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Kundenrezensionen

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am 22. April 2012
Das Buch beginnt mit einem Prolog, in welchem ein Fuchs über das Campusgelände der Universität Kiel und dem nahe gelegenen Biologiezentrum streicht. Der Fuchs beobachtet, aufgeschreckt durch Rollläden, die heraufgezogen werden, einem aus dem Fenster stürzenden Körper. Kurze Zeit später flattert etwas aus Papier vom Himmel herab. Der Fuchs schnappt es sich und zieht des Weges...

Dann befinden wir uns im Biologzentrum, spät in der Nacht. Hermann Pauli, älterer Biologieprofessor schreckt von seinem Schreibtisch auf, auf den sein Kopf gesunken war, als er vor einigen Stunden dort eingeschlafen war. Er wunderte sich über ein Gefühl der Bedrohung, das er verspürte, als er aufgwachte. Er beschloss für diesen Abend Feierabend zu machen und verliess sein Büro als ihm etwas Nasses im Gesicht traf. Wasser, das von der Decke tropfte!? In der Decke waren allerhand Rohre und Kabel verarbeitet, er war hin- und hergerissen: Sollte er jemanden informieren? Er entschloss sich dagegen und beschloss, beim Pförtner eine Notiz zu hinterlassen, damit sich am nächsten Morgen gleich jemand darum kümmern solle. Der laute Knall, den er dann hörte, bewirkte, dass er nachsehen musste. Er stieg die Treppe nach oben und betrat das Büro seines Kollegen, Frank Moebus, einem äusserst ehrgeizigen Berufskollegen. Das Bild, das sich ihm hier bot war schauderhaft: Wasser- und Blutlachen am Boden, darin zappelten verendende Fische und einige Kröten hüpften mit letzter Kraft in den Lachen. Mehrere Aquarien waren kaputt und eine scharfe Spitze einer gläsernen Aquarienwand steckte im Hals eines Menschen. Hermann Pauli informiert darauf hin die Polizei...

Die Rekonstruktion der Ereignisse gestaltet sich als äusserst schwierig. Die offizielle Begründung, die Anne Detlefsen, Erste Hauptkommissarin, der Öffentlichkeit gibt, dass ein Streit der beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter, Moritz Barthelmess und Johannes Hilpert zum Tod geführt haben soll, befriedigt nicht alle. Schon gar nicht Hermann Pauli. Sowohl die Polizei als auch Hermann Paul bleiben trotzdem am Fall dran. Nach und nach kommen Details ans Licht, die den so erfolgreichen und ehrgeizigen Biologen, Frank Moebus, mehr und mehr in einem zwiespältigen Licht erscheinen lassen.

Dem Autor, Bernhard Kegel (selber promovierter Biologe), ist hier ein superspannendes Werk über einen Wissenschaftsskandal gelungen. Er hat die Geschichte so aufgebaut, dass der Leser immer ein bisschen mehr weiss als die Polizei, weil er Zeuge wird, wenn einer der Hauptakteure in der Geschichte, Hermann Pauli oder Frank Moebus, sich zurückerinnert oder etwas zu rekonstruieren versucht. Als Leser ahnt man schon relativ früh, worauf das Ganze hinausläuft, das tut aber der Spannung keinen Abbruch. Im Gegenteil, man liest umso gieriger weiter, weil man gespannt ist, wie sich schlussendlich alles zusammenfügt.

Ein grosses Plus ist auch: Es gelingt dem Autor den Leser mit wissenschaftlichen Details zu versorgen, ohne ihn dabei zu langweilen. Dem Leser werden gerade so viele fachliche Details gegeben, die nötig sind, um das Ausmass der Handlungen und die Konsequenzen zu begreifen, doch ohne ihn dabei mit unnötigem Fachchinesisch zu bedrängen.

