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am 5. März 2017
>Playtime< (Deutscher Titel: >Tati's herrliche Zeiten<) ist ein ungewöhnlicher Film, der das Paris der 60-iger Jahre des letzten Jahrhunderts mit einem Augenzwinkern darstellt. Hauptperson Monsieur Hulot (Jacques Tati) stolpert auf der Suche nach einem Bekannten durch eine Großstadt, die ihr historisches Gesicht dem Glauben an Fortschritt und Zukunft geopfert hat und nur noch aus austauschbaren Glasbauten und Wolkenkratzern besteht. Prägnante Bauwerke wie der Eifelturm erscheinen nur noch sekundenweise als Spiegelungen in Glastüren der modernen Fassaden. An mehreren Stellen des Films zeigt Tati, dass Städte wie Paris und London sowie viele Hauptstädte der Welt inzwischen durch die identische Architektur vollständig austauschbare Konterfeis erhalten haben. Der arbeitende Mensch in dieser Welt ist in Cubicles geklemmt oder versucht, hektisch multitaskend seinen Arbeitstag hinter sich zu bringen. Manche Verhaltensweisen von Menschen sind erstaunlicherweise heute salonfähig geworden, wie z.B. dass sich die Bewohner von Wohnungen, durch große Fenster der Außenwelt präsentieren als könnte man nicht in ihre Behausungen Einblick nehmen.

Der Film wurde durch immense finanzielle Opfer Tatis auf die Beine gestellt, der sich darüber finanziell ruiniert hat. >Playtime< wurde auf 70 mm-Film gedreht, was natürlich eine wunderbar hochauflösende Vorlage für den Transfer auf BluRay darstellt.

Farblich ist >Playtime< überall in Grau- und Blautönen - den kalten Farben der Zukunft - gehalten. Man hört bei den Dialogen ein Mischmasch aus Französisch, Deutsch und Englisch in allen Szenen. Hulot selbst agiert pantomimisch. Die Geräusche einer geschäftigen Stadt ziehen sich als Hintergrundsound durch den ganzen Film. Ereignisse finden in mehreren Ebenen einer Totalen statt. Komische Details werden oft mit so viel Understatement präsentiert, dass man sie übersehen könnte. Man entdeckt auf beim mehrfachen Ansehen des Films ab und zu noch Neues. Rowan Atkinson ("Mr. Bean") hat sich in seinen Darstellungen durch Monsieur Hulot inspirieren lassen, wie er selbst einmal zugegeben hat.

Der Höhepunkt des Films - die Neueröffnung eines Gourmet-Restaurants, das von Gästen überrannt wird, während die Bauarbeiten noch nicht einmal vollständig abgeschlossen sind, ist ein unvergessliches Highlight des komischen Films.

Ich sah >Playtime< in vierzig Jahren etwa vier Mal, zuletzt gestreamt bei "Prime" in sehr guter Qualität.
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am 21. Mai 2002
Jeder Tati-Film ist ein Volltreffer an Geschmack, an Stil, Humor und Intelligenz. Wie ein grosser Baumeister hat Tati jahrelang unbeirrt an der Umsetzung seiner filmischen Ideen gearbeitet und jedes Mal - doch leider nur fünf Mal - ein staunenswertes Meisterwerk hervorgebracht. Jour de fête, Les vacances de Monsieur Hulot, Mon Oncle, Playtime und Trafic heissen die fünf Perlen, leuchtende Sternbilder am cineastischen Firmament.
In dieser Gilde ist Playtime, wie soll ich sagen, der Grosse Wagen unter seinen Filmen, der schönste, der teuerste, der auffälligste und der perfekteste. Tati hat zig Jahre Arbeit in diesen Film gesteckt, sein gesamtes Vermögen investiert. Ob er nun die Millionenmetropole Paris - die von ihm nachgebaute - lenkt, oder ob er das alltägliche Chaos in einem Restaurant beschreibt, die ordnende Hand des Regisseurs hat alles im Griff -wie in einem bunten Mikado, wo hundert Stäbe auf der Spielfläche verteilt über-, unter- und nebeneinander liegen und sie der Spieler sicher wieder zu einem Ganzen bündelt.
Tati ist über diesem Werk mausarm geworden. Wir aber sollten dankbar sein, dass er uns so reich beschenkt hat.
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am 13. Februar 2008
Taits Playtime gehört in ein Panoramaformat. Dieses Überformat erst wird dem Film gerecht.
Dieser Film ist einer der innovativsten, die je gedreht worden sind. Tati eröffnet uns ein Universum der Alltagskomik, Parallelwelten und gedanklichen Beobachtungsverschiebungen.
Dieses Werk ist so üppig und vollgestopft, dass man fast erschlagen wird. Grandios, wenn man erst lachen kann, nachdem man es entdeckt hat. Heureka! Eine Schulung der Sinne!
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am 27. Mai 2008
Ohne Zweifel der beste Tati.
Mit erdrückender Präzision und atemberaubendem Blick für Details entwirft der Altmeister des visuellen Humors eine melancholisch-kritische Liebeserklärung an die große Stadt. Auch in den kalten Hochhausschluchten der grauen Vorstädte existiert immer noch die Sehnsucht nach den wiedererkennbaren Monumenten der Stadt, auch wenn sie wie hier - poetisch genialer Einfall - stets nur in den Spiegelungen der Glastüren zu sehen sind.
Bei allem ist doch stets der Mittelpunkt tatischem Humors: der Mensch.

