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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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4,3 von 5 Sternen
Das Bildnis des Dorian Gray (Edition Anaconda, Lesebändchen)
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:4,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 21. Juli 2016
Meine Meinung:
Dieser Roman ist nicht ohne Grund ein Klassiker, denn man auch heute noch wunderbar diskutieren kann. Ich habe dieses Buch innerhalb des Buchclubs gelesen in dem ich bin, und er sorgte für reichlich Gesprächsstoff vor allem wegen des damals brisanten Themas der Liebe zwischen Männern.

Es geht in der Geschichte nicht nur um ein echtes Bild sondern auch um ein metaphorisches Lebensbild von Dorian Gray, denn wir als jungen Mann kennen lernen und dann auf seinem Lebensweg eine ganze Weile begleiten, Dorian war ein wirklich spezieller Protagonist, er wirkte stets naiv und egoistisch, doch war es zu Beginn noch eine jugendliche Naivität die man erst mit dem bereisen der Welt ablegt, so entwickelt er sich im Erwachsenenalter immer mehr zu einem egoistischen weltfremden Menschen.

Er lässt sich immer wieder von Lord Herny beeinflussen und unbewusst lenken. Dieser scheint zunächst ein philosophischer und kluger Mann zu sein, wirft er doch mit Lebensweisheiten und Phrasen nur so um sich, doch je mehr die Geschichte voran schreitet desto deutlicher wird, dass hier mehr Schein als Sein ist. Lord Herny war für mich allerdings einer der besten Protagonisten im Buch. Nur Basil, den Künstler, mochte ich noch mehr, weil er der Einzige war, der mit dem Herzen die Menschen betrachtete und dies dann auch bitter bezahlen musste.

Immer wieder schleicht sich ins Buch das Thema der Liebe und Zuneigung unter Männer, ein Thema, dass zur damaligen Zeit äußerst heikel und mit dem Aufenthalt im Zuchthaus bestraft wurde. Selbst Oscar Wilde musste sich vor Gericht verantworten bezüglich der Vorwürfe, wobei eben dieses BUch als ein Beweismittel galt. In diesem Kontext gewinnt ein Werk wie dieses nochmal an Anerkennung und Interesse, denn obwohl er wusste, was passieren kann, hat er es dennoch veröffentlicht.

Ich muss gestehen, dass ich die Übersetzung aus der Anaconda-Ausgabe gelungen fand, dennoch gab es immer wieder Kapitel oder Phasen im Buch durch die ich mich geschleppt habe, weil sie mich einfach nicht begeistern konnten, oder eben zu langatmig waren. Das Ende hat mich dann dennoch überrascht und es passte stimmig zur Atmosphäre des Buiches.

Fazit:
Ein Klassiker, der mit Recht noch heute gelesen werden sollte, nicht nur wegen der darin angesprochenen Tehemn, sondern auch wegen der bekannten Lebensweisheiten die Lord Henry immer wieder zum Besten gibt. Unterhaltung pur für jeden Liebhaber von Literatur aus einer Zeit wo "Dandys" an der Tagesordnung standen.
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am 29. September 2015
Kurzbeschreibung:
Der Künstler Basil Hallward erklärt den Jüngling Dorian Gray zu seiner Muse und erschafft, durch dessen Anblick inspiriert, das perfekte Bild. Lord Henry, ein Freund von Basil, verlangt daraufhin den schönen jungen Mann auf dem Bild persönlich kennenzulernen. Durch das Zusammentreffen wird Dorian auf die Vergänglichkeit seiner Jugend aufmerksam gemacht und er fängt an sein Porträt zu beneiden. Dieses wird - im Gegensatz zu ihm - nie altern. Er äußert den verhängnisvollen Wunsch: das Bild möge an seiner Stelle vergreisen ohne zu ahnen, was er damit heraufbeschwört ...

Meine Meinung zum Buch:
Oscar Wildes Roman ist eine Gesellschaftskritik des 19. Jahrhunderts par excellence. Den Hauptprotagonisten Dorian Gray würde man heute als Lebemann oder Playboy bezeichnen. Zu Beginn des Buches ist er noch recht unbedarft und voller naiver Jugendlichkeit. Dies wandelt sich als er auf Lord Henry Wotton trifft, der zynisch und herablassend auf die Welt blickt. Gray fühlt sich von Lord Henrys Sichtweisen magisch angezogen und verfällt einem Lebensstil, der von Völlerei beherrscht wird. Durch die Gewissheit, dass jede seiner Verfehlungen nur sichtbar in seinem Porträt wahrgenommen werden, verliert Dorian jeglichen Sinn für Moral und sein Gewissen.

Wildes Schreibstil ist eine beeindruckende Prosa. Die Erzählform steckt voller Parabeln, die so wundervoll ausgearbeitet sind, dass der Leser genüsslich in seinen Lesesessel sinkt.

Beispiele:
"Die Erfahrung hat keinerlei ethische Bedeutung. Sie ist nur das Firmenschild, das die Menschen ihren Irrtümern anhängen."

