Hier klicken Amazon-Fashion Hier klicken Karnevals-Shop Frühjahrsaktion Hörbuch 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFitmitBeat Autorip GC HW16

Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
212
3,5 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:11,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. Februar 2016
Ganz sicher keine Strandlektüre, daher wohl auch die signifikante Anzahl von Verrissen hier, möglicherweise verursacht durch Fehlkäufe oder -schenkungen. Denn: „Grabesgrün“ ist definitiv nicht nur ein Krimi. Das herkömmliche Suspend-Release-Muster gibt es hier nicht und wer das Buch in der Erwartung eines solchen zu lesen beginnt, dürfte dann auch tatsächlich enttäuscht sein - oder positiv, überaus positiv, überrascht.

Ich habe das Buch heute Morgen zu Ende gelesen, trotz Vollbeschäftigung nach nur wenigen Tagen. Tana French schreibt in einer Liga weit oberhalb dieser Gone Girls und GOTTs (Girl On The Train). Sie hat den großen Gedanken, eine Vision und verarbeitet diesen in einer intim erzählten Geschichte. Ihre Sprache ist von einigem Niveau und verlangt entsprechende Aufmerksamkeit, daher: nichts für den Strand (s.o.). Die intime, detaillierte und atmosphärisch dichte Erzählweise führte für mich als Leser zwar nie zu einer Identifikation mit den Hauptpersonen bzw. der Erzählfigur, doch sie zog mich häufig in die geschilderten Situationen hinein. So war ich gelegentlich versucht, den Detectives von außen zuzurufen: „Mensch, trinkt nicht so viel!", oder auch: „Achtet doch mal auf eure Work-Life-Balance!". So in etwa lief das für mich ab.

Der Kriminalfall an sich ist zwar keinesfalls nebensächlich, als zentral würde ich jedoch das Psychopathen-Motiv ansehen, das sich durchaus auch auf den Erzähler anwenden lässt. Und das Ende, das so viele bemängeln? Ich für meinen Teil hatte befürchtet, dass irgendwann doch noch ein bis dahin unentdeckter Grizzlybär auftaucht und für die alte Geschichte verantwortlich gemacht wird, zu oft gab es halt dieses „Da war was!" im Wald. Aber wie flach wäre das denn gewesen? Genau so, wie das Ende ist, ist es richtig und gut!

Zu Weihnachten bekam ich „Geheimer Ort" geschenkt, das fünfte der Bücher von Tana French, mein erstes von ihr. Hier hatte ich bei einigen Passagen den Eindruck, echte Literatur in den Händen zu halten. „Grabesgrün" ist da noch nicht ganz so weit, aber nahe dran. Tana French entwickelt sich halt auch noch und es ist interessant, das zu beobachten.

