sommer2016 saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16 Jeans Store Hier klicken Jetzt informieren Neuerscheinungen Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More

Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
15
3,8 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:22,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 25. Juli 2013
Ein tolles Buch! Ich habe es eben ausgelesen und bin absolut begeistert. Eine junge Familie aus Oxford zieht auf eine windige schottische Insel (und zwar im Atlantik! Nicht in der Nordsee, wie es im Klappentext heißt!). Die Ich-Erzählerin, Anna Bennett, ist Geschichtswissenschaftlerin; sie will ein Buch schreiben zum Thema "Kindheit im 18. Jahrhundert" - was sich aber als schwieriges Unterfangen herausstellt. Die Lebensbedingungen auf der Insel sind unwirtlich, ständig fällt der Strom aus, die Internetverbindung wackelt, vor allem aber verlangen die beiden kleinen Söhne Annas volle Aufmerksamkeit. Der eine ist 2 und macht gern die Nacht zum Tag, der andere ist 7 und frühreif. Und leider ist Annas Ehemann Giles auch keine große Hilfe, denn der ist auf der Insel, um Papageientaucher zu beobachten und zu zählen, eine Aufgabe, der er liebend gern nachgeht, wenn es zu Hause allzu stressig wird.

Das alles würde schon genug unterhaltsamen Stoff hergeben, aber die Autorin zieht noch eine weitere Ebene ein, eine historische: Am Ende von jedem Kapitel findet sich ein Brief, geschrieben von der Hebamme May, die im 18. Jahrhundert auf dieser Insel war. Nach und nach verschränken sich die historische und die Gegenwartsebene - und das ist so clever und spannend gemacht, dass aus dem Frauen-/Ehe-/Familienroman plötzlich auch noch ein kleiner Krimi wird.

Dies ist eins der intelligentesten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe, ein perfektes und schlaues Buch über den Konflikt zwischen Kind und Karriere und über das Muttersein an sich. Unterhaltsam, clever, spannend, und vor allem hat Sarah Moss einen großartigen britischen Humor. Ich hoffe wirklich, dass man von der Autorin noch viel hören und lesen wird.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. August 2013
Es könnte so schön werden als Anna samt Mann Giles und den beiden Söhnen Raph und Moth auf eine Insel zieht. Ihr Buch möchte sie fertig schreiben um den nächsten Karriereschritt nach dem Stipendium in Oxford zu machen, was könnte da hilfreicher sein als die schottische Abgeschiedenheit? Doch dort warten auf sie ein nicht zu bewältigender Haushalt, die beiden Kinder entwickeln ihre eigenen Neurosen, Giles meldet sich nur, wenn das Essen nicht rechtzeitig auf dem Tisch steht und zu allem Überfluss soll jetzt auch noch das Gästehaus vermietet werden und Anna als Putzfrau und Chauffeur agieren. War das das Leben, das sie sich gewünscht hatte? Als Mann dann Knochen eines verscharrten Babys in ihrem Garten findet, wird dies zur Zerreißprobe für die Ehe.

In unterhaltsamem, selbstironischem Ton erzählt Sarah Moss Annas Geschichte zwischen Kindern und Karriere. Die Verzweiflung aus der ständigen Überforderung und mangelnden Unterstützung seitens des Gatten wird auf jeder Seite deutlich und rufen mehr als Mitgefühl hervor. Der Spagat zwischen Kind und Karriere ist für Anna nicht zu schaffen. Nicht nur dass sie an eigenen Ansprüchen scheitert, sie sieht auch, wie ihr Leben und all das, was sie für lebenswert erachtet einfach weg ist und sie nicht mehr an ihren intellektuellen Fähigkeiten, sondern am Grad der Sauberkeit des Hauses und ihren kulinarischen Experimenten gemessen wird. Der Mann, dem sie einst auf Augenhöhe begegnete, ebenso wie die Inselbewohner, die sie permanent der Kindesmisshandlung bezichtigen, erwarten eine Rolle von ihr, die sie weder ausfüllen kann noch will. Mit kleinen Details, wie die konsequente Verweigerung sie mit ihrem Namen anzureden statt sie zur „Frau von“ zu machen, treibt Moss die Lage immer weiter auf die Spitze.

