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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
12
3,8 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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Namenlos jobbt ohne Erfolg und Anspruch in einer Versicherungsagentur und fristet ein eher erbärmliches Junggesellendasein. Lediglich Ex-Freundin Andrea dringt gelegentlich telefonisch zu ihm durch und erkundigt sich nach seinem Zustand. Ansonsten ist sein einziger Gesprächspartner ein kleiner braungrüner Kaktus, der aus einem Müllhaufen stammt. Diesen stacheligen Mitbewohner tauft er »Rod«, weil dies auf einem Etikett an dessen Unterseite steht.

Seine Zeit verbringt der Ich-Erzähler am liebsten vor dem Fernseher oder in seiner Stammkneipe »Peaches«. Dort verpasst er sich die tägliche Dröhnung. Eines eintönigen Tages lernt er einen Goldkettchenträger kennen, der ihm wie eine Mischung aus Zuhälter und Ramschkönig vorkommt. Der neue Bekannte entpuppt sich als Betreiber eines Pornolabels und bietet ihm einen Job an. Nach einem kurzen Disput zwischen seiner ständigen Trägheit und einer beklemmenden Ebbe des Kontostandes nimmt er das Angebot an und tritt seinen Dienst als Deckhengst des Filmchenmachers an. Künftig darf er willige Novizinnen vor der Kamera vögeln und wird dafür sogar noch gut bezahlt.

Skrupel sind ihm fremd, und über Geschmack macht er sich keine Gedanken. Besonderen Genuss bietet ihm lediglich ein Wiedersehen mit einer Beraterin einer Arbeitsvermittlung, der er nach Vollzug ins Gesicht spritzen und sagen darf, er habe jetzt den seiner Qualifikation entsprechenden Job gefunden.

In seiner neuen Tätigkeit geht er voll auf und findet dabei sogar zu einer eigenen Identität. Als Hommage an seinen Kaktus wählt er den Künstlernamen Rod Reptile. Regelmäßige Nasen Koks, die ihm seine neuen Arbeitsgeber versorgen, tragen dazu bei, sein Selbstbewusstsein zu stärken. Sein Geld trägt er weiterhin in seine Stammkneipe, in der er eines schönen Tages sogar seine Traumfrau kennen lernt. Mit der knackigen Jasmin ist er bald fest zusammen und genießt die Zweisamkeit.

Da er ahnt, dass seine neue Liebe wenig erbaut auf seine Erwerbstätigkeit reagieren würde, täuscht er sie mit Lügengeschichten. Wenn das Telefon klingelt, steht er weiterhin stets zur Verfügung, um neue Damen, wie die 24jährige Fitnesstrainerin Claudia, die »neue Herausforderungen« sucht und sich als Filmsternchen bewirbt, einem gründlichen Leistungstest zu unterziehen. So kommt es, wie es kommen muss: eines bösen Tages wirft Jasmin ihrem geliebten Rod eine DVD mit dem prosaischen Titel »Ehehuren«, in der er als Hauptdarsteller wirkt, vor die Füße und verlässt ihn tief enttäuscht.
Rod Reptile ist wieder mutterseelenallein und steigt noch tiefer ins Pornobusiness ein. Er träumt von einer Solokarriere mit professionellen Darstellerinnen und entwickelt sich allzeit bereit, immer bereit, zum Pornostern. Koks, Aufputschmittel, Alkohol und Potenzpillen helfen ihm, in jeder Situation als Mann zu bestehen. Dabei bricht er charakterlich immer tiefer ein und führt bald nur noch ein Leben auf Speed. Seine Auftraggeber lassen ihn fallen. Als eines schlimmen Tages zu allem Übel auch noch sein einziger Freund, der Kaktus Rod wegen mangelnder Aufmerksamkeit sein Leben aushaucht, will er endgültig alles ändern. Er springt in einen Zug und folgt Jasmin. Ein Happy-End bleibt aus.