Es ist kein blutrünstiger Krimi, das Blut fliesst nur am Anfang, als der Tatort entdeckt wird. Was fesselt ist die intelligent ausgedachte Story (oder lehnt sie etwa an Tatsachen an?), die hervorragend beschriebenen Empfindungen und Beweggründe der agierenden Personen. Es geht einem nahe, weil einem die Figuren so vertraut werden - jede einzelne! Spannend bis zur letzten Seite.
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am 5. März 2016
Womöglich stellt sich der Wissenschaftsbetrieb in anderen Kulturen anders dar, aber für den deutschsprachigen Raum eine durchaus realistische nachvollziehbare Geschichte - sieht man von den Morden und sonstigen "Übertreibungen" ab. Der Text liefert einen guten Einblick in die Forschungslandschaft, liest sich spannend. Kleiner Abzug, da doch zu konstruiert - aber unbedingt eine Leseempfehlung!
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am 20. Februar 2012
Bernhard Kegel hat einen neuen Roman geschrieben: "Ein tiefer Fall" - es ist sein bislang bestes, besser noch als "Der Rote". Der Kieler Biologe Hermann Pauli macht eines Nachts am Institut einen grausigen Fund: Zwei Leichen, Mitarbeiter des berühmten Evolutionsbiologen Frank Moebus, liegen zwischen zappelnden Fischen in einer großen Wasser- und Blutlache. Bald setzen die Ermittlungen ein, und an der Seite der (recht charmanten) Kommissarin Anne Dethlefsen entwickelt Pauli einen Verdacht und eigene Theorien, was sich hier am Institut zugetragen hat. Die große Frage ist: Hat der schillernde Moebus etwas mit dem Fall zu tun? Ruhm erlangt hat er durch seine Entdeckung einzigartiger Ur-Zellen in der Tiefsee, doch international regt sich unter den Forschern Unmut, weil Moebus seine Zellen nicht herausrücken möchte.
Man darf nicht zu viel vorwegnehmen vom Plot, um den Lesegenuss nicht zu beeinträchtigen - gesagt sei nur, dass dieser Roman viele aktuelle Fragen zum heutigen Wissenschaftsbetrieb aufwirft (und in diesem Zusammenhang am Rande auch den Fall Guttenberg streift), aber auch Nicht-Wissenschaftlern große Spannung verspricht (und eine kleine Liebesgeschichte). Ich habe das Buch verschlungen und wünsche ihm zahlreiche Leser. Volle fünf Sterne!
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Der größte Triumph seiner Karriere liegt hinter Hermann Pauli. Seit der Biologieprofessor vor einigen Jahren gemeinsam mit einem einheimischen Kollegen vor der Küste Neuseelands eine bis dahin unbekannte Riesenkalmar-Art entdeckt hat, ist er in der Welt der Meeresbiologen ein Idol. Paulis Abenteuer in Neuseeland liegen ungefähr zwei Jahre zurück, als er im Biologiezentrum der Kieler Uni nachts von einem Wasserschaden überrascht wird. Bei seiner Suche nach der Ursache der gewaltigen Wasserflut, die ihm aus dem 12. Stockwerk entgegenströmt, findet Pauli in der Etage über seinem Büro einen toten Mitarbeiter. Ein weiterer Mitarbeiter ist bei einem Sturz aus dem Fenster ums Leben gekommen. Die beiden Toten forschten für Frank Moebus, dessen Spezialgebiet Mikroorganismen sind, die in der Tiefsee in der Nähe so genannter Schwarzer Raucher gefunden werden. Moebus hat in der Fachwelt und auch in Kiel Prominenten-Status. Das Ermittlungsteam der Kriminalpolizei muss sich zunächst in den Wissenschaftsbetrieb als Schauplatz eines Verbrechens und in Moebus Forschungsgebiet hineinversetzen. Als Leiterin der Sonderkommission zu dem beunruhigenden Vorfall vernimmt Anne Detlefsen Hermann Pauli als Zeugen, der als erster an den Tatort kam. Die Kriminalhauptkommissarin interessiert sich für Meeresbiologie und macht sich mithilfe von Paulis Aussagen schnell ein Bild von Moebus Forschungsvorhaben. Pauli ist zunächst der einzige Mitarbeiter, von dem bekannt ist, dass er zu Moebus näheren Kontakt hatte; gemeinsam mit zwei weiteren Musikern spielten die beiden Biologen in einer Band. Moebus ging privat und beruflich keinem Konflikt aus dem Weg. Alle Mitarbeiter standen unter enormem Erfolgsdruck, wie Pauli von seinem eigenen wissenschafltichen Mitarbeiter erfährt. Professor Moebus kämpfte offenbar mit allen Mitteln um Forschungsgelder.

In Kegels zweitem Wissenschaftsthriller sind zwei Todesfälle im Biologiezentrum der Kieler Universität Anlass für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Hamsterrad Wissenschaftsbetrieb. Was konnte so gewaltige Emotionen entfesseln, dass zwei wissenschaftliche Mitarbeiter getötet wurden? Noch während der Ermittlungen regt sich unter Wissenschaftlern im In- und Ausland und unter Kieler Studenten Protest gegen die Arbeitsmethoden des Professors, dessen beste Mitarbeiter kurz zuvor ums Leben gekommen sind.

Hermann Pauli, der für die Ermittler unentbehrliche Kontaktmann zur Universität, blickt mit der Gelassenheit desjenigen auf die Jagd nach Veröffentlichungen, Planstellen und Forschungsmitteln, der selbst nie nach Ruhm strebte. Der Kontrast zwischen Pauli, dem kurz vor der Emeritierung das angenehme Betriebsklima in seiner Abteilung am wichtigsten ist, und dem überehrgeizigen Moebus machen den Charme des Buches aus. Bernhard Kegel nimmt sich dabei viel Zeit, um seine Figuren in allen Facetten zu beschreiben. Wer sich für aktuelle Bezüge zum Thema Fälschung von Forschungsergebnissen interessiert, Sinn für feine Zwischentöne und ein vernünftiges Maß an Privatleben der handelnden Figuren hat, wird gern in die Ereignisse um Pauli und Moebus eintauchen.

