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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
6
4,2 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 25. Februar 2015
Wenn man ein Buch mit dem Titel „Filme machen“, dazu noch von einem bekannten Regisseur, in die Hände bekommt, möchte man meinen, es handle sich vielleicht um ein Lehrbuch für angehende Filmemacher. Das ist es nicht, zumindest nicht im strengeren Sinne, obwohl gerade diese Zielgruppe davon eine Menge lernen oder sich inspirieren lassen könnte. Es handelt sich aber um keine Anleitung, sondern um eine freie Erzählung, wie man Filme macht, besser gesagt, wie Sidney Lumet seine Filme macht. Denn jeder Regisseur hat seine eigenen Methoden, und jeder Film erfordert auch einen anderen Zugang, wobei nicht nur die jeweiligen Möglichkeiten (z.B. finanzielle und sonstige Mittel, Zeitlimit usw.), sondern auch die Art des Films, sein Thema und Genre eine Rolle spielen. Diese Gesichtspunkte und vieles mehr erklärt Lumet in seinem Buch, das keineswegs nur für Fachleute aus der Filmebranche, sondern eigentlich für jeden, der sich für Filme interessiert geeignet ist.

Die insgesamt dreizehn Kapitel behandeln jeweils ein bestimmtes Thema, wie z.B. Drehbuch, Schauspieler, Ausstattung und Kostüme, Kamera oder Ton. Die Reihenfolge ist so gewählt, wie ein Regisseur im allgemeinen all diese Aspekte nacheinander bearbeiten muß, obwohl man beim Drehen natürlich immer mehrere Sachverhalte zugleich berücksichtigen muß. Lumet hält sich aber meistens an das Grundthema und erläutert anhand von Beispielen, wie er in welchem Film vorgegangen ist, welche Probleme dabei auftraten und was daraus schließlich geworden ist. Somit erfährt man eine Menge über Lumets Arbeit an einzelnen Filmen während mehrerer Jahrzehnte, aus der er immer bestimmte Episoden erzählt, ohne dabei den Überblick zu verlieren. Lumet hätte natürlich auch chronologisch erzählen können, wie er welche Filme gemacht hat. Das wäre aber dann ein Buch über sein Werk und nicht über das Filmemachen gewesen. So bleibt aber das eigentliche Thema, obwohl erzählerisch anhand von eigenen Erfahrungen erläutert, stets im Vordergrund. Seine Geschichten und Kommentare liefern jedenfalls sehr interessante Einblicke nicht nur in die Arbeit selbst, etwa was man beim Thema Beleuchtung, Schnitt oder Ton beachten soll, sondern auch, wie es in dieser Branche überhaupt läuft, welche Trends es gibt, was man heute besser macht und was möglicherweise keine gute Entwicklung ist.

Man könnte natürlich an Lumets Objektivität zweifeln. Er spricht schließlich über seine Arbeit, auf die er stolz und für die er von den Studios gut bezahlt wird. Das ist sicher ein ganz anderer Ausgangspunkt als bei einem unbekannten Anfänger, der keine Aufträge und großzügige Mittel zur Verfügung hat. Auch kann man darüber, was einen guten Film ausmacht und wie er gemacht werden soll, verschiedener Meinung sein. Das leugnet Lumet aber überhaupt nicht. Er sagt deutlich, daß es keine richtige oder falsche Art und Weise gibt, Regie zu führen, sondern daß er nur erzählt, wie er selbst arbeitet. Dabei glaubt er, einige Sachen gut, andere wieder falsch gemacht zu haben, und begründet, warum er es so sieht. Seine Darstellung ist ausgewogen, enthält neben allgemeinem Enthusiasmus, zuweilen auch für europäischen Geschmack zu viel Lob (beispielsweise für bestimmte Schauspieler und andere Mitarbeiter), aber auch Kritik, etwa an der zu sehr kommerziellen Einstellung der Studios, der fachlichen Inkompetenz und Arroganz der Studioleiter. Er klagt über Zeitdruck, dem man heutzutage beim Drehen eines Films ausgesetzt ist, schlechte Werbung, Mißachtung der Autoren, arrogante und überbezahlte Stars oder auch die Schwierigkeiten, die der technische Fortschritt in der Tonverarbeitung den Filmemachern bereitet.