Eine kleine Anweisung:
Nach Betrachtung dieses Films begebe man sich an einen Ort, an dem einige homo sapiens anwesend sind. Egal was selbige tun mögen, man wird nicht umhin können zu lachen. Denn der Mensch ist doch an sich (und für sich auch) ein vernunftbegabtes und somit lächerliches Wesen.
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am 5. März 2007
.... empfehle den Film aufs wärmste, und rege an, ein Augenmerk auf all die Dinge in Tatis Vision von der Zukunft zu legen, die dann später gerade so oder doch recht ähnlich ein Teil unseres doch oft ziemlich verrückten Lebens geworden sind. Dann wird einem die Genialität des Filmes noch viel deutlicher.
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Bei diesem Film ging Jacques Tati auf volles künstlerisches Risiko. Die Sprache wird zu einem vielsprachigen babylonischen Gebrabbel. Pantomimische Einlagen werden aneinandergereiht, eine klassische Handlung gibt es nur indirekt.

Tati steckte viel Herzblut hier hinein sowie Geld, das er nie wiedersah. Kommerziell rechnete dieser Film sich nämlich überhaupt nicht. Vielleicht hat es damit zu tun, dass er sein Erfolgsrezept bewusst verließ ...
Eine ausdrückliche Warnung: den klassischen Monsieur Hulot gibt es hier kaum mehr. Viele Hulot-Doppelgänger durchlaufen das Set, die Komik hat sich geändert, ist schwärzer geworden angesichts der durchtechnisierten, amerikanisierten Welt. Man versteht sich nicht mehr in den kaltblauen Großraumbüros.
Und, ja, ich stehe dazu: den energievolleren Humor der frühen Filme hätte ich mir persönlich hier auch erhofft. Playtime ist schon arg hyperfranzösisch-künstlerisch.
Weiterer Punkt: es ist obendrein ein Film für die größte Kino-Leinwand, die man kriegen kann. Auf DVD geht hier etwas verloren, die vielen liebevollen Details und Nebenhandlungen.

