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am 23. September 2013
Es ist sehr interessant, wie Scholl Latour international die Hintergründe vieler politischen Situationen beleuchtet und dann interessant und anschaulich beschreibt.
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am 9. Oktober 2013
Wenn man Peter Schollatur liest hat man das gefühl sich weitwerzubilden.dieses Buch ist auf jedenfall zu empfehlen für Menschen mitPolitischen Interesse
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am 20. November 2016
... der heute am Aussterben ist:

Fundiert, fachlich versiert, aus eigenem Anschauen und Erleben geschildert, hochgebildet, qualifiziert, neutral und ausgewogen, trotz eigener Meinung.

Wenn man sich heute die Nachrichtensendungen der Öffentlich-Rechtlichen anschaut: = Verlängerter Arm des Bundespresseamtes.
Neue Sprecher/-innen haben nur dann eine Chance, wenn sie absolut "loyal" sind (siehe die "Aushängeschilder", alles männlich von ZDF/ARD/RTL). Und möglichst Mitglied der Atlantikbrücke sind (dort wie schon dafür gesorgt, dass der richtige Blickwinkel einjustiert wird). Vorteilhaft für die Karriere allemal: jahrelanger Aufenthalt in den USA (nicht in Rußland/China/Asien) in einem Auslandsstudio von ARD und ZDF - und von dort aus schon jahrlange, "treue" Berichterstattung.

Da war ein Peter Scholl-Latour, ehemals Chef des ARD-Studios in Paris, von ganz anderem Format und Charakter.
Der hat die Ereignisse so kommentiert, wie sie tatsächlich waren, aus eigener Anschauung, der hat gewusst, von was er sprache.

Wenn ich mir heute die "Tagesthemen", "heute" oder die "RTL-Nachrichtensendung" anschaue: Kein Wunder, dass Steffen Seibert Regierungssprecher geworden ist. Das könnten die dort alle werden. Die bringen dafür alle guten Eigenschaften für eine "loyale" Vermittlung der Regierungspolitik der BRD, der EU und der USA mit. Die sind dafür bestens "gebrieft".

Ein Peter Scholl-Latour hätte da keine Chance (mehr). Solche Persönlichkeiten sind schon lange ausgestorben.
So ändern sich die Zeiten.

Deshalb meine absolute Hochachtung für Peter Scholl-Latour.

Es ist sehr schade, dass es ihn nicht mehr gibt.
Diese Lücke kann keiner der Nachfolgenden schließen, nicht mal im Ansatz.
Und so ist heute halt alles beliebig, ohne Ecken und Kanten - und in vielen Fällen halt leider auch ohne die Wahrheit.
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am 2. Dezember 2017
Scholl-Latour akzeptierte die offizielle 9/11-Version. Er lehnte die Bücher von Michael Moore ab. Er berichtete von seinen Reisen nach Afghanistan, Iran, Irak und Libanon/Syrien (2003). Er sprach mit Menschen, die nicht mit jedem reden. Bei den Schiiten hatte er einen Stein im Brett, weil Khomeini ihm 1979 ein Interview gewährt hatte, von dem er ein Photo vorzeigen konnte. Dementsprechend waren die Schiiten seine bevorzugten Gesprächspartner für dieses Buch. Man liest eine Fülle von Äußerungen und fragt sich hinterher: Was wollte Scholl-Latour eigentlich sagen?

Es bleibt der Eindruck einer unlösbaren Lage der Welt zurück, die ungeheuer kompliziert ist. Daß Scholl-Latour in dem Buch auch einen Blick in die jeweilige Vergangenheit der beschriebenen Konflikte warf, macht sie kaum übersichtlicher. Bei den Beteiligten (Christen, Juden, Muslime) legt er Wert auf den religiösen Hintergrund und zeigt Ähnlichkeiten auf. Eigentlich sind die Ideale dieselben, nicht nur religiös, sondern auch politisch. Zwei Beispiele:
- Khomeini träumte von einer Revolution, "bei der alle Gewehre der Welt zu Schreibstiften würden" (S. 171) - vgl. Jes 2,4.
- Khomeini sagte: "'Was im Westen Freiheit und Demokratie genannt wird, ist im Islam enthalten'" (S. 175).