Der Roman bezieht sich an wenigen Stellen auf Der Rote, zum Verständnis des zweiten Buches muss man Kegels ersten Wissenschaftsthriller nicht gelesen haben.
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am 16. Juli 2012
...aber ein intelligenter Roman von einem intelligenten Menschen, der die deutsche Sprache wohltuend beherrscht, den Leser fesseln kann und nicht mit Fachsimpelei überfordert, sondern dessen Interesse an der Biologie zu wecken vermag (ich habe zum Thema nachgeschlagen und zumindest grundlegende Kenntnisse erworben, ich weiß jedenfalls mehr über Schlammspringer und Geburtshelferkröten als vorher). Der Autor ist nicht nur Biologe, sondern auch Jazzgitarrist und wahrscheinlich auch ein lustbetonter Vater, wie die Schilderung der Romanfigur des zweijährigen Emil nahelegt. Das wirkt glaubhaft und authentisch und bringt im Ergebnis rund 500 Seiten Lesevergnügen, sodass ich die anderen Bücher des Autors sofort im Anschluss lesen werde.
Tipp: Spannender, nicht in der wissenschaftlichen Welt der Biologie, sondern in der juristischen angesiedelt: "Schachmatt", ein Universitäts-Thriller, geschrieben von einem Juraprofessor der Universität Yale, Stephen L. Carter.
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am 18. Juni 2015
Leider! Ich habe mich so sehr auf diesen Roman als Hörbuch gefreut, doch werde ich ihn mir nun in Papierform kaufen müssen. Denn das Hörbuch, das ich von einem Freund lieh, ist ungenießbar. Ich musste nach einer halben Stunde ohne Sicht auf Besserung abbrechen.

Schuld daran ist der Sprecher Bert Stevens, der eine glatte Fehlbesetzung ist. Indem er jeden einzelnen Satz mit einem übertrieben klingenden, pathetisch wirkenden Tonfall zukleistert, vergibt er alle Kontrastmöglichkeiten und Facetten, die die Stimme hergeben könnte. Einen Satz wie "In China ist ein Sack Reis umgefallen" betont er mit der gleichen absurden Dramatik wie etwa "Die Leiche war zerfetzt und blutüberströmt".

Schade. Hörbuch definitiv NICHT zu empfehlen.
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am 7. März 2016
Ich finde dieses Buch spitze und kann es nur weiterempfehlen! Es ist nicht nur packend sondern auch lebendig geschrieben, genauso, wie es der Leser haben will. Mir hat die Handlung sehr gut gefallen und werde mir weitere Bücher von Bernhard Kegel erwerben.
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am 5. April 2013
Bernhard Kegel schafft es, ein Thema, das nicht nur für Wissenschaftler, sondern für die gesamte Gesellschaft relevant ist, spannend und verständlich zu erzählen. (Wer mehr wissen will, riskiert, zu viel zu erfahren. Besser "blind" kaufen und einfach lesen.) Wie schon Kegels Buch "Der Rote" bietet das Werk zugleich gute, spannende und relevante Literatur.
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am 30. Dezember 2013
Insgesamt keine schlechte Idee ... die Umsetzung hätte aber einiges
mehr an Schwung verdient. Vor allen Dingen weil das Thema an sich sehr
wichtig ist und sich alle Wissenschaftler damit befassen sollten.

Dafür 2 Sterne.

Die ersten drei Viertel benötigten mangels Spannungsbogen allerdings
ein überdurchschnittliches Durchhaltevermögen. Jemanden vom Fach
stört das sicherlich weniger, da man sich an vielen kleine Details
erfreuen kann die man aus der eigenen wissenschaftlichen Arbeit kennt
alle anderen werden wohl nur durch die Hoffnung, über hunderte von
Seiten getragen, dass irgendwann doch mal noch was passieren muss.

Auf den letzten einhundert Seiten erst, kommt die Geschichte etwas
in Fahrt und das wahre Ausmaß des Plots weiß den Leser trotz allem
zu verblüffen ...
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am 3. September 2013
aber da ich mich häufig auf Bewertungen bei Amazon verlasse wollte ich doch andere warnen. Ich habe nach 10 Minuten abgestellt weil es mir einfach zu mühsam war, bei der schlechten Betonung der Story zu folgen. Kaum ein Satz, bei dem nicht mehrere Teile falsch betont wurden, Dramatik im Tonfall bei den banalsten Sachen, Relativsätze, die wie neue Sätze betont werden und insgesamt ein permanent atemloser Stil. Es kann gut sein, dass die Geschichte spannend ist aber man braucht viel Geduld um das herauszufinden.
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