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am 12. September 2009
Ich habe schon diverse Brigitte Hörbücher gekauft und gehört. Nicht alle haben mich überzeugt, da ich guten, nicht billigen Unterhaltungswert suchte, der mir teilweise aber hinter den Pseudo-Intellektuellen-Geschichten zu kurz kam.

Diese Geschichte versprach mir anfänglich ähnlich langweilig und nicht-in-den-Bann-ziehend zu werden.
Ich wurde aber eines Besseren belehrt:

In der Zeit um Pearl-Habour spielend, wird anlässlich der Gerichtsverhandlung um einen Mordfall die Geschichte der in Amerika lebenden Japaner erzählt.
Die Amerikaner erleben den Zwiespalt, als Patrioten ihre eigentlichen Freunde, geschätzten Nachbarn und Kollegen als "Japse" nach dem Angriff auf Pearl Harbour nun hassen und ihnen nicht mehr trauen zu dürfen oder zu sollen.
Die Japaner, die sich als Amerikaner fühlen, den Angriff verachten wie ihre amerikanischen Freunde, müssen ohnmächtig mit ansehen, wie ihr Leben in Amerika zerstört wird. Ihnen schlägt Verachtung, großes Misstrauen und die Unsicherheit der Leute entgegen, mit denen sie viele Jahre lang in Frieden und Freundschaft gelebt haben.
Die Geschichte eines japanisch-amerikanischen Liebespaares wird in die Geschichte um den misterösen Todesfall eines Fischers hineingesponnen und erst im Laufe des Hörbuches wird die Wichtigkeit der Vergangenheit dieser beiden Personen miteinander klar. Es lohnt sich also, die ganze Geschichte von Anfang bis Ende aufmerksam zu hören. Ich kann mich nicht erinnern, dass es langweilige und langatmige Passagen in dem Plott gibt.

Der Leser schafft das, was nur wenige Hörbuch-Vorleser schaffen: er leiht seine Stimme vielen verschiedenen Personen und bei jeder Figur des Romans klingt sie anders. Er bringt die Gefühle und ihr Dilemma in dieser Situation zum Vorschein. Ich fand seine Stimme die ganze Zeit über sehr angenehm und seine Art zu lesen hat mich dieses Buch hören lassen. Gelesen hätte ich die Geschichte wohl nie.
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am 18. Februar 2009
Das Buch war ein beachtlicher Ersterfolg des 1956 geborenen David Guterson. Wohl nicht zufällig erinnern Erzählstil und thematische Aufarbeitung an Trueman Capotes Justizkrimi "In cold blood". Minutiös wird in Rückblenden einer Gerichtsverhandlung im Jahre 1954 die Vergangenheit scheibchenweise aufgedeckt, um einen Todesfall aufzuklären. Angeklagt ist ein junger Fischer japanischer Abstammung.

Parallel entwickelt Guterson eine zärtliche Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen japanischer Abstammung - der späteren Frau des Angeklagten - und einem jungen Amerikaner kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs. Das Trauma Pearl Habor wird zu ihrem Verhängnis: Die amerikanische Regierung lässt alle US-Bürger japanischer Abstammung kurzerhand internieren (soweit zu diesem freien Land).

Die Ereignisse bringen die drei Protagonisten auf ungeahnte Weise nach 15 Jahren wieder zusammen. Und hier beweist Guterson sein literarisches Format. In virtuoser Vielstimmigkeit gelingt es ihm, Menschen in der Krise darzustellen, wie sie in (vom Erzähler vorgetragenen) inneren Monologen zwischen ihren Sehnsüchten und Zweifeln hin und her gerissen werden.

Das von über 500 Seiten auf 295 Minuten gekürzte Hörbuch wird von Ulrich Matthes auf vier CDs und stimmlich versiert und sprachlich gekonnt vorgetragen.

Fazit: Wer über genügend Geduld besitzt, sich einem langsam entwickelnden Geschichtsepos über Liebe, Tod und Intrigen hinzugeben, wird reichlich belohnt.
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am 10. Februar 2008
Ich kann die vorhergehenden Kritiken zur Stimme des Sprechers nicht nachvollziehen. Im Gegenteil, mir gefällt die Stimme von Ulrich Matthes sehr gut und ich bewundere sein Talent die Geschichte so zu lesen, dass man als Hörer fast den Eindruck hat, mehrere Stimmen würden den Text sprechen. Auch die vielen englischen Namen in der Geschichte sind recht gut ausgesprochen - in anderen Hörbüchern wird einem diesbezüglich wirklich grauenhaftes geboten. Die Geschichte reizt durch ihre vielen, interessanten Charaktere, sowie deren Beziehungen zueinander. Wer jedoch eine action-geladene Handlung erwartet, wird hier sicher enttäuscht werden.
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am 29. März 2008
Matthes ist einer der besten Hörbuch-Interpreten überhaupt. Wer einmal etwas von Haruki Murakami von ihm gehört hat, wird den Tonfall nie wieder vergessen - und keinen anderen Vorleser mehr bei Murakami-Romanen hören mögen.

Nur hier, in diesem Werk, hätte man ihm das (absichtsvolle) Husten und Räuspern bei der Figur des alten Anwalts ausreden sollen. Oder reduzieren; ein, zwei Mal hätte genügt. Für Kopf-Hörer eine echte Qual.
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am 17. März 2008
Gleich vorweg zu den Anmerkungen meiner Vorrezensenten: Ulrich Matthes als Vorleser des Guterson Romans spaltet die Lager der Hörer. Meine Meinung ist, dass Matthes den bewegenden Stoff Gutersons in einmaliger Art und Weise an den Mann bringt. Matthes nuanciert die Charaktere eindrucksvoll, lebt in der Geschichte und setzt seine Stimme als perfektes Vorlesewerkzeug ein. Matthes, auch bekannt als Synchronstimme Kenneth Brannaghs, macht aus -Schnee, der auf Zedern fällt- ein unvergessliches Hörerlebnis und hebt das Hörbuch an eine der Spitzenpositionen der Brigitte Hörbuch Editionen.

Auf einer kleinen amerikanischen Insel mit teilweise japanisch abstammender Bevölkerung wird der Leichnam des Fischers Carl Heine gefunden. Wir schreiben das Jahr 1954. Der Sheriff vermutet, dass Heine ermordet wurde. Ziemlich schnell wird Kabuo Miyamoto als Täter festgenommen. Als Motiv könnte der Streit um Land in Frage kommen. Miyamotos Frau Hatsue wohnt der Gerichtsverhandlung gegen ihren Mann bei. Dabei denkt sie an ihre Liebe zu Ishmael Chambers, einem Reporter der lokalen Presse, zurück. Während der Verhandlung gegen Miyamoto kommen Zweifel auf. Plötzlich wird die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und einer längst vergessenen Liebe für den Fall interessant...

Guterson erzählt ein seinem Weltbestseller eine atemberaubende Geschichte vor dem Hintergrund von Liebe, Freundschaft, Hass und Toleranz. Die Story fängt den Leser schnell und vollständig ein, zieht in mit in die Zeit kurz nach dem Krieg. Ulrich Matthes macht daraus einen wahren Ohrenschmaus. Auch in der gekürzten Hörbuchfassung. Letztendlich ist anzumerken, dass wie immer bei den Brigitte Hörbüchern, ein günstiger Preis den Kauf des Hörbuchs interessant macht.
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am 4. Januar 2015
Das Buch habe ich vor vielen Jahren gerne gelesen. Ullrich Matthes liest diese Geschichte sehr gut, allerdings hat sich der damalige Zauber beim Hören nicht mehr übertragen. Ich muss das Buch noch einmal lesen.
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TOP 1000 REZENSENTam 17. November 2007
Am Anfang ging mir die verschnupft nasale Sprechweise von Ulrich Matthes unheimlich auf den Geist und ich war mehrmals kurz davor es auszustellen, weil mich auch die Geschichte nicht wirklich packte. Glücklicherweise hört Matthes je weiter er kommt immer mehr auf durch die Nase zu sprechen und redet vernünftig und betont. Auch die Geschichte wird spannender und tragischer zum Ende hin, so daß es dann doch noch ein schönes Hörerlebnis wurde. Ein weiteres Hörbuch mit der Stimme von Ulrich Matthes müßte mich jedoch inhaltlich schon sehr reizen, um es mir zu kaufen.
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am 15. Oktober 2009
Ich hatte nie vorher etwas von dem Autor gehört oder gelesen und war sehr überrascht über die Geschichte, die er zu erzählen hat. Vielschichtig und unaufdringlich beschreibt sie die Situation der Japaner in Amerika nach dem Angriff auf Pearl Harbor zum einen, und eingebettet die Untersuchung eines gewaltsamen Todes eines Fischers in dieser Zeit. Selbstredend der Stimmung folgend muss der Täter natürlich ein Japaner gewesen sein.
Ausgerechnet ein Journalist, der eine Rechnung mit Japanern offen hat, führt zur Aufklärung des Falles.
Bestechend ist die Interpretation von Ulrich Matthes!
Dies ist mit das Beste an Vorlesekunst, was einem geboten werden kann.
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