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Kundenrezensionen

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am 20. Oktober 2009
Die Sturmhöhe, Wuthering Heights hat, was ein gutes Buch nicht unbedingt, aber ein Lieblingsbuch in jedem Fall haben muss. Dass man sich heil- und schutzlos darin verliert und in die fremde Welt eingeht , bis man sich erschreckt in der Realität wiederfindet und nicht ganz weiß wie um einen geschehen ist. Dass es einen atemlos lesen lässt.
Brontes Charaktere sind allesamt nicht leicht zu durchschauen und keineswegs symphatisch, aber, vielleicht einmal abgesehen von den Dienstboten, sicher sehr kluge Naturen, die gebeutelt durch fragwürdige Erziehung und schlechte Behandlung durch über sie gestellte Personen, sich alle zu sehr kontroversen Persönlichkeiten entwickelt haben.
Sie lieben als gäbe es kein Morgen, hassen mit derselben Inbrunst, schmieden Rachepläne, knüpfen feine Intrigengespinste und sehen sich fast ausnahmslos im Mittelpunkt der Welt. Sie fühlen sich missverstanden, aber verstehen selbst keinen anderen, ja wagen nicht einmal einen Versuch. Deshalb und das ist die unglaubliche Stärke und möglicherweise zugleich einzige Schwäche dieses Romans, fehlt die konkrete Identifikation mit einem der Hauptprotagonisten. Mal schwankt man zu jenem, mal zum anderen, meistens jedoch regt man sich beim Lesen gleichzeitig über alle auf und möchte sogar ein- oder zweimal das Buch vor Wut gegen die Wand werfen. Man kennt sich selbst nicht mehr, wenn man sich diebisch über ein angerichtetes Unheil freut und im nächsten Augenblick darüber weinen will, oder wenn man Rachegefühle und übertriebenen Stolz der Figuren auf einmal auch in der eigenen Brust bemerkt. Sich über sich selbst wundern können ist ein seltener und gewinnbringender Genuss und deshalb unbedingt wünschenswert.
Es ist ein polarisierendes Buch, eines über das man danach gerne mit jemandem sprechen will, wissen will, was ein anderer über die Geschehnisse und Personen denkt. Für mich eine großartige Eigenschaft. Manche jedoch werden das Buch vielleicht weglegen und eben wegen dem fehlenden persönlichen Helden nicht viel daraus ziehen, aber ich hoffe inständig, dass derer nicht viele sind.
Auch die antiquierte, teilweise auch für die damalige Zeit sehr melodramatische und pathetische Sprache tut der Qualität des Romans keinen Abbruch. Im Gegenteil, erst sie macht die extremen Persönlichkeiten möglich, die sich ohne gar nicht adäquat hätten artikulieren können.
Ebenfalls positiv zu sehen ist, dass die Geschichte einen hervorragenden Einblick in die gesellschaftlichen Strukturen der viktorianischen Zeit Englands bietet.
Für mich uneingeschränkt lesenswert und deshalb mit 5 Sternen zu bewerten.
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am 21. November 2009
Mit der Inhaltsangabe halte ich mich nicht auf, da diese in den anderen Rezensionen bereits enthalten ist. Ich schließe mich den anderen "5-Sterne-Verteilern" absolut an. Das Buch packt einen von der ersten Minute an: Die Geschichte an sich mit den widersprüchlichen und doch anziehenden Charakteren, die man stellen-
weise liebt, dann wieder von Herzen verabscheut und manchmal auch gar nicht versteht; die grandiose Landschaft, in der das Geschehen spielt; die Erzählung der Ereignisse aus der Sicht der Hausangestellten, die durch ihre Fehler - wenn auch mit bester Absicht begangen - ihren Teil zum Ablauf der Geschichte beiträgt; diese wunderbare Sprache...und last not least, die tiefgründige Hassliebe zwischen Heathcliff und Cathy. Da man keinen "Helden" hat, mit dem man sich identifizieren oder sympathisieren kann, wird man gefühlsmäßig ständig hin- und hergerissen, und das hält die Spannung bis auf die letzte Minute aufrecht. Mal kann man den einen verstehen und mit ihm leiden, mal den anderen...aber nie so weit, dass wirklich Sympathie entsteht, bzw. am ehesten noch mit der Erzählerin, der Hausangestellten. Man taucht absolut ab und ist fast enttäuscht, wenn man die letzte Zeile gelesen hat. - Dabei fiel mir auch der tolle Song von Kate Bush wieder ein, der diesem Buch gewidmet ist: "Wuthering Heights". Den habe ich mir gleich runtergeladen.
