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am 1. Januar 2013
Martha Landeck, die Ex- und Bald-wieder-Freundin von Kommissar Beckmann, findet zusammen mit zwei Freundinnen den dubiosen Journalisten Henry Broderich tot auf einer Bank hinter dem Caddyraum des Golfclubs Isernhagen – erdrosselt und mit einem Golfball im Rachen.
HB, wie er kurz genannt wird, betrieb diverse manipulative Internet-Portale und hatte vom Besitzer des Golfclubs kürzlich eine 5-stellige Summe erhalten, um dessen Interessen im Netz gezielt zu platzieren und negative Kommentare zu löschen.
Aber auch zu Freiherr zu Wörstein unterhielt Broderich „geschäftliche“ Kontakte – dieser hat kürzlich ein altes Landschulheim bei Hannover in seinen Besitz gebracht, um es zu einem Schulungszentrum für die rechtsradikale Partei „Aufrechte Deutsche“ umzubauen. Dagegen bereiten Gegner eine Mahnwache vor, und der 18-jährige Felix macht sich auf, um das Gelände auszukundschaften. Er kehrt jedoch nicht von diesem Ausflug zurück, und auch der Mordfall gewinnt an Brisanz, sodass Kommissar Beckmann mit der Leitung einer Sonderkommission beauftragt wird.
Nicht nur, weil sie beim Leichenfund am Golfplatz anwesend war, sondern auch, weil ihr vor ein paar Tagen jemand Interview-Aufzeichnungen einer gewissen Clara Rosenthal aus dem Jahr 1952 zugespielt hat, nehmen Beckmann und Martha wieder Kontakt auf. Es dreht sich bei den Notizen um die realen Ereignisse des 8. April 1945, die als „Massaker von Celle“ in die Geschichte eingegangen sind:
An diesem Tag erreichte ein Eisenbahn-Räumungstransport nach Bergen-Belsen mit ca. 4000 KZ-Häftlingen und Mitgliedern der Totenkopf-SS als Bewacher Celle. Ein schwerer Bombenangriff verhinderte jedoch die Weiterfahrt – unzählige SS-Leute und Häftlinge kamen ums Leben, die überlebenden Gefangenen versuchten zu fliehen. SS, Polizei, Privatpersonen, sogar Kinder und Jugendliche jagten die Flüchtenden und erschossen sie wie Hasen. Daher ist dieses Ereignis auch unter dem zynischen Namen „Celler Hasenjagd“ bekannt - belegt ist eine Zahl von 170 Toten.

Es stellt sich heraus, dass der Journalist Broderich Clara Rosenthals Aufzeichnungen unbedingt in seinen Besitz bringen wollte.

Die gesamte Handlung des Buches besteht aus 3 Strängen:
Gegenwartsbezogen geht es um das fiktive Geschehen rund um den Mord an Henry Broderich, parallel dazu um Vorkommnisse innerhalb der ebenfalls fiktiven rechtsradikalen Gruppierung „Aufrechte Deutsche“ des Freiherrn zu Wörstein sowie Felix' Verschwinden.
Der dritte Strang betrifft die realen Ereignisse der Vergangenheit, nämlich das historisch belegte „Massaker von Celle“.
Im Verlauf der Handlung werden diese 3 Ebenen – und somit auch Fiktion und Wirklichkeit, Gegenwart und Vergangenheit – immer stärker unauflöslich miteinander verwoben.

