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am 16. Juli 2010
Die hier vorliegende Edition des "Arthur Gordon Pym" ist jeden Pfennig wert. Sollte man auch Poes Geschichte über den Ausreißer aus Nantucket als konstruierten Blödsinn mit offenem oder gar keinen Ende abtun, so kommt man doch nicht darum den Hut vor dieser Ausgabe zu ziehen. Die Illustrationen, sie beginnen bereits auf der linken Seite des Deckelblattes mit einem Porträts Poes, sind einfach schön. Der Schriftsatz und die Gestaltung sind mehr als angenehm und die vielen Anmerkungen erleichtern erheblich das Textverständnis. Was mich endgültig überzeugt hat, waren die letzten 240 Seiten des Buches: eine Chronologie zum Werk, ein gut lesbarer Essay über die Wirkungsgeschichte des "Arthur Gordon Pym" und eine sehr aus ausführliche Bibliographie runden diese Edition ab. Also kein Vergleich zu der spröden und dämlich übersetzten Billigausgabe aus den 80er Jahre, die bis dato in meinem Bücherregal stand. marebuch hat eine wirklich schöne, ansprechende Ausgabe herausgebracht, die mir als Poe-Fan viel Freude macht. Daher fünf Punkte!
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am 27. Januar 2009
»Arthur Gordon Pym aus Nantucket« ist Edgar Allan Poes einziger und gar nicht besonders umfangreicher Roman. Es handelt sich um einen See- und Abenteuerroman, der eine dunkle Schauergeschichte enthält. Der Roman erzählt ein Abenteuer der besonderen Art - von einer dunklen, gefährlichen und mysteriösen Schiffsreise in die Antarktis.

Der Roman hat es in sich: mit einem kleinen Schiffbruch geht es los, es folgen eine schaurige Zeit, die der Erzähler, eingeschlossen im Schiffsbauch, als im wahrsten Sinne blinder Passagaier erlebt und erleidet, eine Meuterei samt anschl. Gemetzel, als bald ein zweiter Schiffsbruch, Hunger und Durst, schließlich ein kannibalisches Mahl. Endlich folgt die Rettung der Schiffbrüchigen, ihre Fahrt in arktische Gewässer, die Begegnung mit Indianern auf einer seltsamen un-weißen Insel, dein Hinterhalt, noch ein Gemetzel, die Flucht Pyms und seines Freundes Peters. Schließlich und plötzlich dann das schnelle, verstörende Ende.

Der Roman von »Arthur Gordon Pym« endet mit einem packenden und schauerlichen Finale. Am Ende von »Arthur Gordon Pym« aber steht ein unerhörtes, apokalyptisches Bild: da treiben Pym und Peters in einem alles umhüllenden weißen Nebel auf einen Katarakt zu, als vor ihnen aus den Wassern eine riesige weiße Gestalt entsteigt. Und genau hier bricht das Buch brutal und abrupt ab.

Der Roman entstand zu einer Zeit wo viele der besuchten Orte noch nicht erforscht waren - dies eröffnete natürlich der Spekulation und der Fantasie breiten Raum! Der Roman ist fragmentarisch-rätselhaft und erscheint geradezu absurd. Poe hat fast alle Ideen und fast ein Drittel des Romans wörtlich aus zeitgenössischen Berichten und Quellen übernommen. Poes vermag den Leser in seinem dunkel abgründigen Roman zu elektrisieren. Diese schätzen an ihm die spannende Handlung und all ihre grausigen Details.

