mit ganz neuen Augen sieht.

Dass dieses Buch nicht nur fünf Sterne, sondern auch einen Preis verdient,
hat die Autorin wohl kaum geahnt. Weil sie nicht mehr und nicht weniger
damit ausdrücken wollte, als ihre Dankbarkeit, dass sie noch leben darf.
Und ihre geliebte Sprache wie ein Wunder zurück gewonnen hat.

Ute Leser, Hamburg
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