Resümee: Cornelia Kuhnert hat mit diesem Buch ein wahres Meisterwerk geschaffen:
Es gelingt ihr, Motive und Gedankengut einer heutigen rechtsradikalen Szene mit den Ereignissen der letzten Phase des 2.Weltkriegs zu verknüpfen. Geschickt – d.h. ohne dass es konstruiert wirkt – zieht sie Parallelen zwischen gesicherten historischen Fakten und fiktiven aktuellen Ereignissen. Auf diese Weise gelingt es ihr, den Leser für rechtsradikales Gedankengut und Mechanismen der Szene zu sensibilisieren, ohne belehrend zu wirken.
Ich muss gestehen, dass es mir zunächst ähnlich wie der Protagonistin Martha ging, als sie Clara Rosenthals Aufzeichnungen in Händen hielt. Skeptisch fragte ich mich ebenfalls: Warum schon wieder dieses Thema? Es ist doch schon so unendlich viel über die Ereignisse des 2. Weltkriegs geschrieben worden. Was kann es da noch Neues geben? Aber abgesehen davon, dass ich von der „Celler Hasenjagd“ noch nie etwas gehört hatte, hat mich die lebendige, anschauliche Darstellung immer mehr in den Bann gezogen. Auch deshalb, weil die kurzen eingeschobenen Episoden im Stil eines Interviews gehalten sind und der Gegenwartsbezug zur Krimihandlung immer wieder in sich schlüssig hergestellt wird.
Ein spannender Krimi mit historischem Bezug!
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am 27. Dezember 2012
auf den ich sehr, sehr lange warten musste. Das Buch ist bereits 2011 erschienen, die Kindle- Edition erst jetzt kürzlich. Ich hatte das Buch schon gar nicht mehr auf meinem Wunschzettel.

Vielleicht waren meine Erwartungen deshalb etwas zu hoch, aber für 5 Sterne war der Spannungsbogen nicht gut genug aufgebaut. Statt so viel Wert auf den Golfclub zu legen, hätte etwas mehr Hintergrund zu den Neonazis dem Buch gut getan. So sollte wohl mit Martha und ihren Freundinnen beim Golfkurs ein Hauch Klufti geschaffen werden, was aber leider nicht sehr gut gelungen ist.

Ich hatte mich besonders auf den historischen Teil um die Jagd Celler Bürger auf bei einem Bombenangriff aus den Waggons entkommenen KZ- Häftlingen gefreut, aber dieser Teil blieb kurz und hatte auch keinen richtigen Bezug zu den Neonazis in ihrem Schulungszentrum. Gleichwohl war auch diese Geschichte spannend erzählt und ich habe um Felix mitgefiebert. Auch der Kommissar hat mir gut gefallen und ist sicher ausbaufähig.

Ich werde jedenfalls schauen, ob es bald etwas Neues von der Autorin gibt und das dann hoffentlich auch ganz normal mit einer Kindle- Version.
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am 10. August 2012
Da meine Tochter in Hannover wohnt, ist mir die Umgebung, in der dieser Kriminalroman spielt, durchaus bekannt. Das ist für mich ein besonderer Anreiz, ein Buch zu lesen, wenn man die Landschaft so direkt vor sich sehen kann und auch Einzelheiten kennt.
Aber auch der Text, der auf dem Buchrücken steht, hat mein Interesse entfacht.

Cornelia Kuhnert schreibt in der Gegenwartform. Das ist im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, macht dann aber im Lauf der Geschichte doch seinen Sinn. Denn es gibt auch Blicke in die Vergangenheit. Die Autorin schreibt dieses Buch in einem beträchtlich bildlichen und flüssigen Sprachstil mit einer Prise Humor und sehr viel Spannung. So lassen sich die 35 Kapitel überaus fließend und angenehm lesen.
Was mir auch besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass es sich nicht nur um einen ganz fiktiven Kriminalroman handelt. Die Autorin verknüpft die Geschichte der Region mit der Gegenwart und Fakten mit Fiktionen.

Was kann aber so interessantes in dieser Region passieren, das es für ein Buch ausreicht? Eigentlich sind es drei Handlungsstränge, die zu einer spannenden Kriminaldramaturgie zusammen gewebt werden.
Da ist zuerst einmal der Tote auf dem Golfplatz: Henry Broderich, ein Publizist der etwas fragwürdigen Sorte, der mit seinen Internet-Plattformen wie »Isernhagen-Online« oder »Burgdorf-Online« Stimmung gemacht hat. Rechte Stimmung, um es genau zu beschreiben, denn er hat Kontakte zu dem Freiherrn von Wörstein, der ein altes Landschulheim in der Gegend gekauft hat - wahrscheinlich, um dort für die "Partei der Aufrechten" eine Art rechtes Schulungszentrum zu errichten. Einen sehr ähnlichen Vorfall gab es in der betreffenden Gegend im Jahr 1998 tatsächlich. Und die Autorin spannt einen Bogen von den neuen zu den alten Nazis und umgekehrt.