Die neue, kommentierte Übersetzung von Hans Schmid legt von der Vielzahl der Deutungen Zeugnis ab, die Poes Roman hervorgerufen hat. Auf Deutsch ist jetzt die Fülle des historischen Materials nachvollziehbar, aus dem der fragmentarisch-rätselhafte Roman »Arthur Gordon Pym« einmal entstanden ist.
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am 16. Mai 2009
Die Geschichte von Arthur Gordon Pym ist legendär und war richtungsweisend zu seiner Zeit. Als Autor von Schauergeschichten hat sich E.A.Poe insbesondere mit diesem Roman einen Namen gemacht. Jules Verne fand die Geschichte dermaßen inspirierend, dass er sogar einen Forsetzungsroman schrieb, der der ursprünglichen Story in nichts nachsteht (Jules Verne "Eissphinx").
Das vorliegende Buch zeichnet sich zudem dadurch aus, dass es auch eine Biografie des Autors enthält, die einiges in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. Zudem ist das Buch in einem hochwertigen Schuber bestens geschützt und ein Kleinod, das man sich gerne ins Bücherregal stellt.
Dieses Produkt werden Menschen mögen, die Literatur mögen, die zu einer Zeit entstand, in der es auf der Welt noch echte Geheimnisse gab. Es ist für Menschen, die außerdem gerne eine detaillierte Hintergrundinformation mögen und dies alles am liebsten in einem hochwertigen Druckwerk gesammelt vorfinden wollen.
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Der einzige Roman von Edgar Allan Poe, genießt in den USA Kultstatus und ist doch so verstörend wie die Werke H. P. Lovecrafts - eine mysteriöse Reise zum südpolarem Gebiet, unwirkliche Bauten, schreckliche Geheimnisse, unglaubliche Fakten und Begegnungen und ein ungewisser Ausgang am Ende der Etappe - ein Wasserfall, welcher aus unermesslichen Höhen kommt und in bodenlose Tiefen zu stürzen scheint. Arthur Gordon Pym - zu Recht ein Buch mit Kultstatus.

Edgar Allan Poe und H. P. Lovekraft waren beide Träger von unglaublichen und skurrilen Geschichten. Beiden war eine echte Anerkennung zu Lebzeiten oftmals verwehrt und beiden war ein dunkel, mystisches Element ihrer Geschichten zu Eigen.

Die Geschichte zu Arthur Gordon Pym aus Nantucket ist ein bravouröses Stück, welches in vielen Kategorien zu Hause sein könnte. Abenteuer-/ oder auch Reisebericht, Science Fiction und dunkel Abgründiges aus der schwarz - Romantik, ebenso wie Initiationsritus und aneinandergereihte Kurzgeschichten.

Der Roman entstand zu einer Zeit wo viele der besuchten Orte noch nicht erforscht waren - dies eröffnete natürlich der Spekulation und der Fantasie breiten Raum!

Wer an Geschichten aus der Feder Edgar Allan Poes oder H. P. Lovekrafts Gefallen gefunden hat, wird mit ARTHUR GORDON PYM bestens bedient sein!

Das Buch wurde übersetzt und Herausgegeben von Hans Schmid, ein weiterer Mitherausgeber ist Michael Farin. Dieses Buch besticht zudem mit umfangreichem Illustrationsmaterial, welche der Geschichte ein nahezu undurchdringlich, düsteres Muster aufdrückt.

Diese Reise zum Südpol ist einmalig und entsprang einem Geist und einer Zeit die längst vergangen ist - wer für fantastische Literatur etwas übrig hat, wird in ARTHUR GORDON PYM einen Charakter finden, welcher seinem eigenen Charakter sehr nahe kommen könnte.

Anmerkungen, eine Chronik und Fortschreibungen der Geschichte, wie auch Poes Leseliste und eine Bibliographie runden das Buch ab.

Das dieses Buch zudem in einem Schuber geliefert wird, unterstreicht die hohe Qualität und verschafft ARTHUR GORDON PYMs Reise bestimmt einen besonderen Platz im Bücherregal.

Sehr empfehlenswert!
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am 4. August 2016
Habe das Buch antiquarisch erstanden und war sehr erstaunt, statt nur eines Romans, ein quasi literaturwissenschaftlich aufbereitetes Werk zu bekommen. Ich lasse eine inhaltliche Beurteilung oder Zusammenfassung weg, da ich niemandem die Freude der eigenen Lektüre verderben will. Aber, neben einer unglaublichen Zahl von Fußnoten und Erklärungen zum Text der Herausgeber und Übersetzer, sowie entsprechenden Verweisen auf andere Übersetzungen oder Bearbeiter, finden sie verschiedenste Illustrationen älterer Ausgaben, sowie 3 Fortschreibungen des Textes sowie Poe's Leseliste (aus deren Titeln er offenbar, wie auch andere zeitgenössische Autoren, wacker zitiert hat). Eine umfangreiche Bibliographie zu Poe und Pym beschließt das Buch. Das Buch hat mich neugierig gemacht, eine der älteren Ausgaben im Vergleich zu lesen und darüber hinaus ein wenig tiefer in die klassische amerikanische Literatur des 19. Jahrhunderts einzusteigen.
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am 19. März 2009
Wer diesen Roman ernst nimmt, hat schon verloren, denn er wird vom Autor getäuscht, von der ersten bis zur letzten Seite.

