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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
15
Hana bi - Feuerblume - SZ Cinemathek 67
Format: DVD|Ändern
Preis:7,99 €+ Versandkostenfrei


VINE-PRODUKTTESTERam 2. August 2016
Während der Tokioter Zivilfahnder Nishi Yoshitaka im Krankenhaus von der unheilbaren Krankheit seiner Frau erfährt, wird sein Partner Horibe bei einem Überwachungseinsatz niedergeschossen. Fast gelingt es, den Täter in einem Hinterhalt zu stellen. Allerdings tötet dieser dabei einen Polizisten und verwundet einen weiteren schwer, bevor Nishi ihn mit einem Kopfschuss neutralisieren kann. Nishi scheidet aus dem Polizeidienst aus und kämpft mit seinen Schuldgefühlen. Um seine Schulden bei einem Yakuza zu begleichen, die Witwe des getöteten Polizisten zu unterstützen sowie sich und seiner Frau eine letzte Reise zum Fujisan zu ermöglichen, verübt Nishi - verkleidet als Streifenpolizist - einen Banküberfall. Die Yakuza-Schergen und seine Ex-Kollegen bleiben Nishi auf der Spur ...

Takeshi Kitano (*1947) verkörpert in seiner visuell äußerst eindrucksvollen siebten Regiearbeit unter seinem Pseudonym Beat Takeshi (unter dem er in Japan deutlich populärer ist) auch die Hauptrolle. Ex-Polizist Nishi wirkt in den für den Zuschauer relativ unvermittelten Gewaltszenen ähnlich stoisch wie Alain Delon in der legendären Rolle des Jeff Costello in Melvilles LE SAMURAI. In den eindringlichen Reflexionen um Liebe, Schuld und Sühne erscheinen Gewalt und Tod im Angesicht tiefster Verzweiflung als letzter Ausweg. Die meisterhaft stilisierten Bildkompositionen werden mit zahlreichen Gemälden kontrastiert, die Kitano nach seinem fast tödlichen Unfall 1994 zur Selbstfindung malte. In dieser Hinsicht ist die Figur des querschnittsgelähmten und an den Rollstuhl gefesselten Polizisten Horibe durchaus autobiographisch geprägt. Bemerkenswert ist auch der nahezu sinfonische Soundtrack von Joe Hisaishi. Der Hauptpreis (Goldener Löwe) der Filmfestspiele von Venedig 1997 war für Kitano der Durchbruch außerhalb Japans.

Die Blu-ray von CAPELIGHT (Vertrieb: Alive!) präsentiert HANA-BI in hervorragender Bildqualität, die gegenüber der 2004 von Kinowelt/Arthaus veröffentlichten DVD eine deutliche Verbesserung darstellt. Deutscher und japanischer Ton liegen in PCM 2.0 vor. Optional sind deutsche Untertitel verfügbar. Als Extras sind Making of (1997, 16 min) und ein Interview mit Takeshi Kitano (1999, 14 min - "Takeshi - Porträt eines Schizophrenen") sowie der Kinotrailer enthalten. Für die beiden von der Arthaus-DVD übernommenen Extras stehen deutsche Untertitel zur Verfügung. Das hervorragend gestaltete Mediabook (FSK-Logo und Werbesticker nur auf der unter der Verpackungsfolie liegenden Karte) enthält ein 24-seitiges Booklet mit zahlreichen Fotos und einem informativen Text des Filmwissenschaftlers Dr. Marcus Stiglegger sowie die DVD-Version mit identischer Ausstattung (Ton DD 2.0).

Als weiterer Bonus ist als deutsche Erstveröffentlichung Takeshi Kitanos 1996 entstandener Film KIDS RETURN (108 min) im japanischen Originalton mit ausblendbaren deutschen Untertiteln auf einer weiteren Blu-ray enthalten. Der Film erzählt von den beiden jugendlichen Müßiggängern Shinji und Masaru, die während der Schulzeit unzertrennlich sind. Sie zocken andere Schüler ab, spielen Lehrern Streiche und schleichen sich ins örtliche Pornokino ein. Nach dem Verweis von der Schule wollen beide doch noch etwas aus ihrem Leben machen und beginnen ein Boxtraining, wobei nur Shinji Talent zu haben scheint. Masaru versucht unterdessen als Handlanger eines örtlichen Yakuza-Bosses den Aufstieg im Unterwelt-Milieu. "Wenn wir uns wiedersehen, bist du der Champion und ich der Boss" sagt Masaru bei einem Treffen. Doch beider Erfolg ist nicht von Dauer ...
Der sehenswerte Jugendfilm blieb in Deutschland im Gegensatz zum europäischen Ausland bisher unbeachtet. Die glaubwürdig entwickelte Geschichte wird wiederum vom hervorragenden Soundtrack Joe Hisaishis unterstützt.

