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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
54
4,2 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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am 18. April 2012
Der Roman schildert in äußerst realistischer Weise familiäre Interna, angefangen mit
der familiären Privatsphäre über das teils schillernde gesellschatliche Umfeld in den aristokratischen Kreisen.
Russische Traditionen,soziale Anschauungen im Zusammenhang mit betriebs-wie auch volkswirtschaftlichen Betrachtungen und Bewertungen ergänzen die thematische Vielfalt, die das gelungene Werk so lesenswert machen.
Traurig-Tragisches wie erfreulich glückliches hinsichtlich vieler Einzelschicksale
wechseln sich ab, so daß das Werk nie an Spannung entbehrt.
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am 3. November 2016
Diesen wunderbaren Roman habe ich als Geschenk bestellt. Kennengelernt habe ich Anna Karenina über das Radio, als das Buch vorgelesen wurde - phantastisch - spannend - berührend! Das muss man gelesen haben!
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am 30. Mai 2017
habe dieses Buch in russisch gelesen und wollte es immer schon,als Vergleich mal in der deutschen Übersetzung lesen. Bin gespannt, ob es an das Original herankommt, Danke
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am 7. März 2017
Sehr gut verarbeitet, ich finde es hat ein schönes Cover und die Seiten sind angenehm griffig und nicht zu dünn wie es oft bei dicken Büchern der Fall ist. Kann es jedem nur empfehlen.
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am 4. Dezember 2012
Meiner Rezension bezieht sich auf die gebundene Ausgabe mit der Übersetzung von Herrn Röhl. Mir hat der Stil der Übersetzung sehr gut gefallen, allerdings hatte ich vergessen was für ein Wälzer Anna Karenina wirklich ist, da ich eine sehr alte Ausgabe des Buches noch von meinen Eltern besaß mit hauchdünnem Papier. Der Leser tut also gut daran sich zu überlegen welche Ausgabe er nun wirklich kauft!

Noch eine Anregung an Amazon, es wäre wesentlich übersichtlicher für jemanden der für seine Kaufentscheidungen die Rezensionen benützt, wenn sie genau unter dem Produkt befinden für das sie ursprünglich gedacht waren! Ich fange nichts mit einer Rezension z.B. über die Kindle Ausgabe an, wenn ich sie unter einer komplett anderen Ausgabe habe. Wenn die Rezension zu einem Kindle Produkt suche muss ich mich oft erst durch die Buchrezensionen wühlen bevor ich die richtigen Buchrezensionen finde. Wobei das mit Kindle nur ein Beispiel ist, oft sind die Rezensionen zusammengewürfelt und beziehen sich auf verschiedene Ausgaben. Wäre günstig wenn Amazon das ändern könnte, Danke!
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am 4. Mai 2016
Ein Geschenk, der mit Begeisterung aufgenommen war.
5 Sterne. Ein Klassiker von L. Tolstoi , muss man nicht viel weiter sagen.
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am 11. März 2012
Mit diesem Satz beginnt Tolstois Werk der Weltliteratur "Anna Karenina" und er ist zugleich die beste und kürzeste Zusammenfassung, die es gibt.
Tolstoi zeichnet ein Portrait von drei Ehen bzw. Beziehungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Das Buch beginnt mit den Oblonskijs, die unzufrieden in ihrer Beziehung sind. Stiwa flüchtet sich in Seitensprünge und lebt auf verschwenderischem Fuße während Dolly sich um die Kindererziehung kümmert und sich um das Auskommen der Familie sorgt.
Ihnen gegenübergestellt sind die Karenins. Alexej ist ein hoher Beamter, der seinen Beruf sehr ernst nimmt und sonst ein eher verschlossener Mensch ist. Seine Frau Anna verliebt sich Hals über Kopf in Wronskij und sieht für sich keine Zukunft mehr in ihrer Ehe mit Karenin. Obwohl ihr ein Leben als gesellschaftliche Außenseiterin bevorsteht verlässt sie ihren Mann und muss ihren Sohn Serjoscha zurücklassen und stürzt sich in eine zunächst leidenschaftliche Beziehung zu Wronskij.
Kitty heiratet den Gutsbesitzer Ljewin, ein bodenständiger und ehrlicher Mensch. Es ist Liebe auf den zweiten Blick, aber diesen beiden gelingt es, durch ihre Aufrichtigkeit und durch eine große Portion Einfühlungsvermögen ihre Ehe in glückliche Bahnen zu lenken.