Ein sehr gelungener Roman, der sicherlich je nach Perspektive, aus der man ihn liest, verschieden beurteilt werden kann. Meiner persönlichen Erfahrung nach werden aber sehr realitätsnah typische Probleme junger Akademikerfamilien geschildert. Die Degradierung der Frau zum Heimchen, das dem Mann stets zu Diensten sein soll, während er sich entfaltet und ihre Träume von Karriere nach und nach beerdigt werden einerseits. Andererseits das Verlangen nach dem Leben, das man nicht führen kann – lange Abende mit Freunden, aber auch Banalitäten wie ausschlafen und Körperhygiene werden zu Sehnsuchtsorten. Unterhaltsam zu lesen, bisweilen fast erschreckend aber ganz sicher mit genügend Gesprächs- und Diskussionspotenzial.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 12. August 2013
Das Verfassen einer Rezession fällt mir bei Schlaflos schwer. Mein absolutes Lieblingsbuch ist es sicher nicht, das ist ganz klar, dennoch hinterlässt es seine Spuren.

Die Kapitel beginnen jeweils mit Zitaten aus historischen Erziehungsratgebern. In diesen Abschnitten geht es um das Leben der Familie und eingeschoben werden auch immer wieder Absätze aus dem Buch, das Anna momentan versucht zu schreiben. Zwischen diese Kapitel werden Briefe aus dem 19. Jahrhundert eingefügt.

Als ich die ersten Seiten des Buches gelesen habe, war ich ehrlich gesagt nicht besonders angetan. Die historischen Abhandlungen, die Buchabschnitte und dann wieder Erlebnisse mit Kindern, zwischendurch Fragmente von Kinderliedern. Das machte auf mich eher den Eindruck von einem schwer zu lesenden, etwas chaotischen und wenig amüsanten Roman.

Abschnittsweise fiel es mir auch schwer am Ball zu bleiben, da mich Annas Selbstironie, die stellenweise auch amüsant war, tief betroffen gemacht hat. Ich hatte meine Schwierigkeiten über Sätze wie die Erfindung von Kindern ist ebenso wenig rückgängig zu machen wie die Atombombe" lächelnd hinwegzulesen. Dafür bin ich zu gefühlsbetont.

Zum Inhalt:
Anna, die Historikerin, ihr Mann Giles und die beiden Kinder Raph und Moth, leben auf der Insel Colsay. Anna hat extremen Zeitdruck und sollte ihr Buch über die Geschichte der Erziehung bis September eigentlich abgeben. Sie kommt allerdings viel zu wenig zum Schreiben, da sie sich dazu wirklich mit Laptop wegschleichen muss und dann meist dort nach kurzer Zeit von Raph aufgestöbert und gestört wird. Hinzu kommt, dass sie durch einen Knochenfund im Garten immer mehr damit beschäftigt ist die Geschichte der Insel zu erforschen und so vielleicht der Herkunft auf die Spur zu kommen.

Ihr Mann Giles erforscht auf der Insel seine Papageientaucher, was für ihn die einzige Aufgabe zu sein scheint, die er zu übernehmen bereit ist. Viel Kraft rauben die zwei Jungs der Familie. Moth, der Knirps, der keine Nacht durchschläft und Raph, der kleine Besserwisser, der zum Hobby hat, sich Unglücke und Katastrophen auszudenken.

Die Familie, die das Ferienhaus Blackhouse bezieht, ist auch mehr als verkorkst. Allerdings birgt die Beziehung zur Tochter Zoe für Anna ungeahnte Möglichkeiten, ich nahm als Leser zumindest eine Kehrtwendung wahr.