Strasser baut die Geschichte von Rod Reptile geschickt und nachvollziehbar auf. Im Dialog mit dem Kaktus bedient der 34jährige Düsseldorfer Autor sich eines Kunstmittels, das literarische Qualität hat. Er erzählt seine Story in lakonisch-distanziertem Stil und verzichtet auf die klebrige Ausschmückung eines Soft-Pornos. Damit enttäuscht er vermutlich die Hoffnungen der Voyeure, die zu dem Buch greifen, weil sie hinter dem Titel eine saftige Sexstory wittern. »Pornostern« lüftet hingegen einen Zipfel des Vorhangs der Sexindustrie und liest sich als eigenwilliger und durchaus nachvollziehbarer Bericht.
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am 9. Februar 2016
Es liest sich sehr unterhaltsam und flott...das Lachen bleibt einen aber schon öfter mal im Hals stecken. Manches ist wirklich einfach nur zu trostlos und lässt einen irgendwie Mitgefühl mit dem Darsteller empfinden...immerhin ist doch ein Kaktus in einem kleinen gelben Töpfchen sein einziger Freund. Es ist sicher kein Buch für Freunde der Glitzer-Porno-Welt. Diese werden dadurch eher deillusioniert denk ich, so auch die, doch sehr zahlreichen pornösen Szenarien eher mit einem Augenzwinkern und ziemlich witzig aus der Sicht des Hauptdarstellers beschrieben werden.
Anfangs geht es noch ziemlich unverblümt dahin, gegen Ende wird die Geschichte jedoch eher tragisch-komisch und dann eigentlich nur noch tragisch leider. Alles in allem sicher ein Buch das trotz seines - vielleicht unterhaltsamen- Titels und dem schrägen Klappentextes zum Nachdenken anregt und sicher nix für Fans solcher Filme ist, wenn man bereit ist auch mal zwischen den Zeilen zu lesen.
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am 3. November 2016
Das Buch habe ich persönlich als sehr einseitig empfunden, sehr vorhersehbar und zu dem kommt noch eine sehr unsympathische Hauptperson hinzu.

Das Buch selbst liest sich schon flüssig, was okay ist, aber die Hauptperson gibt sich selbst immer als über-intelligent, über-schlau und absolut perfekt; leider ist das (aus meiner Sicht) auch einer der größten Mankos. Denn obwohl er arbeitslos ist, Pornos dreht, sauft wie ein Loch Wasser schluckt, keine Freunde hat (außer einen Kaktus) ist er von sich sehr überzeugt. Das hätte auch witzig sein können, ist es aber schlicht einfach nicht.

Ziemlich dumm habe ich gefunden, als er dann doch irgendwie auf einem Cover einer seiner Pornos drauf ist, dass seine Freundin, die er gerade mal für 6 Wochen hat, sofort der Porno in die Hände fällt, der ebenso gerade mal 3 Wochen im Handel erhältlich ist ... ein Zufall, der nicht als Zufall beschrieben wurde, sondern der Leser als "logisch" hinnehmen muss. Schade ...

Und der Rest, dieses ständige Jammern (obwohl er ja so extrem intelligent ist und niemand ihm das Wasser reichen kann) ist dann auf die Dauer wirklich fad ... sorry ...
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am 7. Januar 2016
Es is doch eher einen seichte Geschichte man könnte zwar kurz vermuten das es wirklich aus einem tieferen Einblick heraus geschrieben ist doch leider nur kurz. Es ist eher was für einen langweiligen Nachmittag als ein echtes lesevergnugen.
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am 24. März 2013
Ich hatte von dem Buch mehr erwartet, mir war es viel zu Stumpf. Die Klischees werden alle so übernommen wie man sich diese vorstellt...
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Viele deutsche Schriftsteller, die versuchen, über Sex, Drugs & Rock N Roll ala Welsh, Bukowski oder Easton Ellis zu schreiben, kommen meiner Meinung nach oft sehr verkrampft rüber und haben keine eigene schriftstellerische Stimme. Dadurch wirken sie oft wie bemühte, farblose Kopien der Vorbilder und ich schäme mich beim Lesen manchmal etwas fremd.

Christoph Strasser schreibt zwar ebenfalls im schmutzigen Stil, aber durchaus eigen und brachte mich mehrfach zum Lachen.Die Vorbilder schimmern zwar gelegentlich durch, aber nicht so doll, dass es stören würde. Die im Pornometier angelegt Geschichte, über einen ziellosen Tagedieb, der durch Zufall ins Fleischwesterngeschäft gelangt und dort böse auf Suff, Knickknack und Narkotika abstürzt, liest sich locker runter und hat kaum Längen. Selbst eine kleine Liebesgeschichte passt noch rein ohne peinlich zu wirken oder zu langweilen.

