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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
59
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am 5. Oktober 2011
Das Konzept offener Beziehungen ist mir nicht fremd. Daher war ich einerseits neugierig auf ein Buch, das sich mit diesem Thema befasst, andererseits hatte ich nicht erwartet, viel neues zu lernen.

Umso begeisterter war ich von diesem "Plädoyer für mehr Freiheit in der Liebe". Kein Beziehungsratgeber im engeren Sinne, sondern eine Thesensammlung, ein fesselndes Buch über die Liebe, aus dem jeder Leser seine eigenen, individuellen Schlüsse ziehen kann. Denn das ist der Punkt: Es geht um Wahlfreiheit, um den Mut, über den Tellerrand zu schauen, zum Dogma gewordene Konventionen in Frage zu stellen und zu überlegen: was würde ich wollen, wenn alles möglich wäre? Und wie viel tatsächlich für den Homo sapiens möglich *ist*, wird anhand historischer und (sub-)kultureller Abrisse im ersten Teil des Buches anschaulich geschildert.

Für mich persönlich war der zweite Teil des Buches am wertvollsten: Wie entstehen Beziehungen überhaupt? Welche Menschen finden wir begehrenswert und wieso? Was treibt "eigentlich monogame" Menschen in heimliche Affären? Warum erschüttert uns die Untreue des Partners existenziell? Immer wieder habe ich das Buch aus der Hand gelegt, über mich selbst nachgedacht und einiges gelernt.

Im dritten Teil entwerfen die Autoren Konzepte für die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse. Wir müssen nämlich weder in ein fernöstliches Matriarchat geboren sein, noch in eine Kommune ziehen, um zu werden, wer wir sind. Das funktioniert jetzt, hier und in unserer Gesellschaft! Der Gedanke, dass gesunde, liebevolle Beziehungen nicht zwingend exklusiv sein müssen, ist ebenso sensationell wie die Umsetzung in der Praxis dann oft unspektakulär und einfach eine Frage der Gewöhnung.

So fundiert und gut recherchiert der Inhalt des Buches ist, so unterhaltsam und locker-flapsig ist der Stil der Autoren. So macht Selbsterkenntnis auch noch Spaß. Ich habe "Treue ist auch keine Lösung" inzwischen schon oft persönlich weiterempfohlen und kann auch hier nur sagen: Es lohnt sich!
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Ich finde dieses Buch klasse. Anfangs dachte ich noch, Lisa Fischbach und Holger Lendt präsentierten einen weiteren Titel zum Thema Polyamorie, aber rasch zeigt sich bei der Lektüre, dass die Autoren zwar viel Sympathie für dieses Konzept hegen, aber dann doch weit darüber hinaus gehen.

Der Untertitel des Buchs heißt "Ein Plädoyer für mehr Freiheit in der Liebe". Und Freiheit meint hier nicht "Hose auf und los!" sondern die Freiheit, dass jedes Paar für sich allein definiert, wie es seine sexuelle Beziehung gestalten will: Monogam, als Swinger, polyamor oder gar asexuell.

+ + + Konzepte wechseln statt Menschen + + +

Zu dem WIE gesellt sich ein WANN: Die Autoren plädieren dafür, sich nicht mit Tag Eins einer Partnerschaft auf ein lebenslanges Konzept zu verständigen und sich dann verbissen daran festzuhalten sondern immer wieder neu zu hinterfragen, ob die Art und Weise wie man liebt noch aktuell ist oder ob sie an veränderte Bedürfnisse angepasst werden kann. So könne ein Paar im Laufe seines (Beziehungs-) Lebens wechselweise monogam, polyamor, swingend und wie auch immer unterwegs sein.

Wahre Freiheit entsteht laut Fischbach/Lendt dann, wenn Konzepte nicht mehr wichtig sind, denn jedes Konzept habe Regeln und provoziere damit automatisch Unfreiheit. Wenn das Paar seine Liebe über jedes Konzept stellt und damit auch über moralische Konventionen der Gesellschaf, werde es wirklich frei in seiner Liebe.

+ + + AMEFI funktioniert nicht + + +

Die Autoren halten das Konzept der Monogamie (AMEFI = Alles Mit Einem Für Immer) für untauglich. Schon der Anspruch, dass ein einziger Mensch alle Bedürfnisse eines anderen erfüllen könnte, sei barer Unsinn, und dann auch noch zu fordern, dass dies ein ganzes langes Leben lang geschehen soll, sei völlig utopisch. Dies führe nur zu Frust und Enttäuschung und schließlich zu Untreue, Verletzung und Trennung.
Zielführender ' und liebevoller ' sei hingegen, nicht den Partner auszutauschen, wenn er den Ansprüchen des eigenen Konzepts nicht mehr erfülle, sondern das Konzept neu zu verhandeln, damit man so zusammenleben kann, dass die Bedürfnisse beider möglichst gut erfüllt werden.