"Das Gehirn hatte seine eigene Nahrung, mit der es sich mästete, und die durch den Schrecken grotesk gemachte Einbildungskraft krümmte sich vor Schmerz wie ein lebendes Wesen, tanzte wie eine widerwärtige Marionette in einer Schaubude und grinste durch bewegliche Masken hindurch."

Lord Henry über gute Vorsätze:
"Sie sind bloße Schecks, die man auf eine Bank ausstellt, bei der man kein Konto hat."

Mein Lieblingssatz;
" Kinder fangen damit an, ihre Eltern zu lieben; wenn sie älter werden, sitzen sie über ihnen zu Gericht, manchmal vergeben sie ihnen auch."

So betörend Wildes Prosa auch ist, besticht dieser Roman vielmehr durch die Provokation. Homosexualität, die Kritik am Schönheitswahn, an der arrangierten Heirat und an der Maßlosigkeit der Oberschicht sind nur einige der Themen, die angesprochen werden.

Das Ende besticht durch Wildes Einfallsreichtum und ist, für die damalige Zeit, ein absoluter Geniestreich.

Lediglich die Langatmigkeit eines Kapitels, wo Grays Reichtümer aufgezählt wurden, haben bei mir zu einem halben Punkt Abzug geführt.

Fazit:
Absolute Leseempfehlung! Wilde hält der Gesellschaft den Spiegel vor und hat damit eine zeitlose Geschichte, um einen selbstverliebten Schönling erschaffen, die zum aktuellen Photoshop- und Selfiewahn passt. 4,5 von 5 Sterne.
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am 26. Januar 2016
Ich wollte diesen Klassiker der Weltliteratur schon länger lesen.
Das habe ich jetzt auch und die Geschichte hat durchaus ihre Reize.
Sie spielt in einer völlig anderen Zeit (in der Gleichberechtigung ein Fremdwort ist) in der Londoner Oberschicht.
Und diesen Einblick in ein anderes Weltbild fand ich sehr interessant.
Nachdem das Werk schon einige Jahre auf dem Buckel hat, sollte man meinen es existieren bereits perfekte deutsche Übersetzungen.
Aber die Mängel, die in dieser Version passiert sind, sind für mich unfassbar. Dabei sind es nicht nur Rechtschreib- oder Grammatikfehler: den Vogel hat für mich abgeschossen, als im Text plötzlich statt Dorian Donau(!) stand. Wie so etwas freigegeben werden kann ist mir echt unerklärlich. Gibt es bei Gratis Kindle - Versionen denn niemanden der gegenliest !?!?!??
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am 12. Mai 2017
Die Geschichte handelt von Dorian Gray der ein Portrait von sich malen lässt. Im Gegensatz zu seinem Körper altert sein Abbild auf der Leinwand und zeigt andere unschöne Einzelheiten auf je mehr sündhafte Taten Dorian begeht. Das Gemälde treibt ihn nach und nach in den Wahnsinn und letztendlich sogar in den Tod. Oscar Wilde schreibt mit einer Wortgewalt die unvergleichlich ist. Die einfachsten Dinge und Gedanken umschreibt er in fast poetischer Weise. Der Leser wird ein ums andere mal in Erstaunen versetzt.
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TOP 500 REZENSENTam 22. Oktober 2014
Dorian Gray, ein schöner junger Mann lässt sich von einem Maler porträitieren. Als er sein Bildnis erblickt, wünscht er sich, sein Körper und sein Gesicht würden niemals altern, sondern an deren Stelle das Gemälde. Der Pakt mit dem Teufel nimmt seinen Lauf, als Dorian nach einer grausamen Beendigung einer Liebesbeziehung entdeckt, dass sein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Er lebt unaussprechliche Sünden aus und altert nie, was ihm die gesellschaftliche Anerkennung und Gemeinschaft garantiert.
Liebe, Schmerz, Hoffnung und Verzweiflung, die Furcht der vergehenden Jugend, das Altern und die Vergänglichkeit, die Katastrophe, der Tod, alles findet sich in diesem Roman.
Oskar Wilde schafft eine Kritik der Dekadenz, die nicht genießt, sondern schwelgt und verschwendet.
Die Sprache ist sehr schön und grenzt bisweilen an Poesie. Jede Zeile zitierfähig und spritzig. Ein wahres Meisterwerk!
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am 8. April 2016
Dorian Gray lässt sich von Basil Hallward malen und verliebt sich so sehr in seine im Bild dargestellte Schönheit, dass er sich wünscht, das Bild möge an seiner Stelle altern. Zunächst völlig unverdorben, jedoch trotz Basil Hallwards Warnungen beeinflusst von Lord Henry Wotton, seine Leidenschaften und Neigungen auszuleben, muss er aber bald erkennen, dass das Bild auch seine negativen Eigenschaften, wie zum Beispiel Grausamkeit, widerspiegelt...

Dies ist eine urheberrechtsfreie und daher kostenlose Ausgabe. Das ist an sich sehr schön, aber Rechtschreibung und Grammatik sind teilweise katastrophal und machen die ohnehin weitschweifigen - wenn auch durchaus noch aktuellen - Dialoge recht schwer lesbar; zudem kommt das Buch schleppend "in Gang".

