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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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am 18. August 2013
Wie schnell aus einem Traumjob ein Alptraum wird, hat Matthias Roth am eigenen Leib erlebt. Angetreten als Controller für die Baustelle des Flughafens, findet er sich rasch in einem Gestrick von falschen Versprechungen (bezüglich seiner Stelle) und fehlenden Aufgaben wieder. Es beginnen 18 Monaten Kampf gegen Windmühlenflügel, Langeweile, unfähige Vorgesetzte und gegen die Aussichtlosigkeit auf auch nur einen Hauch von Veränderung. In diesem Buch beschreibt er diesen Alptraum, der für Außenstehende kaum fassbar scheint. Es ist ein Blick in ein Unternehmen, das nicht zu steuern ist, weil die Führungskräfte es nicht steuern wollen, weil sie Augen und Ohren verschließen gegenüber dem, was Mitarbeiter vorschlagen oder bemängeln, weil sie Risiken leugnen und ausschließlich „aufsichtsratstaugliche“ Vorlagen fordern. Alles andere wird bewusst ausgeblendet.
Das Buch ist ein Lehrstück darüber, wie ein Unternehmen nicht geführt werden sollte, und es erklärt, warum der Flughafen bislang gescheitert ist und warum er weiter scheitern wird, solange weiterhin Steuermillionen in dieses Projekt gepumpt werden. Dabei ist ein Gedanke aus dem Buch besonders bestechend und wird auch gerne von den maßgeblichen Politikern übersehen: Der Flughafen gehört uns allen, denn er wird mit unseren Steuergeldern gebaut, die hier in unglaublicher Höhe verschwendet werden.
Matthias Roth gelingt eine interessante Studie über inkompetente Manager und Mitarbeiter, die sich mit dem Mangel an Kompetenz arrangiert haben, und über die Verpflichtung teurer Berater, obwohl fähige Mitarbeiter zur Verfügung stehen und bereit wären, diese Aufgaben zu übernehmen. Angenehm sind die anschaulichen Bilder, die Roth für die komplizierten Vorgänge aus dem Controlling findet, so dass diese auch für Nichtfachleute verständlich werden. Mir gefällt der Galgenhumor, der an einigen Stellen aufblitzt und zum Schmunzeln verleitet. Aber es geht hier auch um Menschen und wie man mit ihnen umgeht. Da macht mich das Buch betroffen.
Ich wünsche diesem Buch viele Leser, aber vor allem auch, dass es von jenen gelesen wird, die für solch einen Irrsinn verantwortlich sind und/oder die Möglichkeiten und den Willen haben, diesem Irrsinn ein Ende zu setzen. Denn ich bin sicher, solche Zustände gibt es nicht nur im Flughafen Berlin-Brandenburg, sondern auch in anderen Unternehmen.
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am 26. September 2013
Das Buch beschreibt den Wahnsinn eines sich ausschließlich selbst verwaltenden Unternehmens aus der Sicht eines - anfangs - hochmotivierten Angestellten, der dann zu seiner Überraschung rein gar nichts zu tun bekommt.

Warum? Weil den Führungskräften dieses Unternehmens daran gelegen ist, zum einen etwas darzustellen (= möglichst wichtig aussehen! möglichst viele Angestellte "unter" der eigenen Position zu haben), andererseits aber um Gottes Willen niemals Reibungspunkte im Umfeld, z. B. mit dem Aufsichtsrat, zu erzeugen.

Wie macht man das? Ganz einfach: Möglichst keine Ergebnisse erschaffen, die irgendwen zu irgendwelchen Reaktionen bringen könnte.

Was das mit den Angestellten, insbesondere dem Autor macht, wird mehr als anschaulich beschrieben. Super zu lesen!

Und das fatale ist: Derartiges gibt es nicht nur beim Flughafen, sondern ich durfte in meinem Berufsleben bereits in zwei Unternehmen ähnliche Erfahrungen machen. Die Gefühlslage der Menschen die dort beschrieben ist, stimmt hundertprozentig.