Interessant ist auch die Inselgeschichte, stellenweise noch mehr als die Story um Anna und ihre Familie.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Juli 2016
Auf Grund der tollen Rezensionen habe ich dieses Buch gekauft und bin schwer enttäuscht. Das Thema fand ich spannend, die Umsetzung jedoch ärgerlich. Als durchweg berufstätige Mutter dreier, mittlerweile erwachsener Kinder, habe ich mich in dieser Geschichte nicht wiederfinden können.
Als erstes bin ich über die Dialoge zwischen Anna (der Mutter) und den Kindern gestolpert. Ein Siebenjähriger (Raphael), der einen Öko-Fitnessraum entwirft und sich die Frage stellt, ob man mit der erzeugten Energie auch einen Fernseher betreiben kann und dabei Sätze sagt wie: ...Weil, wenn sie ihn selbst mit Strom versorgen, dann wirkt das dem späten kapitalistischen Kulturimperialismus entgegen, ja?" Das ist unerträglich! Die Zitate des Zweijährigen sind auch nicht besser. Hat Sarah Moss Kinder??? Man kann es nicht glauben.
Erfrischend fand ich wohl, dass das Muttersein mal nicht weich gezeichnet wird und all die widersprüchlichen Gefühle, die dabei hochkommen, offen geschildert werden. Allerdings konnte ich die Annas Inkonsequenz und ihr dauerndes Jammern, ohne sich zumindest kleine Freiräume für ihr Buchprojekt zu sichern, nur schlecht ertragen. Sie suhlt sich in Selbstmitleid, anstatt nach Lösungen zu suchen.
Als endlich eine Babyleiche auf der Insel gefunden wird, hoffte ich, dass der "Krimi" nun langsam in Gang käme, aber Fehlanzeige. Es schleppt sich weiter nur mühsam dahin. Die Parallelgeschichte bleibt bis S. 148 im Hintergrund und entwickelt sich ebenfalls nur zäh.
Weiter schaffe ich es nicht, das Buch zu lesen, ich gebe auf.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. November 2013
Sarah Moss erzählt in ihrem Buch Schlaflos" in zwei Handlungssträngen.
Der erste Strang handelt von Historikerin Anna, ihrem Ehemann Giles und ihren beiden kleinen Söhnen Timothy und Raphael, die die einsame Insel Colsay im Westen Schottlands für die nächste Zeit zu ihrem Zuhause machen. Anna möchte die Zeit nutzen, um ihr Buch über die Kindheit im 18. Jahrhundert zu beenden, während Giles sich seinen Forschungen über Papageientauchern hingibt. Doch Annas Arbeit geht kaum voran, entweder wird sie jede Nacht von ihrem jüngsten Sohn Timothy aus dem Schlaf geholt, oder Raphael bringt sie mit seinen Gedanken über den Tod aus der Fassung. Außerdem muss sie sich um den ganzen Haushalt kümmern, und die Einrichtung eines Feriengästehauses bleibt auch ihr allein überlassen. Sie ist mit allem komplett überfordert und leidet unter akutem Schlafmangel. Ehemann Giles ist ein Egoist, der sich nur mit sich selbst beschäftigt und Anna keinerlei Hilfe oder Unterstützung ist. Eines Tages entdeckt Anna im Garten eine Säuglingsleiche und gerät als Verdächtige ins Visier der Polizei. Ausgerechnet jetzt hat sie auch noch die ersten Feriengäste zu betreuen.