Dennoch ein Dankeschön der SZ-Reihe für diese auch hübsch aufbereitete Edition.
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am 10. Juli 2014
Der Kauf hat sich echt gelohnt. Sehr gute Aufnahmequalität.
Besser als das Original seinerzeit. Und wer Tati mag, schaut sich
dieses Juwel sicher immer wieder an.
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am 21. März 2006
Ein Film ohne "richtige" Dialoge (deutsch-französisch-englisches Kauderwelsch) und ohne "richtige" durchgehende Handlung - das muss Kunst sein. Ein Film, so detailreich, im Hintergrund passiert soviel wie augescheinliches im Vordergrund, ein Film, den man oft sehen kann und muss, um einen Bruchteil des Gesamtbildes zu bekommen. Auf einem kleineren Fernseher ist man verloren, unter "Großaufnahme" versteht Tati, dass noch mindestens 3 Personen am Schirm zu erkennen sind.
Monsieur Hulot, der Hauptdarsteller, wandelt durch ein futuristisches Paris aus Glas und Stahl, begleitet von einer Schar amerikanischer Touristinnen. Er verirrt sich im riesigen Bürokomplex und ringt gegen die Entmenschlichung der technologisierten Welt. Doppelgänger, gekleidet wie Hulot verwirren die Protagonisten des Films ebenso wie den Zuschauer.
Am Abend trifft er einen alten Freund, der Portier in einem neu eröffneten Luxusrestaurant ist, und ihn spontan mit nimmt. Alkoholgeschwängert und dekadent feiert dort die Pariser High Society, bis das gesamte Restaurant in Scherben, Chaos und Anarchie untergeht. Am nächsten morgen scheint wieder die Sonne, und jeder geht seiner Wege.
Amüsant das Spiel mit Geräuschen, vortrefflich witzig etwa die Szenen auf der Hauswarenmesse, doch wer grosse Action und dummartigen Jerry-Lewis-Slapstick erwartet, wird enttäuscht. Die kleinen Dinge machen diesen Film so amüsant, wie etwa der ältere Empfangschef in einem Bürogebäude, der 2 Minuten lang auf einer Schalttafel Knöpfe drückt, um ein zweisekündiges Gespräch am Haustelefon zu führen.
Dies ist der langweiligste kurzweilige Film den ich kenne, oder wie ein Franzose zu mir meinte: "Länger als eine viertel Stunde kann ich mir diese Filme nicht anschauen. Aber sie sind genial."
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am 21. März 2006
Ein Film ohne Dialoge und ohne "richtige" durchgehende Handlung - das muss Kunst sein. Ein Film, so detailreich, im Hintergrund passiert soviel wie augescheinliches im Vordergrund, ein Film, den man oft sehen kann und muss, um einen Bruchteil des Gesamtbildes zu bekommen. Auf einem kleineren Fernseher ist man verloren.
Monsieur Hulot, der Hauptdarsteller, wandelt durch ein futuristisches Paris aus Glas und Stahl, begleitet von einer Schar amerikanischer Touristinnen. Er verirrt sich im riesigen Bürokomplex und ringt gegen die Entmenschlichung der technologisierten Welt.
Amüsant das Spiel mit Geräuschen, doch wer Action erwartet, wird enttäuscht. Dies ist der langweiligste kurzweilige Film den ich kenne, oder wie ein Franzose zu mir meinte: "Länger als eine viertel Stunde kann ich mir diese Filme nicht anschauen. Aber sie sind genial."
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am 11. April 2010
Es gibt nicht viele Filme, die so umstritten sind wie "Playtime" von Jacques Tati (1967).

In diesem Film übt Tati durch die Darstellung der Unpersönlichkeit, Konformität und Sterile der "schönen neuen Welt" heftige Modernismuskritik.

Der Handlung vollzieht sich im futuristisch wirkenden Paris. Die Filmfigur Monsieur Hulot (gespielt von Tati selbst) ist auf der Suche nach Monsieur Giffard. Sein Weg kreuzt sich immer wieder mit einer Busreisegruppe, das ein Paris, das sich kaum noch von anderen Metropolen unterscheidet, besichtigt. Durch die sterile, geradlinige Modernität der Räume und die pflanzen- und tierfreien Plätze wird die Konzentration auf die Geräusche gelenkt, so dass diese letztendlich auch noch beseitigt werden müssen: in einer Möbelausstellung werden Stühle und Türen beworben, die keine Geräusche mehr verursachen.

Interssant ist, dass im Kontrast zu dieser vollkommen sterilen, anonymen Welt sich in den Dialogen die verschiedensten Sprachen mischen, so dass dadurch doch Persönlichkeit widergegebn wird.

Im Vordergrund laufen ständig mehrere Handlung gleichzeitig ab. Sieht man den Film mehrmals, entdeckt man immer wieder neue Einzelheiten.

Der Film ist sehenswert, jedoch viel zu langatmig. Es gibt keine richtige Handlung, der Film wirkt nur durch den Zusammenschnitt vieler kleiner Einzelgeschehnisse und durch die Bilder, vor allem durch die Architektur der Räume.
Ich denke, man kann den Film auch wirklich dann nur gut finden, wenn man Tatis Humor mag - so wie es beispielsweise auch bei "Mr. Bean" der Fall ist. (Bei "Mr. Bean" wurden übrigens viele Elemente von Jacque Tatis Filmen übernommen; ich denke dieser Vergleich ist durchaus gerechtfertigt).
Einen Stern habe ich vergeben, weil mich noch nie ein Film so bedrückt hat wie "Playtime". Das lag sicherlich in Tatis Absicht, kann doch nur so die dargestellte Modernitätskritik wirken - doch mir ist es wirklich unmöglich, den Film ein weiteres Mal anzusehen.
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