Ein paar Negativbeispiele: So ist jemand z. B. "scharmant", oder es heißt "ich versichere Sie" statt "ich versichere Ihnen" - hier wohl eine zu direkte Übersetzung aus dem Englischen. Die Liste ließe sich leider recht lang fortsetzen, daher nur drei Sterne. Vielleicht sollte man besser eine andere Ausgabe wählen.
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am 5. März 2015
Das Buch von Oscar Wilde finde ich sehr gut, spannend und inspirierend. Wenn mir auch zeitweilig einige Kunstbeschreibungen (z.B. in Kapitel 11) doch etwas zu ausschweifend und langatmig waren und mir auch der Bezug zur Geschichte fehlte. Ansonsten habe ich die detailreichen und phantasievollen Beschreibungen der Umgebung sehr geschätzt und sprachlich als unglaublich ausgefeilt empfunden.
Null Sterne für die Kindle-Version. Zeitweilig hatte ich das Gefühl, dass es sich um eine maschinelle Übersetzung gehandelt hat. Ich habe parallel die englische Version gelesen, da manche Sätze in der deutschen Version fast schon unverständlich waren. Ausserdem wimmelt es von Tippfehlern. Verstehe nicht, wie ein Verlag so eine Version freigeben kann. Das ist schon peinlich denn es hätte mit einem Rechtschreibkorrekturprogramm leicht behoben werden können...
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am 6. April 2015
Der Stil des Buches bedurfte einer Eingewöhnung.
Schließlich stammt die Geschichte aus ca. 1890. Aber als ich mich daran gewöhnt hatte, fand ich es sehr interessant, einen Einblick in diese Zeit zu haben. Die Düsternis einerseits und das Leben der Reichen andererseits.
Von der Geschichte des Buches hatte ich von jemandem gehört, der den Film gesehen hatte. Ein Spiegel, der die Spuren des Lebens zeigt und der Porträtierte selbst immer so jung und schön ist wie zu der Zeit, als das Bild bemalt wurde.
Ich gehe jetzt gar nicht näher auf die Geschichte ein ... doch ich möchte einfach mitteilen, dass das Buch absolut lesenswert ist, und wirklich nicht zu Unrecht als KLASSIKER gilt.
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am 8. Mai 2013
Es ist das schönste Buch, das ich je gelesen habe.
Genau die richtige Mischung von Grusel, Erstaunen, Liebe, Hass...
Ich finde es keine Sekunde langweilig und bin ganz ehrfürchtig, wenn ich lese, wie Wilde Sätze bildet, die mich nachhaltig berühren.
Ich bin nicht in der Lage in Worte zu fassen, wie er schreibt...daher hier meine absoluten Lieblingszitate aus Dorian Gray...

Zitate aus „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde, Anaconda Verlag, Ausgabe 2009

"Lord Henry ging in den Garten hinaus und sah, wie Dorian Gray sein Gesicht in den großen, kühlen Fliederblüten vergrub und fieberhaft ihren Duft trank, als wäre es Wein."
Seite 31

"Hinter allem Erlesenen in der Welt lag etwas Tragisches. Welten mussten in Wehen liegen, damit die kleinste Blume erblühen konnte…
Und wie bezaubernd er beim Essen am Vorabend gewesen war, als er ihm, mit staunenden Augen und vor ängstlichem Entzücken halb geöffneten Lippen, im Klub gegenüber gesessen hatte und die roten Kerzenschirme das erwachende Wunder seines Gesichts in ein noch tieferes Rosa tauchten. Sich mit ihm zu unterhalten war, wie auf einer kostbaren Geige zu spielen. Er reagierte auf jede Berührung und jedes Zittern des Bogens…"
Seite 49/50

"Die Vorübergehenden blickten verwundert auf den mürrischen, schwerfälligen jungen Mann in schlecht sitzenden Kleidern, der sich in Begleitung eines so anmutigen, vornehm aussehenden Mädchens befand. Er glich einem einfachen Gärtner, der mit einer Rose spazieren geht."
Seite 87

„Das schon“, unterbrach Dorian. „Du musst zugeben, Harry, dass die Frauen den Männern das wahre Gold ihres Lebens schenken.“
Seite 105

Ich werde es immer wieder lesen.
Diese Übersetzung hier ist meines Erachtens die Beste!
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am 16. Juni 2015
Habe dieses Buch auf mein Kindle runtergeladen, weil es umsonst war :D

Muss aber sagen, dass es sich super liest. Kann allerdings verstehen, warum es "Deutschunterricht-Lektüre" ist. In meinem Hinterkopf habe ich auch immer die Stimme meines Deutschlehrers gehört, der mich intensiv gefragt hat, was das jetzt zu bedeuten hat, was der nette HErr Wilde da so schreibt. Aber wenn man erstmal im Lesefluss ist, kann man diese innere Stimme super ignorieren & sich voll auf die Handlung & nicht auf Interpretationskram fokussieren.

Solche Bücher versauen im Deutschunterricht allerdings die Lust auf freiwillige LEktüre von solchen "alten Schinken".
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