Der zweite Handlungsstrang besteht aus Briefen aus dem 19. Jahrhundert, die vom damaligen Leben erzählen und auf den Konflikt von Müttern hinweisen, die ihren Aufgaben sowohl gegenüber dem Ehemann, dem Haushalt als auch den Kindern gerecht werden wollen, oftmals aber überfordert sind mit all den Ansprüchen, die an sie gestellt werden und die sie auch an sich selbst stellen. Als Anna sich mehr und mehr mit der Geschichte der Insel befasst, macht sie die Erkenntnis, dass sie aufgrund ihres chronischen Schlafmangels nicht in der Lage ist, ihren Kindern die Liebe und Fürsorge entgegen zu bringen, die diese auf jeden Fall dringend benötigen. Ihre Einsamkeit verstärkt dieses Problem nur noch. Durch das Zusammenspiel der beiden Handlungsstränge wird die Geschichte immer mehr zusammengezurrt, und anfängliche Unverständnisse werden auf einmal klarer.
Der Schreibstil des Buches ist sehr flüssig und angenehm lesbar, das Thema ist gut gewählt. Die Protagonisten werden allerdings sehr unsympathisch dargestellt, wodurch auch die Freude beim Lesen leidet. Sicher, man könnte es damit entschuldigen, dass es um ein Thema geht, das für Familien und Mütter im Besonderen immer aktuell sein wird. Allerdings waren einige der Handlungsweisen und Gedanken von Hauptprotagonistin Anna gerade in Bezug auf ihre Kinder nicht nachvollziehbar, oftmals auch nicht entschuldbar, was beim Lesen ein beklemmendes und ungutes Gefühl hervorrief. Ebenso schlecht schneidet Giles als Ehemann ab, der sich nicht wie ein Familienvater, sondern wie ein Pascha und Egoist aufführt.
Das abrupte und nicht schlüssige Ende war ein enttäuschender Abschluss einer doch recht komplizierten, interessanten und spannungsgeladenen Geschichte. Da hätte es mehr Struktur und Einfühlungsvermögen bedurft, um einen befriedigenden Abschluss zu erhalten.
Alles in allem ist es ein durchaus lesenswertes Buch über die Konflikte der Mutterschaft, der Position der Frau und ihren Anforderungen innerhalb einer Familie.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 16. August 2013
.. das ist die Historikerin Anna, die seit Jahren recht erfolgreich versucht hat, Forschung und Familie - sie und ihr Mann Giles haben zwei noch recht kleine Söhne - zu verbinden. Nun ist sie Giles auf eine einsame schottische Insel gefolgt, die im Besitz seiner Familie ist - richtig, Giles ist im Gegensatz zu Anna selbst einer dieser High-Class-Engländer und seine Familie mit der Wahl seiner Ehefrau alles andere als glücklich - auf der er eine naturwissenschaftliche Studie über Vögel betreibt. Anna hütet die Kinder, kommt kaum an ihre Arbeit - sie versucht, eine Studie über Kindheit im 18. Jahrhundert zu schreiben - und fühlt sich zurückgesetzt. Ihr größter Wunsch - einmal unbegrenzt ausschlafen zu können, doch nicht einmal der wird ihr gewährt.