Alles in allem: Klarer Fall von fünf Sternen!
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Juli 2008
Cassie und Rob sind ein Ermittlerduo bei der irischen Polizei. Sie sind attraktiv, erfolgreich und im Umgang miteinander wie junge Hunde. In vollkommener Negation jeder Möglichkeit von erotischer Anziehung scherzen und spielen sie miteinander und geben sich gerade in dieser Unbefangenheit sehr oft gegenseitig Halt und Stärke. Die Szenen, in denen die beiden sich frozzelnd aufziehen, sind gelungen, originell und amüsant, auch wenn man als Leser darauf wetten möchte, dass es nicht ewig bei diesem unschuldigen Verhältnis bleibt. Doch zunächst gibt es einen kniffligen Fall zu bearbeiten. Auf einem Opferaltar, der sich mitten in einer Ausgrabungsstätte befindet, wird eine Zwölfjährige gefunden. Erschlagen und vergewaltigt.
Cassie und Rob übernehmen den Fall, auch wenn Rob den Tatort besser kennt, als ihm lieb ist, denn er war als Kind in ein Verbrechen verwickelt, das sich an eben dieser Stelle zugetragen hat. Dieses Verbrechen ist bis heute ungeklärt, vor allem weil Rob selbst infolge einer umfassenden Amnesie nichts zur Aufklärung beitragen konnte. Allerdings weiß außer Cassie niemand von dieser Geschichte.
Im Lauf der Ermittlungen kommen Robs verschüttete Erinnerungen langsam wieder an die Bewusstseinsoberfläche. Und diese Passagen, die Beschreibungen der wilden Kinderspiele inmitten einer urwaldartigen, unberührten Natur, gehören zum Poetischsten, was man derzeit in der Krimiszene lesen kann. Der Roman nimmt sich sehr viel Zeit, um diese einzigartige Atmosphäre heraufzubeschwören - und das tut ihm gut, zumal die Spannung über mehr als 600 Seiten nicht nachlässt, gilt es doch, eine Fülle von Spuren zu verfolgen.
"Grabesgrün" ist ein echter Pageturner für Freunde atmosphärisch dichter Krimis und bietet zudem ein mutiges Ende, denn nicht alles wird am Schluss aufgeklärt.
33 Kommentare| 110 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Oktober 2010
Columbo oder Miss. Marple? Eine Frage die sich jeder Autor von Kriminalromanen stellen muss. Präsentiere ich den Mörder gleich zu Beginn der Geschichte, weihe den Leser also ein, und lasse ihn dann beobachten, wie die Ermittler Stück für Stück ihre Schlinge um den Hals des Mörders zuziehen. Oder aber lasse ich den Leser im Dunkeln und stelle ihn den Ermittlern nebenan, damit der Leser selbst Fakten kombinieren kann und bis zum Ende selbst im Ungewissen bleibt.
Letztlich ist es Geschmacksache. Jede Variante hat ihre Stärken und Schwächen, denen sich ein Autor bewusst sein muss. Beherzigt es diese nicht, kann passieren, was Tana French passiert ist.
Nicht zu wissen, wer der Mörder war, wie das Verbrechen geschah und von welchem Motiv der Täter getrieben wurde, ist spannend, keine Frage. Doch muss der Leser dann bei der Stange gehalten werden. Immer wieder muss man ihm Häppchen zuwerfen, kleine Mosaiksteinchen finden lassen, damit vor allem eines nicht auftritt: Langeweile.
Potential hat der Fall allemal. Ein kleines Mädchen wird auf dem Altar einer Ausgrabungsstätte entdeckt. Der Fall wird von den Detectivs Rob Ryan und Cassie Maddox übernommen. Erschwerend kommt hinzu, dass Rob vor 20 Jahren in genau diesem Wald ein traumatisches Erlebnis zuteil wurde. Er selbst kann sich nicht mehr daran erinnern, doch zwei seiner Freunde starben damals an diesem Tag, vor so langer Zeit. Immer wieder kommen Rob Erinnerungen aus dieser Zeit, immer mehr beginnt sich das Geschehne von damals ins Bewusstsein zu befördern. Neben dieser schrittweisen Erkenntnis ziehen sich die Geschehnisse des aktuellen Falls über weite Strecken des Buches zäh durch ein Aneinanderhäufen verschiedener Fakten. Dem Leser ist aber nie die Chance gegeben, wirklich mitzukombinieren. Natürlich, tägliche Polizeiarbeit mag so trist und erfolglos verlaufen, doch will der Leser keine reale Geschichte hören, er will unterhalten und gefordert werden. Die plötzlich offensichtliche Lösung lässt alles ganz schnell geschehen. Der Leser wird überrumpelt und auf einmal überschlagen sich die Ereignisse und nicht alles, aber vieles, liegt offensichtlich auf dem Tisch. Schade, dass der Leser um die Chance gebracht wird, selbstdenken tätig zu werden.
Leider bleibt auch das Interesse an den Figuren wage. Zu konstruiert und vor allem zu bekannt wirkt die Beziehung zwischen dem Ermittlerpaar; sie sind beste Kumpels, verstehe sich auch ohne Worte und doch kommt es im Laufe der Erzählung zu Problemen, über die an dieser Stelle der Mantel des Schweigens gelegt werden muss.
Ganz allgemein kann es für Geschichten bereichernd sein, wenn sie zum Ende des Buches ein paar Fragen offen lassen. Doch darf es sich dabei nicht um Punkte handeln, die von Beginn an den Leser interessieren und die für ihn zentral sind. Ein paar kleine Gedankenanstöße, ausgelöst durch noch ungeklärte Dinge, lassen uns die Geschichte verinnerlichen, sie weiterdenken, uns sich mit ihr beschäftigen. Große Fragen, die jedoch unbeantwortet bleiben, wirken eher unbefriedigend. Und so schließt man am Ende das Buch mit einem unguten Gefühl voller unerfüllten Erwartungen.
0Kommentar| 62 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Dezember 2008
Sehr poetischer Thriller, lässt einen aber leider unzufrieden zurück.