Ein weiteres empfehlenswertes Sammlerstück von CAPELIGHT in limitierter Auflage!
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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TOP 1000 REZENSENTam 20. November 2015
Polizist Kitano hat seine kleine Tochter verloren und seine kranke Frau wird bald sterben. Er kündigt
den Dienst, überfällt eine Bank, um ihre letzte gemeinsame Reise zu finanzieren. Aber Yakuza-Gangster
sind ihm auf den Fersen, denn er schuldet ihnen noch Geld.

Das HD Bild lässt das von mir schon mehrfach gesehene Thriller/Gangster/Romanzen/Drama in neuer
frische erstrahlen. Die Schärfe ist jetzt höher wie zu DVD Zeiten, sodass ich jetzt viel mehr Details erkenne.
Gewalt und Kunstbilder wurden hier einzigartig kombiniert. Der frontlastige HD Sound, die schwarzhumorige
Original Synchro und der wunderschöne Melancholische OST machen dieses Kunstwerk vollkommen.

Das Raue MB wird durch die glänzenden Aufschriften/Bilder veredelt und hat keine festen FSK-Logos.
Bonus: 24-seitigen Booklet, Interview mit Takeshi Kitano, Making-of, Trailer, Bonus-BD mit Kitanos Film
'Kids Return' (106 Minuten/HD/OT+UT). Zwei ehemals beste Schulfreunde treffen sich nach Jahren wieder.
Einer wurde Boxer und der andere Mitglied bei der Yakuza, aber beide haben versagt.

Depressiv, hoffnungslos, aber zugleich mit so viel Energie und unglaublichen Bildern.
Das Wort Meisterwerk kann nicht oft verwendet werden, aber bei Hana-Bi muss man es, denn nie zuvor
oder danach habe ich so etwas gesehen. Die Blu-ray ist im Preis-Leistungs-Verhältnis allein schon wegen
des Bonusfilms ihr Geld wert und Capelight liefert ein Referenz Mediabook ab.
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 30. Juni 2013
Takeshi Kitano ist ein sehr exzentrischer Filmemacher.Allein seine Präsenz ist Oskarreif. Es gab nie einen cooleren Schauschpieler .Lang lebe das neue Fleisch
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am 17. September 2009
Der gut gemachte und intelligente Polizei-Krimi lebt von der Magie der Gegensätze. Es gibt sehr lyrische Passagen mit wunderschön gemalten Bildern und langen Einstellungen, aber auch bluttriefende Brutalo-Szenen, die wie ein Schock über den Zuschauer herfallen. Daneben gibt es Lustiges zu sehen, das fast bis an die Grenze zum Slapstick geht und auch Ernstes, das durchaus anrührt. Auch die Symbolik kommt nicht zu kurz und manches Ereignis wird kurz zuvor angedeutet. Dieser Kommissar redet nicht viel, schlägt aber blitzschnell mit der Faust oder dem Revolver zu. Auch in seiner Persönlichkeit sehen wir Kontraste: der liebevolle Umgang mit seiner Frau und die Härte im Beruf. Und dann kommt das völlig Unerwartete: er macht das, was man von einem in seinem Beruf nie und nimmer erwarten würde. Das geht so flott und still und leise über die Bühne, dass man das Verbrechen fast akzeptieren könnte. Fehlt nur noch der Wahnsinnsschluss. Hier bleibt Regisseur Takeshi Kitano in seiner grausamen Radikalität konsequent. Das Tolle dabei ist, dass man dies am Ende nicht sieht, sondern nur hört.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 27. April 2016
ob es die Blu braucht, weiß ich aber nicht, das Bild ist einfach alt und entsprechend sieht es eben aus, das gleiche gilt für den Ton, es ist einfach alles so, wie es immer war, ohne Modernisierung oder "Verbesserung", braucht man aber nicht. Eigentlich genausowenig, wie die DVD, wozu dann noch ein zweites Medium, reine Geldverschwendung in meinen Augen.
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am 24. Juli 2006
Takeshi Kitanos "Hana-bi - Feuerblume" ist ein gefühlvolles Drama, das die bereits im Titel angedeutete Ambivalenz (Leben und Tod) thematisiert.