Ehrlich gesagt hatte ich vor der Lektüre dieses großen Werkes keine genaue Vorstellung, worauf ich mich einlasse. Mich hat dieses Buch tief berührt. Tolstoi beschreibt die Entwicklung und die Gefühlswelt seiner Protagonisten mit einer Intensität und einer Tiefe, die brilliant ist. Dabei bedient er sich einer ruhigen, stellenweise ironischen und mit Esprit versetzten Sprache, die sich sehr angenehm und genussvoll lesen lässt. Höhepunkte beim Lesen waren für mich dir Ernte- und Jagdszenen auf dem Land, ein regelrechter Sprachspaziergang. Herrlich!
Tolstoi ist ein zeitloses Werk gelungen. Er stellt exemplarisch zwischenmenschliche Konflikte dar, die heute noch ihre Gültigkeit haben. Dabei gelingt es ihm, die Beweggründe, inneren Konflikte und Gefühlswelten jeder einzelnen Figur zu beschreiben und herauszuarbeiten.
Die Titelheldin Anna ist eine durch und durch unglückliche Person, die ihr Seelenheil in vergänglichen Dingen sucht. Mit Schönheit und einer einnehmenden Ausstrahlung versehen entscheidet sie sich für die Liebe an der Seite Wronskijs. Doch auch in diese Beziehung zieht der Alltag ein, Sprachlosigkeit, stille Vorwürfe und Eifersucht dominieren. Das Paar ist gesellschaftlich isoliert und letztendlich zerbricht Anna daran.

"Anna Karenina" ist zu Recht ein Meisterwerk. Tolstoi spart nicht mit Gesellschaftskritik. Er beschreibt nebenbei die Anfänge des Kommunismus, beschäftigt sich mit so existentiellen Themen wie Geburt und Tod und den Sinn des Lebens.
Mich hat dieses Buch berührt und es hat Spuren hinterlassen. Eines der eindrücklichsten Bücher, die ich je gelesen habe.

Zu dieser Ausgabe:
Diese gebundene Ausgabe für knapp 10 € kann ich nur empfehlen. Die Schrift ist zwar etwas klein, das hat mich aber nicht gestört. Mit der Übersetzung von Hermann Röhl war ich zufrieden. Sowohl die englischen als auch die französischen Einschübe wurden in den Fußnoten übersetzt.
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Das Leben wird vielleicht erst glücklich und schön durch die Leidenschaften. Leidenschaften können das eigene Leben und das anderer jedoch auch tief unglücklich machen oder gar zerstören. Tolstoi erzählt von der hellen und von der dunklen Seite menschlicher Emotionen. Weder die Liebe steht in unserer Macht, noch die Folgen, die diese für uns bringt. Und darin besteht das Leben: das Helle auskosten und das Dunkle erleiden.

Die verheiratete Anna Karenina verliebt sich in den Lebemann Wronski. Diese Liebe ist stärker als das Band der Ehe, stärker als gesellschaftliche Konventionen, ja sogar stärker als die Bindung an das eigene Kind. Tolstoi erzählt nicht nur die Geschichte eines Ehebruchs, nicht nur die Verlogenheit einer Gesellschaft, in der das Fremdgehen fast üblich scheint, sondern er erzählt vor allem vom Auf und Ab der Gefühle der Liebe, die Irrungen und Wirrungen zweier Liebender. Die Geschichte handelt auch vom Weg der Liebe von der heißen, flammenden anfänglichen Liebe bis zum Alltag, in dem die Liebe scheinbar erkaltet.

Lewin und Kitty sind die beiden Gegenstücke zu Anna Karenina und Wronski. Sie finden sich, heiraten und leben schließlich ein glückliches Leben. In die Person Lewin legt Tolstoi wohl viel von sich selbst hinein. Er ist die sympathischste Figur des Romans und sein Charakter ist der tiefgründigste des ganzen Romans. Er, der sich wenig aus äußeren Gütern und dem gesellschaftlichen Getue macht, ist es, der sich Gedanken macht über den Tod und den Sinn des Lebens. Als er mit den Bauern einmal aufs Feld geht, um Gras zu mähen, heißt es: „Arbeit wie durch Zauberei, ohne dass man an sie dachte, richtig ordentlich. Das waren die seligsten Augenblicke.“
„Gott hatte diesen Tag gegeben, Gott hatte ihnen Kraft gegeben. Der Tag und die Kraft waren der Arbeit geweiht, und der Lohn bestand in der Arbeit selbst. Für wen war diese Arbeit? Was für Früchte würde sie tragen? Das waren nebensächliche, bedeutungslose Fragen.“
Und, typisch Tolstoi, Lewin ist es, der am Ende für sich einen Sinn des Lebens findet.