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am 25. August 2005
Einer hat mir das Buch mal geschenkt mit den Worten: „Dies ist das beste Buch über die Liebe." Ich weiss nicht, wie oft ich die „Sturmhöhe" seither gelesen habe, in allen möglichen Übersetzungen und im Original. Es ist (das bitte kursiv zu lesen) das beste Buch über die Liebe. Soviel dazu.
Nun habe ich zur Zeit so viel zu tun, dass ich gar nicht zum Lesen komme; wie schön, dass es so viele gute und kompetente Hörbücher gibt! Und so habe ich heute abend meine Präsentationspappen geklebt und mir dabei von Eva Mattes und Wolfgang Koch die Geschichte von Catherine und Heathcliff vorlesen lassen.
Haben Sie sich auch schonmal darüber gewundert, dass und wie Emily Bronte, die einsam in der Heide lebte und außer Papa und Bruder kaum einen Mann zu Gesicht bekam, schrieb, wie ein Mann dachte, handelte, liebte und litt? Eva Mattes spricht den glühenden Heathcliff, den schwächlichen Linton und den boshaften Joseph, wie es sich gehört und noch besser. Im selben Atemzug verfällt sie in Nelly Deans lebendigen Erzählton, lässt Cathy in aller Lebhaftigkeit erscheinen und Isabella als die farblose Puppe, die sie ist.
Daneben glänzt und ergänzt Wolfgang Koch die Erzählung als der betuliche Mr. Lockwood. Den passenden Rahmen bildet Elgars Musik (haben wir nicht sowieso immer Elgar gehört, während wir „Wuthering Heights" lasen? Na eben!).
Ein wunderschönes Hörbuch! Alle, deren Freundinnen sich irgendwelchen pseudoromantischen Kram aus dem 21. Jahrhundert antun, ob Buch oder Hörbuch, sei empfohlen, dieses hier zu kaufen und möglichst oft zu verschenken. Ich hoffe, die Freundinnen werden sich danach nicht für einen Edgar mit sicherem Job und Audi entscheiden, sondern für Heathcliff!
Ich würde es tun.
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am 5. Mai 2010
Sturmhöhe ist - obwohl ich wirklich viel lese - eines der wenigen Bücher, die mich wirklich zu Tränen gerührt haben, ein kraftvolles, einzigartiges Buch, seiner Zeit weit voraus. Obwohl es eine Liebesgeschichte ist, ist es kein romantisches Buch, wer also seitenlange Kuschelszenen erwartet und auf ein rosarotes Happy End hofft, der wird mit dem Buch nichts anfangen können. Wer aber damit zurechtkommt, dass Catherine und Heathcliff einander eigentlich nicht lieben, sondern süchtig nacheinander sind, wer damit zurechtkommt, dass in dem Buch Frauen geschlagen werden (Eine im 18. Jahrhundert übliche Praktik) und dass viel Leid und viele Tode geschehen, der wird Sturmhöhe, leider Emily Brontës einziger Roman, sicher lieben.
Die Autorin wurde sicherlich von ihrem eigenen Leben beeinflusst, während sie schrieb. Ihre ältere Schwester Charlotte, die selbst als Autorin mit dem Roman Jane Eyre berühmt wurde, beschrieb sie als "Stärker als ein Mann und einfacher als ein Kind". Emily war zurückgezogen, wanderte lieber im Moor und machte Naturstudien - für eine Frau dieser Zeit sehr ungewöhnliche Hobbys -, als sich am Haushalt zu beteiligen wie ihre Schwestern, ihr Bruder war drogen- und alkoholabhängig und die Gegend hatte selbst für damalige Verhältnisse eine hohe Sterblichkeitsrate. Das alles spiegelt sich in Sturmhöhe wider.
Die Protagonisten, Heathcliff und Catherine, führen mehr eine Hassliebe zueinander denn eine romantische, sie machen einander oft Vorwürfe, handeln entgegen ihrer Überzeugungen, und Catherine ist sogar kaltschnäuzig genug, einen anderen, von Heathcliff verlachten, Mann zu heiraten, weil Heathcliff keinen Besitz und kein Geld hat. Als Catherine schließlich im Kindbett stirbt, bricht für Heathcliff eine Welt zusammen und er tut alles, um sich am Rest von Catherines Familie und der ihres Ehemannes, Edgar Linton, zu rächen. Nur aus Rache heiratet er auch Edgars Schwester Isabella, die ihn tief liebte und die er so lange misshandelt, bis sie flieht.
