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Ein großer Glücksfall diese Lesung! Man kann sich nicht satt hören an ihr. Wer Ulrich Matthes nur von Richard Powers Hörbüchern her kennt (Klang der Zeit / Echo der Erinnerung) mag es kaum glauben, dass er auch bei Heinrich von Kleist den richtigen Tonfall trifft. Wer ihn vom Deutschen Theater Berlin her kennt, der weiß, dass er dafür genau der richtige ist. Diese schreiende Ungerechtigkeit, die dem Roßhändler Michael Kolhaas geschieht - wir hören das Leiden aus Matthes Stimme. Was für eine meditative Wirkung! Es handelt sich hier um eine 4CD Box (ungekürzte Lesung), der als Zugabe sozusagen, die gesamte Aufnahme noch einmal als MP3 CD beigelet ist.

Das Booklet ist wie ein Theater-Programm aufgemacht.

( J. Fromholzer )
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am 12. Juli 2010
Radioklassiker: anspruchsvoll und unübersichtlich!Die Hörspielversion des Michael Kohlhaas, die hier vorliegt, stammt immerhin aus den 50er Jahren, -- aber das ist nicht negativ gemeint! Damals wurden teilweise ganz ausgezeichnete Radio-Hörspiele und Hörsequenzen (Lesungen etc.) produziert. Auch die vorliegende Produktion mit Richter und Schimmelpfennig hat ihre Meriten: Sie entwirft als Rahmen eine Art Hör-Gerichtsverhandlung, in deren Verlauf der Fall Kohlhaas dargestellt, aber auch von den einzelnen, dem Gerichtsrahmen zugeordneten Figuren kommentiert wird. Dabei orientiert sich das Hörsspiel streng an der Kernnovelle, lässt also den gesamten Zigeunerinnen-Komplex heraus. Das mag man kritisieren wollen, aber selbst dann ist dieses Vorgehen noch eine ergiebige Diskussionsbasis. Andererseits hilft diese Beschränkung bei der Konzentration auf das Wesentliche, und das ist auch dringend nötig, denn problematisch gerade für den Einsatz der CD bei jüngeren Zuhörern sind die vielen verschiedenen Zeugen und Vertreter der Anklage und Verteidigung, die man oft nicht genügend klar und schnell stimmlich identifizieren kann, so dass nur die grobe Zuordnung zu den Lagern möglich ist, was schade ist. Außerdem ermüdet es gerade junge Zuhörer sehr, ständig rätseln und erschließen zu müssen, wer da gerade spricht, was irgendwann zu Konzentrationsmängeln und gar Abschaltung führt. Fazit: Gute Vorbereitung (z.B. Auflistung aller Sprechrollen und Zuordnung zu den Lagern und evtl. auch schon eine grobe Abschätzung ihrer erwartbaren Argumentationsweisen), volle Konzentration, evtl. Aufteilung in zwei oder drei Blöcke - dann kann dieses Hörspiel sinnvoll und inhaltlich ertragreich eingesetzt oder individuell genutzt werden.
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am 18. April 2009
Bei diesem Hörspiel handelt es sich nicht um eine Lesung des Lektüretextes, sondern um das Schauspiel einer fiktiven Situation, die an die Lektüre anknüpft. Der Hörer findet sich in einem Gerichtssaal wieder. Die Personen des Stückes kommen im Gerichtsverfahren gegen den Protagonisten Michael Kohlhaas zu Wort. Wie ist Kohlhaas' Verhalten zu beurteilen? Die verschiedenen Meinung zu den Szenen der Lektüre (diese werden natürlich auch anhörlich dargeboten) sind sehr vielfältig und aufschlussreich. Der Hörer ist herausgefordert, sich sein eigendes Bild über den Rebellen, Gerechtigkeitskämpfer und Outlaw Kohlhaas zu machen. Insgesammt ist es anspruchsvoll, die vielen verschiedenen Stimmen, besonders die der "Ankläger-Seite", zu unterscheiden und ich habe oft Kapitel mehrmals hintereinander anhören müssen, um den Argumentationen folgen zu können. Ich war überrascht von dieser Umsetzung der Abiturspflichtlektüre! Spannend, anregend und sehr interessant! Das Hörspiel war sehr wertvoll für meine Abivorbereitungen.