Selbst als Anna und Giles bei Gartenarbeiten Kinderknochen finden und sich herausstellt, das - das vor sehr langer Zeit verstorbene Kind - laut DNA-Analyse mit Giles verwandt ist, nimmt die Geschichte nur wenig Fahrt auf.

Sarah Moss, selbst Historikerin und Mutter, lässt Anna ihren Alltag selbstkritisch und ironisch reflektieren. Ein kluges Buch? Auf jeden Fall! Ein unterhaltsames Buch? Nur zum Teil - wenn bloß die enormen Längen zwischendrin nicht wären! Ich zumindest habe mich enorm schwer getan, am Ball zu bleiben - und das, obwohl ich selbst Historikerin bin und mich solche Zusammenhänge eigentlich brennend interessieren!

Feriengäste im Sommerhaus erweitern den Fokus sowohl für Anna als auch für Giles, Anna erfährt teilweise Kompromittierendes über die Familie ihres Mannes, aber auch Interessantes über die Geschichte der Insel - und beginnt sich verstärkt damit zu beschäftigen. In einer Art parallelem Erzählstrang werden Briefe einer jungen Krankenschwester, die im 19. Jahrhundert auf der Insel weilte, eingeblendet, die Einblick in die Historie geben.

Wie gesagt: intelligent war das Buch, packend eher weniger, zumindest aus meiner Perspektive: "Schlaflos" wirkte auf mich zeitweise eher einschläfernd.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. September 2013
Anna zieht mit ihrem Ehemann Giles und ihren zwei kleinen Söhnen für einige Zeit auf eine abgelegene Insel im Westen Schottlands: Sie will hier auf Colsay als Historikerin ihr Buch über Kindheit im 18. Jahrhundert zum Abschluss bringen, Giles forscht über Papageientaucher und ein Ferienhaus will für künftige Gäste eingerichtet werden. Doch der zweijährige Moth schläft nachts nicht durch, während sein siebenjähriger Bruder Raph die Tage damit verbringt, Katastrophenszenarien durchzuspielen. Von ihrem Ehemann Giles erhält Anna keinerlei Unterstützung im Familienalltag. Kunstvoll wird frühzeitig ein zweiter Erzählstrang in die Handlung eingeflochten: In Form von Briefen aus dem 19. Jahrhundert erhält man Einblicke in das damalige Leben auf der Insel. Als Anna dann auch noch - übermüdet und an der Grenze ihrer Belastbarkeit - im Garten die Leiche eines Säuglings entdeckt, laufen auf komplexe Art die Fäden der Vergangenheit und Gegenwart zusammen und zeigen einen Weg in die Zukunft auf.

SCHLAFLOS ist der zweite Roman der 1975 in Schottland geborenen Autorin Sarah Moss, aber ihr erster in deutscher Übersetzung. Der Konflikt der Protagonistin, gleichzeitig ihre Arbeit als Historikerin sowie ihre Mutterrolle zu erfüllen, wird komplex auf mehreren Ebenen thematisiert. Sarah Moss schreibt ihren Roman sehr klar, gelungen bildhaft und erstaunlich vielseitig: Die selbstironischen Alltagsschilderungen aus der Sicht der überforderten Mutter werden kontrastiert mit wissenschaftlich verfassten Passagen aus Annas Buch. So wird der Spagat zwischen Familie und Karriere auch sprachlich eindrucksvoll dargestellt.

Intelligent, ironisch, spannend: SCHLAFLOS ist ein geistreicher Roman über Mutterrollen, Familienkonstellationen und Lebensentwürfe, dem ich von Herzen viele Leser wünsche. Dieses Buch hat mich sehr bewegt, mich amüsiert und mich so spannend unterhalten, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.Seine Figuren werden mich sicher noch eine Weile begleiten...Fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung!
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. August 2013
Zum Buch: Schlaflos" von Sarah Moss ist ein Roman, der am 09.07.2013 im Mare Verlag erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: http://www.amazon.de/o/ASIN/3866481772/lovebook-21

Klappentext: Eine karge Insel im Westen Schottlands, ständige Stromausfälle und eine unsichere Telefonverbindung. Ein Zweijähriger, der die Nächte zum Tag macht, und ein Siebenjähriger, der die Tage damit verbringt, sich die originellsten Versionen des Weltuntergangs auszumalen. Dazu ein Ehemann, der einer in den Klippen heimischen Papageientaucherkolonie mehr Zeit widmet als seiner Familie: Unter diesen nicht gerade idealen Bedingungen versucht die Historikerin Anna Bennett, eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Kindheit im 18. Jahrhundert zu schreiben. Aber wie soll sie auch nur eine Zeile zu Papier bringen, wenn sie allein und völlig übernächtigt zwei unternehmungslustige Kleinkinder in einer felsigen Einöde beschäftigen muss?
Als zwei rätselhafte Funde im Garten und auf dem Dachboden des sich seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Wohnhauses zu allem Überfluss Einblicke in die düstere Vergangenheit der Insel gewähren, sieht Anna endgültig ihre Felle davonschwimmen. Doch dann verbindet sich ihr chaotischer Alltag auf unerwartete Weise mit ihrem Forschungsgegenstand und der Inselhistorie ...
Gleichzeitig gute Mutter und Wissenschaftlerin zu sein, noch dazu auf einer abgelegenen, windigen Nordseeinsel - keine leichte Aufgabe. Sarah Moss schildert das Dilemma ihrer Heldin mit so viel Selbstironie, Komik und Intelligenz und das Geheimnis der Insel mit so großer Spannung, dass eines sicher ist: Schlaflos hält wach.

