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am 8. Oktober 2008
Ich kann mich den überschwänglichen Kritiken leider nicht anschliessen. Was Egri im Kern sagt, liesse sich in einem sehr viel dünneren Buch zusammenfassen und ist auch nicht wirklich bahnbrechend. Er wiederholt sich unnöftig oft und bläht den Text mit krummen biologischen Metaphern auf, die er quasi als Beweise hinstellt (Beweise hat er ohnehin gerne ...). Manche Ausführungen sind auch einfach falsch. Zu behaupten, dass wir kaum eine Figur so gut kennen wie Hamlet, ist schlicht und ergreifend Unsinn; Hamlet ist wahrscheinlich eine der undurchschaubarsten Figuren der Theatergeschichte.

Sprachlich ist das Buch stellenweise unsorgfältig und Quellenangaben fehlen völlig. Was da dem Original anzukreiden ist und was die Übersetzung verbrochen hat, kann ich leider nicht beurteilen.
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Wer einen Schreibratgeber sucht, mit dessen Hilfe sich gute Texte - gleich ob Roman, Theaterstück oder Erzählung - herstellen lassen, ist hier falsch. Bei Lajos Egri geht es um die Grundlagen, die Konstruktion eines tragfähigen Unterbaus für Plot, Spannung und Charaktere. Auf seine - eventuell nicht mehr ganz zeitgemäße, aber immer noch gut zugängliche Art und Weise - zeigt er nahezu alle Fäden, Gummibänder und Verstrebungen, die eine gute Handlung ausmachen und jene Geschichten zusammenhalten, die wieder und wieder erzählt werden.