Poe hat sich in der Romanform nicht wirklich wohl gefühlt, das verrät schon die interessante Entstehungsgeschichte des Buchs: Es ist geschrieben worden, um damit Geld zu verdienen. Die Kurzgeschichten, die er für gewöhnlich schrieb, brachten nicht genügend ein. Was geschieht nun, wenn ein Autor wie Poe den Versuch unternimmt, einen kommerziell erfolgreichen Roman zu schreiben?

Der Ich-Erzähler schifft sich aus Abenteuerlust als blinder Passagier ein und muss sich tagelang unter Deck in drangvoller Enge und bei Dunkelheit verstecken. Man begegnet einem für Poe typischen Motiv, der Angst vor dem Lebendigbegrabensein. Es folgen eine Meuterei, schweres Gemetzel, Seenot und glückliche Rettung. Dann ein merkwürdiger Bruch in der Erzählung: Plötzlich liest man naturkundliche Beschreibungen, nautische Fachsimpeleien, Seefahrtshistorie. Eigentlich hat der Autor seine Geschichte zu Ende erzählt, aber er schreibt trotzdem weiter. Und weil ihm grade nichts mehr einfällt, kopiert er ganze Textstrecken aus anderen Büchern. Dabei kann er noch nicht einmal auf eine besonders große Referenzbibliothek zurückgreifen. Poe ist ein armer Mann, und die paar Bücher über Seefahrt, die ihm zur Verfügung stehen, müssen reichen. Sie werden bedenkenlos geplündert. Die Lustlosigkeit ist so offensichtlich, dass man davon ausgehen muss: Sie wollte bemerkt werden.

Schließlich, im dritten Teil des Romans, nähert sich die Reise mehr und mehr dem Südpol an. Ein unbekanntes Volk taucht auf: schwarze Menschen mit schwarzen Zähnen, die in Erdlöchern hausen. Sie zeigen sich erst freundlich, erweisen sich dann aber als grausame Meuchler. Den Ich-Erzähler verschütten sie unter einer Gerölllawine. Die Art, wie er dort eingeschlossen ist, erinnert erneut an die Situation des Lebendigbegrabenseins. Es folgen merkwürdig ausführliche Landschaftsschilderungen, sogar mit Skizzen illustriert, die an Buchstaben einer unbekannten Sprache erinnern.

Vögel, die einen geheimnisvollen Laut von sich geben, den auch die Eingeborenen in ihrer Sprache verwenden, merkwürdige Zeichen, die in die Landschaft geschrieben sind, all das ist Humbug, es ist ein Witz.

Dann Befreiung, Weiterfahrt in Richtung Südpol, merkwürdige Lichterscheinungen am Himmel, Ascheregen und gegen Ende eine übergroße Gestalt, die sich aus dem Meer erhebt.

Zunächst möchte man annehmen, hier würde eine besonders rätselhafte und verworrene Geschichte geschildert. Durch die Deutung der Hinweise und Indizien, müsste es möglich sein, hinter den Sinn zu kommen. Aber einen Sinn gibt es nicht. Der Roman ist ein schlechter Witz, der Witz eines Schriftstellers, der sich über seine unterhaltungsuchenden Leser lustig macht. Das, und nur das ist die Stärke des Buchs. Im Nachwort heißt es, die letzten drei Kapitel der Erzählung seien verloren gegangen. Es werden Gründe genannt. Aber die Vermutung, Poe hätte eine Fortsetzung geplant, ist falsch. Er hat vielmehr die Schraube so lange angedreht, bis nichts mehr geht. Seine Geschichte lässt sich überhaupt nicht sinnvoll zu Ende erzählen. Er hat sie absichtlich gegen die Wand gefahren.

Wenn dieses Buch eine Botschaft hat, dann Provokation: "Ihr wollt einen spannenden Roman lesen? Hier habt ihr ihn!" Aber der Leser bekommt nicht das, was ihm versprochen wird. Er erhält eher eine verkappte Satire. Man könnte auch von absichtsvollem Scheitern reden, oder von einem literarischen Lausbubenstreich.

Vermutlich gibt es viele Interpreten, die sich ausführlich mit der in den letzten Kapitel auftauchenden Symbolik beschäftigt und Deutungsversuche angestellt haben. Diese Leute, muss man leider sagen, haben sich von Edgar Allan Poe veralbern lassen.
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