+ + + Liebe zur Liebe + + +

Dazu braucht es, so die Autoren, die Bereitschaft zu Reflexion und Kommunikation und vor allem die Liebe zur Liebe: Wer es schaffe, sein Herz ganz auf die Liebe an sich auszurichten, der finde Wege, mit Angst, Wut und Unsicherheit, die aus einer Beziehung zu einzelnen Menschen entsteht, konstruktiv umzugehen.

So ist dieses Buch recht eigentlich ein leidenschaftliches Plädoyer für die Liebe.

An dem Buch gefallen mir die innere Haltung der Autoren, die Fülle an Informationen, die Beispiele aus der Paarberatungspraxis, die einfache Sprache und insbesondere die deutlichen Hinweise auf die desaströsen Auswirkungen eines Religions- und Gesellschaftssystems, das auf Kapitalismus, Konsum, Schuld und Herrschaft basiert.

So kommt das Buch zu rechten Zeit: Allerorten fliegen uns die patriarchalen Trümmer um die Ohren, und auch im Mikrokosmos der Paarbeziehung darf nun nach Matriarchat und Patriarchat etwas Neues kommen - etwas, das dem Menschen viel mehr gerecht wird. Liebe eben. Und die Freiheit, sie liebevoll zu gestalten.

(Diese Rezension erschien zuerst im Blog des Web-Portals Erosa)
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am 2. Oktober 2011
Die Autoren trauen sich was - das muss man sagen.

Das Buch beginnt höchst provokant und oft sehr witzig mit einem großen Abschnitt zum Thema Untreue. Religion und Historie werden ebenso durchleuchtet, wie Biologie und die heutige Gesellschaft. Fazit ist, dass es wirklich nur wo wimmelt von den Treue-Ausnahmen, oft da wo man es wirklich nicht vermutet hätte, weil es Informationen gibt, die - zumindest für mich - wirklich neu sind.

Der nächste große Abschnitt beschäftigt sich mit der Treue und man mag es nicht glauben: Die Autoren loben das, was sie als Essenz der Treue betrachten - das Vertrauen und die Bindung an einem Menschen. Sie arbeiten klar heraus, was Kirche und Co. aus dieser Basis gemacht haben, bzw. wo wir die Treue vielleicht "falsch" verstehen. Außerdem machen sie klar, was für Greueltaten durch Eifersucht und Besitzdenken zustande kommen - es bleibt die dann schon rethorische Frage, ob wir ohne Eifersucht und Co. nicht besser dran wären.

Der letzte Abschnitt ist der beste: Es geht um ein wirklich erfrischend neues Verständnis der Liebe! Es stimmt schon: Nur wer mal wirklich "dumme", also naive Fragen stellt (Was ist Liebe eigentlich? Wie funktioniert sie?) bekommt Antworten, die nicht nur schon Dagewesenes wieder herbeten. Die Autoren machen sich angreifbar, weil sie wirklich ein ganz eigenes Modell vertreten. Sie führen ein Modell von Treue ein, dass nicht von der Exklusivität abhängt, sie stellen richtig verstandene Romantik als Weg zu besseren Partnerschaften dar und geben dem Ganzen sogar eine spirituelle Perspektive.

Die Idee der Philophilia (Liebesliebe) ist dann wirklich eine toller psychologischer Lösungsansatz:
Die Liebe zu lieben, Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen und es nicht besser wissen zu wollen, wenn man sich verliebt, sondern den Impulsen der Liebe wissbegierig zu folgen zeigt, dass die Liebe ein großer Lehrmeister sein könnte, wenn wir ihr nicht mit Moral in die Quere kommen würden. Dass sich Probleme in der Liebe besser lösen lassen, wenn man versucht sie geistig aus der Position der Liebe zu betrachten, halte ich für absolut plausibel - habe es bereits mit interessantem Ergebnis ausprobiert.

Fazit:
Ein kleines Gesamtkunstwerk, dass aber etliche Leute aufheulen lassen wird. Nur steckt in dem Buch sehr, sehr viel mehr drin, als der provokante Titel auf Anhieb vermuten ließe.