Eins muss man Tana French lassen: Sie versteht es, Athmosphäre zu erzeugen. Ihre Beschreibungen sind so anschaulich, dass man glaubt, dabei zu sein, damals, als die drei Kinder ihre wilde Zeit in und um Knocknaree verbrachten.
Die Handlung zu beschreiben, spare ich mir. Dazu wurde schon viel gesagt. Die Schilderungen der Ausgrabungen, der Tat, der anderen Menschen sind weit besser, als Durchschnitt.
Ich fand das Buch auch nicht zu lang, wenn man in "Vorfreude" auf die Aufklärung der beiden miteinander verwobenen Fälle hinliest.

Und so habe auch ich, genau wie andere Rezensenten hier, bis zur letzten Seite gehofft, dass sich das Rätsel um die beiden verschwundenen Freunde des Ermittlers doch noch aufklärt, habe auf einen Paukenschlag gewartet und beim nicht zu leugnenden Können der Autorin auch gehofft, dass ihr eine Überraschung gelingt. Seitdem ich das Buch weggelegt habe, bin ich von Tag zu Tag mehr verärgert darüber.
Mögen manche es mutig nennen, das Buch so enden zu lassen, ich finde es schäbig. Schäbig dem Leser gegenüber, denn die ganze Geschichte wird um dieses Rätsel herum gestrickt, lebt von diesem Geheimnis.
Das ist Betrug am Leser. Sehr, sehr schade, weil der zweite Handlungsstrang super aufgelöst wurde. Das ist Tana Frenchs Debüt. Dafür hatte sie leider schlechte Berater, weil sie super schreiben kann. Das hätten fünf Sterne werden können...
33 Kommentare| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. August 2012
Irgendwie habe ich eine gespaltene Meinung zu diesem Buch:
Wirklich gut fand ich die Verknüpfung des alten Falls aus Robs Kindheit mit dem aktuellen Fall: dem Tod der 12jährigen Katy und ihre Aufbahrung auf dem Opfertisch einer Ausgrabungssstätte. Auch dass die Aufklärung des Falls viele Kurven und Schlenker macht, viel versprechende Spuren dann doch im Sand verlaufen, während scheinbar unwesentliche Informationen zur Lösung beitragen, hat mir gefallen.
Nicht immer leicht fand ich die Sprache, vor allem zu Anfang des Buches war ich fast geneigt dieses wieder weglegen, auch am Ende ging es mir so, während zwischendurch das Lesen ganz einfach war.
Schwierigkeiten hatte ich mit der Hauptfigur Rob und seiner Rolle. Ich mag so Verknüpfungen von Päckchen aus der Vergangenheit mit aktuellen Ereignissen, aber irgendwie scheint mir das hier nicht immer gelungen, Rob hat für mich zu viele Gesichter. Vor allem die ganze Freundschaft zu Cassie (und deren Ende) passen irgendwie nicht ins Bild, wenn das nicht gewesen wäre, hätte das Buch auch um locker 200 Seiten dünner sein können.
Ich bin hin und her gerissen, vielleicht muss ich Teil 2 lesen, um Teil 1 besser verstehen zu können.
11 Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. August 2012
Nach den ersten zehn mühevollen Seiten, die ich brauchte, um mich auf den überbordenden, aber hervorragenden Schreibstil einzulassen, hat dieses Buch Dynamik entwickelt. Die letzten dreihundert Seiten habe ich an zwei Tagen verschlungen.

Das Ende ist ein wenig verstörend, aber ich glaube, man kann es sich selbst erschließen, wenn man die Ausführungen der zweiten Ermittlerin, Profilerin Cassie, aufmerksam liest. Da nun jeder selbst interpretieren kann, ob ich recht habe oder nicht, würde ich jetzt meine Version des Endes schildern. Lest das Buch einfach selbst und zieht eure eigenen Schlüsse.

[SPOILER!]

Ich glaube, der Protagonist ist genau der Psychopath, den Cassie beschreibt. Sie weiß das eigentlich. z.B. erzählt sie ihm von dem Typen, der sie im Studium belästigt hat, mit seltsamen Blicken, mit Andeutungen … Und gegen Ende wird deutlich, wie wenig Adam fühlt, wie unzulänglich er ist, wie egoistisch, wie gern er die Fäden in der Hand hält. Nicht zuletzt, wie gestört er sich Cassie gegenüber verhält.

Es wird an einer Stelle in den Raum geworfen, dass Adam damals selbst die anderen beiden Kinder umgebracht hat. Er ist ein Psychopath, warum nicht? In seinen Erinnerungen bricht er immer an den Stellen ab, wo er alles zugeben müsste. Er hat das Blut seines Freundes im Schuh. Wie soll das dort hineingekommen sein, wenn er die Tat nicht selbst verübt hat? Wie er den beiden nachläuft, durch den Wald, wird zwei Mal beschrieben, es scheint davon zwei Versionen zu geben, und je nach seiner funktionierenden oder mal weniger funktionierenden Verdrängung schaltet er um. Vergessen wir nicht, wer uns den ganzen Fall schildert.

Geht man davon aus, dass er es war und dass man ihm nicht alles glauben darf – wie er selbst am Anfang zugibt – hat man ein überzeugendes Ende des Buches, und dann ist es ein Meisterwerk. Allein, wie er kurz vor Schluss sagt, er hätte uns gewarnt, dass er lügt (und sich bloß auf irgendeine kleine Lüge bezieht …), ist richtig, richtig fies.
33 Kommentare| 34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. September 2009
Über den Verlauf der Geschichte werde ich auch nichts mehr sagen, ist zu genüge getan.

Ich muss mich leider der am besten bewerteten negativen Rezension anschließen:

Das Buch enttäuscht einen am Ende unheimlich. 2 Fälle werden miteinander verwoben, die Spannung im Buch lebt nur davon - ansonsten ist es eigtl. nicht wirklich spannend, da man sich absolut von Anfang an denken kann, wer der Mörder ist - manche Verdächtige sind einfach zu künstlich "unschuldig" beschrieben, inkl. blütenweißer Kleidung, bleibt einem nur noch ein ärgerliches Kopfschütteln.
Dass dann aber am Ende mit den beiden verschwundenen Kindern rein gar nichts rauskommt - und damit meine ich: ABSOLUT nichs - ist so dermaßen enttäuschend, dass man fast Wuttränen weinen könnte.

Was mich aber noch mehr zur Weißglut getrieben hat, ist der verweichlichte, himmelschreiend egozentrische Protagonist Adam Ryan (der, dessen Freunde damals verschwunden sind). Noch nie musste man soviel weinerliches "Ich, ich, ich" ertragen - am Ende entschuldigt er sich sogar für sein Verhalten, aber eben wieder mit "so eine schwere Zeit für mich, mich, mich..", irgendwann kommts einem da wirklich fast hoch. Vor allem, da er durch dieses Ich-bezogene Verhalten eigentlich alles erdenkliche im Fall vermasselt, sogar die langjährige Freundschaft zu seiner Partnerin (Cassie Maddox) - hier hätte sich sogar eine glaubhafte Liebesgeschichte entwickelt, durch absolut unglaubwürdiges kindisches Verhalten wird da allerdings wieder alles durch Ryan zerstört und am Schluss darf man ein mehr als frustrierendes und aggressiv machendes Ende dieser Beziehung miterleben.

Sowieso wird man zum Schluss des Buches nur ins Gesicht geschlagen:
1. Der Handlungsstrang der vermissten Kinder wird einfach fallen gelassen.
2. Man wünscht sich beinahe, dass sich dieser Egomane Ryan endlich irgendwo runterstürzt, ertränkt, etc.
3. Romantische Menschen, die sich dieses ewig lange Geplänkel der beiden Hauptfiguren bis sie endlich zusammen kommen, antun, werden am Ende sowieso jäh enttäuscht. Richtige Wuttränen hab ich geweint...
4. Man ahnt von Anfang an, wer der Mörder ist und behält auch noch Recht. Man kann sich dann nur noch über die Blindheit Ryans zu Tode ärgern.
5. Der Mörder kommt sowieso ungeschoren davon, nichts passiert mehr dazu. Gar nichts!!!!
6. Auch mit dem unsympathisch - dämlichen Ryan passiert am Ende außer Selbstmitleid (oh Überraschung) gar nichts.

An sich war ich anfangs so begeistert von diesem Buch. Schöne, absonderliche Charaktere, 2 interessante Plots die ineinander verflochten schienen, anfangs (!!!) sympathische Ermittler, eine wunderschöne Umgebungsbeschreibung...
Je weiter ich allerdings kam, desto wütender wurde ich und meine Befürchtungen haben sich dann auch bewahrheitet.

Oh, ein ganz besonders ärgerliches "Extra" bekommt man noch: Wer sich wie ich auf ein über 700 Seiten langes Buch freut, wird auch enttäuscht: Die letzten 30, 40 Seiten werden für eine Leseprobe des neuesten "Cassie Maddox" - Abenteuers missbraucht. Damit man sich gleich mal weiter schwarz ärgern kann, dass da wieder nichts von Adam Ryan und der Auflösung des Falls der verschwundenen Kinder oder von einer Versöhnung von Ryan und Maddox oder von der Bestrafung des Mörders erfährt..

Es hätte so ein geniales Buch sein können :(
Am liebsten würde ich 2 1/2 Sterne geben, geht aber leider nicht.
55 Kommentare| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Juli 2011
Tana Frenchs Debütroman 'Grabesgrün'war für mich ein echtes Krimi-High ligh. DieSprache und der Stil dieses herausragenden Romans haben mich total begeistert. Ich war die ganze Zeit des Lesens mittendrin im Geschehen und irgendwie bin ich es noch immer. Ein starkes Debut.

Die Ermittler Cassie Maddox und Rob Ryan werden nach Knocknarre gerufen. Die Leiche eines kleinen Mädchen wurde auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte ermordet aufgefunden. Was niemand außer seiner Kollegin Cassie weiß, Rob verbindet mit Knocknarre ein schreckliches Kindheitserlebnis. Er war vor ca. 20 Jahren eines der 3 Kinder, die eines nachmittags in Knocknarre verschwanden. Er wurde tags darauf entdeckt, an einem Baum geklammert, mit Blut in den Schuhen, dass nicht von ihm stammte, in einem katatonischen Zustand. Er machte 36 Stunden lang keine selbständige Bewegung und sprach 2 Wochen kein einziges Wort. Der zweite Junge -Peter Savage - von ihm wurde nur die Armbanduhr gefunden und das Mädchen Germaine Rowan -genannt Jamie - blieben spurlos verschwunden.

Rob spricht nicht gerne über die Knocknarre-Sache, denn das würden nur zu sensationslüsternen Fragen nach seiner nicht existenten Erinnerungen führen. Rob hatte gleich nach dem Vorfall - er kam auf ein englisches Internat - seinen ersten Vornamen - Adam - abgelegt und so bringt ihn niemand mit diesen Geschehnissen in Verbindung. Er weiht auch seinen Vorsetzten nicht ein, damit ihm der jetzige Falle nicht entzogen wird.

Inwieweit die beiden Fälle in Verbindung stehen ist hier die Frage. Denn bei der Leiche des kleinen Mädchen - Katy Devlin - wird eine Haarspange der vor 20 Jahren verschwundenen Jamie gefunden.

Oder gibt es überhaupt keinen Zusammenhang? Hat der Mord an der kleinen Katy eventuell etwas mit dem Engagement des Vater zutun? Jonathan Devlin ist Vorsitzender einer Bürgeinitiative 'Verlegt die Schnellstraße' Liegt hier das Motiv? Es gab jedenfalls massive Drohanrufe. Cassie hat zudem das dumpfe Gefühl, mit der Familie stimmt was nicht

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Rob erzählt. Rob wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert. In ihm kommen immer wieder Erinnerungsfetzen hoch, die er nicht imstande ist zuordnen und mit denen er sich nun auseinander setzen muss.