Resumé: Lumet findet es besonders wichtig, daß sich der Regisseur an die Vorlage hält und seine Arbeit der Intention des Drehbuchautors unterstellt. Das Thema bestimmt den Stil des Films und damit auch die gesamte Dreharbeit: die Besetzung, den Drehort und die Szenenabfolge, die Ausstattung, Beleuchtung, Kameraführung, Musik, den Schnitt, usw. Diese muß unabhängig vom Budget und sonstigen Möglichkeiten oder Hindernissen sorgfältig und gut überlegt ausgeführt werden, wobei es sinnvoll ist, planmäßig vorzugehen und mit allen Beteiligten gut zusammenzuarbeiten. Den heutigen Trend, daß große Studios bestimmte Filme in Auftrag geben, lehnt er nicht ab, da sie schließlich den Film und damit auch seine Arbeit finanzieren. Andererseits findet er es bedauerlich, daß sich diese fast ausschließlich am erwarteten finanziellen Erfolg mit zweifelhaften Kriterien (Starbesetzung, Meinungsumfragen) orientieren, worunter die Qualität der Filme leidet.
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am 28. September 2016
Wer großer Fan von Sidney Lumet ist und schon immer alles über seine Ansichten, seine Arbeitsweise und seine Filme wissen wollte: Für den ist dieses Buch perfekt. Wer handfeste Informationen oder eine Art Anleitung zum Filme machen sucht - hier findet man die nicht. Zwar verstecken sich in den langatmigen Anekdoten mitunter interessante Informationen, allerdings muss man davor und danach seitenweise skurrile und nicht wirklich sympathische Selbstbeweihräucherung des Herrn Lumet ertragen. Besonders, wie väterlich-herablassend er über nahezu alle Kollegen und andere filmische Gewerke (und auch über Drehbuchautoren!) spricht, ist wirklich ärgerlich. Da sieht jemand wirklich nur sich im Zentrum der Welt.

Zudem ist das Buch lieblos, mitunter holprig und hin und wieder schlicht falsch übersetzt. Das macht das Lesevergnügen natürlich kein Stück vergnüglicher. Also kurz: Für mich war dieses Buch nicht hilfreich und auch nicht unterhaltsam. Aber vielleicht hatte ich auch die falschen Erwartungen.
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am 14. Februar 2015
Ich mag ja nicht alle Filme von Lumet ... aber wie er seine Erlebnisse, seine Freuden und Nöte als Regisseur hier beschreibt, das ist schon toll und für mich als Drehbuchautor auch sehr lehrreich.
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am 4. November 2013
Die Schreibweise und die Einblicke die hier der Autor gewährt sind wirklich gut, brauchbar und interessant. Einzig die Passagen über die Filmtechnik (Entwicklung des Films und anders zur älteren Technik) sind doch schon etwas veraltet. Da dieser Teil aber nur einen kleineren Teil des Buches ausmacht und man dies ja auch als biografisches Werk oder Einblick in die Geschichte sehen kann, ist das ohne weiteres ok.
Wer einen praktischen (leicht eingestaubten) Einblick die Filmwelt erhalten will, dem kann ich das Buch auch wirklich empfehlen. Ich habe es zumindest nicht bereut.
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am 6. Juli 2008
Dieses außerordentlich schöne und das Filmemachen ebenso wie die theoretische Auseinandersetzung mit Film motivierende Buch leidet in seiner deutschen Fassung unter einer teilweise sprachlich, teilweise fachlich ahnungslos wirkenden, teils schlicht lächerlichen Übersetzung.(Zwei beliebige Beispiele: Die berühmte, in Strassbergs Actors Studio praktizierte Form des Schauspielens, The Method genannt, wird ohne weitere Erläuterungen als "Die Methode" aufgeführt. An anderer Stelle wird Lumet ein doch sehr unwahrscheinliches "Igitt!" in den Mund gelegt...). Die überhaupt stark spürbare Lieblosigkeit und Schlampigkeit, die bei der vorliegenden deutschen Ausgabe walteten, manifestieren sich exemplarisch in der Liste der Filme Lumets im Anhang, in der einer seiner bedeutendsten, "Prince of the City", schlicht vergessen, ein anderer, "Serpico" von 1973, auf das Produktionsjahr 1914 datiert wurde.
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am 10. April 2013
Hab keine Ahnung ich hab das Buch noch nicht gelesen.
Hab es nur gekauft weil es so hübsch war und ich mich jetzt gut fühle.

Hoffe ich konnte Helfen!
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