Meine Empfehlung:
KAUFEN!
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am 5. Oktober 2011
Nachdem ich vor einigen Wochen zufällig in der Sendung zibb (Zeitgeschehen in Berlin Brandenburg) den männlichen Teil des Autorenteams" erlebt hatte und dort auf die Neuerscheinung seines Buches hingewiesen wurde, stand ich letzte Woche gleich im Buchladen, um darin zu blättern. Pleite! Nicht vorrätig! Nur auf Bestellung! Eine offenbar voreingenommene Buchhändlerin (Zitat: "Ach, wieder mal so einer zu diesem Thema. Typisch, so etwas kann doch nur ein Mann schreiben.") regte mich auf, aber auch an, in der benachbarten Buchhandlung meine Bestellung perfekt zu machen.

Und nun lese ich. Bin zwar nicht so schnell wie meine Vor-Rezensenten, doch Gut Ding will Weile haben." Ich genieße jede Seite auf die eine oder andere Art. Hier ist etwas zum Schmunzeln, dort eine Passage, in der auch ich rote Ohren bekomme, viele Anmerkungen über mir unbekannte Völker und Göttinnen sowie deren Beziehungsriten, aber auch eine mutige Argumentation gegen die Herren der christlichen Kirchen (Spannend, wenn beide Parteien in einer Talk-Show aufeinander träfen!). Immer wieder setzt man beim Lesen kurz ab, nickt innerlich zustimmend, ist peinlich berührt, aber auch empört über einige menschliche Verhaltensweisen, die die Autoren allerdings wertneutral beurteilen.

Allein der Umfang für ein Taschenbuch ist beachtlich. Man (und frau) bekommt etwas fürs Geld. Alle Achtung, was die Autoren Lendt/Fischbach da zusammengetragen haben. Ein kleines Kompendium über die Beziehungswelt der Tiere, unserer Götter und Vorfahren und den gegenwärtig oft verwirrenden Gefühls-Cocktails und anerzogenen Verhaltensmustern sowie den Ansprüchen unserer heutigen Gesellschaft. Es ist kein neues Kochbuch für eine Fernseh-Show, das uns hier erwartet, dennoch ist es voll mit Rezepten" und fundierten Anregungen, um über die Liebe und damit über sich selbst nachzudenken. Und das alles in einer kurzweiligen und unterhaltsamen Art. Es lebe die Philophilia! Die Buchhändlerin muss ich auch noch wissen lassen, dass die Männer in dem Buch gar nicht so gut wegkommen, wie sie es vermutet.

Also Leute, unbedingt kaufen und nicht gleich ins Regal stellen, sondern lesen! Ich werde heute Nacht weiterlesen, denn tagsüber beschlagnahmt mein Mann das Werk!
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am 2. Mai 2012
Ein Buch über die Liebe und in Liebe geschrieben. Und so purzeln die Worte, wenn das Herz weit ist, mitten hinein. Das Autorenpaar hat erkannt, dass die Liebe ebenso unergründlich wie unerschöpflich ist, sich nicht aufhalten lässt durch gesellschaftliche Konventionen, eben weil sie größer und umfassender ist als jedes Konzept.
Die Schreiber geben sich nicht der Illusion hin, dass sie EINE Möglichkeit Liebe zu leben wüssten, weil die Liebe selbst eben alle Möglichkeiten in sich trägt.

Vielleicht ist es ein Thesenbuch, vielmehr jedoch eine große mystische Vision über die Sehnsucht: Eins zu sein mit sich und der Welt, keine Angst zu haben vor der Kraft, die uns erst zu dem macht, was wir sind - Liebe!
Und so lehrt das Buch erkennen, dass wir nicht über Doktrin und Verbote zur Liebe vordringen, sondern durch Erkenntnis und die mystische Erfahrung der Einheit mit allen göttlichen Wesen, um so zu unserer eigenen Quelle der Liebe vorzudringen und damit unserem wahren Wesen.
Jegliche Moral von außen scheint damit letztlich zum Scheitern verurteilt, wenn es uns nicht gelingt beides, Vernunft und Leidenschaft, wieder in die Waagschale zu werfen. Oder wie Khalil Gibran es sagt: "Eure Vernunft und Eure Leidenschaft sind das Ruder und die Segel eurer seeerfahrenen Seele. Wenn eure Segel oder Ruder brechen, könnt ihr nur noch schlingern und treiben oder auf hoher See festgehalten werden...Ich wollte ihr betrachtet Euren Verstand und Eure Gelüste wie zwei geliebte Gäste in eurem Haus."

Somit ist dieses Buch eben nicht, wie der Titel suggerieren mag, ein Appell an den Treuebruch, sondern die Einladung sich in Zeiten serieller Monogamie und Kurzlebigkeit von Beziehungen dem eigentlichen Gebot der Treue zuzuwenden. Treue zu einem geliebten Menschen nicht als Ausschluss und NEIN zu anderen Beziehungen, sondern ein achtsames, loyales, liebevolles Umgehen und JA zu eingegangener Bindung, zu verstehen.
Wer sich als klassischer "Fremdgeher" durch die Lektüre also endlich einen Freispruch von bestehenden Schuldgefühlen erhofft, wird vielleicht enttäuscht. Der Leser, der seiner inneren Sehnsucht Liebe zu leben folgen will, wird ermutigt und bestärkt, dass Freiheit in der Liebe möglich sein kann...

Fast möchte man daher die Empfehlung aussprechen, mit dem letzten Teil des Buches und damit seinem eigentlichen Kern zu beginnen. Der Logik des Buches zu folgen und sich zuvor mit unseren biologischen Wurzeln und den Auswirkungen von 2000 Jahren Christentum auf unsere Ansichten über Erde, Natur, Sexualität und menschliches Selbstverständnis zu beschäftigen, ist jedoch zunächst ebenso sinnvoll, wie die theoretische Auseinandersetzung mit deren schmerzlichen Folgen, wie Eifersucht und Verlustangst und den daraus resultierenden (selbst)zerstörerischen und destruktiven Mechanismen auf unser Miteinander.

Was ist diesem Buch zu wünschen? Lesern zu begegnen, die sich auf seine Magie einlassen. Und dass es irgendwann zu einem alten Hut geworden ist, niemanden mehr zu fesseln vermag weil seine Visionen längst gelebte Realität geworden sind.
"...Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts..." (Das Hohelied der Liebe 1 Korintherbrief 13,1-13)
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am 25. August 2013
Das Buch liest sich gut weg, und es gelingt den Autoren, einen dazu zu bewegen, seine Überzeugungen zu hinterfragen. Der Stil ist kurzweilig, gleichwohl hätte ein disziplinierendes Lektorat dem Werk gut getan. Denn man könnte dieselben Argumente auch auf einem Drittel des Raumes unterbringen. Vor allem der Anfang wird mit kulturhistorischen Anekdötchen überfrachtet, ehe es dann endlich zur Sache geht. Auch am Ende fasert das Buch aus. Schade, dass die Autoren ihre geschwätzige Eitelkeit nicht besser unter Kontrolle gebracht haben. Für überzeugende Denkanstöße kann man trotzdem 4 Sterne geben.
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am 9. Juni 2015
…ist das nur die Sicht der beiden Therapie-Menschen, so wie sie diese Menschen sehen. Was danach passiert oder wie lange man diese Arten von Beziehungen durchhält…davon ist keine Rede.
Anfangs habe ich das Buch auch begeistert gelesen. „Swinger“ sein ist ja gut und schön, das macht man auch mal zusammen. Darüber sprechen kann man, es kann sogar die Beziehung festigen. Dabei sein oder ganz schön, das „mal“ getrennt zu machen. 3-4 mal im Jahr sind gut, darauf kann man sich freuen. Aber einheitlich mehrmals ? So toll ist das Gefühl nicht, das kann ich euch beschwören! Wenn man solche Beziehungsarten nicht selbst miterlebt und vor allem; erlebt hat, dann kennt man die Zweifel und den Schmerz nicht.
Fakt ist: Wenn ich das für Jahre mache (eine sexuelle Beziehung nebenher), dann werde ich meinen eigentlichen Partner nie umso mehr lieben. Im Gegenteil. Warum auch und vor allem, wie? Auch wenn dieser selbiges verfolgt. Und ganz im Ernst: ich kenne diese Gefühl auch. Mit der Zeit wird man den „Fremden“ als Entscheidungsträger einbeziehen, so das der eigentliche Lebenspartner nur noch den miesen Alltag (den man ja entfliehen möchte) zusammen erträgt. Immerhin müssten beide einen Sexualpartner haben. Wenn das sich ändern sollte…dann wird es etwas ungerecht.
Vielleicht hat man Kinder. Und die fragen dann irgendwann, warum es immer Kalt, evtl. ohne Sprache, emotionslos für den anderen in die familiären Dinge einfließt. Genau das kann dann passieren. Ich kenne solche Paare. Leider. Mir tut jedes Kind leid, die solche Eltern haben. Wie stellen die sich das vor ? Die Art wie man aufwächst, was man von Eltern lernt, die Wertevorstellung? Jeder ist abwechselnd 1-2 Tage in der Woche weg.... Aber irgendwann fragt man sich, warum man „den anderen noch mitschleift“. Keine Ahnung was die Menschen voneinander unterscheiden…ist es die Intelligenz? Langzeit-Nebenbeziehung lehne ich daher ab! Früher oder später kommt es zur Trennung…wenn nicht, scheint man selber emotionslos zu sein.
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am 3. Dezember 2014
Das Buch vermittelt auf leichte Art und Weise ein paar Grundlagen der Liebe und des Zusammenlebens der überwiegenden Mehrheit der Gesellschaft. Hinterfragt werden dabei sowohl unser Werte- und Normenkonsens von Partnerschaften als auch unser (meist) verzerrtes Bild von Liebe, Treue und Eifersucht. Dabei werden Argumente bemüht, die jeden so klar und eindeutig sind, dass sie zum Nachdenken anregen und uns einen Blick von außerhalb unserer gewohnten Konventionen erlauben.