Lesen!
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am 24. August 2013
Der Autor baut ein großes Fernrohr auf, das es den Lesern erlaubt, mitten hinein zu sehen in die Büros der Berliner Flughafengesellschaft. So werden wir Zeugen, wie ein gelangweilter Mitarbeiter Papiere auf seinem Schreibtisch hin- und herschiebt, schließlich ins Nachbarbüro geht, wo folgender Dialog zu hören ist. Ich glaube, meine wichtigste Aufgabe ist, die Abteilung hier personell zu vergrößern." Der andere lacht: Das habe ich so noch nicht gehört, aber ich glaube, das ist die wichtigste Aufgabe vieler Mitarbeiter in der Verwaltung des Flughafens."
Das sagen zwei sehr gut ausgebildete, sicher gut bezahlte junge Männer, von denen einer als Controller eingestellt wurde, um die finanzielle Situation der Baustelle zu betreuen, dann aber in einem ganz anderen Bereich beschäftigt wird, wo es nichts zu tun gibt. Buchstäblich nichts.
Ganz offensichtlich sprechen da keine Querulanten, keine Rebellen, sondern Mitarbeiter, die hoch motiviert ihren Dienst angetreten haben, um von Tag zu Tag fassungsloser begreifen zu müssen, dass es für sie nichts zu tun gibt, was auch nur annähernd ihren Qualifikationen entspricht. Und wir am Fernrohr gucken zu, wie ihre - selbstverständlich noch höher bezahlten - Vorgesetzten am Wochenende Dutzende von Papieren lochen und in Aktenordner sortieren, um Überarbeitung vorzutäuschen.
Der Autor meint, das Geschilderte könne nur glauben kann, wer es selbst erlebt habe. Obwohl ich zu genau dieser Gruppe gehöre, hätte ich ihm auch ohne die eigene Erfahrung vom ersten Satz an geglaubt. Der Insider schildert nicht aggressiv oder empört, was er durchlitten hat, sondern er tut es in wohl überlegten Formulierungen, bilderreich, und es fällt uns nicht schwer zu sehen, dass keine Arbeit zu haben nicht nur real Arbeitslose krank macht. Sie kann auch diejenigen schwer belasten, die im berühmten Lohn und Brot sind, die mitten in einem Berg von Arbeiten sitzen, die dringend getan werden müssten, die sie aber nicht anpacken dürfen oder können, weil das System sich selbst blockiert.
Der Betroffene sieht nicht nur seine eigene Misere, sondern er sorgt sich auch um andere. So hat er z.B. Respekt vor dem jungen Mitarbeiter, der über eine Zeitarbeitsfirma zu der Truppe gestoßen ist, hoch motiviert und sehr schlecht bezahlt. Er sieht auch die Azubis, die irritiert und gelähmt auf ihren Schreibtischen liegen, und er kann nichts für sie tun. Er sieht, wie die Menschen in diesem Chaos zerschlissen werden. Der Icherzähler ist kein Radikaler, der sich empört und um sich schlägt. Er ermöglicht uns vielmehr nachzuvollziehen, wie sehr Beschäftigte an dem Missmanagement leiden, dasselbe aber nicht ändern können, obwohl sie es immer wieder versuchen.
Den Lesern diesen Aspekt deutlich vor Augen zu führen, das ist das besondere Verdienst des Autors, denn davon erfährt man in den Zeitungsartikeln nichts, die sich mit der unendlichen Geschichte des Hauptstadtflughafens beschäftigen.
Irgendwann war in einer Wirtschaftszeitung zu lesen, das Minus des Flughafens habe sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr als verdoppelt. Im genannten Vorjahr hat der Protagonist den Betrieb verlassen. Er kannte die Zahlen. Er hat es kommen sehen. Er hat gewarnt. Keiner der Verantwortlichen wollte es hören.