Cassie und Rob sind ein gut auf einander eingespieltes Ermittlerteam. Sie befinden sich auf einer Wellenlänge. Ihr Zusammenspiel ist perfekt Und nicht nur Rob trägt ein Geheimnis in sich, auch in Cassie Maddox Leben lief nicht alles glatt. Das erfährt man im Laufe der Handlung.
Die Personen sind sehr gut gezeichnet. Ich konnte mit ihnen fühlen und mich in sie hineinversetzen. Die Dialoge wirken echt, sind teilweise sogar witzig. Denn der Umgang der beiden Ermittler untereinander ist kumpelhaft und locker. Aber auch die emotionale Seite wurde stark angesprochen. Ich war stellenweise traurig und aufgewühlt.

Ein Krimi der besonderen Art. Ich hab mich keinen Moment gelangweilt. Nur fand ich den Schluss doch ein wenig unbefriedigend. Ich hab mich gefragt, ob ich irgendwelche Hinweise überlesen habe? Irgendwo im Hinterkopf spukte mir auch Robs Eingangssatz herum. Gut, ich kann mir aus den verschiedenen Strängen was zusammenreimen, aber ich hätte mir doch lieber eine Auflösung gewünscht. Trotzdem vergebe ich 5 Punkte, denn der Krimi hat mich unwahrscheinlich stark beschäftigt.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Nach vielen Jahren kehrt der Dubliner Ermittler Rob Ryan an den Ort seiner Kindheit zurück. Ein kleines Mädchen wurde ermordet und auf einem historischen Opferaltar inmitten einer Ausgrabungsstätte aufgebahrt. Niemand außer seiner Partnerin Cassie Maddox weiß, dass Rob eigentlich Grund genug hätte, seiner Heimatstadt für immer den Rücken zu kehren, Rob vermutet in dem Verbrechen einen Zusammenhang mit seinen eigenen Erlebnissen. Gemeinsam mit Cassie macht er sich auf eine Reise in die Vergangenheit.

Tana French erhielt für ihren Erstling "Grabesgrün" mehrere Literaturpreise, unter anderem den Edgar-Allan-Poe-Award, den Macavity Award und den Anthony Award. Ein ausgezeichnetes Buch also? Mir selbst blieb bis zum Schluß der Grund für diese Auszeichnungen verborgen. Natürlich, "Grabesgrün" ist kein schlechtes Buch. Aber es zeichnet sich genausowenig durch etwas besonderes aus.

Sprachlich bewegt sich die Autorin in der Mittelklasse. Ihre Charaktere - allen voran "Held" Rob Ryan - bleiben konstant farblos wie ein zu lange gekautes Kaugummi. Die Ermittlungen zieeeeehen sich in die Länge und darin könnten viele sogar den Vorteil des Buches sehen. Es ist kein Pageturner, kein Thriller, der atemlose Spannung erzeugt. Wie im echten Leben erzeugt so ein Verbrechen eine lange Reihe von Ermittlungsarbeit und diese zu erklären, sieht sich Tana French in der Pflicht. Leider packt sie einen Tick zu viele unwichtige Details in ihren 600-Seiten-Wälzer, um eine dichte Atmosphäre zu erschaffen.

Die Auflösung ist so abstrakt, dass sie eigentlich unerwartet sein müsste, aber ich hatte trotzdem schon viele Seiten vor dem Ende ein Gefühl, worauf es hinausläuft. Dennoch verdient die Autorin zumindest dafür einen Pluspunkt. Schade, dass sie viele andere Punkte verschenkt, indem sie den roten Faden nicht weiterverfolgt (oder sich gar für weitere Teile aufspart?). Wer seitenlange Details über Ermittlungsarbeit lesen möchte und wer nichts gegen Klischees und eine sich langsam aufbauende Handlung hat, wird "Grabesgrün" gerne lesen. So ganz schlecht ist es nicht, aber es verlockt mich nicht, ein weiteres Buch der Autorin zur Hand zu nehmen.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Januar 2017
Tana French schreibt sehr bildhaft und es die Handlung wird immer wieder durch unvorhersehbare Wendungen aufgefrischt. So bleibt das Buch bis zum Schluss stets spanend. Ich freue mich bereits auf das nächste Buch von Ihr.
Die nachfolgenden Bücher beziehen sich meist auf eines der vorhergehenden. Es ist jedoch nicht zwingend erforderlich die Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen, da die wichtigsten Details die für die Geschichte nötig sind im Buch erwähnt werden.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden