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Kundenrezensionen

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am 19. Mai 2011
Aufgrund der positiven Rezensionen und weil das Buch einen Einblick in Kasachstan verspricht, habe ich dieses Buch gelesen. Um es kurz zu machen: Ich war ziemlich enttäuscht.
Der Protagonist Tom, ein deutscher Student, will seinem dekadenten Studentenleben entfliehen und macht sich auf einen Tip hin auf nach Ust-Kamenogorsk in Kasachstan. Dank einer Erbschaft einer Verwandten kann er sich diese "Auszeit" auf unbestimmte Zeit erlauben. In Kasachstan angekommen, lässt er sich vom Leben und vom Alkohol treiben. Bezeichnend ist auch, dass er die Sprache der Menschen dort nicht spricht, aber gerade das einen der Reize der Umgebung für ihn ausmacht. So beginnt er eine Beziehung mit Irina, der Schwester der Vermieterin, die sich anstandslos in seinen Alltag aus Sex und Alkohol einpasst.
Ich habe bis zum Schluss darauf gewartet, dass irgendwann die Krise von Tom vorbei ist, dass er wirklich zu sich kommt. Aber dies ist nur sehr ansatzweise der Fall und für mich recht unbefriedigend. Zur Zeit der Fußball-WM fliegt Tom einige Male nach Deutschland zurück, um sich die Spiele anzusehen, letztendlich fühlt er sich in Kasachstan, der Steppe, der Einöde aber wohler. Das Buch liefert nur soweit ein Zugeständnis an meine Erwartungen, als dass Tom schließlich doch das Deutschlernen von Irina fördert, dass er nicht mehr so viel trinkt, dass er pausenlos am Kotzen ist, und dass er es doch tatsächlich kurz zulässt, über sein Leben nachzudenken.
Dennoch bleiben viele Fragen offen und manche Verhältnisse ungeklärt. So z.B. die Frage nach Studium / Job / Lebensunterhalt (denn das Geld der Erbschaft hat er aufgbraucht), die Frage nach den Eltern: Ein Anruf der Mutter und ein Kurzbesuch des Vater sind alles, was man dazu erfährt. Jeder, der Eltern hat, weiß, dass sie solch ein Lotterleben auf Dauer nicht gutheißen würden. Toms Eltern scheinen sich aber nicht weiter einzumischen. Dann bleibt für mich das Loch in Toms Vorgeschichte: Was ist mit ihm passiert, dass er den Bezug zu sich selbst so verloren bzw. nie entwickelt hat? Nicht umsonst zieht jemand das Leben in Kasachstan vor, wo doch viele Kasachen, wie im Buch auch beschrieben, sich nichts sehnlicher wünschen, als in ein westliches Land wie Deutschland zu kommen.
Aufgrund der Thematik, der Denkweise des Protagonisten und seiner, wenn auch mäßigen, persönlichen Entwicklung würde ich das Buch zur Kategorie Jugendliteratur zählen.
Interessant war für mich eigentlich nur der Schauplatz Kasachstan, die Beschreibungen der Plattenbauten, der Straßen, der Steppe etc. Die Entwicklung des Protagonisten fand ich zu schwach und zu unausgefeilt, um dem Buch mehr als 3 Punkte zu geben.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. November 2009
Ich glaube, ich bin durch eine schlechte Rezension auf dieses Buch aufmerksam geworden. Trotz des Verrisses (den ich mittlerweile absolut nicht mehr nachvollziehen kann, hat der Rezensent ein anderes Buch gelesen?!) dachte ich mir, das klingt interessant und bei dem Preis ist nicht viel kaputt.

Was soll ich sagen. Innerhalb nur weniger Stunden hatte ich das Buch zweimal hintereinander weggelesen. Es ging einfach nicht anders.
Was für ein Buch!
Der Stil des Autors ist bewusst einfach gehalten, was aber perfekt zur Spachlosigkeit seiner Protagonisten passt und die Leere in ihnen und um sie herum bestens wiederspiegelt.

Es geht um Tom, der einfach die Schnauze voll hat, vom Leben in der Leistungs- und Partygesellschaft. Von einem Freund bekommt er den Tipp, doch nach Osten zu gehen. So landet er schließlich in Kasachstan, mitten in der postsowjetischen Einöde zwischen Plattenbauten (in der Stadt) und unendlich weiter Steppe (sobald er die Stadt verlässt). Diese Tristesse und Leere fegt in ihm alle Wünsche nach Besitz, nach Handeln, nach Denken, einfach nach allem, was unser Leben in Deutschland ausmacht fort.
Und zurück bleibt nur ein Funke, ein kleiner glimmender Funke in der Dunkelheit der Seele. Und das ist das Selbst. Ein Selbst, dass fast erloschen wäre, dass Tom nun aber wieder zum Glimmen und zum Brennen bringen kann.