Die Story: Anna lebt mit ihrem Mann Giles und den gemeinsamen Söhnen Raph und Moth momentan auf einer einsamen schottischen Insel, auf der sie eigentlich ihr Buch zuende schreiben wollte. Doch der Alltag mit Haushalt und Kindern und Nächte, in denen sie nicht durchschlafen kann hinterlassen ihre Spuren. Die Situation spitzt sich zu, als sie im Garten das Skelett eines Babys entdeckt und sie sich auch noch einem feindseligen Polizisten gegenüber sieht. Auch die Feriengäste im Gästehaus tragen nicht dazu bei, Ruhe zu bekommen, und Annas Buch tritt immer weiter in den Hintergrund, während sie sich mehr und mehr mit der Geschichte der Insel befasst. Doch dies scheint letztendlich den Weg in die Zukunft zu bereiten...

Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Geschichte ist in der Ich-Form aus Sicht Anna's geschrieben und unterteilt in Kapitel, außerdem gibt es Rückblicke in Briefform.

Covergestaltung: Das Cover ist in einem nachtblau gehalten und zeigt den Umriss eines Hauses mit rot erleuchteten Fenstern sowie eine Person mit Kind auf dem Arm, die ein Stück neben dem Haus bei einem Baum steht. Autorenname in weiß und Titel des Buches in rosatönen stehen im oberen Drittel des Covers.

Zum Autor: Sarah Moss, geboren in Schottland, studierte und promovierte an der Oxford University. Nach Stationen am University of Exeter's Cornwall Campus und an der Universität Island lehrt sie heute an der University of Warwick.
Schlaflos ist ihr zweiter Roman und der erste, der auf Deutsch erscheint. Daneben verfasste sie ein Sachbuch über Island.
(Quelle: [...])

Meine Meinung: Mit diesem Buch bin ich nicht so recht warmgeworden. Ob es am Schreibstil liegt, den ich allerdings schon als flüssig empfinde, oder ob es durch die häufigen Wechsel zwischen der Gegenwart, Annas Studien und den Briefen aus der Vergangenheit hervorgerufen wurde, auf jeden Fall konnte ich mich nicht gut in die Geschichte hineinversetzen. Zeitweilig wurde es etwas besser, aber im Endeffekt muss ich sagen, dieses Buch und ich passen einfach nicht zusammen. Was ich schade finde, da es das Lesegefühl beeinträchtigt hat, obwohl die Geschichte an sich interessant und fesselnd ist. Auch ist das Ende nicht vorhersehbar, so dass man von Interesse geleitet immer weiter lesen möchte, bis man alle Hintergründe kennt.
Aus diesem Grund vergebe ich 4 Sterne.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. September 2013
Also..ich muss sagen, ich hab mir von der Geschichte mehr Spannung erwartet.Die Briefe von May hätte ich gern ausführlicher recherchiert...vor allem- wer hat denn nun eigentlich diese Mary mitsamt dem Baby über die Klippen geworfen?? Auf die Frage gabs gar keine Antwort .
Ausserdem haben mich als kinderlose Leserin die detaillierten Dialoge mit dem Kleinkind genervt,wie:"Mami Grüffelo lesen...""Moth will Keks.." blabla..und das aber über mindestens zwei Seiten..ich muss sagen,da hab ich einfach weitergeblättert.
Das Ende war auch nicht gerade befriedigend,und die Nebenhandlung mit der Gastfamilie war einfach nur unnötig.
Resumee-ich finde,die Autorin hat sich nicht entscheiden können,ob sie ein Familiendrama aus der Jetztzeit schildern soll oder ein Geschichtsdrama aus der viktorianischen Zeit.Positiv fand ich die humorvollen Schilderungen des Familienlebens,mit teils sehr schwarzen Humor,aber das ist oK.
Insgesamt wars aber nur drei Sterne wert,weil auch eine sehr depressive,negative Atmosphäre vermittelt wird..Nix für kalte Herbstabende...
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Februar 2016
Dieses Buch verknüpft nicht nur mehrere Handlungsstränge und Themen miteinander, sondern ist auch klug, witzig und geistreich geschrieben. Es erfordert vielleicht ein wenig Aufmerksamkeit, um der gewandten Sprache zu folgen, dann jedoch eröffnet sich ein Witz, oftmals ironisch oder lakonisch.

Fazit: Ein sehr gelungenes Buch !
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

22,00 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken