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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
201
4,4 von 5 Sternen
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am 9. Dezember 2008
...obwohl, noch nicht mal Readers Digest hat sich bislang getraut, einen Klassiker der Weltliteratur bis zur Unkenntlichkeit derart zu kürzen und umzuschreiben wie hier geschehen.Ich zitiere mal aus dem Nachwort: "Der Schwab wurde vielfach gekürzt und bearbeitet, so auch in der vorliegenden Ausgabe, die nur Sagen des ersten Bandes enthält. Auch von diesen wurden einige ausgelassen...Die aufgenommenen Sagen sind sämtlich gekürzt und sprachlich bearbeitet worden..."

"Bearbeitet" ist gut, nach der hier vorgenommenen sprachlichen und inhaltlichen Komplettamputation bleiben beispielsweise von der Prometheus-Saga 4 Seiten, von Ödipus 15 Seiten, von Orpheus 4 Seiten und von Tantalos 1,5 Seiten übrig. Selbst der legendäre Halbgott Herakles muss sich mit 40 faden Seiten begnügen. Dementsprechend uninspiriert und langweilig liest sich das dann auch. Fast stichwortartig werden die Heldentaten der Protagonisten runtergeleiert wie das Kleingedruckte in einem Versicherungsvertrag. Zu keinem Zeitpunkt kommt so etwas Ähnliches wie Spannung auf. Als kleines Beispiel hier nur mal die "überaus packende" Darstellung des "Kampfes" des Theseus gegen den Minotaurus:

"Ariadne gab Theseus ein Zauberschwert, womit er das Ungeheuer töten könnte. So geschah es."

Tja und das war er auch schon, der legendäre Kampf - da bleibt einem doch die Spucke weg.

Wichtige Anmerkung zum Schluss: Meine Rezension bezieht sich nur auf die Arena-Ausgabe mit 215 Seiten und der ISBN-Nummer: 3401056980. Leider hat amazon meine Rezension bei mehreren zwar gleichnamigen, aber inhaltlich sehr unterschiedlichen Ausgaben von "Die schönsten Sagen des klassischen Altertums" veröffentlicht
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am 17. August 2012
Zu Schwabs Text möchte ich nichts sagen. Mir geht es um die Ausgabe. Ich beziehe mich auf das Buch mit der ISBN 978-3866476875 vom Anaconda Verlag. Leider vermischt AMAZON die Rezensionen und auch Inhaltsbeschreibungen sämtlicher Ausgaben aller Verlage von Schwabs Mythen. Die sind mittlerweile kostenlos digital verfügbar, und in Dutzenden Publikationen sehr preiswert zu haben.
Den Wert einer Ausgabe dieses Werkes macht für mich aus, ob es ein brauchbares Inhaltsverzeichnis gibt, und noch viel wichtiger: einen Index bzw. ein Stichwortverzeichnis.
Ersteres ist ordentlich vorhanden, letzteres fehlt völlig. Bei über tausend Seiten und gefühlt ebenso vielen Namen im Werk steht und fällt mit dem Verzeichnis einschließlich der Stellenangaben für mich der Wert der Ausgabe. Bedauerlicherweise wird im "Blick ins Buch" eine Ausgabe mit einem hervorragenden Index gezeigt, der dann im gekauften Buch gar nicht vorhanden ist. Habe das Buch wegen dieses fehlenden,aber beworbenen Produktmerkmals zurückgeschickt.
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Wie sehr Erwartungen und Blickwinkel unser Urteil beeinflussen, lässt sich schön an dieser Lesung der Sagen des klassischen Altertums zeigen. Wer mit Kürzungen wenig anfangen kann und alle drei Bände kennt, in denen Gustav Schwab die erhaltenen Mythen des griechischen und römischen Altertums sammelte, wird die Komprimierung auf 1231 Minuten kaum ertragen. Und wenig Freude werden auch Hörer haben, die Sprecher mit ausgeprägtem Hang zur Dramatisierung mögen. Mein Zugang zu diesem Audiobuch war jedoch ein völlig anderer. Ich finde es schon erstaunlich, wenn sich beim heutigen Informationsangebot jemand die Zeit nimmt, über zwanzig Stunden lang Erzählungen anzuhören, mit denen man bei Cocktailpartys kaum als gern gesehener Unterhalter gilt. Gähn, hatten wir doch irgendwann in der Schule. Selbst der Hinweis, dass so große Geschichtenerzähler wie Steven Spielberg oder Georg Lucas den klassischen Sagenschatz zu den wichtigsten Kulturgütern zählen und ihre eigenen Storys nur Varianten seien, reicht als Motivation nicht aus, sich in die drei Bände von Gustav Schwab zu vertiefen. Also was tun? Sich damit abfinden, dass uns Zeit und Interesse fehlen, diesen Schatz näher kennenzulernen oder ihn in einer zeitgemäßen Form zugänglich machen?

Die Bearbeitung und Kürzung finde ich deshalb geglückt, weil alles Wesentliche erhalten bleibt. Das heißt, wir lernen die gesamte Götterwelt kennen, die Argonauten, Theseus, Ödipus, Herakles, die Helden von Theben und natürlich das ganze Geschehen rund um Troja sowie die Irrfahrten des Odysseus. Auf CD 15 und 16 begegnen wir schließlich noch Äneas und seinem Umfeld. Zudem finden sich auch zahlreiche Sagen, an die sich selbst Hörer mit einem prall gefüllten Bildungsrucksack kaum erinnern werden. Um ein möglichst großes Publikum zu erreichen, ist es oft unvermeidlich, ein Stück zu kürzen. Einmalige Aufführungen eines Gesamtwerks vor eingeweihten Spezialisten bringen auch dem Autor wenig. Du sollte jemand nach 1231 Minuten noch nicht genug haben, die vollständige Heraklessage erfahren wollen oder sich für das kleinste Detail eines Schlachtgetümmels interessieren, ist es ja nicht verboten, seine Nase in die dreibändige Sammlung zu stecken.

Geteilter Meinung kann man auch zur Wahl der Sprechers sein. Denn Hanns Zischler ist nicht Rufus Beck. Aber Odysseus ist auch nicht Harry Potter. Der in Nürnberg geborene Film- und Fernsehschauspieler Hanns Zischler lässt sich bei dieser Lesung nicht zu einer Dramatisierung des Geschehens hinreißen, die Vergangenem neues Leben einhauchen soll. Im Gegenteil, er ordnet sich dem Text so unter, dass ich beim Hören oft das Gefühl hatte, ich müsse diese Trockenheit mit meiner eigenen Fantasie beleben. Störte es mich zu Beginn der Lesung noch, dass mich der Sprecher dazu zwang, die Szenerien selber zu dramatisieren, kam ich bereits bei der Argonautensage zur Ansicht, Hanns Zischler mache mir mit seinem Konzept einen Gefallen. Denn mit seiner Zurückhaltung beim stimmlichen Interpretieren überlässt er Gestaltung und Deutung seinem Publikum.

Mein Fazit: Einfacher und günstiger kann man wohl mit den Sagen des klassischen Altertums nicht Bekanntschaft schließen. Und dass sich solche Begegnungen mir unserem Kulturerbe lohnen, rufen uns auch die großen Geschichtenerzähler von Hollywood in Erinnerung. 1231 Minuten, 30 Euro und ein Erzähler, dessen Stimmer dem Hörer genügend Raum für die eigene Fantasie lässt.
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am 11. Dezember 2011
Habe ich etwas verpasst oder werden Rezensionen zu unterschiedlichen Ausgaben auf Amazon jetzt einfach zusammengefasst und damit völlig wertlos? 31 Rezensionen zu völlig unterschiedlichen Artikeln, ob Hörbuch, diverse gebundene oder Taschenbuchausgaben. Ich blicke da nicht mehr durch.
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am 29. Januar 2003
Das ist sozusagen eine "Best of" Ausgabe. In einem flüssig lesbaren Stil und nicht zu dick bietet dieses Büchlein einen guten Einstieg und Überblick der wichtigsten griechischen Sagen, die man einfach kennen sollte, legt man Wert auf eine gute Allgemeinbildung. Wer allerdings bereits im Vorfeld schon weiß, dass ihn dieses Thema mehr als nur oberflächlich interessiert, der hole sich bitte die drei Einzelbände (sprich die Komplettausgabe). Reclam führte mal eine Weile lang alle Zusammen - leider jetzt nur noch in drei Bände.
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TOP 500 REZENSENTam 2. Februar 2014
Selbst wenn man nichts mehr mit der Schule zu tun haben möchte, sich aber noch an die eine oder andere Geschichtsstunde erinnert, sollte dieses Buch lesen. Hier findet man alle bekannten Sagen wie Hercules, der Trojanische Krieg, die Irrfahrten des Oddyseus und viele mehr.
Gustav Schwab schafft es, durch seinen Sprachstil dem Leser des 21. Jahrhunderts diese Sagen in einem relativ aktuellen Deutsch rüber zu bringen, so dass an manchen Stellen richtig Spannung aufkommt und man gar nicht aufhören möchte zu lesen.
Dadurch, dass jede Sage einzeln aufgeführt ist, hat man die Wahl, sich die gewünschten auszusuchen. Man kann aber auch von vorne beginnen... zwar gibt es schon die eine oder andere langatmige Passage, aber das ist leicht zu verschmerzen.
Für mich ein Klassiker, den man gelesen haben muss, daher 5 Sterne!
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Gustav Schwabe war Professor für alte Sprachen am "oberen Gymnasium" in Stuttgart und dadurch prädestiniert für das Werk, durch das er bis heute -zurecht- bekannt ist: Die Sagen des klassischen Altertums. Von 1838 - 40 hat er die großen Epen der Antike übersetzt, von grausamen Schilderungen und und erotischen Passagen gesäubert und sie dann für die Jugend in der hier vorliegenden Fassung vorgelegt: ein Hochgenuss.
Allerdings muss man beachten, dass die heutigen Jugendllichen mit dieser klassischen Sprache evtl. Probleme haben werden - voll echt, ey Alter! Allerdings verführt sie vielleicht doch der spannende Inhalt dazu, sich dieser Herausforderung zu stellen; und Eltern sollten zu Beginn Hilfestellung leisten. Es lohnt die Mühe!
Da es sich um ein Werk mit 640 Buchseiten handelt, das vor Informationen über Schauplätze und handelnde Personen schier birst, ist es wahrscheinllich zu empfehlen, es nicht in einem Rutsch zu lesen, sondern einzelne Kapitel auszusuchen. Und damit bin ich bei den Vorzügen der digitalen Version:
1. Das Buch enthält ein Inhaltsverzeichnis, durch das man schnell alle gewünschten Stellen im Buch aufsuchen kann.
2. Durch die Suchfunktion ist es möglich, gezielt Informationen über Götter und deren Handlungen zu finden, die natürlich über das ganze Buch verteilt sind. Auch erleichtert sie herauszufinden, in welcher Beziehung zueinander die Personen stehen. Da kann man leicht mal etwas vergessen oder noch gar nicht gelesen haben
3. Die Möglichkeit der Markierung von Textstellen und anzufügenden Kommentaren vertiefen das Verständnis.