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen, besonders all jenen, die unseren Lebensstil (Leben um zu arbeiten, etwas besitzen um etwas zu sein ...) verinnerlicht haben.
Ein ganz, ganz großes Buch, was da hinter den schön aufgemachten Buchdeckeln schlummert! Bitte mehr davon!
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am 23. August 2009
Ich habe dieses Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Der Autor schreibt in einem frischen Stil ein bisschen an Ch. Roche erinnernd. Er benennt die Dinge ohne die sprichwörtliche Hand vor den Mund zu nehmen. Die Mischung aus der persönlichen Lebensgeschichte des Protagonisten, seiner eher ungewöhnlichen Wahl dieser zu begegnen und den Einsichten in das Land, das man nur aus dem Film Borat kennt sind eine gelungene Lektüre!! Jeder Leser mit ein bisschen Osteuroperfahrung wird sich eventuell ein Stück in diesem Buch wieder finden.
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am 15. September 2009
Auch für Leute ohne Osteuropaerfahrung ein super interessantes Buch, das einen auf eine witzige, skurrile und interessante Reise nach Kasachstan, aber gleichzeitig auch, im Kontrast dazu, in die Scheinwelt deutscher Studenten entführt. Einmal angefangen kann man es nicht mehr aus der Hand legen.
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am 29. August 2009
Für alle, die schon einmal eine Zeit ihres Lebens in Osteuropa verbracht haben, sei an dieser Stelle gesagt, dass der Roman von Mathhias Krause einfach Pflichtlektüre ist. Hoher Suchtfaktor und saukomisch. Der Protagonist zeigt mit seiner schonungslos ehrlichen Art die Oberflächlichkeit einer deutschen Studentengeneration auf und gibt zugleich einen Wegweiser, wie man es besser machen kann: Drauf scheißen!

Fünf Sterne für fünf Stunden Unterhaltung. Ich habe das Buch an einem Stück durchgelesen und hätte danach am liebsten meine Koffer gepackt und den nächsten Flug nach Ust-Kamenogorsk gebucht...
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am 4. April 2010
Da ich eigentlich kein Mensch bin, der Bücher kauft, die das Wort "Sonne" im Titel tragen, möchte ich zunächst kurz erwähnen, wie ich zu diesem Buch gekommen bin. Es war der letzte Tag der Leipziger Buchmesser anno 2010 und ich verabschiedete mich gerade bei meinen Verlegern vom ubooks-Verlag. Da ich zwei sehr lange Zugfahrten vor mir hatte, packte ich mir noch von einigen dort ausliegenden Büchern ein Exemplar ein. "Sonne wie Winter" stand eigentlich gar nicht auf dem Zettel von Büchern, die ich mir noch mitnehmen wollte, wurde mir aber von einem der beiden Andreassen, die den ubooks-Verlag schmeissen, mit den Worten "Nimm das noch mit, ist mein Liebling", in die Hand gedrückt. Da dieses Buch nun als meines Verlegers Liebling angepriesen wurde, las ich es auf der Zufahrt nach Luxemburg mit oberster Priorität.
Ich benötigte etwa vier bis fünf Stunden und war durchgänging von der Schreibe begeistert. Womit hatte ich es hier zu tun? Die Story ist eigentlich sehr leicht zusammen zu fassen. Ein junger Mann hat keine Lust das Leben in einer Studenten-WG, welches sich vorrangig dadurch auszeichnet, das Belanglosigkeiten wie Feiern und oberflächliche Kommunikation den sinngebend für die eigene Existenz stehen. Dies schafft der Autor auf wenigen Seiten völlig lakonisch, unpathetisch und glaubhaft. Genau so sinnbefreit wirkt dann jedoch die Flucht des Protaginisten, der einfach, nur weil einmal das Wort gefallen ist, nach Kasachstan fliegt und dort einfach bleibt. Dann passiert bis zum Ende des Buch einfach mal NICHTS. Das mag für den Rezipienten dieser Rezension zunächst langweilig klingen, ist aber genau das Gegenteil. Krause füllt dieses NICHTS mir Characteren, die so lebendig und "unique" wirken, dass man sie direkt in sein Herz schliesst.
"Sonne wie Winter" lesen ist wie selbst in der Einöde zu sitzen, Wodka zu trinken, nichts zu tun und das Ganze gut zu finden. Zuletzt bei "Catcher in the Rye" habe ich die Stimmung eines Buches so sehr in meine Jetzt-Welt mitgenommen.
Ein phantastischer Urlaub ohne Ballermann und Palmen, den ich seither gerne verschenke und allen Leuten empfehle.
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am 28. Juni 2010
Großartig, vor allem wenns einen so überraschend trifft. Ein Buch wie ein Vorschlaghammer, aber von dem Schlag will man sich gar nicht mehr erholen, sondern ihn immer wieder neu erleben. Das einzig negative an Sonne wie Winter ist für mich die Kürze des Buches und vielleicht noch der komische Titel, der mich selbst davon abgehalten hätte das Buch zu kaufen. Zum Glück gibts Menschen die beschenken, sonst hätte ich wohl nie die Konsequenz miterleben mitfühlen mitleiden mitfreuen können mit der Tom sich seiner deutschen Seele entledigt und zum verhassten Steppenwolf wird.
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