Auch der Verrat der eigenen Ideale ist auf allen Seiten zu finden, v.a. das Lügen und Täuschen sowie der ungerechtfertigte Einsatz von Zwang und Gewalt.

Scholl-Latour bot folgende Lösungsansätze an, die immerhin zeigen, daß nicht alles verloren sein muß: Er meinte, "daß in schwierigen Situationen trotzige Ehrlichkeit die beste Sympathiewerbung ist" (S. 280). Er setzte auf die ähnlichen Endzeiterwartungen der drei monotheistischen Religionen und führte den Einfluß Zarathustras an, der Spuren bei Juden, Christen und Freimaurern hinterließ. Scheikh Mohammed Hussein Fadlallah wies darauf hin, "'daß die Würde des Menschen siebzigmal wichtiger ist als die materielle Wirklichkeit der großen Heiligtümer'" (S. 313).

Doch das Fazit von Scholl-Latour ist ernüchternd: "Nicht Demokratie und Marktwirtschaft haben sich inzwischen weltweit und segensreich ausgeweitet, sondern der Terrorismus wurde 'globalisiert', und seine blinde Bekämpfung trägt nachdrücklich dazu bei" (S. 329).
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am 17. August 2014
Der Autor hat frühzeitig vor dem Bürgerkriegen in den arabischen Ländern gewarnt. Jetzt ist er verstorben, und die Politiker(innen),
die sich zu den Golfkriegen ganz anders äußerten und Scholl-Latour einen alten Mann sein liessen, ehren ihn jetzt als weisen Experten. Wir haben noch sehr gut seine überzeugenden Beiträge im Fernsehen und die Warnungen des Autors in Erinnerung. Hätten die amerikanischen Präsidenten Bush senior und junior nur einmal einen solch kompetenten Berater gehabt...Ein mutiger Reporter, der aber klug genug war, sinnlosen Gefahren auszuweichen. G.W. Bush war nie im Krieg, ließ sich aber als Sieger in Uniform feiern. Dass man auf Peter Scholl-Latour auch in der deutschen Politik kaum gehört hat und ihn nun als vorbildlichen Journalisten ehrt, kann den Leser dieses Buchs nur traurig und wütend machen. Tröstlich ist, das er weitere wichtige, hochaktuelle Werke hinterlassen hat.
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am 22. Februar 2009
Wer einfache, kurze, prägnante Aussagen zur gegenwärtigen Weltpolitik erwartet, liegt mit diesem Hörbuch sicher falsch. Jene, die auf plumpe Amerika-Schelte aus sind, erst recht.

Peter Scholl-Latour's Argumentationsstil erfordert auch hier wieder engagiertes Zuhören, Geduld, Wissbegierigkeit und eine gewisse Vorkenntnis der angesprochenen Thematiken. Deshalb sei den ungeduldigeren Zuhörern an dieser Stelle Emmanuel Todd's (Hör-)Buch "Weltmacht USA - Ein Nachruf" empfohlen, welches viele, wenn auch anders ausgedrückte Schnittmengen mit Scholl-Latours Buch aufweist, dabei jedoch strukturierter aufgebaut und daher leichter anzuhören ist. Zudem bietet Todd mehr Ausblicke (Visionen) auf mögliche Entwicklungen; besonders interessant sind vor dem aktuellen Krisenhintergrund auch seine schon 2002 vorhergesehenen Verwerfungen an den Finanzmärkten.

Inhaltlich schlägt Scholl-Latour einen weiten Bogen von der Strapazierung des Nato-Bündnisfalls in Afghanistan, der ambivalenten Rolle Pakistans über aktuelle Entwicklungen im Iran bis hin zu einer weitgreifenden Analyse des Scheiterns des jüngsten Irakfeldzuges.

