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Reklamesammelbilder, in Deutschland auch besonders als Zigarettenbilder bekannt, sind damals wie heute gefragte Sammelobjekte. Ältere Bilder, um die es im Buch vorwiegend (aber nicht nur) geht, sind teilweise auch preislich wertvoll, aber das Interessante ist ja, was uns diese Bilder über vergangene Zeiten und ihre Weltbilder oder den Geschmack der Massen vermitteln können. Z.B. wurden Zigarettenbilder in den 30er Jahren als wichtiges Propagandainstrument des NS-Regimes eingesetzt. Es fällt tatsächlich schwer, sich der Wirkung dieser Bilder zu entziehen, die ja meist farbenfroh und gefällig oder eben auch gerne spannend und abenteuerlich daherkommen und zum Hingucken anregen. Primär waren die Bilder natürlich eine sehr erfolgreiche Form der Kundenbindung, wobei im Laufe der Zeit auch gerne eine gewisse "volkspädagogische Note" hinzukam. Es gibt jedenfalls eine unglaubliche Vielfalt von Ideen, wie man das Sammelkartenprinzip werbetechnisch umgesetzt hat - schließlich wollten sich die Anbieter ja auch voneinander unterscheiden - was wiederum für den heutigen Sammler einiges an interessanten Gebieten ergibt.
Das Buch ist eine gelungene Kombination aus Bild und Text, wobei hier besonders die Abbildungen der verschiedenen Sammelbilder (in guter Druckqualität) im Vordergrund stehen. Auch für den Nichtsammler ist das Buch auf jeden Fall eine Augenweide. Es gibt einfach sehr viel anzuschauen. Der Text erzählt in übersichtlichen Blöcken, stellenweise auch mit Humor, die bewegte Geschichte des "Zugabenwesens". Es ist spannend dargestellte Wirtschaftsgeschichte. Besonders interessant fand ich, dass hier nicht nur ältere und "wertvolle" Sammelbilder (Liebig,Stollwerck) gezeigt werden, sondern z.B. auch Deckel einer bekannten Eissorte zum Schieben aus den 70er Jahren, oder Kurioses wie die Tarso-Holzbilder oder Spitzendeckchen als Beigabe zu Zigaretten.
Das Buch vermittelt eine Menge Hintergrundwissen zu verschiedenen Firmen und ihrer Werbepolitik vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und in Deutschland.
Für Sammler besonders interessant ist sicher der umfangreiche Katalogteil im Anhang, wo auch Preise genannt werden.

Fazit: Ein spannendes Buch nicht nur für Sammler sondern auch für alle anderen kulturgeschichtlich Interessierten. Keine wissenschaftliche Abhandlung, aber gut unterhaltende Vermittlung von Wissen und macht neugierig auf die Geschichte der Werbung als Teil der Alltagskultur.
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