Vor wenigen Tagen erfuhr die Öffentlichkeit, dass Herr Mehdorn beschlossen habe, den für andere Zwecke fertig gestellten Nordflügel des Flughafens umzubauen, damit eine Teileröffnung stattfinden könne. Dazu müssen neue Baugenehmigungen eingeholt und nagelneue Einrichtungen zerschlagen werden. Der Teilbetrieb solle dann im Frühjahr 2014 starten. Wer das Buch von M. Roth gelesen hat, wird daran nicht glauben.
Enthüllungen kommen meistens mit einem Paukenschlag daher, der Skandalrufe nach sich zieht. Die Enthüllungen unseres Insiders kommen leise, in wohl gesetzten Worten. Sie kommen von innen und von unten, das Buch sollte Pflichtlektüre für alle ,Häuptlinge` dort werden, die das Ruder noch herumreißen könnten.
Um sich von diesem Bericht fesseln zu lassen, ist kein besonderes Interesse an Themen aus der Wirtschaft vonnöten. Die Frage, was eigentlich mit unseren Steuergeldern passiert, wird beim Lesen immer bohrender. Einleuchtende Bilder erwarten uns. So vergleicht der Autor die Mammutverwaltung der Flughafengesellschaft mit einem Tanker. Höchste Qualifikation und Verantwortungsbewusstsein sind für das Steuern notwendig, und ich füge hinzu: Alle hören auf ein Kommando. Wenn Signale ertönen, die ,Gefahr in Verzug` verkünden, müsste jeder sofort wissen, was er zu tun hat. Wer aber weiß auf dem von Roth geschilderten Tanker, wo die Rettungswesten zu finden sind?
Literarische, beinah melancholische Töne, die eher an einen Rilketext erinnern als an Wirtschaftsberichte, schlägt der Insider an, wenn es darum geht, was er selbst und seine Mitarbeiter denken und fühlen, zum Beispiel, wenn er schildert, wie unendlich langsam die Sekunden im Büro dahinschleichen.
Das Buch - wiewohl ein Sachbuch - kommt auch inhaltlich als ein Stück Literatur daher in ästhetischem Gewand, so wie man es von zu Klampen gewohnt ist.
Ich wünsche diesem Buch so viele Leser wie ein Protestzug Beteiligte brauchte, um in Berlin-Schönefeld lautstark zu fordern, was unser gutes Recht als Steuerzahler ist: ein Ende dieser Misswirtschaft.
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am 31. August 2013
Matthias Roth beschreibt in seinem Buch 18 Monate im zentralen Controlling der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg: ineffiziente Organisationsstrukturen, irrelevante Projektaufgaben, verantwortungslose Führung sowie das unvorstellbare Beharrungsvermögen des gesamten Unternehmens. Neben der präzisen Schilderung seiner kafkaesken Alltagserlebnisse beschreibt Roth auch sehr genau die psychischen Auswirkungen der permanenten Unterforderung sowie seiner aussichtslosen Versuche, die Dinge wenigstens im Kleinen etwas besser zu gestalten. Es wäre allerdings falsch, in Roths Buch nur eine Abrechnung mit der Berliner Flughafengesellschaft zu sehen; viele der hier beschriebenen Missstände sind nicht untypisch für zentrale Abteilung mittlerer und grosser Unternehmen, und es wäre dem Buch zu wünschen, dass es eine weitreichende Diskussion aktueller Organisationspathologien anregt. Das Buch bietet eine rasche, kurzweilige und anregende Lektüre, bei der es einem immer wieder kalt den Rücken herunterläuft - und zwar auch, weil einem viele der dort geschilderten Situationen vertraut vorkommen.
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am 11. September 2013