Der japanische Superstar Kitano spielt (wie immer) brilliant auf. Seine minimalistische Art und Weise, seine Form der Bewegung, geben der Figur des Polizisten Nishi noch mehr Melancholie und Tragik. Nie zeigt er seine wahren Gefühle, sein innerstes bleibt verborgen.

Nach mehreren erlittenen Schicksalsschlägen (bei einer Festnahme wird ein Kollege Nishis erschossen, sein Freund Horibe (Kayoko Kishimoto) trägt einen Bauchschuss davon und sitzt von nun an im Rollstuhl), entschliesst sich Nishi zu einem Bankraub, um seiner unheilbar erkrankten Frau die ihr verbleibende Zeit so schön wie möglich zu gestalten.

Doch nicht nur die Yakuza haben etwas dagegen...

Die Geschichte spitzt sich schließlich auf ein Ende hin zu, das ergreifender und tragischer nicht sein könnte.

Im starken Kontrast stehen die kurzen Ausbrüche von Gewalt (erhielt imho vermutlich nur aufgrund des goldenen Löwen in Venedig eine FSK16), die mit tragischen Momenten der Stille wechseln (untermalt durch Joe Hiasashi's klangvolle Musik, die einen Extra-Preis verdient hätte).

FAZIT: Stilles, brillantes Kino der Extraklasse, fernab von Mainstream und 08/15-"Alles wird gut-Happyend".

DVD: Die deutsche Version scheint erfreulicherweise ungekürzt.

Über die Qualität der Synchro vermag ich nichts zu berichten, da ich die GB-Version besitze.
14 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 26. September 2006
Hana-Bi ist ein Thriller. Eine Komödie. Ein Actionfilm und ein Drama. Und das alles in guten anderthalb Stunden? Wahrlich ein Meisterwerk ist Takeshi Kitano hier gelungen.

Hana-Bi erzählt die Geschichte des Polizisten Nishi, der, von Schicksalsschlägen gebeutelt, die Seite wechselt und zum 'bad guy' wird. Interessant ist der Erzählstil des Films, rasant sind dei Schnitte zwischen Gegenwart und Rückblenden. Wortkarg die Protagonisten (vor allem der Hauptdarsteller), dennoch wird man kaum im Unklaren gelassen über die Beziehung der Handelnden zueinander.

Die Hauptstränge der Geschichte handeln einerseits vom Polizeidienst Nishis, und wie er sich immer weiter davon entfernt, als sein Partner zum Krüppel geschossen wird. Sein Partner beginnt nach einem missglückten Selbstmordversuch zu malen, um seiner Langeweile und Einsamkeit zu entfliehen. Diese primitiv-expressionistischen Bilder (vom Regisseur selbst gemalt, als dieser Monate ans Bett gefesselt war) sind Träger der Geschichte, und tauchen zwischen drinnen immer wieder auf.
Weiters ist die Yakuza laufend hinter Nishi her, um Schulden einzutreiben-allerdings ohne Erfolg, da Nishi allesamt tötet oder zu Krüppeln macht.
Und schließlich ist da noch der Bankraub, den Nishi plant und ausführt, um mit seiner krebskranken Frau wegfahren zu können (ohne Geldsorgen).