In diesem Roman gibt es kein strahlendes Heldenpaar, alle handelnden Charaktere sind auf ihre Weise düster - Heathcliff in seiner ganzen Art, Catherine mit ihrer Wechsel- und Launenhaftigkeit, Nelly, die sich nie entscheiden kann, auf wessen Seite sie steht, Edgar, der ein Weichling ist und allein wegen Heathcliffs Ursprung (Er ist dunkelhäutig) Vorurteile gegen ihn hegt, Hindley, der trinkt und Heathcliff als Kind misshandelt, Isabella wegen ihrer Naivität, Hareton wegen seiner Rau- und Dummheit, Linton, der viel zu verwöhnt ist und Cathys Liebe ausnutzt - kurz: Es gibt keinen Charakter, der perfekt ist, aber trotzdem sind sie alle so gut ausgearbeitet, dass man all ihre Motivationen verstehen kann, dass man sich in sie hineinversetzen, mit ihnen leiden und für sie weinen kann.
Die Charaktere sind tiefgründig, ihre Geschichten traurig - und das ist es gerade, was die Liebe zwischen Heathcliff und Catherine so einzigartig macht, was sie über andere Romanzen hebt: Sie ist realistisch. Ich werde es zwar nie verstehen, weswegen sich starke Frauen wie Catherine zu kaputten Männern hingezogen fühlen, von denen sie wissen, dass diese auch sie selbst kaputt machen können und werden, doch es dürfte hinreichend bekannt sein, dass es trotzdem ein Fakt ist. Catherine weiß sehr gut, dass Heathcliff boshaft, durchtrieben und unheilbringend ist und trotzdem will sie sich nicht von ihm fern halten, ebenso weiß auch Heathcliff, dass Catherine eine egozentrische, ichbezogene und sehr auf den eigenen Vorteil bedachte Frau ist, die seine Liebe ausnutzt, und dennoch liebt er sie so sehr, dass er sogar ihre Leiche exhumieren lässt, um noch einen Blick auf sie zu werfen.
Die Geschichte handelt eigentlich nicht von Liebe, sie handelt von zwei Menschen, deren Seelen so verbunden zu sein scheinen und die so leidenschaftliche Gefühle zueinander haben, dass sie alles zerstören, was sich ihnen in den Weg stellt, sogar sich selbst. Die Geschichte handelt von Verleumdung, Erniedrigung, Verachtung, Leidenschaft in ihrer dunkelsten Form. Dabei wird jedoch jedes Urteil dem Leser selbst zugesprochen, Nelly Dean, die Hauswirtschafterin, aus deren Sicht die Geschichte erzählt ist, be- oder verurteilt niemals. Vielleicht wird das Buch deswegen so oft für eine romantische Liebesgeschichte missverstanden. Trotz allem: Catherines Ausspruch: "Meine Liebe zu Linton ist wie das Laub im Walde: Die Zeit wird sie verändern, ich weiß es wohl, so wie der Winter die Bäume verändert. Meine Liebe zu Heathcliff gleicht den unterirdischen ewigen Felsmassen: sie sind keine Quelle großen Entzückens, aber sie sind notwendig. Nelly, ich bin Heathcliff!" ist eines der romantischsten Dinge, die ich je gelesen habe.
Heathcliff ist mit Sicherheit einer der wunderbarsten Unholde der Weltliteratur. Gerade von weiblichen Fans wird er oft zum romantischen Helden verklärt, aber eigentlich würde man, wenn einem nicht direkt gesagt werden würde, dass er ein Protagonist ist, ihn für den Antagonisten halten. Ich kann die Faszination verstehen, die er auf viele weibliche Leser ausübt, auch auf mich. Ich denke, dass auch das einer der Reize ist, die das Buch zu bieten hat: Man kann sein Treiben quasi aus sicherer Entfernung beobachten, seine rigorosen Versuche, sein ganzes Umfeld in Unglück zu stürzen, man kann ihn bewundern, vielleicht sogar dann und wann Mitleid für ihn hegen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Er ist mehr ein Held im Stil Byrons als ein Ritter auf einem weißen Ross, und das scheint mir mit einer der Gründe zu sein, weswegen das Buch gerade von jugendlichen Lesern oftmals missverstanden wird. Es kann eben nicht jeder ein Edward Cullen oder ein Johnny Castle sein, doch im Gegensatz zu diesen ist Heathcliff eine gut ausgearbeitete, stark charakterisierte und zutiefst realistische Persönlichkeit, wenn auch keine Identifikationsfigur.
Als ich las, dass das Buch "behutsam modernisiert" worden sei, zögerte ich erst einmal, abgeschreckt durch geradezu perverse Übersetzungen wie die Krege-Übersetzung des Herrn der Ringe (Wo Galadriel "kichert", Gandalf "grinst" und die Hobbits "Fritten" essen), doch ich muss sagen, dass die Übersetzung durchaus gelungen ist. Während ich die melodiöse Sprache des 18. und 19. Jahrhunderts zwar sehr mag, kann sie doch zugegeben anstrengend zu lesen sein. Ich habe das Buch auch im Original gelesen und kann daher sagen, dass an dieser rein nichts auszusetzen ist.
Einer der schönsten Aspekte an Emily Brontës Werk ist, dass sich in dieser einen Geschichte so viele verstecken. Was wird nach dem Ende aus Cathy und Hareton? Wer war jener Hareton Earnshaw aus dem 16. Jahrhundert, dessen Name am Eingang von Wuthering Heights zu lesen ist? Wie kam Nelly in den Dienst der Earnshaws? Wohin floh Isabella? Sah Lockwood wirklich Catherines Geist oder träumte er nur? Was taten Heathcliff und Catherine, wenn Nelly nicht zugegen war? Wo hat Heathcliff sein Vermögen gemacht? Gerade zu ihm gibt es viele Fragen, etwa die nach seiner Herkunft - der alte Earnshaw bringt ihn eines Tages einfach aus den Straßen von Liverpool mit, er spricht kein Englisch, ist dunkelhäutig und offensichtlich schon mehr als sechs Jahre alt. Man nennt ihn einen Zigeunerfindling, aber es gibt Theorien, dass er ein Bastardsohn Earnshaws ist und aufgrund all der anderen paranormalen Elemente auch die, dass er ein Dämon oder Ähnliches ist. Gegen Ende des Buches äußert Nelly diese Theorie, Heathcliff verabscheut alles Geistliche und mehrmals ist von seinen "scharfen Zähnen" die Rede.
All diese Fragen, all diese Taten und möglichen Motive machen Wuthering Heights zu einem Klassiker der besonderen Art, ein inspirierender Roman voller Leidenschaft, den man, wenn man ihn versteht, wieder und wieder lesen kann, ohne dass es einem langweilig wird, so reichhaltig, so detailverliebt ist Emily Brontës Stil.
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am 12. Oktober 2012
Was diesen Roman als erstes ausmacht, ist die Tatsache, dass man direkt im Geschehen ist und sofort gefesselt wird vom wohlbedachten, präzisen Schreibstil der Autorin. Dieser verleitet den Leser auch dazu, weiter zu lesen, obwohl unter Umständen noch gar nicht ganz klar ist, von wem in jeder erzählten Sequenz die Rede ist, wer wer ist sozusagen. Spätestens, wenn Mrs. Dean beginnt, die Geschichte von Catherine, ihrem Mann und ihrem Verehrer zu erzählen, klaren sich die Verhältnisse jedoch schnell auf. Die Geschehnisse sind so spannend und mitreißend, dass ich dieses Buch innerhalb von drei Tagen durchgelesen habe und es am liebsten noch schneller getan hätte. Bis zuletzt rührt die Geschichte das Herz und bleibt spannend, weil das Ende nicht vorweg genommen wird. Am Ende spielt hier auch ein Teil Mystik eine Rolle, denn ganz klar wird nicht, warum und weshalb der eine oder andere stirbt. Es tut dem Roman aber keinen Abbruch. Es ist ein wirklich bemerkenswertes Buch. Was man nicht findet, sind die hinreißenden Beschreibungen wie im Werk "Jane Eyre", das Charlotte Bronté, die Schwester dieser Autorin, schrieb. Es rührt aber noch mehr ans Herz, ist noch spannender und fasziniert daher in gleicher Weise.
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am 23. Februar 2010
Ich habe angefangen dieses Buch zu lesen, weil ich nun endlich wissen wollte, warum die Geschichte von Heathcliff und Catherine eine der bedeutensten der Literatur sein soll. Ich wurde vom Roman nicht enttäuscht, jedoch sind für mich Heathcliff und Catherine und deren "Liebe" gar nicht das eigentlich Interessante. Gut, wären die beiden in jungen Jahren durchgebrannt, hätten sie vielleicht glücklich sein können (jedoch ist eher zu befürchten, dass sie sich ganz allein zu Grunde gerichtet hätten, sobald sie auf Alltagsprobleme gestoßen wären). So waren jedoch noch viele andere Personen vom Unglück betroffen. Shakespeare hätte an der Geschichte seine Freude gehabt.