Die miefige Welt von deutschen Kleinproduktionen und die ebenfalls wenig glamourösen Großproduktionen werden beschrieben, wie ich mir das durchaus in der Realität vorstellen würde. Die Sexszenen sind nicht sonderlich explizit und das Buch will auch lieber amüsant unterhalten, als ernsthaft einen Blick hinter die Kulissen der Pornoindustrie zu werfen, daher werden natürlich auch zahlreiche Klischees bedient.

Wenn man mit teilweise derber Sprache umgehen, über nicht allzu hohen Tiefgang hinwegsehen kann und keine Hausfrauenerotik erwartet, dürfte man zufrieden sein. Gutes Buch, um es zwischen zwei schwergewichtigeren Werken zu lesen. Für den letzten Stern fehlt noch der letzte Funke Genialität, den ich Strasser künftig aber ohne weiteres zutraue.
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am 26. März 2013
Witzig geschrieben, aber die Handlung ist etwas unrealistisch und vorhersehbar. Pornostar, dessen Drehs detailliert beschrieben werden, der aber eigentlich auf seine wahre Liebe wartet.
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. März 2009
Ich kannte den Autor nicht, habe deshalb auch nicht viel erwartet, aber das Buch hat es in sich. Es geht um das Leben des vermeintlichen Pornostars Rod Reptile, dessen komentenhaften Aufstieg und Fall. Klingt eigentlich recht banal, aber der Wortwitz, die tollen Szenen und die lebendigen Charaktere machen das Buch zur tollen Unterhaltung. Ich habe das Buch im Schwimmbad gelesen und musste des öfteren laut loslachen.
Die Dialoge haben mich ein wenig an den genialen Humor eines Kevin Smith (Clerks, Dogma, Mallrats...) erinnert.

Ich hoffe, von diesem Autor bekommen wir noch mehr zu lesen!
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am 19. Januar 2013
Lustig und unterhaltsam. Leider wird er ab der Mitte etwas "schnell". Der Schreibstil ist leicht zu lesen, direkt und unverschnoerkelt.
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am 7. Juni 2009
Das Studium hat er schon vor einiger Zeit abgebrochen, auf Arbeit keinen Bock, seine Freundin hat längst das Weite gesucht und der Alkohol ist neben seinem Kaktus Rod sein bester Freund.
Da trifft es sich gut, dass ihn in seiner Stammkneipe ein Filmproduzent als Darsteller anwirbt. Aus dem einstigen Porno-Konsumenten wird der aufstrebende Porno-Star Rod Reptile. Doch das schöne neue Leben fordert bald seinen Tribut ...

Christoph Straßer lässt den Leser teilhaben an dem ebenso rasanten Aufstieg wie Abstieg des Porno-Neulings Rod Reptile. Muss der geborene Loser zunächst noch zu seinem Glück gezwungen werden, vermasselt er seine Chance schon sehr bald wieder. Seine wenigen sozialen Kontakte vergrault er, ihren Platz nehmen falsche Freunde und ein fataler Cocktail aus Alkohol, Drogen und Medikamenten ein.
Die Schilderung der Sex-Szenen wird vor allem Leuten Freude bereiten, die sich regelmäßig vergleichbare Filme in einschlägigen Videotheken ausleihen. So eindeutig deren Schilderung auch ist, der Voyeurismus wird relativiert durch die lakonischen Kommentare und Dialoge der Beteiligten. Auch wenn einem manchmal das Lachen im Hals stecken bleibt, ein Schmunzeln kann man sich häufig nicht verkneifen. Viele Seitenhiebe auf Gesellschaft und Partnerschaft treffen sicher, wenn auch wohl meist nur den Humor eines Mannes. Ebenso wenig Begeisterung dürften viele Frauen bei ihrer Reduzierung als Objekt zeigen. Doch mit dem Resultat muss zum Schluss Rod leben, findet er sich doch alleine und einsam wieder.
Kann man am Ende den Absturz des Rod Reptile mitverfolgen, so wird über lange Zeit der Missbrauch von Drogen und Medikamenten sehr spaßig und verharmlosend dargestellt. Hier hätte ich mir am Ende doch sehr viel drastischere Worte gewünscht. Für eine Satire war mir das Buch dann doch nicht überzeichnet und komisch genug. Trotzdem kann man bei der Lektüre seinen Spaß haben.

Krasser Aufstieg und Abstieg eines Porno-Darstellers, in vielen Momenten leider nicht spaßig genug oder mit zu wenig Ernst geschildert.
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