Es ist müßig, mit Worten diesen Film weiter zu beschreiben, denn je länger ich dies versuche, umso mehr fällt mir auf, dass die Essenz dieses Filmes sich einer Beschreibung entzieht - und dies ist es schließlich, was gute Filme ausmacht. Wunderbare Bilder, asiatisch bunt, großes Kino. Hiermit empfohlen!
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 4. April 2008
Takeshis Roadmovie ist eine stilistische Verquickung westlicher und östlicher Sichtweisen. Ein verknöcherter Polizist kümmert sich um ein totkrankes Mädchen, deren Bildermalerei zum Ausdruck seiner eigenen Gefühlswelt wird.
Auf dem Autotrip durch die Schönheit Japans (no(w)here) entfaltet sich ein Feuerwerk menschlicher Unausdrückbarkeiten. Takeshi hat mit diesem Meisterwerk wahrscheinlich ungewollt einen der ersten wirklichen "ZEN-Filme" gedreht.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 1. März 2006
HANA-BI sei absolut jedem intelligenten (aber nicht zu zimperlichen) Zuschauer ans Herz gelegt. In den 90er Jahren stieg Takeshi Kitano zum Kulregisseur auf, mit Hana-Bi legte er sein Meisterwerk vor, was ihm bei den 1997er Filmfestspielen von Venedig die begehrte Goldene Palme einbrachte. Der Film ist ein brillianter Genremix aus komischen, medidativen, brutalen wie zärtlichen Momenten. Obwohl damals als Gangsterfilm oder Roadmovie vermarktet, handelt es sich hierbei vor allem um einen - zugegebenermaßen unorthodoxen - Liebesfilm zwischen einem an den Umständen scheiternden, extrem wortkargen und scheinbar gefühllosen Polizisten und seiner todkranken, mädchenhaften, geistig zurückgeblieben scheinenden Frau. Wie schon bei seinen Filmen zuvor hat Kitano die Kontrolle über sein Werk in den eigenen Händen behalten: Er brilliert als Hauptdarsteller, Drehbuchautor, Regisseur und ist größtenteils für den Schnitt verantwortlich. Sein weitgehender Verzicht auf Dialog und kitschige Effekte, sein nur extrem sparsamer Einsatz von Musik, die statische Kamera, der mimische Minimalismus der Schauspieler, all dies lässt kleine Gesten große Effekte erzielen. Wo Hollywood mit goldenem Licht und tausend Geigen das Brecheisen einsetzt, reicht bei Takeshis Darstellern ein angedeutetes Lächeln, mit weitaus größerer Wirkung auf den Zuschauer. Überhaupt ist Hana-Bi Hollywood so entgegengesetzt, dass er dem geistig offenen Zuschauer die Sprache raubt. Das vollkommen eigene Timing des Werkes, die fremde japanische Kultur, das besondere Zusammenspiel karger Bildkompositionen mit gelegentlichen Einsätzen hoch-emotionalisierender Musik, die manchmal fast nervende Apathie der Figuren werfen Sehgewohnheiten über Bord und machen den Zuschauer berührbar, gar verletzlich. Die Fremdheit der Hana-Bi zugrunde liegenden Kultur schafft auch einige Probleme - man müsste wohl Japaner sein, um alle künstlerischen Ebenen zu erfassen. Die Sequenz mit Horibes Filzstiftmalereien etwa wirkt zwar durch die naive Ästhetik der Abbildungen von Tieren mit Blumenköpfen in Verbindung mit der ergreifenden Musik von Joe Hisaishi , die Unkenntnis japanischer Tier- und Pflanzensymbolik versperrt aber zusätzliche Zugänge. Dies steigert jedoch auch das Gefühl des Zuschauers, einen tiefen, künstlerisch bedeutungsvollen Film zu sehen, der es verdient, mehrfach gesehen zu werden. Noch ein Wort zur immer gerne angesprochenen angeblichen Gewalttätigkeit von Kitanos Filmen: Gewalt spielt hier eine untergeordnete Rolle. Es wird weniger geschlagen, geschossen, geblutet und gestorben als in den meisten Blockbustern, die in Kino und Fernsehen zu sehen sind. WENN in Hana-Bi etwas passiert, dann wird das auch gezeigt. Aber wie man sich heutzutage noch wegen ein paar Filmblutspritzern ein wirklich intensives Filmerlebnis entgehen lassen kann, ist mir ein echtes Rätsel.
In all seiner Langsam- und Schweigsamkeit in "Beat" Takeshi ein intensives minimalistisches Meisterwerk gelungen. Hana-Bi ist einer der umwerfendsten Filme der 90er Jahre, der aber anders als etwa die Filme von Tarantino wohl niemals vom Mainstream wahrgenommen werden wird.
29 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 12. Februar 2016
Zunächst muss man bedenken, dass dieser Film 1997 den Golden Löwen in Venedig gewonnen hatte. Die Sehgewohnheiten des Kinopublikums und der Anspruch an die Kameraführung haben sich in den vergangenen 19 Jahren gewandelt. Die japanischen Polizisten werden sich sicher auch nicht mehr so obrigkeitshörig wie damals verhalten. Der Film erinnert an die Filme des Regisseurs Akira Kurosawa, Takeshi Kutano bleibt hier in der Tradition der Samurai-Filme.
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