Dann gibt es eine Gruppe von Widerständlern, die sich gegen die rechtsradikale Szene in ihrem Wohnort auflehnt. Ein Jugendlicher wird dann vermisst und dadurch wird der Krimi zusehend spannend.
In einem Tagebuch, dessen Seiten kursiv und damit herausstechend abgedruckt werden, wird eine wahre Begebenheit von Celle dargestellt. Am 8. April 1945 machten SS, Polizei, Bürger, Jugendliche und Kinder rücksichtslos Jagd auf KZ-Häftlinge, die aus dem zerbombten Celler Bahnhof flohen. Die Menschen wurden wie Hasen gehetzt und niedergeschossen oder erschlagen. Nach diversen Quellen ist dokumentiert, dass mindestens 170 Menschen in dieser Endzeitphase hierbei ermordet worden sind. Das zynisch-harmlos als "Celler Hasenjagd" titulierte Verbrechen wurde mit den Jahren vergessen und verdrängt. Die Autorin hat aber sicher lange und ausgiebig recherchiert und bringt nun viele Fakten in ihrem Buch unter. Sie zieht dabei auffallend geschickt die Fäden zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dramatisch und ohne erhobenen Zeigefinger erreicht Cornelia Kuhnert über das Genre des Krimis, den sie als den Gesellschaftsroman unserer Zeit versteht, die Leser apodiktisch und eindringlich für das Thema Rechtsradikalismus zu sensibilisieren. In "Tödliche Offenbarung" geht es im Kern um die Frage von Schuld, die stetig bestritten oder weggeschoben wird.

Durch die Schilderungen von 1945, aber auch durch die Darstellungen der Gegenwart eignet sich das Buch auch durchaus für den Geschichtsunterricht in Niedersachsen. Besonders die Beschreibungen der Modemarken und Zeichen der Neonazis fand ich durchaus interessant.
Die Charaktere der handelnden Personen werden detailliert und prägnant dargestellt. Ihre Liebe zum Fußball, ihr mehr oder weniger konsequentes Durchhalten von Weight Watcher Richtlinien oder aber ihr nicht ganz stimmiges Privatleben lockert die Geschichte auf und macht die Protagonisten zum Teil sehr sympatisch.

Es gibt lediglich ein kleines Manko, welches mich zum Schluss des Buches dann doch ein wenig verwirrt hat. Einer der Handlungspersonen ist auf Seite 415 noch als ermordet aufgeführt, während er dann zwei Seiten weiter knapp überlebt hat. Nun, ich gönne ihm das Weiterleben sehr und so sollte man diesen Fauxpas dann in einer Neuauflage vielleicht überarbeiten.
Ich kann das Buch aber durchaus empfehlen, nicht nur für Leser aus Norddeutschland.
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am 16. Februar 2012
Dieser Krimi ist absolut zu empfehlen. Kurze, spannende Passagen in verschiedenen Handlungsfeldern sorgen für Spannung bis zum Schluss. Dabei gelingt es Cornelia Kuhnert, die Gegenwart im Bereich Isernhagen mit der Nachkriegszeit und den unsäglichen Vorfällen in den letzten Kriegstagen überzeugend zu verbinden. Besonders gefällt mir, dass es keine Brüche gibt und sich die Ereignisse als absolut logisch darstellen. Es wird sehr deutlich, dass die Autorin sehr sorgfältig recherchiert hat. Dieses Buch sollte man sich nicht entgehen lassen.
Horst Wolff
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am 3. Juni 2012
Eine tolle Verbindung aus charakterlichen Abschweifungen, menschlichen Abartigkeiten und personifizierter Lokalpolitik mit Darstellung der regionalen und historischen Skandale. Sehr realitätsnah, ein Blick unter die Decke des bürgerlichen Anstands...
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am 12. Dezember 2011
Seit langer Zeit einmal wieder ein Buch, dass von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist.
Klare Handlungsstränge mit letztlich verblüffenden Verknüpfungen.
Kurz gesagt, ein Buch, dass man nachdem man mit dem Lesen begonnen hat, nicht mehr aus der Hand
legen kann.
Ein sehr guter Krimi, nicht zu blutrünstig, mit einem tollen Spannungsbogen, der bis zum Schluss
anhält und sich dann auflöst.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen und werde mir in Zukunft auch noch die anderen Werke von
Cornelia Kuhnert zu Gemüte führen.
Viel Spass für jeden, der das Buch bestellt.
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