Ich habe dieses Buch schon vor Jahren gekauft, inzwischen etliche Male gelesen, und kann bei jedem neuerlichen Lesen neuer Erkenntnisse für mich mitnehmen - mitnehmen im Sinne von Verinnerlichen, diese Erkenntnisse werden zu einem Teil des persönlichen, kreativen Handwerkszeugs, das nie gut genug bestückt sein kann. Worauf ich hinaus will: Das Buch ist toll, sofern man bereit ist, sich die Zeit dafür zu nehmen.
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am 2. April 2009
Ein gutes Buch als Basis zum Schreiben, was allerdings seinem Titel nicht gerecht wird. Die Ausführungen des Autors sind sehr allgemein gehalten und schweifen zum Teil unnötig in astronomische und mikrobiologische Vergleiche ab. Die Wiederholungen von Inhalten und die orthografischen Fehler bei der Übersetzung behindern den Lesefluss. Auf die Besonderheiten beim Schreiben für Theater und Film geht der Autor nur oberflächlich oder garnicht ein. Allerdings waren die Kapitel "Charakter" und "Konflikt" teilweise ein Lichtblick.
Für Schreibamateure ist es empfehlenswert, allerdings waren meine Erwartungen anderer Art.
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am 1. Februar 2015
Egri hat mit seinen Werken „Dramatisches Schreiben“ und „Literarisches Schreiben“ zwei profunde und Detail für Detail den Schaffungsprozess veranschaulichende Ratgeber geschaffen, die auf verständliche Weise beschreiben, wie man scheitert oder brilliert. Im vorliegenden „Dramatischen Schreiben“ liegt der Fokus primär auf der Dramaturgie des Theaters, was sich aber in keiner Weise auf die Nutzung für viktorianische Bühnenmonologe beschränkt. Im Gegenteil eröffnen sich für artverwandte Drehbücher und auch Belletristik neue Perspektiven. Bei Literatur lassen sich die Ratschläge besonders bei der Dialog- und Charaktererstellung, Wahl der Erzählgeschwindigkeit, Aufbau, Auswirkungen von nachträglichen Änderungen, Prämisse und Konfliktkonzipierung hilfreich einsetzen.
Denn im Gegensatz zu reinen Schreibratgebern birgt Egris Werk den Vorteil in sich, ohne Erklärungen zu spezifisch literarischen Problemstellungen und Techniken auskommen zu können und sich gänzlich auf Sprache und Charaktere fokussieren zu können. Dadurch wird die Personenentwicklung in einer Detailliertheit und anhand zahlreicher, gut nachvollziehbarer Beispiele vollzogen, die man in breiter gestreuter Ratgeberliteratur selten findet.
Den Darstellern eher nachrangig und nebensächlich werden auch Prämisse und Konflikte behandelt. Da diese aber unaufkündbar mit den Menschen eines Werks verbunden sind und sich deren Charakter und Motiven anpassen müssen, um Spannung, Glaubwürdigkeit und Lesefluss zu gewährleisten, spielen sie laut Egri eher die zweite Geige. Es steht und fällt alles mit bis zur Perfektion realistisch dargestellten Persönlichkeiten, bei deren Fehlen auch kein noch so gewitzter Plot und mitreißende Konflikte über die Defizite in den leeren Hülsen, die durch diese Ereignisse führen, hinweg täuschen können.
Die Ratschläge Egris sind weniger unumstößliche Regeln, sondern eher praktische Beispiele, wie man es richtig machen kann, aber nicht muss. Bei allzu rigider Befolgung droht im Gegenteil eher eine Tendenz zu klischeehaften Figuren und vorhersehbaren Handlungssträngen, sofern man nicht der Meisterschaft nahe oder zumindest schon sehr versiert ist. Und wer ist das schon.
Viele nachträglich leichter als die Dramatis Personae zu ändernde Aspekte wie Umgebungen, Plotfeinheiten und Szenenabfolgen werden nur am Rand oder gar nicht erwähnt. Im Kern sind die Essenz und das Lebenselixier eines jeden halbwegs glaubwürdig unterhaltenden Mediums real und nachvollziehbar agierende Persönlichkeiten, die dreidimensional und akkurat ihrer Mentalität entsprechend handeln. Entstehen Risse und Lücken, die sich zu Logikfehlern und unglaubwürdigen, oberflächlichen Dialogen und abstrusen, nicht zu der Charakterisierung passenden Handlungen steigern, droht das Schwinden von Publikumsinteresse bis hin zum resignativen Abbruch des Lesevorgangs.
Zu den wenigen Mankos des Werks gehört die Tendenz des Autors, sich lang und ausschweifend mittels Vergleichen, Metaphern und Bezügen zu Naturwissenschaften zu artikulieren und sich auch in den praktischen Hinweisen lang und breit zu wiederholen. Zweiteres ist nachvollziehbar, da für das Verständnis notwendig, die langen und vor allem nach Jahrzehnten nicht mehr aktuellen und richtigen Exkurse in themenfremde Bereiche wären jedoch nicht notwendig gewesen. Dem ursprünglichen Zweck der bildlichen Darstellung zur besseren Veranschaulichung wurde durch das Übermaß Schaden angetan. Eine intellektuelle Selbstbeweihräucherung, die dem Werk eher abträglich ist und es unnötig in die Länge zieht. Es empfiehlt sich das Prinzip des Überlesens.
Auch bei manchen der längeren Ausschnitte aus, im deutschen Sprachraum weitgehend unbekannten, Werken wäre weniger mehr gewesen. Das diese nicht mehr zeitgemäß sind, kann man dem Autor im Gegensatz zu anderen Kritikpunkten nicht vorhalten. Der Nachteil liegt in der schlechteren und umständlicheren Anwendbarkeit in der Praxis, da dieser Schreibstil antiquiert ist und sich viele Beispiele dadurch schwerer auf Gegenwartsliteratur umsetzen lassen.
Resümierend betrachtet haben die Ratschläge Egris Generationen von Autoren und Schriftstellern beeinflusst und gerade in der Weiterentwicklung seiner Konzepte hin zur besseren Nutzbarmachung für die Gegenwartsliteratur wird eine Herausforderung für zukünftige Lehrkörper des kreativen Schreibens liegen.
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am 22. Dezember 2009
Herr Egri will einen Leitfaden geben, wie gute Stücke zu schreiben sind. Dabei entwickelt er bisweilen einen fast missionarischen Eifer. Jeder seiner Grundgedanken ("Das Stück braucht eine Kernaussage/'Prämisse'", "Die Figuren brauchen einen Charakter, der etliche Eigenschaften und Vergangenheit einbezieht", "Das Handeln der Figuren muss nachvollziehbar sein" usw.) ist nachvollziehbar (solange man gedenkt, ein realistisches/naturalistisches Stück zu schreiben), wird aber sehr groß ausgebreitet und nacheinander mit Beispielen aus den vermuteten Erfahrungen des Lesers, Beispielen aus Klassikern, Beispielen aus damals zeitgenössischen Stücken und Scheindialog zwischen Meister und Schüler "nachgewiesen". In diesem Eifer werden dann auch Binsenweisheiten und die persönliche Vorstellung des Herrn Egri über Ökonomie, Gesellschaft, Gesellschaftsentwicklung, Psychologie usw. transportiert, die teilweise fragwürdig sind und stören (etwas milder fällt die Beurteilung aus, wenn man versucht, das Buch im Kontext seiner Zeit zu bewerten). Besonders problematisch fand ich z.B., dass die Möglichkeit einer plötzlichen Gefühls- und Handlungsmotivation abgestritten wurde, und das offenbar am Beispiel der Schilderung eines wahnhaft-depressiven und damit psychotischen Zustandes! Aus dramaturgischer Sicht mag es richtig sein, jedes Gefühl begründen zu können -- eine dermaßen kategorische Haltung in Bezug auf das "echte Leben", instrumentalisiert zum "Beweis" einer scheinbaren dramaturgischen Notwendigkeit, scheint nicht nur wenig hilfreich und völlig unnötig, sondern anmaßend gegenüber den Lesern. Das Buch ist im übrigen recht humorlos.

Fazit: kann man mal gelesen haben, es macht aber nichts, den Mittelteil jedes Kapitels zu überspringen, alle Aussagen ließen sich ohne Verlust in einem dünnen Heftchen unterbringen.
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