Tolstois Erzählkunst, sein erzählerischer Charme ist auf höchstem Niveau. Er kann wunderbar, eindringlich und einfach nur schön ebenso von der Arbeit der Bauern auf dem Feld wie auch von der langsam wachsenden, scheuen Liebe zweier Menschen erzählen. In allem zeigt er sich als genauer Beobachter menschlicher Leidenschaften, Regungen und Gefühle. Gerade in den Kleinigkeiten wie dem Erröten eines Gesichtes, einem kurzen Innehalten einer Bewegung oder einem Seitenblick oder Augenzwinkern kommt für Tolstoi oft das Wichtigste zum Vorschein.
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am 1. März 2014
Vorweg: Die Übersetzung ist, obwohl in etwas altertümlicher Sprache, sehr gut lesbar und empfehlenswert, im Gegensatz zu anderen Editionen.
Anna heiratete in einer Zeit, in der noch arrangierte Ehen üblich waren, und machte eine sehr gute Partie. In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs, in der sich die jungen Menschen zunehmend ihre Partner selber suchen, verliebt sie sich in einen anderen Mann. Diese Geschichte wird durch andere Erzählstränge (andere Beziehungen) kontrastiert. Ihr Bruder Stepan betrügt seine Frau, so dass die unterschiedlichen Konsequenzen für die Rollen bei Männern und Frauen zu beobachten sind. Die Bedingungen für eine gelingende neue Beziehung sind an der Gegenüberstellung der Beziehungen einerseits von Anna Karenina, und andererseits der Schwester ihrer Schwägerin, Kitty, mit Ljewin zu beobachten. Auch eine Reihe weiterer Beziehungen wird beleuchtet, um die Doppelmoral in der feinen, adligen russischen Gesellschaft aufzuzeigen.
Anhand von Ljewin, einem studierten adligen Gutsbesitzer, werden darüber hinaus viele Probleme menschlicher und gesellschaftlicher Natur aufgezeigt und diskutiert (Ende der Leibeigenschaft, Widerstand gegen Neuerungen, Suche nach Gott, Religion vs. Naturwissenschaft, Probleme auf dem Weg in Richtung Demokratie, Finanzen einer Familie, gesellschaftliche Zwänge in verschiedenen Kontexten, etc.).
Das alles ist psychologisch sehr fein beobachtet und sehr pointiert geschrieben. "Ein Sittengemälde der Zeit" wird so etwas gerne genannt. Durch die häufigen Änderungen der Blickwinkel werden auch den anderen Erzählsträngen immer neue Aspekte hinzugefügt. Die ungekünstelte und natürliche Erzählweise beschreibt und überlässt dem Leser die Bewertung, auch wenn durch die Gegenüberstellungen ganz bestimmte Schlussfolgerungen erwartet werden.
Obwohl ich mich etwas geniere, hier meine ganz persönliche Kritik an diesem Klassiker der Weltliteratur (ein Sternchen Abzug): Anna Kareninas Geschichte nimmt einen eher kleineren Teil der Geschichte ein. Die kontrastierenden Geschichten, insbesondere die von Ljewin, den man vielleicht als den "Helden" des Romans bezeichnen könnte, nehmen mehr Raum ein und dienen (nicht zufällig) als Aufhänger für die Beschreibung der o.g. gesellschaftlichen Probleme. In Anbetracht des Titels geht das etwas am Thema vorbei.
Die vielen verschiedenen Themen des "Sittengemäldes" waren mir zu viel, vielleicht wäre ein Historiker begeistert, mir erschienen sie häufig als isoliert innerhalb der Geschichte, nicht wirkliche zwingend und auch im Grunde ohne Folgen für den Fortgang der Geschichte. Daher kann man überlegen, ob es nicht dem Roman gut getan hätte, ihn etwas zu straffen. Dabei hatte ich aber nie den Eindruck, dass der Autor "ins Schwafeln" kommt oder sich verfranst, sondern dass er ganz bewusst und gezielt die verschiedenen Themen aufzeigt und diskutiert. Trotzdem musste ich mich zwischendurch immer wieder zum Weiterlesen motivieren, obwohl die verflochtenen und kontrastierenden Erzählstränge durchaus spannend waren.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Januar 2013
Anna Arkadjewna Karenina kommt von Petersburg nach Moskau, um im Ehestreit ihres Bruders Stepan Oblonski (Stiwa) zu vermitteln. Kitty, Stiwas Schwägerin, ist in den Grafen Wonski verliebt und hat in Erwartung seines Antrages den Heiratsantrag des Gutsbesitzers Konstantin Lewin abgelehnt. Auf einem Ball trifft Anna Wronski wieder, er hat nur noch Augen für die verheiratete Anna und die junge Kitty versinkt in ihrem Unglück. Anna, nur nach außen hin glücklich scheinend, mit dem hohen Staatsbeamten Alexej Karenin verheiratet, stürzt sich in eine Affäre mit dem jungen Offizier. Diese Liaison bleibt nicht ohne Folgen, Anna bringt ein Mädchen zur Welt. Mit ihrem Ehemann kann sie nicht weiter zusammenleben, sie verlässt ihn und den gemeinsamen Sohn, lässt alle Konventionen hinter sich und ist bereit den Preis zu zahlen. Für die Gesellschaft ist sie damit untragbar geworden. Gesellschaftlich fallen gelassen, moralisch verurteilt und isoliert lebend, den Sohn vermissend und die Tochter nicht liebend, wartet sie auf die Einwilligung des Ehemannes in die Scheidung. Doch er versagt ihr diese. Auch in der Beziehung zu Wronski ist große anfängliche Verliebtheit gewichen, Eifersucht, Unverständnis, Wut haben im Alltag Einzug gehalten. Man spürt ihre innere Zerrissenheit. Für Anna erscheint die Situation ausweglos.