Matthias Roth ist gelungen zu erklären, was eigentlich unfassbar ist. Das sich-selber-aufgeben um sich-selber-zu erhalten Phänomen in großen, "systemrelevanten" Organisationen. Denn der Bericht aus dem Inneleben des Hauptstadtflughafens ist exemplarisch für derartige Organisationen. Und es gelingt ihm, dies für den Leser spürbar werden zu lassen. Aber Achtung. Der Sache angemessen wird der Leser zu viel Geduld gedrängt. Es bleibt zwar immer die Spannung erhalten, dass eines Tages... Aber, wie der Leser bereits nach wenigen Seiten ahnt - es bleibt wie es war.
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am 2. Februar 2014
Beim Hauptstadt-Flughafen BER geht schief, was nur schiefgehen kann. Ein finanzielles Faß ohne Boden mit immer neuen Hiobsbotschaften. Nach der Lektüre dieses kurzweiligen Büchleins kann man sich vorstellen, warum das so ist: Matthias Roth zeichnet ein groteskes Bild von Inkompetenz, Desinteresse und völliger Unterforderung. Das Schlimme ist: Wer den öffentlichen Dienst und damit zusammenhängende Bereiche etwas von Innen kennt, der glaubt dem, was er erzählt sofort. Wahrscheinlich ist alles noch viel schlimmer, als man es sich ausmalen mag...
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am 22. Juni 2014
Hallo,
ein tolles Buch, habe mich selten mehr amüsiert.
Ich hab früher mal bei der Bahn gearbeitet als die noch staatlich war und einige Dinge kamen mir sehr bekannt vor.
Das sollte ein Pflichtlektüre für Anhänger staatlicher Unternehmen werden ( also z.B. Politiker von den Linken ) obwohl,
die würden die Pointe des Buches sowieso nicht verstehen :)
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am 23. Dezember 2014
Ich bin ein langjähriger sehr begeisterter Luftfahrt-Enthusiast und mein Anliegen ist es gewesen, mir einmal etwas mehr Insider-Wissen über das große Projekt "BER" anzueignen. Dem Autor ist es hier wirklich sehr gut und anschaulich gelungen, auch ohne viele Fachbegriffe dem Leser einen fundierten Hintergrund über die z. Zt. größte Baustelle Deutschlands bzw. Europas zu übermitteln. Somit kann ich dieses Buch auch denjenigen Bücherfreunden wärmstens ans Herz legen, welche zwar kein großes Hintergrundwissen über die Fliegerei aufweisen, sich aber dennoch gerne einmal mit dem Groß-Projekt "BER" auseinandersetzen möchten. Mein Fazit: Zwar handelt es sich hier um ein Sachbuch, dennoch ist diese "wahre" Lektüre sehr leicht zu verarbeiten. Auch aufgrund der jeweils relativ kurzen Aufzeichnungs-Kapiteln in Tagebuch-Einträgen verfasst. Ein wirklich KLASSE Buch zu diesem Thema.
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am 5. August 2015
Das Buch liest sich schnell und gibt einen spannenden Einblick in die Arbeitstätigkeit eines Controllers beim Berliner Flughafen. Auf der einen Seite habe ich Parallelen zu meinem eigenen Job erkannt, auf der anderen Seite hat mir die Erzählung Anlass gegeben, mich doch sehr glücklich zu schätzen.

Da einzelne Dinge irgendwann redundant erwähnt werden, gebe ich nur 4 Sterne. Das ist wahrscheinlich stilistisch so gewollt, bewirkt bei mir als Leser jedoch den Gedanken "jaaa... inzwischen habe ich es auch verstanden"
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am 14. Januar 2016
Sehr gutes Buch über die Zustände am BER und vermutlich auch in manchen anderem Grossunternehmen. Ein Buch über Kompetenzgerangel, unerwünschte Kritik von Mitarbeitern und Beratern. Stellenweise könnte man laut loslachen obwohl man eigentlich weinen müsste wenn man bedenkt, dass da unsere Steuergelder verbrannt werden.

Um die eigentliche Baustelle BER geht es nur am Rande sondern über die verkrustete, starre Organisation dahinter.
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