Natürlich ist das Buch von Scholl-Latour an keiner Stelle ein Werk des Anti-Amerikanismus. Solcherlei Vorwürfe kommen wohl meist aus einer Richtung, die sich der Komplexität der Welt mit einer simplifizierenden Denkweise nähert und eher in schwarz-weiß Kategorien lebt. Wessen Handeln und Denken einzig darauf beruht, wie er die Welt gerne hätte, der wird von diesem Hörbuch enttäuscht sein:

Blumige Visionen sind Scholl-Latour's Sache nicht, weswegen er bisweilen gerade von Politikern angegriffen und von ihnen als Schwarzseher oder Kassandra tituliert wird (womit Scholl-Latour gekonnt kokettiert).

Nein, Scholl-Latour ist ein kühler Analytiker, der das, was er sieht, bei einer Einordnung nicht durch Wunschdenken und Ideologien verformt, sondern sich stets müht, die vielen kleinen Mosaikteilchen komplexer politischer wie religiöser Probleme unserer Zeit zu einem verständlicheren Ganzen zusammenzufügen.

Bisweilen ist das Buch sicher etwas langatmig, da Scholl-Latour keine Gelegenheit ausläßt, um aus seinem sicher fast einmaligen Erfahrungsschatz zu schöpfen. Leicht entgeht einem dann in einem Moment der Unachtsamkeit die eine oder andere Anspielung, weswegen es nicht schadet, bestimmte Kapitel auch ein zweites oder drittes Mal zu hören.

Wer sich also geistig etwas fordern möchte, wird an dem Hörbuch sicher seine Freude haben.

Das Buch wird im Übrigen nicht vom Autor selbst gelesen, aber das ist, wie schon gesagt wurde, bei allem nötigen Respekt vor Herrn Scholl-Latour nicht unbedingt ein Nachteil.
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am 2. Dezember 2005
Ich habe dieses Buch mit Spannung verfolgt, denn so detailliert Scholl-Latour die Ereignisse analysisert und Dinge vorraussagt, so genau lassen sie sich auch in den Medien wiedererkennen.
Seine Erfahrungen fließen gekonnt in die Schilderungen des politischen Weltgeschehens ein, dabei wird an begründeter Kritik gegenüber einigen Seiten nicht gespart, trotzdem möchte ich hervorheben das Scholl-Latour, wie er selber zu Beginn des Buches klarstellt nicht etwa voreingenommen bestimmten Nationen gegenüber ist.
Als einzigen Kritikpunkt habe ich anzumerken, dass sehr viele Namen, besonders aus dem islamischen und arabischen Bereich auftauchen, über die man schnell den Überblick verliert wenn man mal eine Pause einlegt.
Alles in Allem, sehr empfehlenswert.
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am 28. Mai 2004
Peter Scholl-Latour hat in seinem aktuellen Buch eine scharfsinnige Analyse des Politik der Bush-Administration im Nahen und Mittleren Osten vorgelegt. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die Entwicklung des zweiten Irak-Krieges.
Dieser erfahrende Fachmann beschreibt nüchtern die Auswirkungen der Handlungen, die der Westen unter Führung der USA in Afghanistan und im Iran und Irak begangen hat. Er beschreibt den grenzüberschreitenden Zusammenhalt der islamischen Welt und insbesondere der Schiiten von Teheran bis zu des Hisbullah im Libanon.
Peter Scholl-Latour kann sich dabei nicht nur auf seine Studien vor Ort und seine Kenntnisse der Sprache, der Religion und der Menschen stützen, sondern auch auf ein umfassendes historisches Fachwissen, das vielen anderen Kommentatoren und Entscheidungsträgern häufig fehlt.
Und so haben sich auch seine Vorhersagen im Irak-Krieg bewahrheitet, wo die USA und die von ihnen geführte Koalition trotz der leichten Einnahme Bagdads in einem zermürbenden asymmetrischen Krieg verwickelt wurden, dessen Ende nicht abzusehen ist.
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am 8. März 2006
Auch ich lese schon seit einigen Jahren Bücher von Peter Scholl-Latour und muss immer wieder feststellen, dass es wohl keinen anderen Autor gibt, der sich so kritisch aber auch so tiefgreifend mit der Situation in den arabischen Ländern auseinandersetzt.
PSL schreibt seine Bücher auf dem Hintergrund von jahrzehntelanger Erfahrung als Student, Beobachter und Journalist in der arabischen Welt mit profunder Kenntnis über den Islam und seine verschiedenen Glaubensrichtungen sowie über die Geschichte der Region. Auf diesem Hintergrund beschreibt und analysiert dieser hervorragende Chronist in diesem Buch die Vorgänge im Irak, Iran, Afghanistan und dem Libanon im Herbst 2003. Hierbei findet sich der Leser von vorangegangenen Werken von PSL immer wieder an Orte versetzt über die er auch in z.B. "Lügen im Heiligen Land" schon gelesen hat.
Bei der Beschreibung seiner Erlebnisse und ihre politische Einordnung verliert PSL auch nie die Menschen denen er begnet aus den Augen. Er beschreibt die Lebensumstände der Bevölkerung z.B. im Irak, erklärt ihre tiefe Religiosität die ja für viele Westeuropäer so schwer nachzuvollziehen ist, das Verhalten der amerikanischen und britischen Besatzer und wie sich das auf diese oftmals strenggläubigen Muslime auswirkt. Trotz all seiner Kritik z.B. an den Besatzungstruppen im Irak, zeigt er aber auch ihre Lebensumstände, ihre Probleme und wirbt damit auch um Verständnis für diese jungen Soldaten. Kein Verständniss, sondern nur Kritik hat er dahingegen für die britische und amerikanische Regierungen sowie für die US-Generalität übrig.
Somit bekommt man durch PSL einen differenzierten Bericht über die Situation in den bereits genannten Ländern.