Kitty hat nach einem längeren Kuraufenthalt in Deutschland erkannt, dass ihr Herz doch für Lewin schlägt. Beide heiraten und schon bald wird der Sohn geboren. Er ist zwar glücklich, die Frau, die er aufrichtig liebt, geheiratet zu haben, zufrieden ist aber auch er nicht. Er strebt nach Veränderungen im Landleben und arbeitet an einem Buch über seine sehr fortschrittlichen Visionen zur Modernisierung Landwirtschaft.

Stiwa und Dolly Oblonski stellen das Bindeglied zwischen diesen zwei Handlungssträngen dar. Beide haben sich arrangiert, der Ehebruch Stiwas, der zu Beginn des Romans die Ehe fast hat zerbrechen lassen, ist kein Thema mehr. Beide leben mehr oder weniger ihr eigenes Leben, geprägt durch ständige Geldprobleme, denn Stiwa ist noch immer der Lebemann, inzwischen nur diskreter.

"Anna Karenina" ist für mich ein Meisterwerk, das Buch der Bücher, schon x-mal gelesen ist mir dafür kein Superlativ zu platt. Tolstoi ist ein begnadeter Beobachter und meisterhafter Erzähler. Er schafft es Szenen so mit Worten zu illustrieren, dass sie einem wie ein Film vor Augen ablaufen, genannt seien dafür stellvertretend das Pferderennen, Lewins Jagd im Schnepfensumpf und Dollys Besuch bei Anna. Seine Protagonisten sind alle lebensechte Menschen, sie haben Stärken und Schwächen. Kein einziger ist nur gut oder nur schlecht. Dabei beschreibt er die Charaktere ausgefeilt, facettenreich und psychologisch fundiert, so dass der Leser bei ihnen mühelos eine Entwicklung verfolgen kann. Lew Tolstoi breitet in diesem Mammutwerk verschiedene Lebensphilosophen und Lebensstile aus. Setzt sich mit der Familie und dem Sinn des Lebens an sich auseinander und baut darum die Geschichte um die drei adligen Familien auf.

Der Roman hat mehrere Handlungsstränge, zwischen denen wechselt Tolstoi immer wieder in seiner Erzählung, so dass das Schicksal seiner Hauptpersonen auch aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird. Aber er arbeitet auch deutlich das Verbindende und Trennende zwischen den einzelnen Familien heraus, so dass wirklich der Eindruck entsteht, man kenne alle Protagonisten schon seit Jahr und Tag. Die Beschreibungen von Personen und Szenarien sind meist sehr umfangreich, bildhaft und detailliert. Aber beim Lesen der fast 1.300 Seiten kam nie Langeweile oder Ermüdung auf. Ich habe immer den Drang verspürt, mehr zu erfahren und weiter am Leben der Familien teilzunehmen. So wird dann letzten Endes deutlich, dass die glücklichen Familien einfach nur glücklich sind, sich die unglücklichen Familien jedoch in ihrem Unglück von einander unterscheiden.

Immer wieder werden "Effi Briest", "Madame Bovary" und "Anna Karenina", die großen Ehebrecherinnen in der Literatur, miteinander verglichen. Für mich ist Tolstois Werk auf Grund seiner Erzählkunst und seines Einfühlungsvermögens in die Charaktere der herausragende Roman. Etwas besseres und ausgereifteres habe ich in der Literatur noch nicht gefunden.
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