Die getroffenen Fallbeispiele bereiten große Freude beim Lesen, da unweigerlich immer ein Bezugspunkt zur eigenen Partnerschaft erscheint. Weniger leicht liest sich die Abhandlung über den religiösen Hintergrund unserer Treueauffassung, auch der letzte Part des Buches ist ein wenig spirituell geraten und für den Leser, der sich zum ersten Mal kritisch mit dem Thema beschäftigt, auch ein wenig übers Ziel hinaus geschossen.

Ich habe das Buch dennoch verschlungen, da es mir in vielerlei Hinsicht die Augen bezüglich einer Beziehungskrise geöffnet hat. Es gibt dabei (entgegen dem plakativen Titel) keine Wertung ab, sondern überlässt dies dem Leser. Für mich eines der sinnvollsten Bücher, das mein Leben, meine Partnerschaft und meine Ansicht darüber enorm bereichert hat!
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am 22. Februar 2012
Jeder, der die Augen nicht zu macht, Film und Fernsehen sieht und Bücher liest, weiss dass der Mensch nicht monogam ist. Also verlangt doch bitte keine körperliche Treue. Das Buch zeigt die Diskrepanz zwischen romantisch verkläter Vorstellung von Partnerschaft und der Realität auf! Lügen sind in einer Partnerschaft viel schwerer zu verzeihen als das ehrliche stehen zu beider Sehnsüchten.
Aber bis das der Tod uns scheidet will ich mit meiner Ehefrau zusammenbleiben!!
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am 18. September 2013
Diesem Buch hätten 100 Seiten (oder ein/e Autor/in) weniger sicherlich gut getan! Vor allem der letzte Teil ist eine endlose Aneinanderreihung spirituell-esoterischer Schwafeleien über die Liebe als "kosmische Kraft" die uns "mit uns selbst verbindet", dazwischen finden sich hin und wieder ein paar brauchbare Gedanken zum Thema Treue und Untreue (z.B. dass es bei Treue darum geht, Verlässlichkeit aufzubauen, die durch eine/n Dritte/n in Frage gestellt wird, S. 144), aber oft werden bloße Plattitüden referiert (unsere Konsumgesellschaft führe zur Wegwerfmentalität in Punkto Beziehungen - ach nee) oder völlig widersprüchliche Aussagen getätigt. So heißt es bspw. mehrfach, der Mensch besitze keinen freien Willen (z.B. S. 205), dann heißt es wieder, jeder müsse sich bewusst und frei für ein Liebes- bzw. Partnerschaftsmodell entscheiden (zwischen den Varianten wählen, S. 213). Oder aber, die Liebe sei zwangsläufig exklusiv (S. 137), dann wieder, es sei völlig normal, ja erstrebenswert, mehr als einen Menschen gleichzeitig zu lieben (S. 209). Ja was denn nun? Noch ärgerlicher sind pauschalisierende Äußerungen, wonach monogame und treue Menschen schlicht ein geringes Sexbedürfnis haben (S. 148) oder die "Ideologie der Monogamie" verantwortlich sei für "Unglück in und die Trennung von Beziehungen, für Gewalttaten aus Eifersucht und die Verstümmelung und Ermordung von Menschen - millionenfach" (S. 200). Das ist wohl nicht nur leicht übertrieben! Zum Thema Treue/Untreue gibt es wesentlich bessere Bücher (z.B. das von Jellouschek). Daher keine Kaufempfehlung.
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