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am 4. Januar 2009
Es handelt sich hierbei um ein relativ gutes Hörspiel.
Jedoch muss erwähnt werden, dass es sich um eine stark gekürzte Version handelt bei der wichtige Teile des Inhalts fehlen. Kohlhaas' Macht gegenüber dem Kurfürsten von Sachsen und dem berüchtigten Amulett, sowie die Person der Zigeunerin sind nicht enthalten. Das nimmt dem Schluss leider die Spannung und verzerrt die Handlung.
Es wird dennoch sehr lebhaft und klar gesprochen und erweckt die Neugier gegenüber einem sonst eher schwer zu lesenden Text.
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am 12. November 2003
Mitte des 16. Jahrhunderts lebt Michael Kohlhaas als Viehändler in Kohlhaasenbrück in Brandenburg. Er ist ein frommer, ehrlicher und gerechter Mann.
Mit seinen Pferden auf dem Weg nach Sachsen, um diese zu verkaufen, wird er von einem Zöllner aufgehalten, bei dem er Zoll zahlen soll. Obwohl er ordnungsgemäß bezahlt wird er vom Burgvogt aufgehalten. Der Junker Wenzel von Tronka verlangt von Kohlhaas einen Passierschein und beschlagnahmt dessen Pferde.
Als Kohlhaas zurückkommt sind die Pferde, die zur Feldarbeit eingesetzt wurden, völlig abgemagert. Zuhause erfährt er dann, daß sein Knecht Hirse zu Unrecht vertrieben wurde. Kohlhaas reicht Klage ein, die an mehreren Stellen abgewiesen wird. Als dann noch seine Frau zu Tode geprügelt wird, nimmt Kohlhaas bittere Rache und wird zum Mordbrenner.
Auf Vermittlung von Martin Luther, den Kohlhaas sehr verehrt, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Kohlhhaas bekommt endlich mit seiner Anklage Recht, wird aber für seine Verbrechen zum Tode verurteilt.
Teile von Heinrich von Kleist's Novelle "Michael Kohlhaas" beruhen auf wahren Begebenheiten. Ein Viehhändler namens Hans Kohlhaase war, etwa im Jahre 1535, mit seinen Pferden auf dem Weg nach Sachsen. In einer Schenke erweckte er das Mißtrauen anwesender Bauern, die ihn für einen Viehdieb hielten, weil er es eilig hatte und noch in der Nacht weiterreiten wollte. Als ihn die Bauern zur Rede stellten, zog Hans Kohlhaase sein Messer und setzte sich zur Wehr. Die Bauern überwältigten ihn, beschlagnahmten die Pferde und verlangten einen Eigentumsnachweis.
Als Kohlhaase nach einiger Zeit mit einer Bescheinigung zurückkam um die Pferde abzuholen, stellte er fest, daß sie bei der Feldarbeit eingesetzt wurden. Außerdem verlangten die Bauern von ihm eínen großen Betrag für die Fütterung. Hans Kohlhaase protestierte bei bei mehreren Fürsten, bekam aber kein Recht. Aus Rache plünderte er mehrere Dörfer und zündete sie an.
Er wurde gefangengenommen und zum Tode verurteilt. Auf dem Weg zu seiner Hinrichtung soll er immer wieder gesagt haben: "Nunquam vidi iustum derelictum (Niemals einen gerechten verlassen gesehen)".
Das Hörspiel "Michael Kohlhaas" basiert auf einer fiktiven Gerichtsverhandlung in welche die Handlung der Novelle eingeflossen ist. In der Verhandlung kommen alle wichtigen Personen der Novelle zu Wort.
Die Sprecher, Heinz Schimmelpfennig als Herse, Konrad Georg (Kommisar Freitag) als Junker Wenzel von Tronka und Arno Assmann als Ankläger, um nur einige zu nennen sind großartig.
Herausragend aber ist Walter Richter, allen bekannt als Tatort-Kommissar Trimmel. Mit seiner gewaltigen Stimme ist ihm die Sprechrolle förmlich auf den Leib geschrieben.
Ein großartiges Hörspiel zu einem günstigen Preis. Es gehört in jede gute Hörspielsammlung.
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