Trotz seiner deutlich dargelegten Standpunkte lässt er jedem Leser genug Raum sich eine eigene Meinung zu bilden. Daher bin ich auch der Meinung, dass dieses Buch für jeden, der sich für die politische Situation in diesen Ländern interessiert und sich damit auseinander setzen will eine absolute Pflichtlektüre ist.

Abschließend möchte ich noch kurz auf die immer wieder aufkommende Kritik zu PSLs Schreibstil eingehen. Oftmals wird ihm vorgeworfen, dass er sehr viele englische, französische und arabische Ausdrücke verwendet und das doch pure "Angeberei" wäre. Die meisten, besonders alle wichtigen Ausdrücke erklärt PSL umgehend und ich persönlich finde es sehr viel lehrreicher, die Orginalausdrücke mit einer Erklärung/Übersetzung zu lesen, als immer nur die übersetzte Form, besonders da sich manche Begriffe nicht immer so einfach direkt übersetzen lassen. Wer sich davon abschrecken lässt, sollte sich vielleicht mal fragen, ob es mit seinem Intresse für diese Region wirklich allzu weit her ist, wenn er eine solch hervorragende Informationsquelle aus diesem Grund außeracht lässt.
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am 3. Mai 2014
Ist nicht wirklich von der Hand zu weisen ....
Als Treibsand bezeichne man Feinsande oder feinsandige Schluffe mit sehr geringem Tonanteil, die sich bei Wassersättigung unter Druck in Richtung einer Druckentlastung bewegen, z. B. in eine Baugrube hinein. Amerika – so meint also der Autor - könnte mit in die eine oder andere der zahlreichen Baugruben gerissen werden, die seine Bomben und Panzer und seine diplomatischen (Droh-)Gebärden gegraben haben. An beinahe jede dieser Baugruben führt Scholl-Latour seine Leser heran und zeigt uns die potentiellen Gefahren auf. Aus dem Treibsand der Erinnerungen tauchen etwa 300 Gestalten auf, von Napoleon bis Rumsfeld und von George Orwell bis Paul Wolfowitz.
In Anbetracht des Abwehrkampfes gegen die ungläubigen US-Besatzer und dem sich schrttweise entwickelnden Bürgerkrieg zwischen Schiiten und Sunniten bemüht man sich entsprechende geeignete Leute aus dem geistlichen Umfeld in die irakische Nation building einzubeziehen. Im gesamten Mittleren Osten – nicht ausschliesslich im Irak - zeichnet sich zunehmend ein historisches Drama ab, das der Autor aufgrund seiner Sachkenntnis vorausgesehen hat. Konfliktregion im Brennpunkt die einer Weltmacht ihre Grenzen aufzeigt.

Interessant erzählt, ausserordentlich lesenswert, grade in der aktuellen Situation.
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