Fußnoten: Vom Autor oder Herausgeber angefügte Fußnoten sind in einer grauen Schrift angezeigt, damit sie sich gut vom fließenden Text abheben, da sie eben nicht am Fuß der Seite stehen, was durch die Schriftgrößenänderung nicht funktionieren würde, denn manche Seite würde dann "fußlos" enden oder den Fuß in der Leibesmitte haben. Das ist angenehm, muss man nicht erst wieder die Textstelle finden, auf die sich die Fußnote bezieht.
Das Buch schließt mit einem Anhang bestehend aus 14 Sagen, die der Herausgeber der 14. (!) Auflage, Gotthold Klee, 1881 stilistisch adäquat geschrieben hat.
Dank an Amazon, uns diesen zeitlosen Text in der digitalen Form zur Verfügung zu stellen - und noch dazu GRATIS!!!

Anmerkung: Alle Kindle-Benutzer sind natürlich auf die Leser neidisch, die Texte nur wahrhaftig aufnehmen können, wenn sie ein Buch in der Hand halten. Da ist kostenloses Armtraining inbegriffen, vor allem, wenn man auch noch die gebundene Ausgabe wählt. Mir reicht es allerdings, den Hirnmuskel zu trainieren.
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am 5. März 2016
Ich wollte mal wieder etwas lesen, was mich mit der Geschichte der Menschenheit zu tun hat, und nicht immer nur reine Fantasy-Bücher.
Und ich muss sagen, ich bin begeistert. Die Sagen sind super geschrieben und die Bilder dazu sind einfach eine weitere Bereicherung.

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, der sich mit dem Thema alterümlicher Sagen auseinandersetzen möchte.
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am 18. März 2015
...des klassischen griechischen Altertums in der Fassung
und Übersetzung aus 1840 sind heute noch
sehr gut zu lesen und prägen das Bild des alten
Griechenlands und das Wirken der Götter im deutschsprachigen Raum
maßgeblich.

Die Sagen von Herakles (Herkules), die Darstellung
des zehnjährigen Krieges um Troja sowie das Schicksal
der Helden im Anschluss an den trojanischen Krieg sind
meisterhaft.

Nicht zu vergessen, dass durch die überlebenden und
vertriebenen Trojaner das Römische Reich begründet
wurde...

Die vorliegende Kindle-Fassung ist durchweg gut gelungen!
Empfehlenswert
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am 17. August 1999
Gustav Schwabs Sammlung der Sagen des klassischen Altertums gehört zu den Klassikern und Standardwerken, wenn es um die griechische oder römische Mythologie geht. Und das nicht zu Unrecht. Aus antiken Quellen hat der Autor recherchiert und dabei in diesem Buch die schönsten Sagen zusammengestellt. Schwerpunkte des Werkes liegen bei den Heldentaten des Herakles und auf den Taten rund um Troja. Aber auch die Oedipus-Sage oder die der Argonauten wird von Schwab unnachahmlich vorgestellt und erzählt. So lernt der Leser viel über die Sagen und Mythen der Griechen, gleichzeitig tritt ihm aber auch die Lebenswelt der Griechen mit ihren Moral- und Ehrenvorstellungen entgegen. Das alltägliche Leben bekommt man nebenbei erzählt und schöpft so noch sehr viel mehr aus dem Stoff als nur die Geschichten, für die es aber auch schon Wert ist, das Buch zu lesen. In der Ausgabe des Gondrom Verlages kommt diese Sammlung auch gleichzeitig noch zu einem sagenhaft günstigen Preis an den Leser und das macht es um so empfehlenswerter, dieses Buch zu besitzen und zu lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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