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am 13. Februar 2015
Wenn man sich umfassend mit dem Wolf beschäftigt, um ihn besser zu verstehen, kommt man nicht umhin, sich irgendwann mit der dazugehörigen Mythologie auseinanderzusetzen. Die Herausgeberin hat dem Mythos Wolf sogar ein ganzes Magazin gewidmet.

Nun lassen sich Mythen, Legenden und Geschichten vielseitig deuten, die Herausgeberin selber versucht sich in dem einleitenden Artikel an einer zeitgemäßen psychologischen Deutung des Phänomens Wolf. Der Artikel selber wurde bereits 1994 veröffentlicht, er habe aber - so die Autorin - nichts von seiner Aktualität verloren (trotzdem finden sich dort Sätze wie: „Das Schicksal des Wolfes hängt unweigerlich mit dem der Wildnis zusammen“, was sich nachgewiesenermaßen als falsch herausgestellt hat). Sie stellt schließlich fest, dass es die Menschen selbst sind, die den Wölfen „aus Angst über den eigenen Mangel an Selbstkontrolle“ seit Jahrhunderten die negativen Attribute andichten, die letztlich deren schlechten Ruf begründeten.

Ich tue mich etwas schwer mit diesem Artikel, der mir zu tendenziös und sehr frei interpretiert daherkommt und aus meiner Sicht mit maßgeblichen Unzulänglichkeiten behaftet ist. Kaum ein Wort ist darüber zu finden, dass die Menschen früher vielleicht einfach eine sozial akzeptierte simple Einteilung der Geschöpfe in nützlich oder schädlich vorgenommen haben. Schädlinge wurden halt kurzerhand bekämpft, stellten sie doch die Bemühungen um die eigene Ernährung in Frage. Viele psychologischen Ansätze, die von der Autorin aufgeführt werden, mögen zwar im Kern nicht ganz falsch sein, wenn ich dort aber Sätze lesen muss wie beispielsweise diesen:„ Ebenso wie die Kräfte der Natur von uns für die Zivilisation gezähmt und kontrolliert werden mussten, so mussten auch unsere wilde innere Natur, unsere Leidenschaft und unser Hunger unterdrückt werden“, dann finde ich das schon reichlich „dick aufgetragen“! Und dieses Beispiel ist leider keine Ausnahme.

Große Teile des kulturellen Erbes wurden über die Jahrhunderte und sogar über die Jahrtausende durch das Geschichtenerzählen, also die mündliche Übertragung, überliefert. Ich interpretiere die besondere Rolle der Wölfe in der Mythologie aber auch aus einem anderen Blickwinkel und stelle dabei folgende These auf: Wenn der Wolf über die Jahrhunderte gleichbleibend eine so herausragende Rolle für die Menschen spielte, dann hatte er auch eine maßgebliche Bedeutung in deren Alltag – und vermutlich nicht nur eine positive, wie wir ebenso aus der Mythologie herausinterpretieren können.

Auch im nachfolgenden Artikel von Tanya Carpenter wird das Bild vom Wolf, das über Jahrhunderte negative Spuren trug, damit begründet, dass der Mensch dazu neigt, Handlungen von Tieren mit menschlichen Maßstäben und Idealvorstellungen zu interpretieren, was sicherlich nicht ganz falsch ist. Nur kann sich der aufmerksame Leser dem Verdacht nicht ganz entziehen, dass die Autorin stellenweise selbst genau dieser Erkenntnis zum Opfer gefallen sein könnte.

Positiv herausragend in dieser Ausgabe des Magazins ist der Artikel von Günther Bloch über Langzeitsymbiosen zwischen Raben und Wölfe. Nach der Lektüre wächst mein Unverständnis dafür, dass Rabenvögel in Deutschland seit einigen Jahren wieder Jagdzeiten haben.

Fazit:
Diese Ausgabe des Wolf-Magazins dürfte den Lesern gefallen, die Spaß an Mythen, Dichtungen und Legenden haben. Für mich ist es eine der Ausgaben, auf die ich durchaus hätte verzichten können – wenn da der Artikel von Günther Bloch nicht gewesen wäre, der mir sehr gut gefällt und mich schließlich doch noch versöhnlich stimmt. Kurt Kotrschal hat in seinem Werk „Wolf – Hund – Mensch: Die Geschichte einer jahrtausendalten Beziehung“ die Wolfsmythen meines Erachtens weitaus besser aufgearbeitet. Dieser Querverweis dürfte an dieser Stelle erlaubt sein.
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am 26. November 2013
Toller Einblick in Sagen und Legenden rund um "den böse Wolf".
Schon interessant was der Mensch sich alles einfallen lässt um von seiner eigenen "Hinterlist und seinem Größenwahn" abzulenken.
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am 1. Dezember 2013
Diesmal ein Magazin mit viel Interessantes zum Thema Psyche des Menschen und ihre Entwicklung zum Wolf. Der Mensch ist doch selbst mehr Wolf als der Wolf je sein kann, wenn man all das glaubt, was diesem Tier angedichtet wird.
Lesenswert auch das Bild des Wolfes in Sagen und Legenden rund um die Welt. Allein, dass ein Artikel von Herrn Bloch über Raben und Wölfe und ihre Zusammenleben in dem Magazin abgedruckt ist, macht es empfehlenswert. Für Leser, die eher auf wissenschaftliche Argumente und Beobachtungen stehen, ist dieses Magazin nicht so geeignet. Denen rate ich auf andere Ausgaben zurückzugreifen.
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am 26. September 2014
....was andere Kulturen so über den Wolf dachten und denken. Es bestärkt mich als Wolfsbotschafterin mehr daran das unsere Wölfe in Deutschland und Europa mehr Akzeptanz finden um bei uns in Ruhe leben zu können.
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