Nein eigentlich geht es (für mich) um etwas anderes: Emily Brontë muss ein sehr intelligenter und aufmerksamer Mensch gewesen sein, der es verstand nachzuvollziehen, was sich Menschen in ihrem Haß und ihrer Eitelkeit so alles antun können. Brontë arbeitete und starb noch bevor Persönlichkeiten wie Sigmund Freud geboren wurden und trotzdem zeigt Sie genau, was mangelnde Wärme und Liebe, die Abwesenheit von aufgeklärter Erziehung, gepaart mit unbändigem Selbstmitleid, Haß und Seelen-Folter (und wahrscheinlich noch vielem mehr) vor allem bei hochintelligenten Kindern alles so anrichten können. Es verwundert daher nicht, dass die einzigen, die das Drama überleben und noch dazu glücklich zu werden scheinen, die Kinder sind, die zumindest für einen gewissen Zeitraum Liebe und Fürsorge durch die erwachsene Mrs. Dean erfahren haben.

Leider blieben mir Heathcliff und Catherine als Personen oft unnahbar. Für mich bleibt deshalb offen, warum Catherine verrückt wurde und warum der Haß von Heathcliff so unbändig gewesen ist. Man muss sicherlich die viktorianische Zeit berücksichtigen, in der der Roman verfasst wurde, um das zu verstehen. Ich kann es mir nur durch das Übermaß an Intelligenz und der unglaublichen Überlegenheit erklären, die die beiden von ihrer Umwelt unterscheiden und das Unvermögen (mangels aufklärender Erziehung und mangels aufgeklärtem gesellschaftlichen Umfeld), diese in positive Bahnen zu lenken.
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am 11. Oktober 2011
So ich fang mal an..

Da ich ein Riesen Fan von Kate Bush und der englischen Literatur bin, habe ich nach langem zögern
diesen Buch gekauft und wurde nicht enttäuscht. Dieses Buch hat alles was man braucht Spannung, Erotik
Drama (und das nicht zu knapp) und wahre Liebe.. das leben ist nun einmal nicht einfach, und ich für meinen Teil mag keine Weichgespühlten Liebesromane bei denen man schon anfangs weiss wie es ausgeht.

Es ist sehr gute Unterhaltung bei der man ins träumen kommt.

Geschlagene Kinder Frauen und Hunde (beachtet die Reihenfolge!) waren leider kein einzelfall in dem Jahrhundert und sind wir mal ehrlich so was gibt es heute auch noch.. na, sieh mal an!!

Leider kaufen sich nun auch die Tw..light Spinner das Buch und schreiben schlechte Kritiken, da niemand gebissen wird schlecht geschminkt ist oder Cathy am ende doch kein Werwolf ist ..

aber egal KAUFEN, LESEN, LIEBEN!!!
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Um es gleich vorweg zu sagen: Mit diesem Cover hat der Verlag niemandem einen Gefallen getan. Weder den "Twilight"- Fans, noch den Fans von "Sturmhöhe" und Emily Bronte.

Liebe "Twilight" - Fans:
Auch wenn "Sturmhöhe" in "Biss zum Abendrot" mehrmals erwähnt wird, haben die beiden Bücher rein gar nichts gemeinsam. Ebenso irreführend ist die Kurzbeschreibung des Inhalts (siehe Produktbeschreibung oben). Wenn ihr mit "Sturmhöhe" eine Liebesgeschichte a la "Biss zum Morgengrauen" erhofft, werdet ihr enttäuscht sein.
"Wuthering Heights" wie der Roman im englischen Original heißt, erzählt keine romantische Liebesgeschichte und bietet keinen Protagonisten wie Edward, der viele Mädchenherzen höher schlagen lässt. Ganz im Gegenteil: Heathcliff ist grausam, zerstörerisch und unsympathisch. Ähnlich ist es mit den anderen Protagonisten. Während "Twilight" mit Bella eine Identifikationsfigur bietet, sucht man in "Wuthering Heights" vergeblich danach. Eine Figur, mit der LeserInnen mitfühlen können und die voll und ganz sympathisch ist, gibt es in "Sturmhöhe" nicht. Die Handlung selbst ist verschachtelt und wird teilweise als verwirrend bezeichnet.

Für einige LeserInnen mag dies jetzt vielleicht negativ klingen. Das soll es aber nicht. Ganz im Gegenteil. Ich wollte damit zeigen, wie sehr sich "Sturmhöhe" von dem Bild einer romantischen Liebesgeschichte unterscheidet und dass man das Buch nicht lesen sollte, nur weil Stephenie Meyer es erwähnt. "Wuthering Heights" ist ein Klassiker aus dem 19. Jahrhundert, ein eigenständiges Werk, welches nicht unter einem "Twilight" - Cover versteckt werden sollte.
All die genannten Merkmale zeigen die Besonderheiten von "Sturmhöhe". Einen Teil dessen, was den Roman auszeichnet und ihn für viele LeserInnen faszinierend macht. Als solch besonderes und eigenständiges Werk sollte das Buch auch gelesen und wahrgenommen werden.
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am 25. Februar 2012
In fast jedem englischen Buch, welches ich bis jetzt gelesen habe, wurden "Sturmhöhe" ein paar Zeilen gewidmet und daher wollte ich es lesen.

Die Auswahl des "richtigen" Buches stellte sich, jedenfalls für mich, als sehr schwierig dar. Ich wollte kein neumodisches umgeschriebenes Werk und die vielen angebotenen Exemplare machten das suchen nicht einfacher.
Nach langem hin und her hatte ich mich dann für oben genanntes Stück entschieden und es dem Briefträger förmlich aus der Hand gerissen. Nach einer kurzen Zeit des Lesens hatte ich mich an den Schreibstil gewöhnt und konnte das Buch binnen 2 Tagen beenden.

Besonders beeindruckt hat mich, dass dieses Buch von einer Frau in dieser Zeit geschrieben wurde (am Anfang zwar unter einem Pseudonym veröffentlicht) aber dennoch eine erstaunliche Leistung für diese Zeit. Einen Liebesroman erwartet man, einen leichten Schauerroman erhält man. Gut verpackt und toll erzählt. Dieses Buch bleibt in meinem Bücherregal!
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am 29. Dezember 2009
Bis jetzt kannte ich nur die Schwester von Emily Brontë (Charlotte Brontë, Buch: Jane Eyre) und bin durch Zufall auf Sturmhöhe gestoßen. Ich habe mir die Anaconda-Ausgabe bestellt und fand das Buch sowohl äußerlich, als auch inhaltlich ganz wunderbar.
Ich würde die beiden Brontë-Schwestern NICHT miteinander vergleichen, dafür schreiben sie einfach zu unterschiedlich. Die Themenwahl mag gleich klingen, aber sowohl die Sprache als auch die Erzählweise, unterscheiden sich stark.
Sturmhöhe beschreibt das Leben mehrerer Generationen und manchmal hat man das Gefühl, dass die Geschichte zu sehr gerafft wurde. Hat aber keine fatalen Auswirkungen, denn so hat man in einem Buch alles abgehandelt, was schwierige Familienverhältnisse ausmacht. Die Figuren sind von Grund auf unterschiedlich, ihre persönliche Geschichten sind mitreissend und man staut, was in einem kleinen Universum von nur zwei Anwesen alles passieren kann.
Das Ende ist absehbar, aber trotzdem sehr überraschend. Manchmal wünscht man sich, dass die Hintergründe mehr beleuchtet würden, aber mit Phantasie lassen sich die Lücken füllen.
Ein Muss für alle Liebhaber der Brontë-Welt!
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